📅❓ One-Dune-Stand

Am Strand von Tanga
In der glühend heißen Sonne liegen sie narkotisiert
Am Rand der Wüste
Der Sand ist weiß
Kein Schatten weit und breit, die Cola kocht
Man liegt im eignen Schweiß

Die Luft vibriert
Die Sonne sticht in helle Haut und nicht geschieht
Nur ein Gefühl wird gestaut
Der Wind ist still
Der Himmel endlos blau, die Leiber rot gebrannt
Liegt man im Sand

Der Horizont rückt näher
Und was keiner weiß
Jeder denkt das Eine
Doch dafür ist’s zu heiß

Sex
Sex in der Wüste

~ Songwriter: Annette Humpe / Hans Joachim Behrendt / Ulrich Deuker / Frank-juergen Krueger | Songtext von Sex in der Wüste von IDEAL | https://youtu.be/Zq1cwy3IrSo | https://open.spotify.com/intl-de/track/3GYDIIxn5AmZZMwFPSLMXX?si=1e9e662d21f64a8e

Wangerooger Dünen | als junger Erwachsener | mit meiner damaligen, langjährigen Liebsten | schön war es | Ich weiß nicht, ob niemand hingeschaut hat; außerhalb der Düne war jedenfalls weniger Verkehr …

Wer öffentlich sexuelle Handlungen vornimmt und dadurch absichtlich oder wissentlich ein Ärgernis erregt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in § 183 mit Strafe bedroht ist.

~ Strafgesetzbuch (StGB) | § 183a Erregung öffentlichen Ärgernisses [Verjährungsfrist: 3 Jahre]

Ob es mutig war?
Mut ist eine Geisteshaltung, bei der Handlungen in einer gefährlichen, kritischen oder waghalsigen Situation energisch und furchtlos ausgeführt werden oder ein Gemütszustand, in dem neue Aufgaben mit Zuversicht begonnen oder fortgeführt werden.
Ich glaube schon …

Tägliche Schreibanregung
Was war das Mutigste, das du je getan hast, als niemand hingeschaut hat?

What’s the bravest thing you’ve ever done when no one was watching?  |  Was war das Mutigste, was du je getan hast, als niemand zugesehen hat?

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📅❓ Für Uli.

Angenommen zu werden und zu spüren, dass man gut genug ist, so wie man ist, ist das Netteste, was jemand für einen tun kann.

Meine Oma Juliane hat mich so angenommen, wie ich bin, und mir immer das Gefühl gegeben, gut genug zu sein. Das war meine Rettung.

Es gab nur eine Situation, in der das nicht der Fall war: Als ich meiner Urgroßmutter Margarethe nämlich als Kind wütend einen Kaffeelöffel an den Kopf warf. Ich saß eingesperrt auf dem Dachboden und konnte darüber nachdenken. Ich habe daraus gelernt.

Tägliche Schreibanregung
Was ist das Netteste, das jemals jemand für dich getan hat?

What’s the kindest thing someone has ever done for you?  |  Was war das Netteste, was jemals jemand für dich getan hat?

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📅❓ Wissen, Wollen, Tun

In einem Lernbrief meiner damaligen Fortbildung wurde Johann Wolfgang von Goethe mit den Worten zitiert: „Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.“

Dieses Zitat kam mir sofort in den Sinn, als ich die heutige Schreibanregung las.

Erworbenes Wissen, das nie angewendet wird, verflüchtigt sich mit der Zeit. Es verschwindet jedoch nie vollständig. Wenn ich nach Jahren oder Jahrzehnten auf einmal auf gelerntes Wissen zurückgreifen möchte, kommt die Erinnerung allmählich wieder an die Oberfläche, und das einmal erworbene Wissen kann viel leichter wieder abgerufen werden. Der erste Teil des Zitats ist aber auch eine Mahnung, kein Wissen anzuhäufen, von dem ich weiß, dass ich es nie anwenden werde.

Für mich hat der zweite Teil des Zitats eine größere Bedeutung, da ich mich schwer tue, vom Denken ins Handeln zu kommen. In wichtigen Momenten meines Lebens, in denen ich mit mir hadere, etwas zu tun, denke ich an dieses Zitat – und es hilft mir, mein Wollen in die Tat umzusetzen.

Tägliche Schreibanregung
Was ist der beste Rat, den du je bekommen hast?

What’s the best piece of advice you’ve ever received?  |  Was war der beste Rat, den du je bekommen hast?

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📅❓ Es war die Lerche und nicht die Eule.

Der heutige Schreibanreiz passt gut zu dem Podcast „Über Schlafen” von Deutschlandfunk Nova, dem ich folge und dessen einzelne Folgen ich hier regelmäßig teile.

Ich selbst muss glücklicherweise nichts unternehmen, um besser zu schlafen. Ich schlafe gut und fest, und laut meinem Schlaftracker ist mein Verhältnis von REM-, Tief- und Leichtschlaf in Ordnung.

Vom Schlaftyp her bin ich eine Lerche, d. h., ich kann gut früh schlafen und aufstehen. Regelmäßig schlafe ich zwischen sechs und sieben Stunden. Manchmal nur sechs, aber auch gerne bis zu neun Stunden. Ich liebe Sonnenaufgänge, die Kühle des Morgens und das Erwachen der Natur.

Seit ich erwachsen bin, kann ich immer gut einschlafen. Ich drehe mich auf meine Schlafseite und bin in weniger als einer Minute weggeschlummert. Auch Störungen des Schlafes begegne ich gelassen. Das heißt, wenn es in der Nacht zu einer Störung kommt, ich aufwache oder sogar etwas tun muss, ist das unproblematisch. Danach lege ich mich wieder hin, drehe mich zur Seite und schlafe weiter. Auch mit Schlafmangel kann ich gut umgehen. Ich baue dann tagsüber einen Powernap von höchstens 30 Minuten ein, der sehr erfrischend wirkt.

Wenn ich zu ausgeschlafen bin, sehr aufgekratzt bin und meine Gedanken nicht aufhören wollen zu kreisen, dann empfinde ich das nicht als dramatisch. Ich bleibe ruhig liegen und versuche, mich auf meinen Atem oder die Geräusche, die an mein Ohr dringen, zu konzentrieren. Irgendwann ist der Gedankenjahrmarkt zu Ende und ich gleite allmählich in den Schlaf hinein.

Ich bin dankbar dafür, gut schlafen zu können.

Täglicher Schreibanreiz
Was machst du, um besser zu schlafen?

What do you do to improve your sleep?  |  Was tust du, um deinen Schlaf zu verbessern?

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📅❓ Heal the world.

Wie kann ich ein unbegrenztes (!) Budget in ein Stiftungsvermögen einzahlen?

Eine Stiftung, die die Welt heilt.

Für eine Welt, in der die Würde eines jeden Menschen tatsächlich unantastbar ist. Eine Welt, in der jeder Mensch das Lebensnotwendige hat.

Eine Welt, aus der die Menschen nicht mehr fliehen müssen mittels Süchten (u. a. Alkohol, Drogen, Nikotin, Medikamente, Sex, Pornografie, (Glücks-)Spiele, Wetten, Konsum, Sport, Essen, (Macht-)Missbrauch).

Für eine Welt, in der die lebensnotwendigen Bedürfnisse jedes Kindes erfüllt werden. Für eine Welt, in der Kinder nicht vorbereitet werden auf ein gehorsames Arbeitsleben, sondern auf ein freiheitliches Leben  – in Kindergarten und Schule. Für eine Welt, in der Kinder lernen, nachzudenken, denn Bildung kommt nicht vom Lesen, sondern vom Nachdenken über das Gelesene.

Für eine Welt, die ihre Energie aus Sonne, Wasser und Wind bezieht und keine fossilen Brennstoffe mehr verwendet. Für eine Welt, in der die Gemeinschaft verantwortlich ist für die Infrastruktur (Strom, Wasser, Gesundheitsversorgung, Grundeinkommen, Müllvermeidung und -abfuhr) und nicht profitorientierte Privatleute.

Für eine Welt ohne Individualverkehr und mit einem dichten Netz an öffentlichem Personen- und Güternahverkehr.

Für eine Welt ohne tierische Ernährung, Kleidung, Mode, Schmuck, Kosmetik usw. usf.

Für eine Welt, in der die Menschen üben, Konflikte friedlich zu lösen, indem sie miteinander sprechen, Kompromisse suchen und finden. Für eine Welt ohne Waffen und Kriegsgerät.

Diese Liste ließe sich fast beliebig fortsetzen, und jede und jeder weiß, was ich damit meine.

24 Stunden. Unbegrenztes Budget. Stiftungsvermögen. Gutes tun.

Täglicher Schreibanreiz
Wenn du 24 Stunden lang ein unbegrenztes Budget hättest: Was würdest du machen?

If you had an unlimited budget for 24 hours, what would you do?  |  Wenn du 24 Stunden lang ein unbegrenztes Budget hättest, was würdest du tun?

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📅❓ Früher war mehr Lametta.

Es begab sich zu einer Zeit, als die Vorweihnachtszeit noch am ersten Advent begann und nicht bereits nach dem Sommerurlaub. Alle Geschäfte in der Innenstadt – City nannte man sie damals noch nicht – waren festlich geschmückt. Vor allem für die Kinder.

Ich drückte meine Nase an die Schaufensterscheiben und bestaunte mit großen Augen die Auslagen. Vor allem faszinierten mich die sich bewegenden Puppen und Bären, die regelrecht tanzten. Es gab Lego-Welten auf sechs Quadratmetern mit sich drehenden Karussells und blinkenden Lichtern; Eisenbahnen, die im Kreis fuhren, am Bahnhof anhielten und die Fahrtrichtung wechselten. Es gab 2-spurige Carrerabahnen, auf denen Formel-1-Boliden um die Wette fuhren.

Ich glaubte noch daran, dass das Christkind den Kindern Weihnachtsgeschenke brachte. Mein Wunschzettel war lange geschrieben, nachdem ich die Kataloge von Quelle und Neckermann stundenlang studiert und die Bilder meiner Wünsche ausgeschnitten hatte.

Es waren geheimnisvolle vier Wochen voller Erwartung und Vorfreude. Nicht auf die Geburt Jesu, sondern auf den Tag, an dem ich nicht ins Wohnzimmer durfte, bis abends das Glöckchen läutete und wir in den dunklen Raum traten.

Der Weihnachtsbaum leuchtete im Schein echter Kerzen, das Lametta und die Kugeln glänzten und funkelten.

Den diesjährigen Heiligen Abend feierten wir ausnahmsweise bei meiner Oma; ansonsten war alles wie immer. Das Glöckchen läutete, wir traten andächtig ins kleine Wohnzimmer und sangen zwei Weihnachtslieder. Danach folgte die Bescherung.

Doch was war das?

Für mich lagen keine Geschenke unterm Baum. Meine Gesichtszüge wechselten von freudiger Erwartung mit glänzenden Augen zu einem langen Gesicht mit traurigen Augen. Meine Schultern hingen mit gesenktem Kopf. Kurz bevor mir die Tränen in die Augen schossen, sagte mein Vater, ich solle doch mal die Tür zum Nebenraum öffnen.

Dieser ungeheizte Raum diente als Abstell- und Rumpelkammer. Ungläubig öffnete ich langsam die Tür zu diesem zirka sechs Quadratmeter großen Raum. Bis auf einen schmalen Streifen füllte eine Sperrholzplatte den Raum aus, die auf Unterstellböcken stand.

Auf der Sperrholzplatte war eine Landschaft mit einem See, einem Hügel mit einem Tunnel, Bahnübergängen, einem mehrgleisigen Bahnhof mit leuchtenden Straßenlaternen aufgebaut. Es gab Züge, die in alle Richtungen fuhren, anhielten und die Richtung wechselten. Sogar eine Dampflokomotive dampfte echt. Es gab auch Modellautos und Häuser. Kurzum, es war eine perfekte Märklin H0-Modelleisenbahn mit einer Revell-Landschaft.

Mein Vater musste sie in den letzten Wochen und Monaten in stundenlanger Freizeit aufgebaut haben. – Rückblickend betrachtet, denn ich glaubte ja, die Bahn wäre vom Christkind. – Ich war völlig baff, ein Traum erfüllte sich für mich, den ich niemals als Wunsch geäußert hätte.

In den nächsten Jahren verbrachte ich regelmäßig viele Stunden in der Rumpelkammer. Ich verwendete mein Taschengeld für den Zukauf weiterer Lokomotiven, Güter- und Personenzüge sowie Revell-Bausätze.

Es war wohl das einzige Mal, dass sich ein Traum meines Vaters mit meinem überschnitt.

Täglicher Schreibanreiz
Beschreibe eine positive Sache, die ein Familienmitglied für dich getan hat.

Describe a positive thing a family member has done for you.  |  Beschreibe etwas Positives, das ein Familienmitglied für dich getan hat.

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