🎙 Sabine Lück im Interview: Wie man das unbewusste Leid der Ahnen heilt und Glück vererbt.

In dieser Podcastfolge wird die Idee beleuchtet, dass unsere Erfahrungen und Emotionen nicht nur aus unserem eigenen Leben stammen, sondern auch von unseren Vorfahren vererbt werden. In einem Podcast diskutieren die Psychologen Stefanie Stahl und Lukas Klaschinski mit der Psychotherapeutin Sabine Lück über dieses Thema.

Sie erklären, dass wir oft mit unbewussten Lasten durch das Leben gehen, die aus der Geschichte unserer Familie stammen. Dabei kann es sich sowohl um negative Erfahrungen wie Traumata als auch um positive Eigenschaften wie Glück und Stärke handeln. Lück betont, wie wichtig es ist, diese familiären Muster zu erkennen, um zu verstehen, wie sie unser Verhalten beeinflussen.

Ein zentraler Begriff in der Diskussion ist der „Treuevertrag”, der beschreibt, wie Kinder unbewusst die Lasten ihrer Eltern übernehmen, um diese emotional zu unterstützen. Dadurch können sie jedoch auch in ihrer eigenen Entwicklung behindert werden. Lück betont, dass es notwendig ist, diese Muster zu reflektieren und zu heilen, um ein erfülltes Leben zu führen.

Die Expertinnen und Experten sprechen auch über die Rolle der Epigenetik. Diese zeigt, dass Erfahrungen über Generationen hinweg in unseren Genen gespeichert werden können. Das bedeutet, dass wir nicht nur die positiven Eigenschaften, sondern auch die negativen Erfahrungen unserer Vorfahren in uns tragen.

Letztlich wird betont, wie wichtig es ist, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen, um ein besseres Verständnis für sich selbst und die eigene Familiengeschichte zu entwickeln. Dies kann dabei helfen, alte Muster zu durchbrechen und ein erfüllteres Leben zu führen.


Podcastfolge „Vererbtes Glück: Wie unsere Herkunft uns prägt (mit Sabine Lück)“ vom –20.08.2025– aus dem RTL+-Podcast „So bin ich eben! Stefanie Stahls Psychologie-Podcast für alle „Normalgestörten“„.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://open.acast.com/public/streams/695b7e82511175cf3ed1d504/episodes/695b7e9d4df5528bc91c2fb0.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://shows.acast.com/so-bin-ich-eben/episodes/695b7e9d4df5528bc91c2fb0

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📅❓ bewerten & priorisieren

Wie schaffe ich es, mir Zeit für etwas zu nehmen?

Ich bewerte auf einer imaginären Skala von 1 bis 10, wie wichtig mir etwas ist. Anschließend priorisiere ich und schätze die Zeit, die ich dafür brauche. Dabei kann es vorkommen, dass ich mich von etwas verabschiede oder Tätigkeiten mit geringerer Priorität weniger oft ausübe, um Freiraum für das Wichtigere zu schaffen.

Dieser Prozess ist dynamisch und wird regelmäßig überprüft und neu priorisiert.

So schaffe ich mir auch täglich Zeit für Self-Care.

Tägliche Schreibanregung
Wie schaffst du dir Zeit für Self-Care?

How do you make time for self-care?  |  Wie schaffst du es, dir Zeit für Selbstfürsorge zu nehmen?

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🎙 Objektkonstanz in der Liebe: Warum manche die Bindung verlieren, sobald die Tür ins Schloss fällt

In dieser Podcastfolge geht es um die Beziehung von Mia und Max, die seit 17 Jahren zusammen sind. Max war in dieser Zeit immer wieder untreu und hatte Affären, die er vor Mia geheim hielt. Trotz dieser Schwierigkeiten möchten sie ihre Beziehung aufrechterhalten, da es auch viele positive Aspekte gibt.

Mia erzählt, dass sie schon früh in der Beziehung gemerkt hat, dass Max nicht ehrlich ist. Es gab immer wieder Streit und kurze Trennungen, doch sie konnten sich nie endgültig voneinander trennen. Vor etwa acht Jahren hat Max eine Therapie begonnen, um an seinen Problemen zu arbeiten, und es schien eine Zeit lang besser zu laufen. Doch dann gestand er Mia erneut, dass er eine Affäre gehabt hatte. Das war für sie sehr schmerzhaft. Mit dem körperlichen Betrug kann sie umgehen, aber die Lügen verletzen sie tief.

Stefanie Stahl, die Therapeutin, versucht herauszufinden, warum Max immer wieder untreu wird. Max gibt zu, dass er Schwierigkeiten hat, Nähe zuzulassen, und dass ihn seine Kindheitserfahrungen geprägt haben. Er fühlt sich emotional oft unsicher und hat ein starkes Bedürfnis nach Autonomie. Das bringt ihn dazu, sich von Mia zu distanzieren und Affären zu suchen.

In dieser Podcastfolge werden die komplexen Gefühle von Nähe und Distanz in ihrer Beziehung beschrieben. Mia fühlt sich oft emotional abhängig von Max, während Max gleichzeitig Schwierigkeiten hat, sich vollständig auf die Beziehung einzulassen. Stefanie Stahl ermutigt Max, an seinen Bindungsproblemen zu arbeiten und sich bewusst für Mia zu entscheiden, um die Beziehung zu stärken.

Insgesamt zeigt diese Podcastfolge, dass trotz erheblicher Schwierigkeiten in einer Beziehung Hoffnung auf Veränderung besteht, wenn beide Partner bereit sind, an sich zu arbeiten und offen über ihre Gefühle zu kommunizieren.


Podcastfolge „Jahrelang betrogen – kann die Beziehung trotzdem weitergehen?“ vom –30.03.2025– aus dem RTL+-Podcast „Stahl aber herzlich„.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://ais.audiorella.com/podcasts/1748-stahl-aber-herzlich-der-psychotherapie-podcast-mit-stefanie-stahl/227343-jahrelang-betrogen-kann-die-beziehung-trotzdem-weitergehen.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://plus.rtl.de/stahl-aber-herzlich-der-psychotherapie-podcast-mit-stefanie-stahl-p_13938/audio/jahrelang-betrogen-kann-die-beziehung-trotzdem-weitergehen-c_640914

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📅❓ Alles wird sich fügen. Aber nicht von selbst.

Vom 23.06.2026 bis heute hat sich der beste Rat, den ich jemandem geben würde, der jünger ist als ich, nicht verändert.

„Damals“ schrieb ich: „Du kannst darauf vertrauen, dass sich alles fügen wird.“ Das ist der „beste” Ratschlag, den ich jemandem geben würde, der jünger ist als ich.

Damit meine ich jedoch kein passives Vertrauen. Wenn man sich hinsetzt, die Hände in den Schoß legt und darauf vertraut, dass sich alles fügen wird, wird sich vermutlich nichts fügen.

Dieses Fügen bedeutet auch nicht, dass alle Träume, Wünsche und Hoffnungen in Erfüllung gehen, sondern dass rückblickend alles einen Sinn ergibt.

Viele Umwege und Sackgassen im Leben sind oft von Nutzen, um letztendlich den eigenen Weg und Lebenszufriedenheit zu finden. Manchmal – ich übertreibe jetzt – „muss” man durch die Hölle gehen, um das Paradies zu erreichen. Manchmal muss man die Fremdbestimmtheit überwinden, um selbstbestimmt durchs Leben gehen zu können. Manchmal muss man durch den Schmerz hindurchgehen, um Schmerzfreiheit genießen zu können.

Man muss nichts, man kann, wenn man will.

Tägliche Schreibanregung
Was ist der beste Rat, den du jemandem geben würdest, der jünger ist als du?

What’s the best advice you’d give to someone younger than you?  |  Was ist der beste Rat, den du jemandem geben würdest, der jünger ist als du?

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📅❓ Zu mir

Meine längste Reise begann mit meiner Geburt und wird bis zu meinem Tod andauern. Was danach kommt, weiß man nicht. Vielleicht hat unsere Reise sogar lange vor der Geburt begonnen und führt über den Tod hinaus. Die Lebensreise ist die längste Reise, auf der ich mich befinde.

Als wer wurde ich geboren? Zu wem wurde ich gemacht? Wer bin ich? Wer möchte ich sein?

Nach dem heutigen Erkenntnisstand der Wissenschaft wurde ich mit einer 40- bis 50-prozentigen Wahrscheinlichkeit als introvertierter Mensch geboren.

Ich war meinen Eltern zu ruhig. Sie machten mir deutlich, dass das nicht gut ist, und gaben mir so viele Anreize, dass ich mich allmählich extravertiert verhielt. Natürlich unbewusst. Das ist der 50- bis 60-prozentige Einfluss meiner Umwelt.

Ab der Zeit der Pubertät spürte ich eine gewisse innere Ambivalenz und Unruhe, die ich mir nicht erklären konnte.

Erst sehr viel später, in der Begegnung mit einer zutiefst introvertierten Person, die entsprechend ihrem Temperament lebte und für deren Eltern Introversion etwas Normales war, erkannte ich meine eigene Introversion.

Ich häute mich also, lege die mich erschöpfenden extravertierten Anteile nach und nach ab und pflege meine introvertierten Anteile. Mein ambivalentes Gefühl verschwand und ich wurde ausgeglichener.

Darüber hinaus gibt es noch so viel mehr, was es auf der Lebensreise zu entdecken gibt: Sie erweitert meinen Horizont, erhält meine Flexibilität, lässt mich meine Gewohnheiten immer wieder anpassen, aus den Erfahrungen anderer lernen und offen bleiben für Veränderungen.

Tägliche Schreibanregung
Was war die längste Reise, die du je gemacht hast?

What’s the longest trip you’ve ever taken?  |  Was war die längste Reise, die du je unternommen hast?

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📅❓ Für Uli.

Angenommen zu werden und zu spüren, dass man gut genug ist, so wie man ist, ist das Netteste, was jemand für einen tun kann.

Meine Oma Juliane hat mich so angenommen, wie ich bin, und mir immer das Gefühl gegeben, gut genug zu sein. Das war meine Rettung.

Es gab nur eine Situation, in der das nicht der Fall war: Als ich meiner Urgroßmutter Margarethe nämlich als Kind wütend einen Kaffeelöffel an den Kopf warf. Ich saß eingesperrt auf dem Dachboden und konnte darüber nachdenken. Ich habe daraus gelernt.

Tägliche Schreibanregung
Was ist das Netteste, das jemals jemand für dich getan hat?

What’s the kindest thing someone has ever done for you?  |  Was war das Netteste, was jemals jemand für dich getan hat?

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📅❓ »Die Welt steht auf mit euch, und Anfang glänzt an allen Bruchstelln unseres Mißlingens…«

Die Antwort auf die heutige Schreibanregung, wie ich mit Unsicherheiten umgehe, ist spätestens seit 2019, eher seit dem 11. September 2001, eine existenzielle.

Der Kabarettist Georg Schramm machte ab ca. 2008 mit seiner Kunstfigur Lothar Dombrowski auf das Interview aufmerksam, das Warren Buffett am 26. November 2006 der New York Times gab und in dem er sagte: »There’s class warfare, all right, but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning.« [Es gibt zwar einen Klassenkampf, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die diesen Kampf führt – und wir gewinnen.]

In Deutschland begann dieser von oben geführte Klassenkampf mit dem Sturz Helmut Schmidts durch ein konstruktives Misstrauensvotum der Mehrheit des Deutschen Bundestags, durch das Helmut Kohl zum Bundeskanzler gewählt wurde. Seitdem findet eine Umverteilung von unten nach oben statt. Die von Willy Brandt eingeleitete Politik wurde zunichte gemacht, nämlich die Politik des Ausbaus des Sozialstaats, der Bildungsreform, der Stärkung der Arbeitnehmer:innen, der Familien, der Gleichberechtigung von Frauen und der gesellschaftlichen Liberalisierung, erst ganz langsam und verdeckt, dann immer schneller und unverhohlener.

Dass die Klasse der Nicht-Reichen vor diesem mittlerweile offenen Klassenkampf sitzt wie das Kaninchen vor der Schlange und viele dies noch nicht einmal sehen wollen oder können, verunsichert mich zutiefst.

Das Mundtotmachen von „Fridays for Future”, die Pandemie, das regelrechte Befeuern der Klimakatastrophe und die direkt und indirekt angezettelten aktuellen Kriege und Völkermorde, die Vorbereitungen für einen zukünftigen aktiven Krieg in wenigen Jahren mittels unvorstellbarer Schulden, mit denen die Umverteilung von unten nach oben ihren finalen Höhepunkt erreicht, sowie der gleichzeitig begonnene Abbau von Transferleistungen und Steuererleichterungen, beginnend bei den Ärmsten und Schwächsten, sind nur Symptome des von Warren Buffett vor 20 Jahren angekündigten Klassenkampfes.

Mit dieser elementaren Unsicherheit und anderen Unsicherheiten gehe ich aber relativ gelassen um:

Zunächst halte ich das unangenehme Gefühl der Unsicherheit bzw. der Ungewissheit einfach aus, indem ich mich durch Meditation und Atmung beruhige und die Dinge, die ich möglicherweise beeinflussen kann, von den Dingen, auf die ich keinen Einfluss habe, gedanklich trenne.

Anschließend beschaffe ich mir so viele Informationen wie möglich aus den unterschiedlichsten Quellen, gerne auch gegensätzliche, um mir daraus eine eigene Meinung und Strategie zu bilden.

Ich überlege, was ich als Nächstes tun oder unterlassen kann, und denke auch über einen Plan B als Workaround nach, für den Fall, dass Plan A nicht funktioniert.

Ich schätze das Risiko für mich ein und versuche, es zu minimieren. Risiken zu vermeiden ist unmöglich.

Ich überlege, wie ich das bedrohliche Gefühl der Unsicherheit als Chance, Abenteuer oder Lernprozess umdeuten kann.

Ich verdränge die Unsicherheit keinesfalls oder lenke mich ab. Auch tappe ich nicht in die Falle eines Kontrollzwangs. Entscheidungen treffe ich in unsicheren Zeiten ohne schuldhaftes Zögern sofort. Prokrastination kann tödlich sein.

Wenn ich ins Grübeln gerate, versuche ich, die Gedankenschleife zu durchbrechen und mich auf das Hier und Jetzt zu fokussieren.

Glaube und Spiritualität helfen mir dabei überhaupt nicht. Sie lähmen mich nur und verhindern, dass ich das Erforderliche unverzüglich tue, auch wenn es bitter ist.

In einer akut unsicheren Lage verliere ich dagegen meine Kreativität.

Aktuell sehe ich angesichts der Verheerungen in der Welt die Chance für persönliche Veränderungen.

Die Welt steht auf mit euch, und Anfang glänzt an allen Bruchstelln unseres Mißlingens …

– Rainer Maria Rilke, titellos, Muzot im Oktober 1925

Tägliche Schreibanregung
Wie gehst du mit Unsicherheit um?

How do you deal with uncertainty?  |  Wie gehst du mit Unsicherheit um?

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🎙 Unerwartete Verantwortung: Vom Party-Leben ins Mutter-Kind-Heim

Das Gespräch mit Nico Peine beschreibt die bewegende Lebensgeschichte eines jungen Vaters, der mit 19 Jahren Vater wird und sich den Herausforderungen der Elternschaft stellt.

Nico erzählt von seiner Jugend, die von Partys, Drogen und einem Mangel an Verantwortung geprägt war. Er lebte in einer großen Clique und war selten zu Hause.

Mit 18 Jahren erfährt er, dass seine Freundin schwanger ist. Während er einen Schwangerschaftsabbruch wünscht, entscheidet sie sich für das Kind. Dies führt zu einem emotionalen Umbruch in Nicos Leben.

Nach der Geburt wird das Kind aufgrund der Umstände in eine Pflegefamilie gegeben. Das bringt Nico dazu, um das Sorgerecht zu kämpfen. Er zieht in ein Mutter-Kind-Heim, in dem er zwei Jahre lebt und sich um seinen Sohn kümmert.

In dieser Zeit entwickelt er eine enge Bindung zu seinem Sohn und lernt, Verantwortung zu übernehmen. Er reflektiert über seine eigene Kindheit, die von einem abwesenden Vater geprägt war, und ist entschlossen, es besser zu machen.

Nico beschreibt die Schwierigkeiten, die er als junger Vater erlebt, darunter das Wickeln seines Sohnes und den Umgang mit der neuen Lebenssituation. Er lernt, sich in seiner neuen Rolle zurechtzufinden und eine Struktur für sich und seinen Sohn zu schaffen.

Nach zwei Jahren zieht er in eine eigene Wohnung. Er reflektiert über die damit verbundenen Herausforderungen und die Notwendigkeit, viele Dinge selbst zu lernen, wie beispielsweise die Anmeldung von Versorgungsdiensten.

Nico zeigt sich optimistisch und stolz auf die Entwicklung seines Sohnes. Er betont, dass er alles dafür tut, um ihm ein besseres Leben zu bieten, als er selbst erfahren hat.

Insgesamt vermittelt das Gespräch eine Botschaft von persönlichem Wachstum, Verantwortung und der Bedeutung familiärer Bindungen. Nico Peine kämpft darum, ein guter Vater zu sein, und reflektiert über seine Vergangenheit, um die Zukunft seines Sohnes positiv zu gestalten.


Aus der Podcastfolge „Alles für meinen Sohn – Nico Peine“ vom –19.11.2023– des SWR-Podcasts „Das wahre Leben„.


Diese Podcastfolge ist leider nicht mehr verfügbar.

Facebook-Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.facebook.com/watch/?v=602657095241121

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📅❓ Wissen, Wollen, Tun

In einem Lernbrief meiner damaligen Fortbildung wurde Johann Wolfgang von Goethe mit den Worten zitiert: „Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.“

Dieses Zitat kam mir sofort in den Sinn, als ich die heutige Schreibanregung las.

Erworbenes Wissen, das nie angewendet wird, verflüchtigt sich mit der Zeit. Es verschwindet jedoch nie vollständig. Wenn ich nach Jahren oder Jahrzehnten auf einmal auf gelerntes Wissen zurückgreifen möchte, kommt die Erinnerung allmählich wieder an die Oberfläche, und das einmal erworbene Wissen kann viel leichter wieder abgerufen werden. Der erste Teil des Zitats ist aber auch eine Mahnung, kein Wissen anzuhäufen, von dem ich weiß, dass ich es nie anwenden werde.

Für mich hat der zweite Teil des Zitats eine größere Bedeutung, da ich mich schwer tue, vom Denken ins Handeln zu kommen. In wichtigen Momenten meines Lebens, in denen ich mit mir hadere, etwas zu tun, denke ich an dieses Zitat – und es hilft mir, mein Wollen in die Tat umzusetzen.

Tägliche Schreibanregung
Was ist der beste Rat, den du je bekommen hast?

What’s the best piece of advice you’ve ever received?  |  Was war der beste Rat, den du je bekommen hast?

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