Wie ein endloser, stummer Regen fallen die Sprengkörper auf Städte, deren Namen im Nebel des Vergessens verschwinden. Es gibt keinen Aufschrei mehr, kein Lachen, nur das unerbittliche, gleichgültige Weiterdrehen der Welt. Die Zerstörung singt eine alte, allzu vertraute Melodie, einen Refrain der Tatenlosigkeit, bei dem niemand mehr aufsteht. Ein fernes Blitzen in den Wolken, ein wenig Feuer, ein flüchtiges Gewitter – all dieser Schrecken ist zu einer beängstigenden Normalität erstarrt, zu etwas völlig Banalem.
Die Einschläge reißen dunkle Krater in unser kollektives Gedächtnis, hässliche Narben, vor denen wir die Augen verschließen, während wir so tun, als wüssten wir von nichts. Die Erde färbt sich blutrot, ein düsteres Spiegelbild der Hölle, bedeckt von jenen, die unserer ohnmächtigen Wut zum Opfer fielen.
Und unsere einzige Zuflucht bleibt die leise Ausrede: „Ich konnte doch gar nichts tun.“ Also schließen wir die Augen und blättern einfach die Seite um.
https://link.deezer.com/s/34NDiXAZUaGEtE6czW8Eq
Doch was, wenn das Feuer morgen die eigene Straße verschlingt? Wenn die geliebte Heimatstadt unter Schutt und Asche begraben wird und in einem Meer aus Glut und Schatten versinkt? Wenn es die eigene Familie trifft, die engsten Vertrauten? Werden die Menschen am anderen Ende der Welt dann ebenfalls nur zusehen und unbeirrt ihre Lieder über unsere fallenden Bomben singen?
rueckzuginsprivate.de weist darauf hin, dass die Inhalte der geteilten und zusammengefassten Artikel die Ansicht der verlinkten Websites wiedergeben. Diese Ansicht muss nicht mit der Meinung von rueckzuginsprivate.de übereinstimmen.
„CC BY-NC-SA“-Lizenz öffnet sich in einem neuen Tab: https://rueckzuginsprivate.de/cc-lizenzierung-cc-by-nc-sa/













