🎙 Die Natur als Vorbild: Warum unsere Gesellschaft mehr Kooperation als Konkurrenz braucht.

In dem Radiobeitrag „Denk ich an Deutschland“ teilt der Förster und Autor Peter Wohlleben seine Gedanken über Deutschland und die aktuellen Herausforderungen. Er glaubt, dass viele Menschen in Deutschland Angst haben – vor allem wegen des Klimawandels und politischer Themen – und dadurch Chancen übersehen. Wohlleben beschreibt Deutschland als ein Land, das sich stark verändert hat, mit vielen gerodeten Wäldern und einer ausgetrockneten Landschaft. Er erinnert an den Wissenschaftler Alexander von Humboldt, der bereits früh erkannte, dass die Abholzung von Wäldern sich negativ auf das Klima auswirkt.

Wohlleben sieht jedoch auch Möglichkeiten zur Verbesserung. Er schlägt vor, weniger Fleisch zu konsumieren und mehr Wälder zu pflanzen, da dies das Klima kühlen und die Biodiversität fördern würde. Er betont, dass die Natur auf Zusammenarbeit basiert und dieses Prinzip auch auf die Gesellschaft angewendet werden sollte. Anstatt sich mit Neid und Konkurrenz zu belasten, sollten die Menschen in Deutschland offener und toleranter miteinander umgehen.

Er kritisiert, dass Deutsche oft zu viel planen und sich kleinmachen, anstatt das Leben zu genießen. Wohlleben wünscht sich eine positive Veränderung, in der die Menschen zufriedener sind und mehr Freude am Leben haben.


Aus dem Radiobeitrag „Denk ich an Deutschland: der Förster und Autor Peter Wohlleben“ der Deutschlandfunk-Sendung „Information und Musik“ vom –23.08.2026-.


Interview in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/08/23/denk_ich_an_deutschland_der_foerster_und_autor_peter_dlf_20260823_0820_a996bc35.mp3

Webseite des Interviews in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunk.de/denk-ich-an-deutschland-der-foerster-und-autor-peter-wohlleben-100.html

„CC BY-NC-SA“-Lizenz öffnet sich in einem neuen Tab: https://rueckzuginsprivate.de/cc-lizenzierung-cc-by-nc-sa/

rueckzuginsprivate.de weist darauf hin, dass die Inhalte der geteilten und zusammengefassten Artikel die Ansicht der verlinkten Websites wiedergeben. Diese Ansicht muss nicht mit der Meinung von rueckzuginsprivate.de übereinstimmen.

🐚 selbstbewusst

Introvertierte haben ein geringeres Selbstbewusstsein. Das ist jedoch nur eine indirekte Eigenschaft, die durch die negative Einstellung der Gesellschaft zur Introversion hervorgerufen wird.

~ 92 Eigenschaften von Introvertierten, introvertiert.org, https://www.introvertiert.org/92-eigenschaften-von-introvertierten

Nur zur Erinnerung: Selbstbewusstsein bedeutet wörtlich, dass man sich seiner selbst bewusst ist. Man kennt seine Stärken, Schwächen, Werte und Bedürfnisse. Man weiß beispielsweise sehr genau, in welchen Situationen man aufblüht, welche Werte einem wichtig sind und wann man sich lieber zurückzieht, um Energie zu tanken. Es ist eine klare, realistische und ungeschönte Sicht auf die eigene Persönlichkeit.

Introvertiert.org hat diese von Introvertierten selbst beschriebenen Eigenschaften 2013 veröffentlicht. Ich vermute, dass diese Eigenschaft umso weniger ausgeprägt ist, je jünger die oder der Introvertierte ist. Denn die negative Einstellung der Gesellschaft zur Introversion wurde im Laufe der Jahrzehnte schwächer. Ich hatte das Pech, Eltern zu haben, für die Introversion fast schon eine behandlungsbedürftige Krankheit darstellte. Das haben sie mir von klein auf vermittelt, sodass ich mich bereits als Kind unbewusst anpasste und lernte, mich extravertiert zu verhalten. Die Folge war ein ambivalentes Lebensgefühl, das Gefühl, irgendwie nicht richtig zu sein. Erst die Begegnung mit einer viel jüngeren, sehr selbstbewussten Introvertierten hat mir die Augen geöffnet, sodass ich heute meine starken introvertierten Anteile kenne und immer mehr auslebe.

„CC BY-NC-SA“-Lizenz öffnet sich in einem neuen Tab: https://rueckzuginsprivate.de/cc-lizenzierung-cc-by-nc-sa/

🎙 Die Kunst des Streitens: Was tun, wenn das Gegenüber gar nicht reden möchte?

In diesem Radiobeitrag geht es um die Herausforderung, dass manche Menschen sich nicht an einer offenen Diskussion oder einem Streit beteiligen wollen. Das kann frustrierend sein, insbesondere, wenn man etwas ansprechen möchte, der andere aber nicht bereit ist, darüber zu reden.

Die Autoren – darunter die bekannten Politiker Norbert Lammert und Gregor Gysi – diskutieren, wie man in solchen Situationen am besten reagiert. Sie betonen, wie wichtig ein respektvolles Miteinander ist, selbst wenn die Meinungen stark auseinandergehen. Humor und Toleranz können dabei helfen, Spannungen abzubauen.

Man sollte nicht zu nostalgisch denken, dass es früher die gute alte Zeit des zivilen Diskurses gegeben habe. Also hat sich immer viel verändert.

Aber wenn man sowohl auf Aussagen blickt, die man als rassistisch jetzt kritisieren könnte, dann ist ganz klar, dass gab es in den 70er, 80er Jahren auch.

Da gab es von der CDU, CSU immer wieder Aussagen, die darauf hinausliefen, dass Deutschland eine ethnische Substanz hat. Und dass gewisse andere Ethnien jetzt gar nicht integrierbar hier wären.

Und das war damals noch relativ normal. Also die SPD hat dann widersprochen, die FDP teilweise auch, aber das war Teil dessen.

Und das sind aber heute Aussagen, wegen denen die AfD als rechtsextrem eingestuft wird. Das heißt, das gab es, das gibt es

~ Floris Biskamp, deutscher Politikwissenschaftler und Soziologe. Er forscht und publiziert zu Themen der politischen Theorie, insbesondere im Bereich der kritischen Gesellschaftsanalyse, Antisemitismusforschung sowie Rassismusforschung

Im Artikel wird auch die Bedeutung der Streitkultur in verschiedenen Kontexten, wie im Bundestag und in Kleingartenvereinen, angesprochen. Es wird hervorgehoben, dass Streit nicht immer laut und aggressiv sein muss, sondern manchmal einfach eine Diskussion ist, in der unterschiedliche Meinungen respektiert werden.

Ein wichtiger Punkt ist, dass das Unterdrücken von Konflikten zu Frustration führen kann. Wer seine Probleme nicht anspricht, riskiert, dass sich Ressentiments entwickeln. Der Artikel ermutigt dazu, auch in schwierigen Gesprächen offen zu bleiben und zu versuchen, die Perspektive des anderen zu verstehen.

Zusammengefasst: Der Radiobeitrag bietet keine einfachen Lösungen, sondern regt dazu an, über die eigene Rolle in Streitgesprächen nachzudenken und respektvoll miteinander umzugehen – auch wenn der Gesprächspartner nicht streiten will.


Podcastfolge „Macht der Worte (6/6) – Was tun, wenn mein Gegenüber gar nicht streiten will?“ vom –28.08.2025– aus dem Deutschlandfunk-Podcast „Systemfragen“.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2025/08/28/macht_der_worte_66_was_tun_wenn_mein_gegenueber_gar_nicht_dlf_20250828_2010_33c38db4.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunk.de/macht-der-worte-6-6-was-tun-wenn-mein-gegenueber-gar-nicht-streiten-will-100.html

„CC BY-NC-SA“-Lizenz öffnet sich in einem neuen Tab: https://rueckzuginsprivate.de/cc-lizenzierung-cc-by-nc-sa/

rueckzuginsprivate.de weist darauf hin, dass die Inhalte der geteilten und zusammengefassten Artikel die Ansicht der verlinkten Websites wiedergeben. Diese Ansicht muss nicht mit der Meinung von rueckzuginsprivate.de übereinstimmen.

🎙 Wie sich unser Blick auf Flucht und Migration verändert hat

In diesem Gespräch geht es um die Situation von Migranten in Ceuta, einer spanischen Enklave, sowie um die Reaktionen Europas auf die Flüchtlingskrise. Der Philosoph Daniel Loick äußert sich besorgt über die abnehmende Solidarität und den zunehmenden Rassismus in der Gesellschaft. Er stellt fest, dass die politische Reaktion auf die Flüchtlingskrise vor allem auf Abschottung und Rückführungen setzt, während Menschlichkeit und Mitgefühl oft in den Hintergrund gedrängt werden.

Ich glaube, wir sind zunächst einmal als Menschen, einfach als menschliche Lebewesen, empathische Lebewesen.

Also das ist zentral für unsere schon frühkindliche Sozialisation, dass es diese Fähigkeit gibt, Anteil zu nehmen am Schicksal von anderen.

Erst die Empathielosigkeit ist etwas, das wir uns antrainieren müssen. Also wir müssen uns die Empathie sozusagen abgewöhnen.

Und das passiert, glaube ich, durch bestimmte politische Strategien und Bilder, Sprachen, Kommunikationen, dass dann eben dieser ursprüngliche empathische Impuls abgetötet wird oder kanalisiert wird, gelenkt wird, sodass er dann eben selektiver wird.

~ Daniel Loick (* 1977), deutscher Philosoph und Sozialwissenschaftler. Er ist Associate Professor für Politische Philosophie und Sozialphilosophie an der Universität Amsterdam.

Loick vergleicht die aktuelle Situation mit der großen Flüchtlingskrise von 2015, als viele Menschen bereit waren, Flüchtlinge zu unterstützen. Heute sei die Empathie selektiver geworden und richte sich oft nur noch an bestimmte Gruppen von Migranten. Dies sei teilweise auf rassistische Einstellungen zurückzuführen.

Loick argumentiert, dass Empathie nicht nur ein Gefühl ist, sondern auch in politisches Handeln übersetzt werden muss. Wichtig sei es, Menschen als Träger von Rechten und nicht nur als Empfänger von Hilfe zu sehen. Loick fordert deshalb die Schaffung gesellschaftlicher Strukturen, die es ermöglichen, Empathie in politisches Handeln umzusetzen, um eine offene und solidarische Gesellschaft zu fördern.


Aus dem Interview „Migranten in Ceuta – Philosoph: Europa erlebt eine „Krise der Solidarität““ der Deutschlandfunk-Sendung „Information und Musik“ vom –16.08.2026-.


Interview in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/08/16/empathie_u_handlungsdruck_im_umgang_mit_migranten_daniel_dlf_20260816_0737_874c86bd.mp3

Webseite des Interviews in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunk.de/empathie-u-handlungsdruck-im-umgang-mit-migranten-daniel-loick-philosoph-100.html

„CC BY-NC-SA“-Lizenz öffnet sich in einem neuen Tab: https://rueckzuginsprivate.de/cc-lizenzierung-cc-by-nc-sa/

rueckzuginsprivate.de weist darauf hin, dass die Inhalte der geteilten und zusammengefassten Artikel die Ansicht der verlinkten Websites wiedergeben. Diese Ansicht muss nicht mit der Meinung von rueckzuginsprivate.de übereinstimmen.

📅❓ 21 Millionen

Das Bild der „besseren Hälfte“ hat unter anderem einen poetischen Ursprung: Es geht auf den antiken Philosophen Platon und seinen „Mythos der Kugelmenschen“ zurück. Demnach waren Menschen ursprünglich kugelförmige Wesen mit vier Armen, vier Beinen und zwei Gesichtern. Von den Göttern wurden sie zur Strafe in zwei Hälften geteilt. Seitdem sucht jeder Mensch ein Leben lang nach seiner „anderen Hälfte“, um wieder vollkommen zu sein.

Ich mag diese Redewendung überhaupt nicht und verwende ihn auch nicht. Zu oft habe ich ihn mit einem Unterton gehört, der das Gegenteil des Ausdrucks vermittelte.

Auch scheint mir die heutige Schreibanregung aus einem weiteren Grund aus der Zeit gefallen zu sein: In Deutschland leben aktuell über 21 Millionen Erwachsene nicht in einer festen Beziehung. 16,7 Millionen Menschen leben allein in einem Haushalt, das sind 34,4 % aller Privathaushalte in Deutschland. Damit ist der Einpersonenhaushalt hierzulande die häufigste Haushaltsform.

Meine ehemalige Partnerin und mich verband die Sorge vor den unkalkulierbaren Folgen der Atomspaltung, sowohl der friedlichen als auch der militärischen. Wir waren Teil eines lokalen Friedensgrüppchens. Im Anschluss an unsere wöchentlichen Treffen führten wir über mehrere Wochen hinweg lange Gespräche zu zweit. Bei unserer ersten gemeinsamen Teilnahme an einer großen, überörtlichen Demonstration kamen wir uns so nah, dass wir fortan gemeinsam durchs Leben gegangen waren.

Tägliche Schreibanregung
Wie hast du deine bessere Hälfte kennengelernt?

How did you meet your significant other?  |  Wie hast du deinen Partner kennengelernt?

„CC BY-NC-SA“-Lizenz öffnet sich in einem neuen Tab: https://rueckzuginsprivate.de/cc-lizenzierung-cc-by-nc-sa/

📰 Innestemme: Das Geheimnis der ruhigen Restaurants in Norwegen

In Norwegen lernen Kinder im Kindergarten, ihre Lautstärke der Umgebung anzupassen. Sie unterscheiden dabei zwischen der „Innenstimme“ für drinnen und der „Außenstimme“ für draußen. Dieses Konzept hilft ihnen, in ruhigen Umgebungen leise zu sein, was in der Gesellschaft sehr geschätzt wird. Eine Psychologin erklärt, dass es wichtig ist, leise zu sein, um Stress zu vermeiden.

In Norwegen gibt es spezielle Rituale, die den Kindern zeigen, wann sie leise sein sollen. Ein Beispiel ist das Ablegen der Jacken im Garderobenraum. So gewöhnen sich die Kinder an die ruhigere Atmosphäre drinnen.

In Deutschland ist es hingegen schwieriger, dieses ruhige Verhalten zu fördern. Der Personalmangel in Kitas führt oft zu chaotischen Situationen, in denen Kinder laut werden, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Eine gute Betreuung erkennt die Bedürfnisse der Kinder und schafft eine angenehme Umgebung, in der sie sich wohlfühlen.

Frankfurter Rundschau | „Unmöglich“: Was norwegische Kita-Kinder können, macht Deutsche neidisch | 11.08.2026 | https://www.fr.de/panorama/unmoeglich-was-norwegische-kita-kinder-koennen-macht-deutsche-neidisch-94437626.html

rueckzuginsprivate.de weist darauf hin, dass die Inhalte der geteilten und zusammengefassten Artikel die Ansicht der verlinkten Websites wiedergeben. Diese Ansicht muss nicht mit der Meinung von rueckzuginsprivate.de übereinstimmen.

„CC BY-NC-SA“-Lizenz öffnet sich in einem neuen Tab: https://rueckzuginsprivate.de/cc-lizenzierung-cc-by-nc-sa/

🎙 Neustart wider Willen

Der Radiobeitrag „Veränderung meistern (4/4) – Offen für Neues bleiben“ thematisiert, wie Menschen mit Veränderungen in ihrem Leben umgehen und dabei offen für Neues bleiben können. Er erzählt die Geschichten von zwei Frauen, Ludmilla und Zubeda, die große Herausforderungen bewältigt haben.

Ludmilla hat sich als Landschaftsarchitektin selbstständig gemacht, nachdem sie den Mauerfall in der DDR erlebt hat. Zubeda kam aus Afghanistan nach Deutschland, um zu studieren. Aufgrund von Schwierigkeiten und Veränderungen in ihrer Lebenssituation musste Zubeda ihren ursprünglichen Plan jedoch aufgeben und eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsgehilfin beginnen.

Beide Frauen haben gelernt, flexibel zu sein und mit Rückschlägen umzugehen. Sie betonen die Bedeutung von Unterstützung durch Familie und Freunde sowie das Gefühl von Heimat, das nicht unbedingt an einen bestimmten Ort gebunden ist. Im Artikel werden Wissenschaftler zitiert, die hervorheben, dass Resilienz – die Fähigkeit, sich von Rückschlägen zu erholen – und die Bereitschaft, sich auf Veränderungen einzulassen, entscheidend sind, um neue Herausforderungen erfolgreich zu meistern.

In der Sendung wird auch diskutiert, dass Veränderungen normal sind und dass es wichtig ist, sich anzupassen und neue Wege zu finden. Es wird betont, wie wichtig Zuhören und der Dialog zwischen Menschen aus verschiedenen Hintergründen sind, um gegenseitiges Verständnis und Akzeptanz zu fördern.

Insgesamt zeigt die Sendung, dass Veränderungen ein Teil des Lebens sind und dass man durch Offenheit, Unterstützung und die Bereitschaft, sich anzupassen, erfolgreich mit ihnen umgehen kann.


Podcastfolge „Veränderung meistern (4/4) – Offen für Neues bleiben“ vom –26.02.2026– aus dem Deutschlandfunk-Podcast „Systemfragen“.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/03/19/veraenderung_meistern_44_offen_fuer_neues_bleiben_dlf_20260319_2010_b805223b.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunk.de/veraenderung-meistern-4-4-offen-fuer-neues-bleiben-100.html

„CC BY-NC-SA“-Lizenz öffnet sich in einem neuen Tab: https://rueckzuginsprivate.de/cc-lizenzierung-cc-by-nc-sa/

rueckzuginsprivate.de weist darauf hin, dass die Inhalte der geteilten und zusammengefassten Artikel die Ansicht der verlinkten Websites wiedergeben. Diese Ansicht muss nicht mit der Meinung von rueckzuginsprivate.de übereinstimmen.

🎙 Überalterung, Abwanderung, Extremismus: Die bittere Realität in Sachsen-Anhalt

Das Gespräch behandelt den Aufstieg der AfD (Alternative für Deutschland) in Ostdeutschland, insbesondere in Sachsen-Anhalt, sowie die damit verbundenen faschistischen Gefahren. Der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk erklärt, dass die AfD möglicherweise die absolute Mehrheit in Sachsen-Anhalt erreichen könnte, was zuvor als unwahrscheinlich galt. Er sieht die Wurzeln des Erfolgs der AfD in der Geschichte der DDR und darin, dass viele Menschen die Vergangenheit verharmlosen.

Kowalczuk warnt, dass Faschismus keine bloße Meinung ist, sondern eine ernsthafte Bedrohung darstellt. Er kritisiert, dass viele AfD-Wähler nicht erkennen, dass sie damit eine faschistische Haltung unterstützen. Er betont, dass die Verklärung der DDR und der SED-Diktatur gefährlich ist, da sie die Grundlage für einen neuen Faschismus legen könnte.

Zudem spricht er über die Herausforderungen, vor denen Sachsen-Anhalt steht, wie die Überalterung der Bevölkerung und den Verlust von Einwohnern. Kowalczuk macht deutlich, dass die Probleme in der Region nicht durch die Wahl der AfD gelöst werden, sondern sich sogar noch verschärfen könnten. Er appelliert an die Menschen, positive Narrative über die Gegenwart zu entwickeln und sich für Demokratie und Freiheit einzusetzen.

Insgesamt ist das Gespräch ein Weckruf, sich aktiv gegen Extremismus und für die Werte der Demokratie einzusetzen – besonders in unsicheren Zeiten.


Aus dem Interview „„Faschismus ist keine Meinung“ – Der Osten und die AfD. Ilko-Sascha Kowalczuk“ der Deutschlandfunk-Sendung „Information und Musik“ vom –09.08.2026-.


Interview in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/08/09/faschismus_ist_keine_meinung_der_osten_und_die_afd_ilko_dlf_20260809_0736_527a05a7.mp3

Webseite des Interviews in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunk.de/faschismus-ist-keine-meinung-der-osten-und-die-afd-ilko-sascha-kowalczuk-100.html

„CC BY-NC-SA“-Lizenz öffnet sich in einem neuen Tab: https://rueckzuginsprivate.de/cc-lizenzierung-cc-by-nc-sa/

rueckzuginsprivate.de weist darauf hin, dass die Inhalte der geteilten und zusammengefassten Artikel die Ansicht der verlinkten Websites wiedergeben. Diese Ansicht muss nicht mit der Meinung von rueckzuginsprivate.de übereinstimmen.

🙈 🙉 🙊 12.000 Hitzetote und ein schweigender Kanzler: Das Versagen beim Hitzeschutz

Im Gespräch mit Luisa Neubauer werden die schwerwiegenden Auswirkungen der durch den Klimawandel verursachten Hitzewellen in Deutschland thematisiert. Bis Ende Juli 2026 gab es bereits rund 12.000 Hitzetote. Neubauer kritisiert die Bundesregierung dafür, dass sie die Verantwortung für den Hitzeschutz auf die Kommunen abwälzt und selbst keinen ernsthaften Plan für den Klimaschutz vorweisen kann.

Sie hebt hervor, dass die Hitze nicht alle Menschen gleichermaßen betrifft. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Babys und Menschen mit gesundheitlichen Problemen. Auch soziale Unterschiede spielen eine Rolle: Menschen mit niedrigem Einkommen leben oft in weniger geeigneten Wohnverhältnissen und können sich keinen ausreichenden Schutz vor der Hitze leisten.

Neubauer fordert daher einen nationalen Hitzeschutzplan, wie ihn Frankreich bereits seit über 20 Jahren hat. Sie betont, dass die Regierung dringend handeln muss, um die Menschen zu schützen und die Klimakrise ernst zu nehmen. Ansonsten könnten die Folgen noch schlimmer werden. Es sei wichtig, dass die Regierung Verantwortung übernimmt und der Realität ins Auge blickt.


Aus dem Interview „Luisa Neubauer – „Die Hitze trifft alle, aber nicht alle gleich““ der Deutschlandfunk-Sendung „Information und Musik“ vom –09.08.2026-.


Interview in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/08/09/5_jahre_weltklimabericht_der_uno_wo_bleibt_der_hitzeplan_dlf_20260809_0811_1684beac.mp3

Webseite des Interviews in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunk.de/5-jahre-weltklimabericht-der-uno-wo-bleibt-der-hitzeplan-luisa-neubauer-100.html

„CC BY-NC-SA“-Lizenz öffnet sich in einem neuen Tab: https://rueckzuginsprivate.de/cc-lizenzierung-cc-by-nc-sa/

rueckzuginsprivate.de weist darauf hin, dass die Inhalte der geteilten und zusammengefassten Artikel die Ansicht der verlinkten Websites wiedergeben. Diese Ansicht muss nicht mit der Meinung von rueckzuginsprivate.de übereinstimmen.

📅❓ Freundlich widerstehen

Meine Nachricht an mein früheres Ich: Lieber Bernd, du bist in Ordnung, so wie du bist. Du bist introvertiert!

Es ist in Ordnung,

  • wenn du die Smalltalks beim Friseur nicht leiden kannst
  • dass du gut beobachten kannst
  • gewissenhaft, genau und ordnungsbewusst zu sein
  • zuverlässig zu sein, pünktlich zu sein, Schuldgefühle zu haben, wenn du andere Menschen in unangenehme Situationen gebracht hast
  • viel zu lesen anstatt draußen zu spielen
  • kenntnisreich zu sein
  • über alles lange nachzudenken
  • alles zu hinterfragen
  • mit anderen mitzufühlen, schäme dich nicht deiner eigenen Gefühle, auch Indianer kennen Schmerz und können weinen
  • andere zu verstehen
  • bescheiden zu sein
  • wenig zu reden und vor allem langsam, weil es gut ist, alles zu bedenken
  • deine Kreativität auszuleben
  • vorausschauen zu können, das ist kein Pessimismus, das ist eine Gabe
  • vieles zu planen
  • gut vorbereitet zu sein
  • vom Guten im Menschen auszugehen, doch: sei wachsam
  • nichts im Äußeren zu tun und dich im Inneren zu beschäftigen
  • geduldig und ausdauernd zu sein
  • vorsichtig zu sein und Risiken abzuwägen
  • nicht von Anderen abhängig zu sein und Zeit allein zu verbringen
  • offen für Neues zu bleiben
  • sich lange konzentrieren zu können
  • dich nicht für Statussymbole zu interessieren
  • ruhig zu sein
  • nachdenklich zu sein
  • Tagträumen nachzugehen
  • nur wenige Freund:innen zu haben, die wenigen wirst du lange haben
  • das Leben nicht leicht zu nehmen und ernsthaft zu sein
  • von Gefühlen überwältigt zu werden und sensibel zu sein
  • dich nur mit wenigen Menschen zu umgeben und eine Zeit lang allein zu sein
  • in die Natur zu gehen und dich an der Schöpfung zu erfreuen
  • nicht stundenlang einkaufen zu wollen
  • noch keine Freundin zu haben, wenn alle anderen eine haben
  • nicht zu jedem Thema etwas beitragen zu müssen
  • dich mit einer Sache unterbrechungsfrei beschäftigen zu können
  • nicht im Mittelpunkt stehen zu wollen
  • Kunst zu mögen
  • wenn andere dich aufgrund deiner Introversion auf den ersten Blick „mysteriös“ empfinden, der zweite Blick wird es korrigieren
  • dich zurückzuziehen, wenn du erschöpft bist
  • sehr direkt zu sein; übe, dich zu entschuldigen
  • nicht euphorisch zu sein; es darf in dir toben
  • gehemmt zu sein; sprich darüber
  • dich in großen Gruppen unwohl zu fühlen
  • überstimuliert zu sein und dich dann zurückzuziehen und dir Pausen zu gönnen
  • nicht vor anderen Menschen Reden zu halten
  • leise zu reden
  • Telefonieren zu meiden; schreibe, schreibe, schreibe
  • bei hitzigen Streits, mit den Extravertierten nicht mithalten zu können
  • kein Partylöwe zu sein und die Menschen mit Geschichten zu unterhalten
  • beim Sprechen Denkpausen einzulegen
  • dich auf Parties unwohl zu fühlen
  • Augenkontakt zu vermeiden
  • nicht spontan sein zu können, das lernst du im Laufe deines Lebens
  • nur wenig von dir preiszugeben, auch das lernst du
  • dich unwohl zu fühlen, wenn du neue Umgebungen betrittst oder fremde Menschen kennenlernst
  • dich unterlegen zu fühlen, wenn du auf Menschen mit viel mehr Erfahrung triffst, irgendwann wirst du der Erfahrene sein
  • Dinge nicht parallel sonder seriell zu erledigen
  • nervös zu werden, wenn du beobachtet wirst; sprich es an
  • dich schneller und heftiger zu verlieben, verliere dich nicht dabei
  • weniger zu lächeln als andere, Introvertierte lächeln nach innen
  • nicht aus sich herauszugehen, auch das wird sich mit der Zeit wandeln

Mama und Papa haben keine Worte für eine Introversion. Die Gesellschaft in deiner Kindheit und Jugend betrachtet Introversion als Makel. Sie ist aber eine Stärke. Höre nicht auf Mama und Papa, wenn sie dich verbiegen möchten. Passe dich nicht an. Sei freundlich widerständig.

Tägliche Schreibanregung
Wenn du eine Zeitmaschine hättest und deinem früheren Ich nur eine einzige Nachricht schicken könntest: Was würdest du schreiben?

If you had a time machine and could send just one message to your past self, what would it say?  |  Wenn du eine Zeitmaschine hättest und deinem früheren Ich nur eine einzige Nachricht schicken könntest, wie würde diese lauten?

„CC BY-NC-SA“-Lizenz öffnet sich in einem neuen Tab: https://rueckzuginsprivate.de/cc-lizenzierung-cc-by-nc-sa/