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Wenn ich zugewandt, offen, zugänglich, gelassen, wohlwollend, entschleunigt, gesprächig (aber nicht geschwätzig), aufmerksam, beobachtend, initiativ, neugierig, freundlich, hilfsbereit und wertschätzend bin, kann ich – nicht nur auf Reisen – am besten neue Leute kennenlernen. Und wenn ich lächle.
Wie lernst du auf Reisen am besten neue Leute kennen?
Mit persönlichen Mantras oder Lebensphilosophien ist das so eine Sache. Spontan könnte ich keine nennen, da sie mich zu sehr einschränken würden.
Daraus ergibt sich bereits eine Lebensphilosophie: Ich bin gerne flexibel und offen für Veränderungen. Zusätzlich sehe ich mich auf einer lebenslangen Reise zu mir selbst. Es gibt keine Gewissheiten, außer der, dass es keine Gewissheiten gibt. Alles ist im Fluss und bedarf einer regelmäßigen Bewertung oder Neubewertung. Und ich möchte den Menschen so begegnen, wie ich selbst gerne begegnet werden möchte.
Das sind keine Dogmen, sondern Leitplanken.
Nach welchem persönlichen Mantra oder welcher Lebensphilosophie lebst du?
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Meine längste Reise begann mit meiner Geburt und wird bis zu meinem Tod andauern. Was danach kommt, weiß man nicht. Vielleicht hat unsere Reise sogar lange vor der Geburt begonnen und führt über den Tod hinaus. Die Lebensreise ist die längste Reise, auf der ich mich befinde.
Als wer wurde ich geboren? Zu wem wurde ich gemacht? Wer bin ich? Wer möchte ich sein?
Nach dem heutigen Erkenntnisstand der Wissenschaft wurde ich mit einer 40- bis 50-prozentigen Wahrscheinlichkeit als introvertierter Mensch geboren.
Ich war meinen Eltern zu ruhig. Sie machten mir deutlich, dass das nicht gut ist, und gaben mir so viele Anreize, dass ich mich allmählich extravertiert verhielt. Natürlich unbewusst. Das ist der 50- bis 60-prozentige Einfluss meiner Umwelt.
Ab der Zeit der Pubertät spürte ich eine gewisse innere Ambivalenz und Unruhe, die ich mir nicht erklären konnte.
Erst sehr viel später, in der Begegnung mit einer zutiefst introvertierten Person, die entsprechend ihrem Temperament lebte und für deren Eltern Introversion etwas Normales war, erkannte ich meine eigene Introversion.
Ich häute mich also, lege die mich erschöpfenden extravertierten Anteile nach und nach ab und pflege meine introvertierten Anteile. Mein ambivalentes Gefühl verschwand und ich wurde ausgeglichener.
Darüber hinaus gibt es noch so viel mehr, was es auf der Lebensreise zu entdecken gibt: Sie erweitert meinen Horizont, erhält meine Flexibilität, lässt mich meine Gewohnheiten immer wieder anpassen, aus den Erfahrungen anderer lernen und offen bleiben für Veränderungen.
Tägliche Schreibanregung
Was war die längste Reise, die du je gemacht hast?
Es ist eine Freude, Ideen zu entwickeln und andere dazu zu ermutigen, ihre Ideen tatsächlich umzusetzen.
„Versuch macht klug.”, und man sollte darauf vorbereitet sein, dass die Umsetzung von Ideen auch scheitern kann.
Ich kann die Vorschläge meiner Mitmenschen gut nachvollziehen und helfe dabei, den Blickwinkel darauf zu erweitern. Im Beruf wurden zuletzt die Findung von Ideen und Lösungsvorschlägen zunehmend outgesourct. Leider merkte man der Umsetzung dann die fehlende Expertise der Praktikerinnen und Praktiker an.
Generell würde ich gerne mehr über neue Ideen und Lösungsvorschläge diskutieren.