📰 existenzialistisch

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🕮 Innerlich tote Wundergreise?

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📅❓ Zu mir

Meine längste Reise begann mit meiner Geburt und wird bis zu meinem Tod andauern. Was danach kommt, weiß man nicht. Vielleicht hat unsere Reise sogar lange vor der Geburt begonnen und führt über den Tod hinaus. Die Lebensreise ist die längste Reise, auf der ich mich befinde.

Als wer wurde ich geboren? Zu wem wurde ich gemacht? Wer bin ich? Wer möchte ich sein?

Nach dem heutigen Erkenntnisstand der Wissenschaft wurde ich mit einer 40- bis 50-prozentigen Wahrscheinlichkeit als introvertierter Mensch geboren.

Ich war meinen Eltern zu ruhig. Sie machten mir deutlich, dass das nicht gut ist, und gaben mir so viele Anreize, dass ich mich allmählich extravertiert verhielt. Natürlich unbewusst. Das ist der 50- bis 60-prozentige Einfluss meiner Umwelt.

Ab der Zeit der Pubertät spürte ich eine gewisse innere Ambivalenz und Unruhe, die ich mir nicht erklären konnte.

Erst sehr viel später, in der Begegnung mit einer zutiefst introvertierten Person, die entsprechend ihrem Temperament lebte und für deren Eltern Introversion etwas Normales war, erkannte ich meine eigene Introversion.

Ich häute mich also, lege die mich erschöpfenden extravertierten Anteile nach und nach ab und pflege meine introvertierten Anteile. Mein ambivalentes Gefühl verschwand und ich wurde ausgeglichener.

Darüber hinaus gibt es noch so viel mehr, was es auf der Lebensreise zu entdecken gibt: Sie erweitert meinen Horizont, erhält meine Flexibilität, lässt mich meine Gewohnheiten immer wieder anpassen, aus den Erfahrungen anderer lernen und offen bleiben für Veränderungen.

Tägliche Schreibanregung
Was war die längste Reise, die du je gemacht hast?

What’s the longest trip you’ve ever taken?  |  Was war die längste Reise, die du je unternommen hast?

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📅❓ ETWAS

Ich habe viele Lieblingszitate und nicht nur ein einziges. Für heute habe ich mich für das folgende entschieden:

Das Leben ist die Kategorie der Möglichkeit. Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.

~ Christian Friedrich Hebbel (1813–1863), deutscher Dramatiker und Lyriker

Hebbel notierte diesen Gedanken in seinen weltberühmten Tagebüchern und Aphorismen. Der Eintrag stammt aus den frühen Jahren seiner Aufzeichnungen, vermutlich aus dem Jahr 1838.

Hebbel versteht das Leben nicht als etwas Fertiges oder Besitzbares. Es ist vielmehr ein Raum der Möglichkeiten, in dem der Mensch erst durch sein Handeln zu dem wird, was er sein kann.

Hebbel drückt damit aus, dass die bloße Existenz – das nackte Dasein – noch keinen vorgefertigten Sinn oder Wert hat. Das Leben ist lediglich eine leere Leinwand oder das „Rohmaterial“. Erst durch den menschlichen Willen, das eigene Handeln und die bewusste Sinngebung formt der Mensch diese Gelegenheit zu „einem Etwas“ (einem erfüllten, bedeutungsvollen Schicksal).

Hebbel definiert das Leben als „Kategorie der Möglichkeit“ und entzieht ihm damit von vornherein den Status einer vorgefertigten „Wirklichkeit“.

Da das Leben reine Möglichkeit (Potenzial) ist, ist es an sich noch gar „nichts”, sondern wartet als bloße „Gelegenheit” darauf, durch den Menschen zu einer konkreten „Wirklichkeit” (einem Etwas) geformt zu werden.

Tägliche Schreibanregung
Was ist dein Lieblingszitat?

What is your favorite quote?  |  Was ist dein Lieblingszitat?

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