🎙 „Ein frauenverachtendes System“: Warum wir Prostitution nicht romantisieren dürfen

In dieser Podcastfolge führt Michael Steinbrecher ein Interview mit Vivien, einer ehemaligen Escort-Dame. Vivien berichtet von ihrer schwierigen Kindheit, die von finanziellen Problemen und psychischen Belastungen geprägt war. Mit 22 Jahren entschied sie sich, Escort zu werden, um schnell Geld zu verdienen. Zunächst führte sie ein Doppelleben zwischen Studium und Treffen mit Freiern.

Vivien beschreibt, dass die Realität im Escort-Business viel härter war als erwartet. Sie erlebte gefährliche Situationen und fühlte sich oft unwohl. Trotz ihrer anfänglichen Naivität begann sie, ihre Grenzen zu überschreiten, und bot schließlich auch sexuelle Dienstleistungen an. Sie berichtet von traumatischen Erfahrungen und dem Gefühl, wie ein Objekt behandelt zu werden.

Nach mehreren Jahren im Escort-Bereich beschloss Vivien auszusteigen. Dies gelang ihr nach vielen Therapiesitzungen und dank der Unterstützung ihres jetzigen Freundes, der ihr ein Gefühl von Sicherheit gab. Heute ist sie froh, diesen Schritt gemacht zu haben, und möchte anderen Frauen helfen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Vivien betont, dass das Bild von Escort oft romantisiert wird und viele Frauen in diese Branche gedrängt werden – oft aufgrund gesellschaftlicher und persönlicher Umstände. Sie möchte das Bewusstsein für die Probleme in der Prostitution schärfen und dafür sensibilisieren, dass es sich nicht immer um freiwillige Entscheidungen handelt.


Aus der Podcastfolge „Escort hat mich kaputt gemacht – Vivien“ vom –09.02.2025– des SWR-Podcasts „Das wahre Leben„.


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🎙 Sabine Lück im Interview: Wie man das unbewusste Leid der Ahnen heilt und Glück vererbt.

In dieser Podcastfolge wird die Idee beleuchtet, dass unsere Erfahrungen und Emotionen nicht nur aus unserem eigenen Leben stammen, sondern auch von unseren Vorfahren vererbt werden. In einem Podcast diskutieren die Psychologen Stefanie Stahl und Lukas Klaschinski mit der Psychotherapeutin Sabine Lück über dieses Thema.

Sie erklären, dass wir oft mit unbewussten Lasten durch das Leben gehen, die aus der Geschichte unserer Familie stammen. Dabei kann es sich sowohl um negative Erfahrungen wie Traumata als auch um positive Eigenschaften wie Glück und Stärke handeln. Lück betont, wie wichtig es ist, diese familiären Muster zu erkennen, um zu verstehen, wie sie unser Verhalten beeinflussen.

Ein zentraler Begriff in der Diskussion ist der „Treuevertrag”, der beschreibt, wie Kinder unbewusst die Lasten ihrer Eltern übernehmen, um diese emotional zu unterstützen. Dadurch können sie jedoch auch in ihrer eigenen Entwicklung behindert werden. Lück betont, dass es notwendig ist, diese Muster zu reflektieren und zu heilen, um ein erfülltes Leben zu führen.

Die Expertinnen und Experten sprechen auch über die Rolle der Epigenetik. Diese zeigt, dass Erfahrungen über Generationen hinweg in unseren Genen gespeichert werden können. Das bedeutet, dass wir nicht nur die positiven Eigenschaften, sondern auch die negativen Erfahrungen unserer Vorfahren in uns tragen.

Letztlich wird betont, wie wichtig es ist, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen, um ein besseres Verständnis für sich selbst und die eigene Familiengeschichte zu entwickeln. Dies kann dabei helfen, alte Muster zu durchbrechen und ein erfüllteres Leben zu führen.


Podcastfolge „Vererbtes Glück: Wie unsere Herkunft uns prägt (mit Sabine Lück)“ vom –20.08.2025– aus dem RTL+-Podcast „So bin ich eben! Stefanie Stahls Psychologie-Podcast für alle „Normalgestörten“„.


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