🎙 Lebensstil-Dissonanz: Warum gesunde Entscheidungen so schwerfallen.

In diesem Interview wird das Konzept der Lebensstil-Dissonanz behandelt.

Es beschreibt, warum Menschen trotz des Wissens um gesunde Lebensweisen oft ungesunde Entscheidungen treffen. Professorin Daniela Berg erklärt, dass dies weniger mit Willensschwäche zu tun hat, sondern vielmehr mit neurobiologischen Mechanismen im Gehirn.

Insbesondere konkurrieren dabei das Dopaminsystem und der präfrontale Kortex miteinander. Während das Dopaminsystem kurzfristige, angenehme Entscheidungen belohnt, ist der präfrontale Kortex für langfristige Planung zuständig, was zu einem Konflikt führen kann.

Zudem wird betont, dass Gewohnheiten in der Kindheit geprägt werden und dass es schwierig ist, diese im Erwachsenenalter zu ändern.

Um gesunde Gewohnheiten zu etablieren, sind demnach kleine Schritte, häufige Wiederholungen und positive Verstärkung entscheidend, da das Gehirn auf Belohnungen reagiert und Routinen bevorzugt.


Aus dem Interview „Lebensstil-Dissonanz: Was hält uns davon ab, gesund zu leben? Int. Daniela Berg“ der Deutschlandfunk-Sendung „Sprechstunde“ vom –19.05.2026-.


Interview in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/05/19/lebensstil_dissonanz_was_haelt_uns_davon_ab_gesund_zu_leben_dlf_20260519_1044_d4bdfaf4.mp3

Webseite des Interviews in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunk.de/lebensstil-dissonanz-was-haelt-uns-davon-ab-gesund-zu-leben-int-daniela-berg-100.html

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Positive Ermunterung.

» […] Nur durch die Überwindung trügerischer Fortschrittsmythen können wir den Klimanotstand und eskalierende Ungleichheit in den Griff bekommen.

Zu diesen Mythen gehört die Illusion, Gewohnheiten und Kulturnormen ließen sich allein durch Aufklärung und Willenskraft ändern.

Er [Stefan Klein in seinem Buch „Aufbruch. Warum Veränderungen so schwer fällt und wie sie gelingt.] analysiert, warum wir uns oft trotz wachsender Probleme an vertraute Meinungen und Routinen klammern.

Die Mehrheit will zwar Klimaschutz, akzeptiert Einschränkungen aber nur, wenn sie alle treffen.

Darum fordert er CO2-Steuern, die an eine Vision von sozialer Gerechtigkeit geknüpft sind, damit sie nicht als Strafe wirken.

Klein warnt: Untergangsrhetorik, Wut und Zwang säten Abwehr und autoritäre Sehnsüchte. Positive Ermunterung sei zielführender; er empfiehlt etwa Anzeigen, die Fortschritte beim Stromsparen melden. […] «

~ Michael Holmes

Psychologie Heute 11/2025, Seite 82, Geht’s auch anders? Drei kluge neue Bücher bieten guten Rat, wie schwierige Veränderungen gelingen. – https://www.psychologie-heute.de/leben/artikel-detailansicht/44477-gehts-auch-anders.html