🎙 Fußballprofi und BWL-Student: Wie Bildung auf dem Platz den Unterschied macht.

In dieser Podcastfolge schildert der 21-jährige Jef Tchouangue seinen Werdegang als Fußballspieler beim Bremer SV und seine Ambitionen, in die Bundesliga zu wechseln und in der kamerunischen Nationalmannschaft zu spielen.

Um für die Zukunft abgesichert zu sein, absolviert er parallel ein BWL-Fernstudium. Er legt großen Wert auf Disziplin, gezielte Ernährung und professionelle Regeneration nach Sportverletzungen.

Persönlich prägen ihn sein Vater, sein wichtigstes Vorbild, und die enge Beziehung zu seinem Zwillingsbruder, mit dem er aktuell in Bremen lebt und spielt. Neben dem Sport interessiert er sich sehr für Weltreisen und soziale Fragen, wobei ihn besonders die globalen Unterschiede im Lebensstandard beschäftigen.

Er beschreibt seine bisherige Geschichte als einen fortwährenden Prozess aus Entwicklung, Lernen und Arbeit, ergänzt durch erste kreative Visionen für eine spätere eigene Modemarke.


Aus der Podcastfolge „Jef Tchouangue – Der harte Weg zum Fußballprofi“ vom –04.02.2026– des RB-Podcasts „Eine Stunde reden – Gespräche mit Unbekannten“ (Verfügbar bis -14.02.2028-).


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://rbprogressivedl-a.akamaihd.net/clips/zt/welt/rl/Rl5mYNstFx/Rl5mYNstFx_audio_128k_stereo.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.bremenzwei.de/audios/eine-stunde-reden-jef-tchouangue-100.html

„CC BY-NC-SA“-Lizenz öffnet sich in einem neuen Tab: https://rueckzuginsprivate.de/cc-lizenzierung-cc-by-nc-sa/

rueckzuginsprivate.de weist darauf hin, dass die Inhalte der geteilten und zusammengefassten Artikel die Ansicht der verlinkten Websites wiedergeben. Diese Ansicht muss nicht mit der Meinung von rueckzuginsprivate.de übereinstimmen.

📅❓ Warum meine schwerste Entscheidung mein größtes Glück wurde.

Ich spürte, dass irgendetwas nicht stimmte. In mir. Ich war oft hin- und hergerissen, zu oft. Innerlich unruhig. Nur wenn ich in einen Flow kam, kehrte Ruhe ein. Diese Unruhe verhinderte wohl auch, dass ich merkte, dass wir uns auseinanderlebten. Am Ende folgten auf eine positive Interaktion fünf oder mehr negative, nicht umgekehrt wie bei zufriedenen Paaren. Als mir klar wurde, dass ausschließlich ich mich ändern sollte, damit wieder alles gut wird, verließ ich die Ehe und die Familie. Das war die Entscheidung, die mir half, zu lernen und zu wachsen.

Ich hatte Zeit, mich mit meiner Kindheit und meinem inneren Kind zu beschäftigen, lernte, mein inneres Kind zu trösten, und übernahm erwachsene Verantwortung. Schritt für Schritt wurde ich ruhiger und das Gefühl, hin- und hergerissen zu sein, zeigte sich in immer größeren Abständen.

Dann wurde mir gespiegelt, dass ich ein sehr introvertierter Mensch bin, und ich lernte, dass meine Eltern introvertiertes kindliches Verhalten als negativ ansahen. Sie schafften es (z. B. durch Liebesentzug), dass ich mich anpasste und extravertiert agierte. In diesem Spannungsfeld zwischen meinem reichhaltigen Innenleben und dem äußerlichen Leben eines Extravertierten entstanden Unruhe und das Gefühl des Hin- und Hergerissenseins. Allein schon mit dieser Erkenntnis wurde ich tiefer ruhiger. Ich begann, mich mit meinen vielen introvertierten Eigenschaften anzufreunden und sie bewusst auszuleben. In Verbindung mit regelmäßigen Meditationen wurde ich sogar gelassener.

Heute beschäftige ich mich mit der epigenetischen Weitergabe eines oder mehrerer Traumata meiner Herkunftsfamilie. Offensichtlich gab es in der Familie das Tabu, über Gefühle zu sprechen, insbesondere über den tragischen Verlust meines Großonkels. Kurz vor ihrem Tod gab mir meine Mutter den entscheidenden Hinweis, indem sie beiläufig Erlebnisse ansprach, die sie in ihrem Leben wohl sehr bewegt haben. Es scheint auch der Geist einer unerfüllten großen Liebe im Raum zu schweben. Im Gegensatz zu meinem Bruder leben diese Traumata in mir weiter und könnten meine eigenen Vermeidungsstrategien erklären.

Meine Entscheidung vor zwölf Jahren war richtig, ich habe mich gefunden und konnte daran wachsen. Dieses Lernen und Wachsen erzeugt eine große Zufriedenheit.

Täglicher Schreibanreiz
Beschreibe eine Entscheidung, die du in der Vergangenheit getroffen hast und die dir geholfen hat, zu lernen oder zu wachsen.

Describe a decision you made in the past that helped you learn or grow.  |  Beschreibe eine Entscheidung, die du in der Vergangenheit getroffen hast und die dir geholfen hat, etwas zu lernen oder dich weiterzuentwickeln.

„CC BY-NC-SA“-Lizenz öffnet sich in einem neuen Tab: https://rueckzuginsprivate.de/cc-lizenzierung-cc-by-nc-sa/

📅❓ Kritisches Denken ist die letzte Verteidigungslinie gegen geheime Verführer.

Grundsätzliche Vorbemerkung:

hier klicken um die Vorbemerkung zu überspringen

Grundsätzlich hätte ich in der Schule lernen können, wie ich mir ein Thema erschließe, wie ich konzentriert bleibe und wie ich wichtige von unwichtigen Informationen unterscheide.
Ich hätte kritisches Denken und Quellenprüfung lernen können. Ich hätte lernen können, Informationen zu hinterfragen, zu prüfen, ob die Quelle seriös ist, und viele Informationsteilchen zu einem wahrheitsgetreuen Bild zusammenzufügen.
Ich hätte mir soziale und emotionale Intelligenz aneignen können: Wie löse ich Konflikte? Wie gehe ich mit Scheitern um und mache trotzdem weiter? Wie gleiche ich Stress und Leistungsdruck aus?
Ich hätte lernen können, Wissen zu transferieren, also Wissen aus einem Bereich auf einen völlig anderen zu übertragen.
Ich hätte verstehen können, dass alles mit allem zusammenhängt.
Was ich bei meiner Recherche vermisst habe, waren die Wörter „Erziehung” und „Erziehung zur Freiheit”.

Ich verallgemeinere jetzt der Kürze der Zeit wegen:
Wenn ich von heute aus auf meine Schulzeit zurückblicke, dann fühle ich, dass sie noch annähernd optimal im vorstehenden Sinne war. Ich habe das Gefühl, dass Schule in den letzten Jahrzehnten missbraucht wird, um aus Schülerinnen und Schülern optimale Arbeitnehmer zu machen. Es findet eine Elitenförderung statt, während wirklich schwache Schülerinnen und Schüler nicht wirklich gefördert werden, da sie für den Billiglohnsektor benötigt werden.

Ein Indiz für diese Argumentation ist die Veränderung des Verständnisses vom Abitur: Vor der sogenannten geistig-moralischen Wende war das Abitur nicht nur ein Schulabschluss, sondern auch ein Reifezeugnis, eine Auszeichnung für moralische und charakterliche Leistungen. Heute ist es eine funktionale Eintrittskarte für den Arbeitsmarkt.

Opfer dieser Bildungspolitik der letzten Jahrzehnte sind nicht nur die Schülerinnen und Schüler sowie unsere immer weniger inhaltlich gelebte Demokratie, sondern vor allem die Lehrerinnen und Lehrer, die von den politischen Parteien über die Kultusministerien im Regen stehen gelassen werden.

Die persönliche Antwort:

Der heutige Daily Prompt fragt nach etwas, das ich persönlich in der Schule gelernt habe, oder nach etwas, das von dem oben Genannten abweicht.

Der mir heute wichtigste Punkt ist die Fähigkeit, Manipulationen erkennen oder erspüren zu können.

Auslöser hierfür war die Beschäftigung mit Vance Packards „Die geheimen Verführer“ (Originaltitel: The Hidden Persuaders, 1957) im Unterricht in den 1970er Jahren.

Diese Veröffentlichung ist einer der einflussreichsten Klassiker der Gesellschaftskritik und Medienanalyse. Es war das erste Buch, das einer breiten Öffentlichkeit zeigte, wie die Werbeindustrie Methoden der Psychologie und Psychoanalyse nutzt, um unser Unterbewusstsein zu manipulieren.

Diese Methoden wurden seitdem immer weiter verfeinert. Heute dienen sie vornehmlich dazu, Gesellschaften auf die Duldung und Teilnahme an Kriegen vorzubereiten. Für die Mehrheit der Menschen bleiben sie jedoch unerkannt.

In der Zeit nach der nächsten Stunde „Null” wird es den Überlebenden wieder einmal „wie Schuppen von den Augen fallen”.

Täglicher Schreibanreiz
Beschreibe etwas, das du in der Schule gelernt hast.

Describe something you learned in high school.  |  Beschreibe etwas, das du in der Oberstufe gelernt hast.

„CC BY-NC-SA“-Lizenz öffnet sich in einem neuen Tab: https://rueckzuginsprivate.de/cc-lizenzierung-cc-by-nc-sa/

🎙 Weniger schuften, mehr teilen! Warum wir das Mittelalter nicht fürchten müssen (es sei denn, wir mussten uns beim Zahnarzt behandeln lassen). (-;

In dieser Podcastfolge geht es um das Leben im Jahr 1224. Sie widerlegt das gängige Bild vom „dunklen Mittelalter”. Er zeigt, dass das Leben damals vielfältiger und weniger düster war als oft angenommen.


Aus der Podcastfolge „Dunkles Mittelalter? Von wegen! So lebten wir 1224“ vom 31.12.2024 des WDR-Podcasts „WDR Zeitzeichen„.


Die Menschen arbeiteten im Durchschnitt etwa 1.600 Stunden pro Jahr, also weniger als die heutigen 1.800 Stunden. Sie lebten in einer Zeit, in der die Bevölkerung wuchs und die Landwirtschaft durch neue Methoden wie die Dreifelderwirtschaft effizienter wurde. Die gemeinschaftliche Nutzung von Wäldern und Weiden weist auf ein gewisses Maß an Nachhaltigkeit und Kooperation hin.

Die Gesellschaft war von einem Feudalsystem geprägt, in dem Bauern von ihren Grundherren abhängig waren, aber auch Rechte und Schutz durch Gesetze wie den „Sachsenspiegel” hatten. Trotz der harten Lebensbedingungen gab es soziale Mobilität, da Bauern in die aufkommenden Städte ziehen und dort als Handwerker oder Tagelöhner arbeiten konnten.

Hervorgehoben wird zudem die Rolle der Frauen, die in Beginenhöfen lebten und arbeiteten, was ihnen mehr Freiheit und Einfluss gab. Die Podcastfolge diskutiert auch die religiösen Überzeugungen dieser Zeit, die ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Gemeinschaft förderten.

Insgesamt zeigt die Podcastfolge, dass das Bild vom Mittelalter als brutale und dunkle Zeit nicht der ganzen Wahrheit entspricht und wir von den Menschen von damals lernen können, wie man mit Herausforderungen umgeht.

Podcastfolge in neuem Tab hören: https://wdrmedien-a.akamaihd.net/medp/podcast/weltweit/fsk0/322/3223632/3223632_60413355.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www1.wdr.de/mediathek/audio/zeitzeichen/audio-dunkles-mittelalter-von-wegen-so-lebten-wir–100.html

„CC BY-NC-SA“-Lizenz öffnet sich in einem neuen Tab: https://rueckzuginsprivate.de/cc-lizenzierung-cc-by-nc-sa/

rueckzuginsprivate.de weist darauf hin, dass die Inhalte der geteilten und zusammengefassten Artikel die Ansicht der verlinkten Websites wiedergeben. Diese Ansicht muss nicht mit der Meinung von rueckzuginsprivate.de übereinstimmen.

📅❓ français

Ich dachte, es wäre an der Zeit, meine Französischkenntnisse aufzufrischen. Ich versuche dies mit der Webanwendung und App „Duolingo”. Am 30. Januar habe ich angefangen und es bisher geschafft, täglich am Ball zu bleiben. Ich freue mich auf die täglichen, zehnminütigen Lektionen.

Täglicher Schreibanreiz
Welche Sache hast du zuletzt gelernt?

What is the last thing you learned?  |  Was hast du zuletzt gelernt?

„CC BY-NC-SA“-Lizenz öffnet sich in einem neuen Tab: https://rueckzuginsprivate.de/cc-lizenzierung-cc-by-nc-sa/

🎙 Von Insekten zu lernen bedeutet, Antibiotikaresistenzen zu überwinden.

In dieser Podcast-Folge wird die Forschung zu Antibiotikaresistenzen beschrieben und erläutert, wie Insekten – insbesondere der Mehlkäfer – als Vorbild für die Entwicklung neuer Behandlungsmethoden dienen können. Antibiotika sind wichtige Medikamente zur Behandlung von Krankheiten. Allerdings werden viele Bakterien resistent gegen sie, was ein großes Gesundheitsproblem darstellt.


Podcastfolge „Die cleveren Cocktails der Insekten gegen Bakterien“ aus dem Deutschlandfunk-Nova-Podcast „Hörsaal“ vom 17.10.2025.


Insekten verwenden eine Mischung antibakterieller Stoffe, sogenannte Cocktails, um Krankheitserreger zu bekämpfen. Diese Cocktails bestehen aus vielen verschiedenen antimikrobiellen Peptiden, die schnell wirken und es weniger wahrscheinlich machen, dass Bakterien Resistenzen entwickeln. Jens Rolff betont in seinem Vortrag, dass die Natur über Milliarden von Jahren bewiesen hat, dass Mischungen von Wirkstoffen effektiver sind als Einzelstoffe.

Forschungsergebnisse zeigen, dass antimikrobielle Peptide Bakterien schneller abtöten und dass die Wahrscheinlichkeit, dass Bakterien gegen diese Peptide resistent werden, geringer ist als bei herkömmlichen Antibiotika. Dies könnte eine vielversprechende Strategie im Kampf gegen antibiotikaresistente Keime darstellen.

Zusammengefasst zeigt die Podcastfolge, dass das Lernen von Insekten und deren natürlichen Abwehrmechanismen dabei helfen könnte, neue und effektivere Behandlungsmöglichkeiten gegen resistente Bakterien zu entwickeln.

Podcastfolge in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2025/10/17/deutschlandfunknova_antibiotikaresistenz_die_20251017_984b6918.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/antibiotikaresistenz-die-cocktail-mischung-gegen-bakterien

„CC BY-NC-SA“-Lizenz öffnet sich in einem neuen Tab: https://rueckzuginsprivate.de/cc-lizenzierung-cc-by-nc-sa/

rueckzuginsprivate.de weist darauf hin, dass die Inhalte der geteilten und zusammengefassten Artikel die Ansicht der verlinkten Websites wiedergeben. Diese Ansicht muss nicht mit der Meinung von rueckzuginsprivate.de übereinstimmen.

„Chor der Geretteten“ | Zitat

» […] Wir Geretteten,
Immer noch essen an uns die Würmer der Angst.
Unser Gestirn ist vergraben im Staub.
Wir Geretteten
Bitten euch:
Zeigt uns langsam eure Sonne.
Führt uns von Stern zu Stern im Schritt.
Laßt uns das Leben leise wieder lernen. […] «

Nelly Sachs, speak low 2010 in Kooperation mit Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur 1 CD, 18,90 Euro, 1945 wenige Monate nach Kriegsende, https://www.deutschlandfunkkultur.de/akustisches-portraet-102.html
Ein Klick auf die Grafik erklärt die Lizenz.

rueckzuginsprivate.de weist darauf hin, dass die Inhalte der geteilten und zusammengefassten Artikel die Ansicht der verlinkten Websites wiedergeben. Diese Ansicht muss nicht mit der Meinung von rueckzuginsprivate.de übereinstimmen.