🎙 Blut, Tränen und ein toter Freund: Die wahre Geschichte von Friedrich dem Großen

Dieses Zeitzeichen handelt von Friedrich, dem späteren Friedrich dem Großen, Kronprinz von Preußen. Er war ein sensibler Junge, der Musik und französische Literatur liebte und sich zu Männern hingezogen fühlte. Sein strenger Vater, König Friedrich Wilhelm I., auch der „Soldatenkönig” genannt, war mit Friedrichs „weiblicher” Art unzufrieden und behandelte ihn oft brutal.

Mit 18 Jahren plante Friedrich, aus Preußen zu fliehen, um dem gewalttätigen Einfluss seines Vaters zu entkommen. Er wollte zunächst nach Frankreich und anschließend nach England reisen. Leider war seine Flucht schlecht vorbereitet und endete bereits in Sinsheim, wo er und sein Freund Hans Hermann von Katte gefasst wurden. Katte wurde später auf Befehl des Königs hingerichtet, was Friedrich stark traumatisierte.

Das Zeitzeichen beschreibt, wie Friedrichs Kindheit und die brutalen Erziehungsmethoden seines Vaters ihn prägten. Trotz seiner sensiblen Natur wurde er später ein strenger und kriegerischer König, der Preußen zu einer Großmacht machte. Die Geschichte zeigt, wie Friedrichs frühe Erfahrungen und seine Beziehung zu Männern oft ignoriert oder falsch dargestellt wurden.


Aus der Podcastfolge „Der schwule preußische Kronprinz, aus dem der „Alte Fritz“ wurde“ vom –05.08.2025– des WDR-Podcasts „WDR Zeitzeichen„.


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🎙 Allen Widrigkeiten zum Trotz.

In dem Gespräch „Vom Rebell zum Bildhauer“ spricht Mario Neumann mit dem Künstler Rainer Weber. Für einen Podcast führt Mario Neumann Interviews mit zufälligen Passanten in Bremen, ohne vorher Informationen über sie zu recherchieren. In diesem Gespräch erzählt Rainer Weber von seinem Werdegang und seiner Arbeit als Bildhauer.

Er spricht über seine Vergangenheit als rebellischer Jugendlicher, der in der Schule Schwierigkeiten hatte und oft gegen Autoritäten ankämpfte. Er wuchs in einer von seiner Familie betriebenen Bäckerei auf und hatte eine eher unkonventionelle Erziehung. Der frühe Tod seiner Mutter hatte einen großen Einfluss auf sein Leben. Trotz dieser Herausforderungen fand er seinen Weg zur Kunst und wurde schließlich Bildhauer.

Ein zentrales Thema in Webers Arbeit ist die Verbindung von Kunst mit sozialen und politischen Fragen. Er beschreibt ein aktuelles Kunstprojekt, bei dem er eine Installation rund um die Reiterstatue von Otto von Bismarck in Bremen geschaffen hat. Dabei geht es ihm darum, die historische Figur und ihre Rolle in der Kolonialpolitik zu hinterfragen.

Rainer Weber erzählt auch von seinen künstlerischen Projekten, die oft interaktive Elemente beinhalten, sowie von seiner Leidenschaft für Fußball, die erst später in seinem Leben entstand. Er reflektiert über seine Familie, seine Kinder und seine Begeisterung für neue Technologien wie Photovoltaikanlagen.

Insgesamt vermittelt der Artikel einen Einblick in das Leben und die Gedanken eines Künstlers, der seine rebellische Vergangenheit in kreative und gesellschaftskritische Kunst umwandelt.


Aus der Podcastfolge „Vom Rebell zum Bildhauer“ vom –16.10.2024– des RB-Podcasts „Eine Stunde reden – Gespräche mit Unbekannten“ (Verfügbar bis -23.11.2026-).


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🎙 Vom Amsterdamer Rotlichtmilieu zum Retter in der Not: Die bewegende Geschichte des Olav van Gerven

In dieser Podcastfolge könntest du einem sehr spontanen, aber tiefgründigen Gespräch zwischen dem Moderator Mario Neumann und seinem Gast Olav van Gerven lauschen. Leider ist sie in der Mediathek nicht mehr abrufbar. Der 64-jährige Wahl-Bremer mit niederländischen Wurzeln sprang kurzfristig für einen anderen Gast ein und teilt in dieser Stunde sehr offen seine bewegte Lebensgeschichte. Olav arbeitet heute als freigestellter Betriebsratsvorsitzender an einer Bremer Stadtteilschule und übernimmt nebenbei Apotheken-Botenfahrten. Er blickt auf eine äußerst vielseitige berufliche Laufbahn zurück, die Stationen als Elektroinstallateur, Industriekaufmann und Rettungsassistent in der psychologischen Krisenintervention umfasst.

Einen großen Raum nimmt Olavs turbulente Jugend in Amsterdam ein. Geprägt durch ein belastetes Elternhaus und das stetige Gefühl, ein Außenseiter zu sein, rutschte er in jungen Jahren in das kriminelle Drogenmilieu ab und verfiel schwer dem Alkoholismus. Der absolute Wendepunkt seines Lebens ereignete sich 1982 an einem persönlichen Tiefpunkt: Durch die Begegnung mit jungen, undogmatischen Christen und ein verzweifeltes Gebet fand er zu Gott. Diese spirituelle Erfahrung gab ihm die Kraft, dem Alkohol und der Kriminalität den Rücken zu kehren und 1985 einen Neuanfang in Deutschland zu wagen.

In seiner neuen Heimat baute er sich mit seiner Frau ein Leben auf, das von tiefem Zusammenhalt, gegenseitigem Freiraum und großer Gastfreundschaft geprägt ist. Das Paar nahm mehrere Pflege- und Adoptivkinder auf. Im Interview schildert Olav auch die extremen familiären Belastungsproben, wie das schwere Mobbing und die daraus resultierende suizidale Krise seines Sohnes in der Jugend, sehr ehrlich. Diese dunkle Zeit konnte er als Vater nur durch den Rückhalt in der Familie und sein unerschütterliches Gottvertrauen durchstehen.

Sein christlicher Glaube zieht sich wie ein roter Faden durch sein Leben. Für Olav drückt er sich aber nicht in starren kirchlichen Dogmen oder Institutionen aus, sondern im täglichen Handeln, in Vergebung und bedingungsloser Liebe. Radikale oder ausgrenzende Prediger lehnt er entschieden ab. Zum Abschluss des Gesprächs zieht er ein kraftvolles Resümee: Vor dem Hintergrund seiner eigenen wechselhaften Geschichte sind ihm Freiheit, Demokratie und Toleranz zu den höchsten Gütern geworden. Er sieht es als essenzielle Aufgabe seiner Generation, diese freiheitlichen Werte an die Jüngeren weiterzugeben. Eindringlich warnt er vor politischen und religiösen Extremisten, die unsere Gesellschaft spalten wollen.


Aus der Podcastfolge „Kriminelle Kreise und Alkohol – bis er zu Gott fand“ vom –29.05.2024– des RB-Podcasts „Eine Stunde reden – Gespräche mit Unbekannten“ (nicht mehr verfügbar).


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📅❓ Keine Nostalgie: Mein Blick auf alte und neue Technik

Ich gehe meine Biografie durch und suche nach veralteter Technik, die ich vermisse. Ich befrage sogenannte Künstliche Intelligenzen nach veralteter Technik.

Es gibt einige veraltete Technik. Doch keine davon vermisse ich.

Ich bin von der technischen Entwicklung fasziniert und sie geht mir nicht schnell genug.

Der Vorteil veralteter Technik war oft, dass sie mir Geduld abverlangte und mein Leben entschleunigte. Wenn ich will, kann ich auch die heutige Technik so verwenden, dass ich entschleunigt lebe und mich nicht durch ihre Rasanz unter Druck setzen lasse.

Tägliche Schreibanregung
Welche veraltete Technik vermisst du am meisten – und warum?

Which outdated technology do you miss the most, and why?  |  Welche veraltete Technologie vermisst du am meisten, und warum?

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🎙 »Aktueller könnte auch heute eine Dichterin nicht sprechen.«

»Sie hat das wahrgenommen, wie zerstörerisch Gesellschaft sein kann und hat sich nie befrieden lassen im Sinne einem Nachkriegsfrieden getraut.

Meine Güte, kann ich dazu nur sagen, hätten wir sie mal ein bisschen, hätten wir ihr ein bisschen genauer zugehört in den letzten Jahren, dann wäre es vielleicht auch um unsere Situation in Europa, in unserer Gesellschaft besser bestellt.

Denn sie wusste, dass ohne diesen Respekt für das andere ohne genaues Zuhören, was der andere wirklich meint, was die andere wirklich sagen will, Gesellschaft nicht gut, das heißt nicht friedvoll funktionieren kann.

Gleichzeitig war sie auch durch ihre Kriegserfahrungen desillusioniert. Sie glaubte nicht so ohne weiteres, dass die Menschen nur das Gute hervorbringen, aber sie war voller Hoffnung.

Sie hat die Hoffnung nie aufgegeben. Und ihre Hoffnung begründet sich aus den Möglichkeiten der Sprache. Hätten wir das Wort, hätten wir die Sprache, wir bräuchten die Waffen nicht. Aktueller könnte auch heute eine Dichterin nicht sprechen.«

Das Gespräch dreht sich um Ingeborg Bachmann, eine der bedeutendsten österreichischen Dichterinnen und Schriftstellerinnen, die bald ihren 100. Geburtstag feiern würde. Anlässlich dieses Jubiläums wird ein neuer Film über ihr Leben veröffentlicht, in dem Sandra Hüller die Hauptrolle spielt. Die Biografin Andrea Stoll hat ein Buch mit dem Titel „Zwei Menschen sind in mir” über Bachmann geschrieben und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit ihrem Werk.

Bachmann wuchs in Kärnten auf und erlebte in ihrer Kindheit den starken Einfluss ihres nationalsozialistischen Vaters. In ihren Gedichten reflektiert sie oft die Spannungen zwischen persönlichen Gefühlen und gesellschaftlichen Themen. Ein wichtiges Ereignis in ihrem Leben war die Begegnung mit dem Dichter Paul Celan, mit dem sie gemeinsame Erfahrungen mit Trauer und Verlust verbanden.

Stoll beschreibt Bachmann als komplexe Persönlichkeit, die sowohl eine öffentliche Figur als auch eine verletzliche Frau war. Ihre Gedichte und Kunst waren ein Weg, um mit ihren Ängsten und der schwierigen Realität ihrer Zeit umzugehen. Trotz ihrer Erfolge fühlte sie sich oft fremd und suchte nach einem Ort, an dem sie wirklich zu Hause sein konnte.

Insgesamt wird Bachmann als hellsichtige Poetin dargestellt, die die Probleme ihrer Zeit erkannte und die Wichtigkeit von Sprache und Kommunikation betonte. Ihr Werk ist bis heute relevant und könnte der Gesellschaft wichtige Einsichten bieten.


Aus dem Interview „„Sie blieb unbehaust“ – Biografin Andrea Stoll zu Ingeborg Bachmanns 100. Geb.“ der Deutschlandfunk-Sendung „Information und Musik“ vom –21.06.2026-.


Interview in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/06/21/sie_blieb_unbehaust_biografin_andrea_stoll_zu_ingeborg_dlf_20260621_0716_e40cbd03.mp3

Webseite des Interviews in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunk.de/sie-blieb-unbehaust-biografin-andrea-stoll-zu-ingeborg-bachmanns-100-geb-100.html

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Rudy oder Music

Gäbe es eine Biografie über mich, würde sie „Rudy” oder „Music” heißen.

Täglicher Schreibanreiz
Wenn es eine Biografie über dich gäbe, wie würde sie heißen?

If there were a biography about you, what would the title be?  |  Wenn es eine Biografie über Sie gäbe, wie würde der Titel lauten?

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