📅❓ Scheuklappen

Mir selbst bewusst zu sein. Zwar verfügte ich schon immer über die Fähigkeit zur Selbstreflexion, also die Fähigkeit, meine eigenen Gedanken, Gefühle, Motive und Reaktionen von außen zu betrachten und zu verstehen. Vermutlich ist das eine Folge davon, dass ich bereits als Kleinkind – vielleicht sogar schon im Mutterleib – gelernt habe, mich nur auf mich selbst verlassen zu können. Schwierigkeiten bereitete mir jedoch meine Identität, also das klare Wissen darüber, wer ich bin, welche Werte ich vertrete und was meine Persönlichkeit im Kern ausmacht. Das lag vermutlich daran, dass meine Eltern meine Introversion als falsch betrachteten und mir vermittelten, dass ich so, wie ich bin, falsch bin, und richtig, wenn ich mich extravertiert verhielt. Dadurch wurde mir lange der Zugang zu dem Wissen verwehrt, wer ich bin und was meine Persönlichkeit im Kern ausmacht. Ein weiterer Mangel bestand in der unterentwickelten Erkenntnis, mich abzugrenzen, also die Erkenntnis, als eigenständiges Individuum getrennt von der Umwelt und anderen Menschen zu existieren.

Dagegen war mein Selbstbewusstsein im Sinne von Selbstvertrauen gut ausgeprägt. In der Rolle des angelernten, angepassten Extravertierten. Vermutlich als Folge des oben Skizzierten. Selbstwirksamkeit und soziale Sicherheit waren immer vorhanden, ebenso wie ein gutes Selbstwertgefühl.

Vieles in meinem Leben wäre einfacher, besser oder einfach anders gelaufen, wenn ich viel früher damit angefangen hätte, meine Introversion zu erkennen. Doch die Scheuklappen waren viel zu groß.

Tägliche Schreibanregung
Was hättest du im Leben gern viel früher angefangen?

What’s one thing you wish you had started doing earlier in life?  |  Was ist eine Sache, von der du dir wünschst, du hättest schon früher damit angefangen?

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🎶 »But while I’m still living, I’ve just got this to say«

Aber solange ich noch lebe, habe ich nur das eine zu sagen:
Es ist ganz allein EURE Entscheidung, ob ihr so sein wollt,
ob ihr das Leben so sehen wollt.
~ dann seid ihr auf dem richtigen Weg!

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📅❓ Alles wird sich fügen. Aber nicht von selbst.

Vom 23.06.2026 bis heute hat sich der beste Rat, den ich jemandem geben würde, der jünger ist als ich, nicht verändert.

„Damals“ schrieb ich: „Du kannst darauf vertrauen, dass sich alles fügen wird.“ Das ist der „beste” Ratschlag, den ich jemandem geben würde, der jünger ist als ich.

Damit meine ich jedoch kein passives Vertrauen. Wenn man sich hinsetzt, die Hände in den Schoß legt und darauf vertraut, dass sich alles fügen wird, wird sich vermutlich nichts fügen.

Dieses Fügen bedeutet auch nicht, dass alle Träume, Wünsche und Hoffnungen in Erfüllung gehen, sondern dass rückblickend alles einen Sinn ergibt.

Viele Umwege und Sackgassen im Leben sind oft von Nutzen, um letztendlich den eigenen Weg und Lebenszufriedenheit zu finden. Manchmal – ich übertreibe jetzt – „muss” man durch die Hölle gehen, um das Paradies zu erreichen. Manchmal muss man die Fremdbestimmtheit überwinden, um selbstbestimmt durchs Leben gehen zu können. Manchmal muss man durch den Schmerz hindurchgehen, um Schmerzfreiheit genießen zu können.

Man muss nichts, man kann, wenn man will.

Tägliche Schreibanregung
Was ist der beste Rat, den du jemandem geben würdest, der jünger ist als du?

What’s the best advice you’d give to someone younger than you?  |  Was ist der beste Rat, den du jemandem geben würdest, der jünger ist als du?

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🎙 Vom Frühchen in Rumänien zum alleinerziehenden Papa in Bremen. Eine Geschichte über pure Lebenskraft.

In dieser Podcastfolge geht es um Christian Tenes. Er ist 43 Jahre alt, wurde als Frühchen in Rumänien geboren und lebt seitdem mit verschiedenen gesundheitlichen Herausforderungen. Er hat mehrere Operationen durchgemacht und leidet unter einer spastischen Gangstörung sowie einer kaputten Kniescheibe. Trotz dieser Schwierigkeiten hat Christian eine positive Lebenseinstellung und ist sehr dankbar.

Nach seiner Auswanderung nach Deutschland konnte er zur Schule gehen und sich gut in die Gesellschaft integrieren. Er arbeitet in einer Werkstatt für Menschen mit Beeinträchtigungen, wo er elektrische Geräte prüft, und ist mit seinem Job zufrieden.

Christian verbringt viel Zeit mit seinem zwölfjährigen Sohn, mit dem er aktiv ist, sei es beim Radfahren oder im Fitnessstudio. Er hat eine optimistische Sicht auf sein Leben und betrachtet Herausforderungen als Teil desselben, die er mit Entschlossenheit meistert.

Er erzählt von seinem Werdegang, seiner Familie und den Erfahrungen, die ihn geprägt haben. Dabei hebt er hervor, wie wichtig es ist, für sein Kind da zu sein, und reflektiert über seine eigenen Erlebnisse mit Vätern und seine Rolle als Vater.

Insgesamt vermittelt dieses Gespräch eine Botschaft von Hoffnung, Mut und der Bedeutung von Unterstützung und Akzeptanz in der Gesellschaft.


Aus der Podcastfolge „Sein Leben ist ein Kampf, der sich lohnt“ vom –31.07.2025– des RB-Podcasts „Eine Stunde reden – Gespräche mit Unbekannten“ (Verfügbar bis -13.09.2027-).


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://rbprogressivedl-a.akamaihd.net/clips/156/156082/156082_00603133_audio_stereo.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.bremenzwei.de/audios/eine-stunde-reden-christian-tene-100.html

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📅❓ Zu mir

Meine längste Reise begann mit meiner Geburt und wird bis zu meinem Tod andauern. Was danach kommt, weiß man nicht. Vielleicht hat unsere Reise sogar lange vor der Geburt begonnen und führt über den Tod hinaus. Die Lebensreise ist die längste Reise, auf der ich mich befinde.

Als wer wurde ich geboren? Zu wem wurde ich gemacht? Wer bin ich? Wer möchte ich sein?

Nach dem heutigen Erkenntnisstand der Wissenschaft wurde ich mit einer 40- bis 50-prozentigen Wahrscheinlichkeit als introvertierter Mensch geboren.

Ich war meinen Eltern zu ruhig. Sie machten mir deutlich, dass das nicht gut ist, und gaben mir so viele Anreize, dass ich mich allmählich extravertiert verhielt. Natürlich unbewusst. Das ist der 50- bis 60-prozentige Einfluss meiner Umwelt.

Ab der Zeit der Pubertät spürte ich eine gewisse innere Ambivalenz und Unruhe, die ich mir nicht erklären konnte.

Erst sehr viel später, in der Begegnung mit einer zutiefst introvertierten Person, die entsprechend ihrem Temperament lebte und für deren Eltern Introversion etwas Normales war, erkannte ich meine eigene Introversion.

Ich häute mich also, lege die mich erschöpfenden extravertierten Anteile nach und nach ab und pflege meine introvertierten Anteile. Mein ambivalentes Gefühl verschwand und ich wurde ausgeglichener.

Darüber hinaus gibt es noch so viel mehr, was es auf der Lebensreise zu entdecken gibt: Sie erweitert meinen Horizont, erhält meine Flexibilität, lässt mich meine Gewohnheiten immer wieder anpassen, aus den Erfahrungen anderer lernen und offen bleiben für Veränderungen.

Tägliche Schreibanregung
Was war die längste Reise, die du je gemacht hast?

What’s the longest trip you’ve ever taken?  |  Was war die längste Reise, die du je unternommen hast?

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📅❓ Wer die Wahl hat, hat die Qual.

Wenn ich ein Jahr meines Lebens noch einmal erleben könnte, wäre es nicht das Jahr, in dem ich etwas besonders Schönes erlebt habe, um das Schöne noch einmal zu erleben. Und es wäre auch nicht das Jahr, in dem ich etwas besonders Fieses erlebt habe, um das Fiese vielleicht verhindern oder umgehen zu können.

Nein, ich würde mich für ein Jahr entscheiden, in dem die Weichen für mein zukünftiges Leben gestellt wurden. Natürlich mit dem Erfahrungsschatz von heute.

Vielleicht wäre es das Jahr, in dem ich die Wahl hatte, vom fünften Schuljahr der Hauptschule aufs Gymnasium zu wechseln. Ich hatte mich damals fürs Gymnasium entschieden. Heute würde ich mich vermutlich für den Verbleib auf der Hauptschule entscheiden und nach der Hauptschule zur Mittleren Reife oder zum Abitur weiterlernen.

Vielleicht wäre es das Lebensjahr, in dem ich die Wahl gehabt hätte, nach der Mittleren Reife die Oberstufe hin zum Abitur zu durchlaufen. Mein ganzes Umfeld wollte, dass ich eine Ausbildung mache: Meine Eltern, weil sie mich während eines Studiums nicht finanziell unterstützen wollten und lieber sofort Kostgeld kassieren wollten, und die Schule, weil sie aus allen Nähten platzte. Damals hatte ich noch nicht das Bewusstsein und auch nicht das Rückgrat, um anders zu entscheiden.

Vielleicht wäre es das Lebensjahr, in dem ich mich von meiner langjährigen Liebsten trennte. Ich tat es zugunsten einer neuen Liebe.

Vielleicht wäre es das Jahr, in dem ich einer Frau begegnete, einer temporären Kollegin, in die ich mich hoffnungslos und limerent verliebte. Sie sprach klar aus, dass sie meine Liebe nicht erwidern würde. Danach chatteten wir drei Monate lang jeden späten Abend und während der Arbeit per E-Mail. Was sie mir verschwieg, war, dass ihre Hochzeit unmittelbar bevorstand. Ich erfuhr es von Dritten, nachdem sie den Kontakt vor ihrer Hochzeit abrupt abbrach. Einer meiner Werte war und ist, mich nicht in bestehende Beziehungen zu drängen – egal, wie stark meine Gefühle sind. Mit dem Wissen von heute hätte ich Distanz zu ihr gehalten. Es hätte mir eine lange Zeit der Trauer erspart. Es hatte auch etwas Gutes. Durch diese Begegnung war ich plötzlich mit meinen Gefühlen verbunden.

Ich möchte kein Jahr meines Lebens noch einmal erleben. In der Quintessenz ist es gut, wie es war.

Tägliche Schreibanregung
Wenn du ein Jahr deines Lebens noch einmal erleben könntest – welches wäre das?

If you could relive one year of your life, which one would it be?  |  Wenn du ein Jahr deines Lebens noch einmal erleben könntest, welches wäre das?

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📅❓ Das Glück liegt auf der Straße …

»Sag doch selbst

Was wirst du anfang’n mit deiner Freiheit, die dir jetzt so kostbar erscheint?

Wie früher mit Freunden durch Bars und Kneipen zieh’n, heh?

Und dann, wenn du das satt hast, glaubst du, das Glück liegt auf der Straße

Und du brauchst es nur aufzuheben, wenn dir danach zumute ist, heh?

Nein, nein, mein Freund«

… verneinte schon 1974 Michael Holm. | https://youtu.be/NFyk4D7a0cY | https://open.spotify.com/intl-de/track/1ap4vTp3tOmW7aw0xWobog


Doch, was ist Glück eigentlich?

Das Beste, das ich schon mal zufällig auf der Straße gefunden habe, ist Halt, der feste Halt unter den Füßen.

Vielleicht finde ich auch mal zufällig die Straße, die aus dieser Stadt führt …

Aufrecht. Mit festen Schritten!

»Ich hielt alles Glück in meinen Händen

zumindest wars zum Greifen nah.

Beim Versuch das Blatt zu wenden

Wieder kein Glück gehabt.

Man sagt, dass alles Glück dieser Welt vor unseren Augen liegt.

Doch wie oft täuscht man sich

in dem was man mit den Augen sieht.«

… Tim Bendzko, Ich laufe, 2012 | https://youtu.be/9wX3DD0ZXRc | https://open.spotify.com/intl-de/track/5znp7F26UmQE7G7Jfb2IYm

Tägliche Schreibanregung
Was ist das Beste, das du schon mal zufällig auf der Straße gefunden hast?

What’s the best thing you’ve ever found randomly on the street?  |  Was war das Beste, das du jemals zufällig auf der Straße gefunden hast?

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📅❓ Freundlich widerstehen

Meine Nachricht an mein früheres Ich: Lieber Bernd, du bist in Ordnung, so wie du bist. Du bist introvertiert!

Es ist in Ordnung,

  • wenn du die Smalltalks beim Friseur nicht leiden kannst
  • dass du gut beobachten kannst
  • gewissenhaft, genau und ordnungsbewusst zu sein
  • zuverlässig zu sein, pünktlich zu sein, Schuldgefühle zu haben, wenn du andere Menschen in unangenehme Situationen gebracht hast
  • viel zu lesen anstatt draußen zu spielen
  • kenntnisreich zu sein
  • über alles lange nachzudenken
  • alles zu hinterfragen
  • mit anderen mitzufühlen, schäme dich nicht deiner eigenen Gefühle, auch Indianer kennen Schmerz und können weinen
  • andere zu verstehen
  • bescheiden zu sein
  • wenig zu reden und vor allem langsam, weil es gut ist, alles zu bedenken
  • deine Kreativität auszuleben
  • vorausschauen zu können, das ist kein Pessimismus, das ist eine Gabe
  • vieles zu planen
  • gut vorbereitet zu sein
  • vom Guten im Menschen auszugehen, doch: sei wachsam
  • nichts im Äußeren zu tun und dich im Inneren zu beschäftigen
  • geduldig und ausdauernd zu sein
  • vorsichtig zu sein und Risiken abzuwägen
  • nicht von Anderen abhängig zu sein und Zeit allein zu verbringen
  • offen für Neues zu bleiben
  • sich lange konzentrieren zu können
  • dich nicht für Statussymbole zu interessieren
  • ruhig zu sein
  • nachdenklich zu sein
  • Tagträumen nachzugehen
  • nur wenige Freund:innen zu haben, die wenigen wirst du lange haben
  • das Leben nicht leicht zu nehmen und ernsthaft zu sein
  • von Gefühlen überwältigt zu werden und sensibel zu sein
  • dich nur mit wenigen Menschen zu umgeben und eine Zeit lang allein zu sein
  • in die Natur zu gehen und dich an der Schöpfung zu erfreuen
  • nicht stundenlang einkaufen zu wollen
  • noch keine Freundin zu haben, wenn alle anderen eine haben
  • nicht zu jedem Thema etwas beitragen zu müssen
  • dich mit einer Sache unterbrechungsfrei beschäftigen zu können
  • nicht im Mittelpunkt stehen zu wollen
  • Kunst zu mögen
  • wenn andere dich aufgrund deiner Introversion auf den ersten Blick „mysteriös“ empfinden, der zweite Blick wird es korrigieren
  • dich zurückzuziehen, wenn du erschöpft bist
  • sehr direkt zu sein; übe, dich zu entschuldigen
  • nicht euphorisch zu sein; es darf in dir toben
  • gehemmt zu sein; sprich darüber
  • dich in großen Gruppen unwohl zu fühlen
  • überstimuliert zu sein und dich dann zurückzuziehen und dir Pausen zu gönnen
  • nicht vor anderen Menschen Reden zu halten
  • leise zu reden
  • Telefonieren zu meiden; schreibe, schreibe, schreibe
  • bei hitzigen Streits, mit den Extravertierten nicht mithalten zu können
  • kein Partylöwe zu sein und die Menschen mit Geschichten zu unterhalten
  • beim Sprechen Denkpausen einzulegen
  • dich auf Parties unwohl zu fühlen
  • Augenkontakt zu vermeiden
  • nicht spontan sein zu können, das lernst du im Laufe deines Lebens
  • nur wenig von dir preiszugeben, auch das lernst du
  • dich unwohl zu fühlen, wenn du neue Umgebungen betrittst oder fremde Menschen kennenlernst
  • dich unterlegen zu fühlen, wenn du auf Menschen mit viel mehr Erfahrung triffst, irgendwann wirst du der Erfahrene sein
  • Dinge nicht parallel sonder seriell zu erledigen
  • nervös zu werden, wenn du beobachtet wirst; sprich es an
  • dich schneller und heftiger zu verlieben, verliere dich nicht dabei
  • weniger zu lächeln als andere, Introvertierte lächeln nach innen
  • nicht aus sich herauszugehen, auch das wird sich mit der Zeit wandeln

Mama und Papa haben keine Worte für eine Introversion. Die Gesellschaft in deiner Kindheit und Jugend betrachtet Introversion als Makel. Sie ist aber eine Stärke. Höre nicht auf Mama und Papa, wenn sie dich verbiegen möchten. Passe dich nicht an. Sei freundlich widerständig.

Tägliche Schreibanregung
Wenn du eine Zeitmaschine hättest und deinem früheren Ich nur eine einzige Nachricht schicken könntest: Was würdest du schreiben?

If you had a time machine and could send just one message to your past self, what would it say?  |  Wenn du eine Zeitmaschine hättest und deinem früheren Ich nur eine einzige Nachricht schicken könntest, wie würde diese lauten?

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🎙 Warum wir unsere Ängste nicht bekämpfen, sondern umarmen sollten

In dieser Podcastfolge geht es um ein Interview, das die Moderatoren Lukas Klaschinski und Stefanie Stahl in ihrem Podcast „So bin ich eben“ mit dem Comedian und Schauspieler Teddy Teclebrhan geführt haben. Sie diskutieren darüber, wie man zu sich selbst findet und seinen inneren Wert erkennt – besonders in einer lauten und hektischen Welt.

Teddy erzählt, dass er sich lange nicht als Teil der Medienbranche gesehen hat, da er anders ist und seinen eigenen Weg geht. Er erzählt, dass es eine Zeit gab, in der er seinen Traum, Filme zu machen, verfolgt hat. Irgendwann erkannte er jedoch, dass er auch ohne diesen Druck glücklich sein kann. Ihm ist es wichtig, authentisch zu sein, auch wenn das bedeutet, nicht alles von seinem Privatleben preiszugeben.

Die Moderatoren thematisieren auch, wie frühere Erfahrungen, wie etwa eine schwierige Kindheit, das Selbstwertgefühl beeinflussen können. Teddy erklärt, dass er viele Unsicherheiten hat, die er als Stärken sieht, und dass ihm Humor dabei hilft, mit schwierigen Zeiten umzugehen. Er hat gelernt, seine Ängste zu akzeptieren, statt sich von ihnen leiten zu lassen.

Insgesamt zeigt das Gespräch, wie wichtig es ist, sich selbst zu akzeptieren und die eigene Identität zu finden – auch wenn man in der Öffentlichkeit steht. Teddy betont, dass man nicht alles über sich offenbaren muss, um eine Verbindung zu anderen herzustellen. Es gehe darum, ehrlich zu sein und das eigene Herz zu öffnen, ohne die Privatsphäre zu verlieren.


Podcastfolge „Sich selbst finden – mit Teddy Teclebrhan“ vom –20.03.2024– aus dem RTL+-Podcast „So bin ich eben! Stefanie Stahls Psychologie-Podcast für alle „Normalgestörten“„.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://open.acast.com/public/streams/695b7e82511175cf3ed1d504/episodes/695b7e9dfb49dbac00f44076.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://shows.acast.com/so-bin-ich-eben/episodes/695b7e9dfb49dbac00f44076

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🎙 Allen Widrigkeiten zum Trotz.

In dem Gespräch „Vom Rebell zum Bildhauer“ spricht Mario Neumann mit dem Künstler Rainer Weber. Für einen Podcast führt Mario Neumann Interviews mit zufälligen Passanten in Bremen, ohne vorher Informationen über sie zu recherchieren. In diesem Gespräch erzählt Rainer Weber von seinem Werdegang und seiner Arbeit als Bildhauer.

Er spricht über seine Vergangenheit als rebellischer Jugendlicher, der in der Schule Schwierigkeiten hatte und oft gegen Autoritäten ankämpfte. Er wuchs in einer von seiner Familie betriebenen Bäckerei auf und hatte eine eher unkonventionelle Erziehung. Der frühe Tod seiner Mutter hatte einen großen Einfluss auf sein Leben. Trotz dieser Herausforderungen fand er seinen Weg zur Kunst und wurde schließlich Bildhauer.

Ein zentrales Thema in Webers Arbeit ist die Verbindung von Kunst mit sozialen und politischen Fragen. Er beschreibt ein aktuelles Kunstprojekt, bei dem er eine Installation rund um die Reiterstatue von Otto von Bismarck in Bremen geschaffen hat. Dabei geht es ihm darum, die historische Figur und ihre Rolle in der Kolonialpolitik zu hinterfragen.

Rainer Weber erzählt auch von seinen künstlerischen Projekten, die oft interaktive Elemente beinhalten, sowie von seiner Leidenschaft für Fußball, die erst später in seinem Leben entstand. Er reflektiert über seine Familie, seine Kinder und seine Begeisterung für neue Technologien wie Photovoltaikanlagen.

Insgesamt vermittelt der Artikel einen Einblick in das Leben und die Gedanken eines Künstlers, der seine rebellische Vergangenheit in kreative und gesellschaftskritische Kunst umwandelt.


Aus der Podcastfolge „Vom Rebell zum Bildhauer“ vom –16.10.2024– des RB-Podcasts „Eine Stunde reden – Gespräche mit Unbekannten“ (Verfügbar bis -23.11.2026-).


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://rbprogressivedl-a.akamaihd.net/clips/144/144087/144087_00564446_audio_stereo.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.bremenzwei.de/audios/eine-stunde-reden-rainer-weber-100.html

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