Introvertierte wollen wachsen. Sie haben einen besonders starken Drang nach persönlichem Wachstum. Dieses erreichen sie vor allem durch Lesen und Reflexion – aber auch durch neue Erlebnisse in einem für sie erträglichen Umfang.
Auch in dieser Eigenschaft erkannte ich mich plötzlich wieder. Ich möchte mich weiterentwickeln und nicht stehenbleiben. Ich will mich verändern, langsam und stetig. Und tatsächlich gelingt mir das, wenn ich über das Gelesene und über mich selbst nachdenke. Da mich Bilder stark ansprechen, sind es auch Filme, die mich wachsen lassen. Es sind weniger neue Erlebnisse, da diese viel Energie kosten und mich erschöpfen. Deshalb stimmt auch die Aussage mit dem „erträglichen Umfang”.
In dieser Podcast-Folge geht es darum, dass Freundlichkeit keine Schwäche, sondern eine echte Superkraft ist.
Das Konzept der „radikalen Freundlichkeit” bedeutet jedoch nicht, Konflikte zu meiden oder sich stets aufzuopfern, sondern vielmehr, ehrlich, respektvoll und wohlwollend mit sich selbst und anderen umzugehen. Im hektischen Alltag fällt uns das oft schwer, da Stress, Unsicherheit und ständige Ablenkung durch das Smartphone unsere natürliche Empathie blockieren.
Du kannst deine Freundlichkeit jedoch mit kleinen Tricks gezielt trainieren. Atme beispielsweise bei Provokationen erst dreimal tief durch, anstatt impulsiv zurückzupöbeln. Versuche zudem, die Unfreundlichkeit anderer nicht persönlich zu nehmen, denn dein Gegenüber hatte vielleicht einfach einen schlechten Tag. Gehe öfter mit einem bewussten Lächeln durch die Welt und schenke deinen Mitmenschen im Gespräch deine ungeteilte Aufmerksamkeit.
Letztlich ist Freundlichkeit auch eine Form von gesundem Egoismus, von der du selbst am meisten profitierst. Jede freundliche Geste schüttet Glückshormone in deinem Körper aus, reduziert dein Stresslevel und stärkt sogar dein Immunsystem nachweislich.
Podcastfolge „Warum Freundlichkeit deine geheime Superkraft ist (mit Nora Blum)“ vom –19.03.2025– aus dem RTL+-Podcast „So bin ich eben! Stefanie Stahls Psychologie-Podcast für alle „Normalgestörten“„.
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In dieser Podcastfolge mit dem Titel „Warum finde ich keine feste Freundin“ spricht die Psychologin Stefanie Stahl mit einem jungen Mann namens Frederik, der Schwierigkeiten hat, eine feste Beziehung zu finden. Der 29-Jährige hat zwar schon einige Frauen kennengelernt, doch die Beziehungen enden oft schnell, da die Frauen das Interesse verlieren.
Er beschreibt, dass er in einem Muster gefangen sei: Einerseits sehnt er sich sehr nach einer tiefen Bindung, andererseits gerät er oft an Frauen, die eher unabhängig und bindungsängstlich sind. Er hat das Gefühl, dass er in den ersten Dates manchmal zu bedürftig wirkt und versucht, die Dinge zu erzwingen, was für die Frauen möglicherweise unattraktiv ist.
Er erzählt von seiner letzten Beziehung, die während eines Auslandssemesters begann. Obwohl die Verbindung intensiv war, vermied er es, über seine Gefühle zu sprechen, was schließlich zu einem abrupten Ende führte. Frederik fragt sich, ob er die falschen Frauen auswählt oder ob er selbst Fehler macht, die zu den gescheiterten Beziehungen führen.
Stefanie Stahl erklärt ihm, dass es wichtig ist, ein Gleichgewicht zwischen Bindung und Autonomie zu finden. Sie rät ihm, mehr auf seine eigenen Bedürfnisse zu achten und sich nicht zu sehr anzupassen. Wenn er sich zu sehr anpasst, könnte das dazu führen, dass er an Attraktivität verliert.
Das Gespräch beleuchtet die psychologischen Muster, die hinter Frederiks Schwierigkeiten stehen, und zeigt auf, wie er an sich arbeiten kann, um bessere Beziehungen zu führen.
Podcastfolge „Warum finde ich keine feste Freundin?“ vom –17.03.2021– aus dem RTL+-Podcast „Stahl aber herzlich„.
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Meine Nachricht an mein früheres Ich: Lieber Bernd, du bist in Ordnung, so wie du bist. Du bist introvertiert!
Es ist in Ordnung,
wenn du die Smalltalks beim Friseur nicht leiden kannst
dass du gut beobachten kannst
gewissenhaft, genau und ordnungsbewusst zu sein
zuverlässig zu sein, pünktlich zu sein, Schuldgefühle zu haben, wenn du andere Menschen in unangenehme Situationen gebracht hast
viel zu lesen anstatt draußen zu spielen
kenntnisreich zu sein
über alles lange nachzudenken
alles zu hinterfragen
mit anderen mitzufühlen, schäme dich nicht deiner eigenen Gefühle, auch Indianer kennen Schmerz und können weinen
andere zu verstehen
bescheiden zu sein
wenig zu reden und vor allem langsam, weil es gut ist, alles zu bedenken
deine Kreativität auszuleben
vorausschauen zu können, das ist kein Pessimismus, das ist eine Gabe
vieles zu planen
gut vorbereitet zu sein
vom Guten im Menschen auszugehen, doch: sei wachsam
nichts im Äußeren zu tun und dich im Inneren zu beschäftigen
geduldig und ausdauernd zu sein
vorsichtig zu sein und Risiken abzuwägen
nicht von Anderen abhängig zu sein und Zeit allein zu verbringen
offen für Neues zu bleiben
sich lange konzentrieren zu können
dich nicht für Statussymbole zu interessieren
ruhig zu sein
nachdenklich zu sein
Tagträumen nachzugehen
nur wenige Freund:innen zu haben, die wenigen wirst du lange haben
das Leben nicht leicht zu nehmen und ernsthaft zu sein
von Gefühlen überwältigt zu werden und sensibel zu sein
dich nur mit wenigen Menschen zu umgeben und eine Zeit lang allein zu sein
in die Natur zu gehen und dich an der Schöpfung zu erfreuen
nicht stundenlang einkaufen zu wollen
noch keine Freundin zu haben, wenn alle anderen eine haben
nicht zu jedem Thema etwas beitragen zu müssen
dich mit einer Sache unterbrechungsfrei beschäftigen zu können
nicht im Mittelpunkt stehen zu wollen
Kunst zu mögen
wenn andere dich aufgrund deiner Introversion auf den ersten Blick „mysteriös“ empfinden, der zweite Blick wird es korrigieren
dich zurückzuziehen, wenn du erschöpft bist
sehr direkt zu sein; übe, dich zu entschuldigen
nicht euphorisch zu sein; es darf in dir toben
gehemmt zu sein; sprich darüber
dich in großen Gruppen unwohl zu fühlen
überstimuliert zu sein und dich dann zurückzuziehen und dir Pausen zu gönnen
nicht vor anderen Menschen Reden zu halten
leise zu reden
Telefonieren zu meiden; schreibe, schreibe, schreibe
bei hitzigen Streits, mit den Extravertierten nicht mithalten zu können
kein Partylöwe zu sein und die Menschen mit Geschichten zu unterhalten
beim Sprechen Denkpausen einzulegen
dich auf Parties unwohl zu fühlen
Augenkontakt zu vermeiden
nicht spontan sein zu können, das lernst du im Laufe deines Lebens
nur wenig von dir preiszugeben, auch das lernst du
dich unwohl zu fühlen, wenn du neue Umgebungen betrittst oder fremde Menschen kennenlernst
dich unterlegen zu fühlen, wenn du auf Menschen mit viel mehr Erfahrung triffst, irgendwann wirst du der Erfahrene sein
Dinge nicht parallel sonder seriell zu erledigen
nervös zu werden, wenn du beobachtet wirst; sprich es an
dich schneller und heftiger zu verlieben, verliere dich nicht dabei
weniger zu lächeln als andere, Introvertierte lächeln nach innen
nicht aus sich herauszugehen, auch das wird sich mit der Zeit wandeln
Mama und Papa haben keine Worte für eine Introversion. Die Gesellschaft in deiner Kindheit und Jugend betrachtet Introversion als Makel. Sie ist aber eine Stärke. Höre nicht auf Mama und Papa, wenn sie dich verbiegen möchten. Passe dich nicht an. Sei freundlich widerständig.
Tägliche Schreibanregung
Wenn du eine Zeitmaschine hättest und deinem früheren Ich nur eine einzige Nachricht schicken könntest: Was würdest du schreiben?
If you had a time machine and could send just one message to your past self, what would it say? | Wenn du eine Zeitmaschine hättest und deinem früheren Ich nur eine einzige Nachricht schicken könntest, wie würde diese lauten?
In dieser Podcastfolge geht es um ein Interview, das die Moderatoren Lukas Klaschinski und Stefanie Stahl in ihrem Podcast „So bin ich eben“ mit dem Comedian und Schauspieler Teddy Teclebrhan geführt haben. Sie diskutieren darüber, wie man zu sich selbst findet und seinen inneren Wert erkennt – besonders in einer lauten und hektischen Welt.
Teddy erzählt, dass er sich lange nicht als Teil der Medienbranche gesehen hat, da er anders ist und seinen eigenen Weg geht. Er erzählt, dass es eine Zeit gab, in der er seinen Traum, Filme zu machen, verfolgt hat. Irgendwann erkannte er jedoch, dass er auch ohne diesen Druck glücklich sein kann. Ihm ist es wichtig, authentisch zu sein, auch wenn das bedeutet, nicht alles von seinem Privatleben preiszugeben.
Die Moderatoren thematisieren auch, wie frühere Erfahrungen, wie etwa eine schwierige Kindheit, das Selbstwertgefühl beeinflussen können. Teddy erklärt, dass er viele Unsicherheiten hat, die er als Stärken sieht, und dass ihm Humor dabei hilft, mit schwierigen Zeiten umzugehen. Er hat gelernt, seine Ängste zu akzeptieren, statt sich von ihnen leiten zu lassen.
Insgesamt zeigt das Gespräch, wie wichtig es ist, sich selbst zu akzeptieren und die eigene Identität zu finden – auch wenn man in der Öffentlichkeit steht. Teddy betont, dass man nicht alles über sich offenbaren muss, um eine Verbindung zu anderen herzustellen. Es gehe darum, ehrlich zu sein und das eigene Herz zu öffnen, ohne die Privatsphäre zu verlieren.
Podcastfolge „Sich selbst finden – mit Teddy Teclebrhan“ vom –20.03.2024– aus dem RTL+-Podcast „So bin ich eben! Stefanie Stahls Psychologie-Podcast für alle „Normalgestörten“„.
rueckzuginsprivate.de weist darauf hin, dass die Inhalte der geteilten und zusammengefassten Artikel die Ansicht der verlinkten Websites wiedergeben. Diese Ansicht muss nicht mit der Meinung von rueckzuginsprivate.de übereinstimmen.
Ich weiß nicht, ob es mir gelingt, genau zu sein. Ich versuche es. Ich hasse es, nur halbe Sachen zu machen. Ich möchte immer das bestmögliche Ergebnis abliefern. Das ist das, was mir möglich ist. Wenn es anderen nicht genügt, habe ich damit kein Problem. Mehr geht halt manchmal nicht. Ja, ich neige zum Perfektionismus. Das kann andere in den „Wahnsinn” treiben. Ich habe jedoch gelernt, auch einmal Fünfe gerade sein zu lassen.