🎙 Schädlicher als 15 Zigaretten. Warum wir dringend über männliche Einsamkeit reden müssen

In dieser Podcastfolge geht es um das Thema der männlichen Einsamkeit und die Schwierigkeiten, die Männer haben, emotionale Bindungen einzugehen. Die Psychologen Stefanie Stahl und Lukas Klaschinski diskutieren heute, dass sich viele Männer, besonders im Alter von 25 bis 50 Jahren, einsam fühlen, obwohl sie nach außen hin ein normales Leben führen. Dies liegt oft daran, dass sie keine tiefen Freundschaften haben und sich nicht trauen, über ihre Gefühle zu sprechen.

Männer werden häufig so sozialisiert, dass sie ihre Verletzlichkeit verstecken müssen. Das führt zu emotionaler Isolation. Sie haben oft nur oberflächliche Freundschaften, die sich um gemeinsame Aktivitäten oder die Arbeit drehen, statt um echte emotionale Nähe. Dies wird besonders in Krisensituationen deutlich, wenn sie plötzlich merken, dass sie allein sind.

Die beiden Psychologen betonen, wie wichtig es ist, emotionale Nähe zuzulassen und darüber zu sprechen, um Einsamkeit zu bekämpfen. Sie empfehlen kleine Schritte wie das Melden bei Freunden und das offene Sprechen über Gefühle. Auch das Schaffen von Gelegenheiten für tiefere Gespräche, beispielsweise beim Spazierengehen oder in Gruppen, kann hilfreich sein.

Zusammenfassend zeigt diese Podcastfolge, dass männliche Einsamkeit ein weit verbreitetes, aber oft unsichtbares Problem ist, das durch gesellschaftliche Erwartungen und Rollenbilder verstärkt wird. Männer werden aufgefordert, ihre Gefühle zuzulassen und aktiv an ihren Beziehungen zu arbeiten, um emotional verbundener zu sein.


Podcastfolge „Warum es Männern so schwer fällt in Beziehung zu gehen und welche Gefahr die Einsamkeit birgt“ vom –08.10.2025– aus dem RTL+-Podcast „So bin ich eben! Stefanie Stahls Psychologie-Podcast für alle „Normalgestörten“„.


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📅❓ Fluss – 강 – 江

Als ich am 10. Oktober 2024 die Meldung hörte, dass der Literaturnobelpreis 2024 am 10. Dezember an die südkoreanische Autorin Han Kang verliehen wird, klickte ich spontan auf ihren Wikipedia-Eintrag. Ich kann nicht beschreiben, warum ich sofort von dieser Autorin, von diesem Menschen, fasziniert war. Sie wurde am gleichen Tag geboren wie meine Oma mütterlicherseits, allerdings Jahrzehnte später.

Schnell kaufte ich mir das am häufigsten genannte Buch von ihr: „Die Vegetarierin”, das 2007 in Südkorea und 2016 in Deutschland erschien. Danach las ich die anderen ins Deutsche übersetzten Bücher chronologisch nach dem Original-Erscheinungsjahr: „Deine kalten Hände”, „Griechischstunden”, „Menschenwerk”, „Weiß” und „Unmöglicher Abschied”. Jeder dieser Romane hat eine eigene Atmosphäre. Und diese unterschiedlichen Atmosphären sprechen mich an, ziehen mich in die Geschichten, die weit von meiner Realität entfernt sind. Ich vermute, dass die Romane sehr sorgfältig und feinfühlig von Ki-Hyang Lee ins Deutsche übersetzt wurden. Ki-Hyang Lee hat außer einem Roman alle anderen übersetzt.

Ich habe sehr viel von dem, was über Han Kang aus den unterschiedlichsten Quellen geschrieben wurde, gelesen.

Han Kang beschreibt extreme emotionale und körperliche Zustände oft in einer sehr kargen, fast sachlichen Sprache. Gerade durch das Weglassen von Pathos entfaltet diese eine unheimliche Wucht und Atmosphäre. Um gesellschaftliche Zwänge und inneren Schmerz greifbar zu machen, nutzt sie surreale Bilder. So hat die Protagonistin in ihrem bekanntesten Roman „Die Vegetarierin” zunehmend das Gefühl, sich in eine Pflanze zu verwandeln.

Ein wiederkehrendes Motiv ist die Auseinandersetzung mit der Verletzlichkeit des Menschen. Besonders das Massaker in ihrer Geburtsstadt Gwangju im Jahr 1980 hat sie tief geprägt. In Werken wie „Menschenwerk” versucht sie, dem kollektiven Trauma und den Opfern eine Stimme zu geben. Ihre Figuren sind oft Außenseiter, die nicht in die normativ geprägte, oft harte und patriarchale Gesellschaft Südkoreas passen. Wenn sie rebellieren, dann selten laut, sondern durch extreme körperliche oder psychische Verweigerung, beispielsweise durch den radikalen Verzicht auf das Essen von Tieren.

Han Kang treibt unentwegt die Frage um, wie man als Teil einer Menschheit leben kann, der so viel Grausamkeit und Gewalttätigkeit innewohnt.

Der Versuch, sich dieser allgegenwärtigen Gewaltspirale zu entziehen, ist ihr ein zentrales Anliegen. Dieser zutiefst pazifistische Gedanke, der Respekt vor allem Lebendigen, spiegelt sich in ihren Werken wider. Ihre Figuren ziehen sich oft aus einer als brutal empfundenen menschlichen Welt zurück, um niemandem mehr Leid zuzufügen.

Es ist ihr ein tiefes Bedürfnis, das Schweigen über historische Verbrechen zu brechen und den Opfern von Gewalt Solidarität und Erinnerung zu schenken.

Ich erkenne in ihrem Empfinden Ähnlichkeiten mit meinem eigenen. Gerne würde ich mit ihr in einer südkoreanischen Stadt in einem Restaurant ihrer Wahl zu Abend essen. Ich würde mit Small Talk beginnen und wäre gespannt, ob und in welche Tiefe uns das Gespräch führen würde. Keinesfalls würde ich vergessen, sie zu fragen, was ihr heute im Leben wichtig ist – die Frage, die Michael Steinbrecher jedem Gast in seinem Podcast „Das wahre Leben“ am Ende stellt.

Wenn ich 83 Jahre zurückreisen könnte, würde ich unbedingt mit Etty Hillesum (https://de.wikipedia.org/wiki/Etty_Hillesum) im Lager Westerbork aus einem Blechnapf essen.

Tägliche Schreibanregung
Mit welcher Autorin oder welchem Autor würdest du gern mal zu Abend essen?

Which author would you love to have dinner with?  |  Mit welchem Autor würdest du gerne zu Abend essen?

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🎙 Warum wir unsere Ängste nicht bekämpfen, sondern umarmen sollten

In dieser Podcastfolge geht es um ein Interview, das die Moderatoren Lukas Klaschinski und Stefanie Stahl in ihrem Podcast „So bin ich eben“ mit dem Comedian und Schauspieler Teddy Teclebrhan geführt haben. Sie diskutieren darüber, wie man zu sich selbst findet und seinen inneren Wert erkennt – besonders in einer lauten und hektischen Welt.

Teddy erzählt, dass er sich lange nicht als Teil der Medienbranche gesehen hat, da er anders ist und seinen eigenen Weg geht. Er erzählt, dass es eine Zeit gab, in der er seinen Traum, Filme zu machen, verfolgt hat. Irgendwann erkannte er jedoch, dass er auch ohne diesen Druck glücklich sein kann. Ihm ist es wichtig, authentisch zu sein, auch wenn das bedeutet, nicht alles von seinem Privatleben preiszugeben.

Die Moderatoren thematisieren auch, wie frühere Erfahrungen, wie etwa eine schwierige Kindheit, das Selbstwertgefühl beeinflussen können. Teddy erklärt, dass er viele Unsicherheiten hat, die er als Stärken sieht, und dass ihm Humor dabei hilft, mit schwierigen Zeiten umzugehen. Er hat gelernt, seine Ängste zu akzeptieren, statt sich von ihnen leiten zu lassen.

Insgesamt zeigt das Gespräch, wie wichtig es ist, sich selbst zu akzeptieren und die eigene Identität zu finden – auch wenn man in der Öffentlichkeit steht. Teddy betont, dass man nicht alles über sich offenbaren muss, um eine Verbindung zu anderen herzustellen. Es gehe darum, ehrlich zu sein und das eigene Herz zu öffnen, ohne die Privatsphäre zu verlieren.


Podcastfolge „Sich selbst finden – mit Teddy Teclebrhan“ vom –20.03.2024– aus dem RTL+-Podcast „So bin ich eben! Stefanie Stahls Psychologie-Podcast für alle „Normalgestörten“„.


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🎙 Wie viele Freunde braucht ein Mensch, um glücklich zu sein?

In dieser Podcastfolge sprechen die Psychologen Steffi Stahl und Lukas Klaschinski über die Bedeutung von Freundschaften im Leben. Sie diskutieren unter anderem, wie viele Freunde man braucht und was eine gute Freundschaft ausmacht.

Steffi erzählt, dass sie seit ihrer Kindheit enge Freundschaften pflegt und dass es ihr wichtig ist, dass Freunde ähnliche Interessen, Humor und Lebenshintergründe haben. Sie betont, dass regelmäßiger Kontakt und Vertrauen entscheidend für eine Freundschaft sind. Lukas stellt fest, dass viele Menschen im Laufe ihres Lebens Freundschaften verlieren und dass die durchschnittliche Anzahl enger Freunde oft nur drei bis vier beträgt.

Zudem sprechen sie darüber, wie sich Freundschaften auf das Wohlbefinden und die Lebensqualität auswirken. Studien zeigen, dass gute Beziehungen das Immunsystem stärken und die Lebenserwartung erhöhen können. Steffi erklärt, dass Freundschaften ein Gefühl von Sicherheit vermitteln. Menschen, die in ihrer Kindheit negative Beziehungserfahrungen gemacht haben, können laut ihr Schwierigkeiten haben, Vertrauen aufzubauen.

Das Gespräch geht weiter zu den verschiedenen Arten von Freundschaften, die Aristoteles unterscheidet: Freundschaften aus Nützlichkeit, aus Vergnügen sowie Tugendfreundschaften, die auf gegenseitiger Wertschätzung basieren. Die Gesprächsteilnehmer:innen betonen, wie wichtig es ist, Freundschaften aktiv zu pflegen, sich für andere zu interessieren und auch in schwierigen Zeiten füreinander da zu sein.

Abschließend geben sie Tipps, wie man neue Freundschaften schließen kann, und betonen, wie wichtig es ist, sich verletzlich zu zeigen und Vertrauen aufzubauen, um tiefere Beziehungen zu entwickeln.


Podcastfolge „Freundschaft oder Ballast – Wie viele Freunde brauchen wir im Leben?“ vom –26.02.2025– aus dem RTL+-Podcast „So bin ich eben! Stefanie Stahls Psychologie-Podcast für alle „Normalgestörten“„.


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🎙 Eine Affäre belastet die Beziehung, weil Vertrauen und Kommunikation fehlen.

Rina und Lukas begannen ihre Beziehung als Affäre, doch nach sechs Monaten kämpfen sie mit starkem Misstrauen und Verlustängsten.

Aus Angst vor Verletzlichkeit nutzen beide oft Sarkasmus als Schutzmechanismus. Das blockiert tiefgründige Gespräche und führt regelmäßig zu impulsiven Streitereien und spontanen Trennungen.

Mit der „Interviewer-Initiator-Übung“ zeigt Therapeut Eric Hegmann den beiden, wie sie durch aktives Fragen und bewertungsfreies Zuhören aus ihrer ständigen Abwehrhaltung ausbrechen können. Dadurch erkennen sie erstmals die wahren Emotionen und Bedürfnisse des anderen.

Sie nehmen sich vor, diese ruhige, offene Art der Kommunikation künftig beizubehalten.


Podcastfolge „Affäre als Beziehungsbasis: Hat die Liebe eine Chance?“ vom –08.11.2024– aus dem NDR-Podcast „Die Paartherapie„; verfügbar bis -08.11.2026-.


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🎙 Sexuelle Flaute in langjähriger Beziehung.

In dieser Podcast-Folge spricht die Psychologin Stephanie Stahl mit dem jungen Ehepaar Max und Sophie über ihre Probleme im Sexualleben. Das Paar ist seit zehn Jahren zusammen und hat seit einiger Zeit Schwierigkeiten, Intimität zu erleben. Sophie hat seit dem Tod ihres an Krebs verstorbenen Vaters emotionalen Stress, der ihre Fähigkeit, sich fallen zu lassen, beeinträchtigt. Max hingegen wünscht sich mehr Sex, hat aber Angst, das Thema anzusprechen, da er Sophie nicht verletzen möchte.


Podcastfolge „Sexflaute, aber wieso?“ vom 03.02.2021 aus dem RTL+-Podcast „Stahl aber herzlich„.


Im Gespräch wird deutlich, dass beide viel Rücksicht aufeinander nehmen, wodurch sich ihre Probleme im Bett verstärken. Sie haben das Gefühl, dass ihre Beziehung zwar sehr eng und freundschaftlich ist, die Leidenschaft aber verloren gegangen ist. Sie versuchen, wieder mehr Intimität in ihr Leben zu bringen, indem sie sich bewusst Zeit füreinander nehmen und auch mal „einfach anfangen“, selbst wenn sie keine Lust haben.

Ein wichtiges Thema, das angesprochen wird, ist der Verlust von Kontrolle und die Angst vor Verletzlichkeit. Sophie hat Schwierigkeiten, ihren Trauerprozess zu bewältigen, was sich negativ auf ihre Beziehung auswirkt. Stephanie Stahl gibt den beiden Ratschläge, wie sie ihre Ängste und Rücksichtnahme überwinden können, um wieder mehr Nähe und Intimität zu erleben.

Zusammenfassend zeigt die Podcastfolge, dass viele Paare mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert sind und dass Offenheit im Umgang mit Problemen sowie die Investition von Zeit in die Beziehung entscheidend für deren Stärkung sind.

Podcastfolge in neuem Tab hören: https://youtu.be/AoK0w-Axq0s

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://plus.rtl.de/podcast/stahl-aber-herzlich-der-psychotherapie-podcast-mit-stefanie-stahl-hkbvaxayyklcv/sexflaute-aber-wieso-f4uom63rfikpg

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