🎶 »But while I’m still living, I’ve just got this to say«

Aber solange ich noch lebe, habe ich nur das eine zu sagen:
Es ist ganz allein EURE Entscheidung, ob ihr so sein wollt,
ob ihr das Leben so sehen wollt.
~ dann seid ihr auf dem richtigen Weg!

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📅❓ Tobie

Meine favorisierte Zeichentrickfigur ist Tobie Lolness aus einer Buchreihe von Timothée de Fombelle. Leider wurden die Bücher in einer deutsch-französischen Kooperation für KiKA für Kinder verfilmt. Die beiden Bücher sind definitiv keine Kinderbücher, sondern Jugendliteratur, die auch Erwachsenen ein Lesevergnügen bereitet. Die beiden Fortsetzungsromane verdichten unseren Makrokosmos im wahrsten Sinne des Wortes zu einem Mikrokosmos. Das Leben auf der Rinde eines Baumes. Die Bewohner verhalten sich dabei genauso gut und schlecht wie wir. Sie sägen auch an dem Ast, auf dem sie sitzen.

Obwohl Tobie Lolness nur anderthalb Millimeter groß ist, trägt er im Laufe der Geschichte buchstäblich das Schicksal seiner gesamten Welt – des riesigen Eichenbaums – auf seinen Schultern. Tobie ist selbst für die Verhältnisse seines Volkes winzig. Mit einer Körpergröße von nur 1,5 Millimetern wirkt er oft zerbrechlich, was ihn für seine Feinde leicht unterschätzbar macht.

Was ihm an physischer Stärke fehlt, gleicht er durch enorme Schnelligkeit, Kletterkunst und Geschicklichkeit aus. Im Laufe der Jahre auf der Flucht entwickelt er sich zu einem wahren Überlebenskünstler, der sich in den rauen, unbarmherzigen Zonen des Baumes (und später sogar auf der Erde darunter) zurechtfindet.

Geprägt durch seinen Vater, den weisen Wissenschaftler Sim Lolness, versteht Tobie, dass der Baum ein atmender, lebendiger Organismus ist. Er besitzt ein ausgeprägtes ökologisches Gewissen und Respekt vor allem Lebendigen.

Seine Liebe zu seinen Eltern (Sim und Maia) sowie zu Elisha, seiner großen Liebe, ist sein absoluter Antrieb. Um sie zu retten, nimmt er jedes noch so große Risiko in Kauf.

Tobie ist jedoch kein furchtloser Superheld. Er ist oft einsam und verzweifelt und hat schreckliche Angst. Sein wahrer Mut zeigt sich darin, dass er trotz dieser Ängste und der schier übermächtigen Gegner niemals aufgibt.

Zu Beginn der Geschichte erleben wir Tobie als behütetes Kind einer intellektuellen Familie. Durch die politische Verbannung in die Niederen Äste und die spätere Gefangennahme seiner Eltern wird er brutal aus dieser Welt gerissen. Er wird zum permanenten Flüchtling, verliert seine kindliche Unschuld und muss lernen, unsichtbar zu bleiben und der ständigen Verfolgung durch Jo Mitchs Handlanger zu entkommen.

Tobie durchläuft eine Wandlung vom reaktiven Flüchtling zum aktiven Kämpfer. Er erkennt, dass reines Überleben nicht mehr ausreicht. Er verlässt sein sicheres Exil beim „Grasvolk”, kehrt in den Baum zurück und entwickelt sich zum Dreh- und Angelpunkt des Widerstands. Er lernt, Allianzen zu schmieden, und übernimmt die Verantwortung, nicht nur seine Liebsten, sondern den Baum selbst vor der endgültigen Zerstörung zu bewahren.

Tobie verkörpert das klassische Motiv, dass selbst der Kleinste die Welt verändern kann – nicht durch rohe Gewalt, sondern durch Standhaftigkeit, Liebe und das Festhalten an moralischen Werten in einer korrupten Gesellschaft.

Die Zeichentrickfigur und Romanheld Tobie Lolness ist meine Lieblingsfigur.

Bitte erst die Bücher lesen, dann die Zeichentrickserie schauen. Andersherum wird es eine Enttäuschung. Die Zeichentrickserie ist liebevoll umgesetzt und die Bilder entsprechen den Bildern, die ich beim Lesen der Romane im Kopf hatte.

Ich hätte mir eine Verfilmung durch James Cameron oder Steven Spielberg mit echten Schauspieler:innen gewünscht.

Tägliche Schreibanregung
Welche Zeichentrickfigur ist dein Favorit?

Who is your favorite cartoon character?  |  Wer ist deine Lieblings-Zeichentrickfigur?

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📅❓ Der längste Tag.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Frage mit dem Wort „officially”/„offiziell” auf den 18. Geburtstag abzielt. Das war der Tag, an dem ich offiziell erwachsen bzw. volljährig wurde.

Wann wurde mir klar, dass ich kein Adoleszent/Jugendlicher mehr, sondern ein Erwachsener bin?

Einen solchen Zeitpunkt gab es bei mir nie. Das hängt sicherlich damit zusammen, dass ich nur ein unbestimmtes Zeitgefühl habe. Ich erinnere mich heute noch so an meine Kindheit, Pubertät und Jugend, als ob sie gestern gewesen wäre. Zeit spielt dabei kaum eine Rolle. Sie ist für mich nur nützlich, um Termine wahrnehmen zu können.

Bereits in der Pubertät fragte ich mich, wann der Zeitpunkt kommen würde, ab dem ich mich erwachsen fühlen würde. Die erste Freundin? Der Schulabschluss? Der Eintritt ins Berufsleben? Der erste Tag als „vollwertiger” Arbeitnehmer? Der Grundwehrdienst? Die erste eigene Wohnung? Das erste Petting? Der erste Sex? Die Hochzeit? Der regelmäßige Tod lieber Menschen? Die Adoption? Die Trennung? …

Nichts davon gab mir das Gefühl, erwachsen zu sein. Auch fühle ich mich weder als Kind noch als Pubertierender oder Jugendlicher.

Ich fühle mich als Mensch, als Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.

Jede Altersstufe – ich nenne sie lieber Erfahrungsstufen – hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Durch die gemachten Erfahrungen fühle ich mich reifer. Und mir ist bewusst, dass ich dem Tod zustrebe. Ich kenne weder Tag noch Stunde. Doch auch mein bewusster Umgang mit meiner Endlichkeit vermittelt mir kein Gefühl von Erwachsensein.

Ich habe ein Leben und empfinde es als ganzheitlich, so, als ob es ein einziger langer Tag wäre.

Tägliche Schreibanregung
Was war der Moment, in dem dir klar wurde: Okay, jetzt bin ich offiziell erwachsen?

What’s a moment when you realized you were officially an adult?  |  In welchem Moment wurde dir bewusst, dass du nun offiziell erwachsen bist?

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