🎶 Die rettende Illusion der Hoffnung & 📷19. Oktober 2026

zu den Fotos | Ist das überhaupt noch ein Leben oder nur ein Ausharren in der Stille? Von der Kälte der Erinnerung umhüllt, sehne ich mich nach einer unsichtbaren Hand, die mich zudeckt und mir die lang ersehnte Vergebung schenkt.

https://youtu.be/bjQJiwIZhus

In mir tobt ein zerreißender Widerspruch: Ein Teil meiner Seele fleht dich an, zu bleiben, denn die Leere ohne dich ist kaum zu ertragen. Doch der andere Teil flüstert schmerzerfüllt, dass du gehen musst, weil unsere Nähe nur neue Wunden reißt.

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So stehe ich am Fenster, an der Grenze zwischen meiner inneren Welt und der Außenwelt, und starre ins Leere. In den Schatten der Dämmerung tanzen deine Gespenster und weben deine Umrisse in die Gegenwart. Da ich dich nicht mehr festhalten kann, richte ich meine ganze Verzweiflung als stummes Gebet an die Welt: Wacht über sie, behütet sie, wenn ich es schon nicht kann.

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Das Schicksal hat sein hartes Urteil gefällt und in der endlos scheinenden Dunkelheit bitte ich um eine sanfte Lüge, nur um für einen flüchtigen Herzschlag lang noch einmal die rettende Illusion der Hoffnung zu spüren.

Der Sommer ist vorüber.

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📅❓ Quintessenzen II

Je länger ich darüber nachdenke, desto weniger kann ich mit dem Begriff „jüngeres Ich“ anfangen. Ich bin ich. Und ich fühle mich zeitlos. Ich erinnere mich genauso gut an meine erste Fahrradtour mit Stützrädern rund um unser Viertel, das zwischen zwei Straßen lag und einen Rundkurs bot, wie an meinen diesjährigen Besuch der Nordseeküste.

In kurzen Abständen wiederholt sich die tägliche Schreibanregung inhaltlich mit ihren Impulsen.

Mein unerfahreneres Ich kann mit meinem Rat nichts mehr anfangen. Ich stelle mir die Frage nach der Quintessenz oder den Quintessenzen meines bisherigen Lebens.

Sven Böttcher hat die Antworten auf diese Fragen treffend, knapp und trotzdem ausführlich auf den Punkt gebracht. Er erkrankte 2005 und hatte nur noch einen kurzen Lebensweg vor sich. Sehstörungen und eine zeitweise Lähmung suchten ihn heim. Bevor er starb, formulierte und schrieb er die Quintessenzen seines Lebens. Damit seine Töchter noch etwas von ihm begreifen konnten. Dann geschah die Spontanheilung. Er war plötzlich symptom- und beschwerdefrei. Er veröffentlichte seine Quintessenzen und das Buch wurde zum Bestseller.

Eine meiner Quintessenzen ist, nach einem Reiz zunächst innezuhalten, anstatt sofort zu handeln. Stattdessen sollte man nachdenken, welche Reaktion angemessen ist und warum ausgerechnet dieser Reiz einen so stark bewegt.

„Welchen Rat würde dir dein unerfahreneres Ich geben?” ist eine für mich sinnvollere Frage.

Mit ca. 15 Jahren war ich in mancher Hinsicht klüger als heute.

Betrachte ich mich in meiner Zeit als Teenager, so erkenne ich, dass ich meine Gefühle immer durch den Verstand gefiltert hatte und umgekehrt die verstandesmäßigen Erkenntnisse durch die Gefühle. Dadurch konnte ich mich als Jugendlicher beruhigen oder motivieren und gute Entscheidungen treffen. Irgendwann verlor ich den Kontakt zu meinen Gefühlen und musste ihn mir zurückerobern.


Wenn du in der Zeit zurückreisen und deinem jüngeren Ich einen Rat geben könntest: Welcher wäre das?

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If you could go back in time and give your younger self advice, what would it be?  |  Wenn du in der Zeit zurückreisen und deinem jüngeren Ich einen Rat geben könntest, wie würde dieser lauten?

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📅❓ Roger

Willemsen. Er war ein Intellektueller im besten Sinne des Wortes, ein Humanist und brillanter Denker mit tiefem moralischem Kompass und weitreichendem gesellschaftlichem Engagement – insbesondere als langjähriger Schirmherr des Afghanischen Frauenvereins.

Er war ein Sprachkünstler mit herausragender Eloquenz, poetischer Präzision und der Fähigkeit, komplexe emotionale und sachliche Themen in Essays meisterhaft zu formulieren.

Er war ein Weltbürger und Reisender, getrieben von rastloser Neugier auf fremde Kulturen und abgelegene Orte, die er in Werken wie „Die Enden der Welt” literarisch und philosophisch verarbeitet hat.

Er war ein scharfsinniger Beobachter, der das politische und alltägliche Leben mit detailgenauen, oft ironischen, aber stets empathischen Analysen beleuchtete, wie exemplarisch in seiner Bundestags-Reportage „Das Hohe Haus“.

Er war ein feingeistiger Interviewer, ein tiefgründiger Zuhörer und Moderator, der in Formaten wie „Willemsens Woche” intellektuellen Anspruch, Neugier und Unterhaltung auf Augenhöhe verband.

Er war melancholisch und hatte Humor. Er verband existenzielle Nachdenklichkeit und Schwermut mit warmherzigem, blitzgescheitem Witz.

Er war ein Kulturvermittler und ein leidenschaftlicher Grenzgänger zwischen Literatur, Musik (insbesondere Jazz), Fernsehen und Wissenschaft.

Roger Willemsen war ein Unikat. Einer der wenigen Männer, vor denen ich mich respektvoll verneige.

Das WDR-Zeitzeichen erinnerte in diesem Jahr an ihn: https://rueckzuginsprivate.de/?p=13899


Welche:n Promi würdest du gern mal treffen – und worüber würdet ihr reden?

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Which celebrity would you love to meet, and what would you talk about?  |  Welchen Prominenten würdest du gerne einmal treffen, und worüber würdet ihr euch unterhalten?

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🎙 „Das Leben kann man nicht verlängern, aber wir können es verdichten.“ – Über Roger Willemsen.

Roger Willemsen war ein bekannter deutscher Publizist und Fernsehmoderator. Er ist am 7. Februar 2016 verstorben. Ursprünglich wollte er Germanistikprofessor werden, doch dann änderte das Fernsehen seinen beruflichen Werdegang. Er war bekannt für seine scharfen, witzigen Fragen und seine Fähigkeit, mit Menschen unterschiedlichster Hintergründe zu sprechen. Willemsen moderierte zahlreiche Talkshows und erhielt dafür mehrere Auszeichnungen, darunter den Grimme-Preis in Gold.

Neben seiner Fernsehtätigkeit schrieb er 36 Bücher, von denen viele Bestseller wurden, sowie Essays und Artikel. Er reiste viel und hatte eine Leidenschaft für das Schreiben. Willemsen war ein charismatischer Entertainer, der sein Publikum in den Bann zog und häufig auf der Bühne stand.

Er hatte eine komplexe Beziehung zur Liebe und war für seine Unabhängigkeit bekannt. Willemsen wuchs in einer gebildeten, aber nicht wohlhabenden Familie auf und fand Trost in Büchern, insbesondere nach dem frühen Tod seines Vaters.

In den letzten Jahren seines Lebens engagierte er sich für Afghanistan und spendete für Projekte, die Frauen dort unterstützen. Kurz vor seinem 60. Geburtstag gab er seine Krebserkrankung bekannt. Er hinterließ einen bleibenden Eindruck in der deutschen Medienlandschaft und wird als wichtige Stimme in Erinnerung bleiben.


Aus der Podcastfolge „Zu schlau fürs Fernsehen: Der Publizist Roger Willemsen“ vom –07.02.2026– des WDR-Podcasts „WDR Zeitzeichen„.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://wdrmedien-a.akamaihd.net/medp/ondemand/weltweit/fsk0/342/3421299/3421299_65600907.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www1.wdr.de/mediathek/audio/zeitzeichen/audio-zu-schlau-fuers-fernsehen-der-publizist-roger-willemsen-100.html

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🎶 Ich schon. Ich glaube an Wundervolles. Ich glaube an Wahres. Ich glaube an Lebendiges.

Als ich siebzehn war, glich mein Verstand einem weiten Himmel voller leuchtender Träume. Mein Herz rief laut in die Ferne und ich folgte ihm bedingungslos. Mit einundzwanzig schien mir die ganze Welt zu gehören – ich gehörte dir und du warst vollkommen. Nichts anderes auf dieser Erde hatte für uns Bedeutung. Wir waren so hungrig auf das Leben, dass wir weder an das Schicksal noch an die Liebe als starres Konzept glaubten. Wir glaubten auch nicht daran, dass uns jemals irgendetwas genug sein könnte.

https://youtu.be/LdhYzXobHEk

Du hättest uns damals sehen sollen. Wir waren auf dem Weg zur Venus und flanierten leichtfüßig über die Milchstraße. Wir fühlten uns unbesiegbar, wandelten auf den Pfaden der ganz Großen und taten so, als könne uns nichts und niemand etwas anhaben. Es war eine glorreiche, wilde Zeit, in der uns das ganze Universum offenstand.

https://open.spotify.com/intl-de/track/63VDd4PRMwWDoUhxxbE6ND

Doch während die Jahre unaufhaltsam verstreichen, gräbt die Realität ihre Krallen in die Seele und raubt einem leise die Hoffnung und die Würde. Irgendwann bleiben von all dem Licht nur noch blasse Schatten an der Wand zurück. In solchen Momenten ist es wichtig, sich daran zu erinnern, wer man im Kern ist und welch weiten, stolzen Weg man bereits zurückgelegt hat. Zeige der Welt niemals, wie du fällst.

https://music.apple.com/us/song/walking-on-the-milky-way/714787342

https://link.deezer.com/s/34Dn8HyugUWcUPb2Zlh57

Heute glaube ich nicht mehr an Wunder oder die eine, absolute Wahrheit. Und ich glaube nicht, dass irgendetwas die unschuldige Magie der Jugend je wieder zum Leben erwecken kann. Aber damals … Da hättest du uns wirklich sehen sollen, als wir auf dem Weg zur Venus waren.

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🎶 Ein einzelnes langes Haar.

Was in jener Nacht wirklich geschah, wird kaum jemand je nachvollziehen können, denn mir selbst fehlt die Erinnerung an all die Orte, an denen ich zuvor gewesen bin. Sicher ist nur, dass sich die Ereignisse plötzlich überschlugen. Dabei waren meine Absichten völlig ehrlich und für einen echten Rausch war ich innerlich ohnehin viel zu aufgewühlt. Du hast nur verlegen in dich hineingekichert. Wir trafen uns an einem Ort, der dir eigentlich zuwider war. Da du jedoch bemerktest, dass ich gar nicht so übel aussah, schlug ich vor, den Abend bei mir zu Hause mit ein paar Drinks fortzusetzen.

Inzwischen ist die Nacht vorbei und der Tag angebrochen. Dass ich mich bei dir melden darf, hast du beim Abschied nicht erwähnt und ich war zu feige, um dich danach zu fragen. Als einziger Beweis dafür, dass unsere Begegnung real war, dass es dich wirklich gibt und du womöglich etwas für mich empfindest, bleiben mir nur zwei greifbare Spuren in meiner Wohnung: ein einzelnes langes Haar und der vertiefte Abdruck deines Kopfes auf meinem Kissen.

https://youtu.be/NILy0-IUxxE
https://open.spotify.com/intl-de/track/0oq2R8khrQZF7IeQiAMJoZ

https://music.apple.com/de/song/alles-was-blieb/1440927461

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📅❓ One-Dune-Stand

Am Strand von Tanga
In der glühend heißen Sonne liegen sie narkotisiert
Am Rand der Wüste
Der Sand ist weiß
Kein Schatten weit und breit, die Cola kocht
Man liegt im eignen Schweiß

Die Luft vibriert
Die Sonne sticht in helle Haut und nicht geschieht
Nur ein Gefühl wird gestaut
Der Wind ist still
Der Himmel endlos blau, die Leiber rot gebrannt
Liegt man im Sand

Der Horizont rückt näher
Und was keiner weiß
Jeder denkt das Eine
Doch dafür ist’s zu heiß

Sex
Sex in der Wüste

~ Songwriter: Annette Humpe / Hans Joachim Behrendt / Ulrich Deuker / Frank-juergen Krueger | Songtext von Sex in der Wüste von IDEAL | https://youtu.be/Zq1cwy3IrSo | https://open.spotify.com/intl-de/track/3GYDIIxn5AmZZMwFPSLMXX?si=1e9e662d21f64a8e

Wangerooger Dünen | als junger Erwachsener | mit meiner damaligen, langjährigen Liebsten | schön war es | Ich weiß nicht, ob niemand hingeschaut hat; außerhalb der Düne war jedenfalls weniger Verkehr …

Wer öffentlich sexuelle Handlungen vornimmt und dadurch absichtlich oder wissentlich ein Ärgernis erregt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in § 183 mit Strafe bedroht ist.

~ Strafgesetzbuch (StGB) | § 183a Erregung öffentlichen Ärgernisses [Verjährungsfrist: 3 Jahre]

Ob es mutig war?
Mut ist eine Geisteshaltung, bei der Handlungen in einer gefährlichen, kritischen oder waghalsigen Situation energisch und furchtlos ausgeführt werden oder ein Gemütszustand, in dem neue Aufgaben mit Zuversicht begonnen oder fortgeführt werden.
Ich glaube schon …

Tägliche Schreibanregung
Was war das Mutigste, das du je getan hast, als niemand hingeschaut hat?

What’s the bravest thing you’ve ever done when no one was watching?  |  Was war das Mutigste, was du je getan hast, als niemand zugesehen hat?

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📅❓ Augenstern

Mir fällt kein selbst erlebter Zufall ein, der mir bis heute in Erinnerung geblieben wäre. Es gab viele alltägliche Zufälle, bei denen ich kurz innehielt, schmunzelte oder den Kopf schüttelte. Sie ergeben jedoch keine Geschichte.

Eine gelesene Geschichte ist mir jedoch bis heute gegenwärtig.

Anfang der 1970er Jahre schrieb Ursula Lebert für die Frauenzeitschrift „Brigitte” eine Artikelserie, für die sie jung verheiratete Paare in der ganzen Bundesrepublik besuchte und interviewte.

Etwa 30 Jahre später besuchte ihr Sohn, der Journalist Stephan Lebert, diese Paare erneut, um sie zu interviewen. Er wollte wissen, was aus ihnen geworden war.

Zusammen mit seiner Mutter veröffentlichte er 2002 das Buch „Du bist mein Augenstern. Was die Zeit aus Ehen macht“.

Die Leser:innen erfahren darin, welche Paare auch nach über 30 Jahren noch zusammen waren, welche geschieden sind und wer diese Zeit nicht überlebt hat.

Ein lesenswertes Buch. Leider besitze ich es nicht mehr und kann die folgende Lebensgeschichte nur ungefähr aus meiner Erinnerung heraus kurz nacherzählen:

Ich meine, eines der besuchten Paare hätte von einem Erlebnis eines ihrer Väter berichtet:

In den Nachkriegswirren hatte der Vater seine große Liebe verloren. Er hatte erfolglos nach ihr gesucht und dann in Westdeutschland eine Familie mit einer anderen Frau gegründet: Sie hatten sich verliebt, verlobt, geheiratet, Kinder bekommen und ein Haus gebaut.

Eines Tages in den 1990er Jahren fuhr der über 70-Jährige wie immer mit der Straßenbahn und erkannte seine große Liebe von damals als Mitfahrerin. Er sprach sie an, sie erkannten sich und erzählten sich gegenseitig ihr Leben. Sie war in der ehemaligen DDR bis 1989 „eingemauert” gewesen und war danach in den Westen übergesiedelt. Zuhause angekommen, packte er seine Koffer, ließ sein Leben der letzten 50 Jahre hinter sich und zog mit ihr zusammen.

Falls eine Leserin oder ein Leser dieses Buch besitzt, würde ich mich freuen, wenn sie oder er mir die entsprechenden Seiten als Fotos zuschicken könnte. Dann könnte ich die Geschichte genauer nacherzählen.

Tägliche Schreibanregung
Was war der seltsamste Zufall, den du je erlebt hast?

What’s the weirdest coincidence you’ve ever experienced?  |  Was war der seltsamste Zufall, den du je erlebt hast?

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📅❓ 21 Millionen

Das Bild der „besseren Hälfte“ hat unter anderem einen poetischen Ursprung: Es geht auf den antiken Philosophen Platon und seinen „Mythos der Kugelmenschen“ zurück. Demnach waren Menschen ursprünglich kugelförmige Wesen mit vier Armen, vier Beinen und zwei Gesichtern. Von den Göttern wurden sie zur Strafe in zwei Hälften geteilt. Seitdem sucht jeder Mensch ein Leben lang nach seiner „anderen Hälfte“, um wieder vollkommen zu sein.

Ich mag diese Redewendung überhaupt nicht und verwende ihn auch nicht. Zu oft habe ich ihn mit einem Unterton gehört, der das Gegenteil des Ausdrucks vermittelte.

Auch scheint mir die heutige Schreibanregung aus einem weiteren Grund aus der Zeit gefallen zu sein: In Deutschland leben aktuell über 21 Millionen Erwachsene nicht in einer festen Beziehung. 16,7 Millionen Menschen leben allein in einem Haushalt, das sind 34,4 % aller Privathaushalte in Deutschland. Damit ist der Einpersonenhaushalt hierzulande die häufigste Haushaltsform.

Meine ehemalige Partnerin und mich verband die Sorge vor den unkalkulierbaren Folgen der Atomspaltung, sowohl der friedlichen als auch der militärischen. Wir waren Teil eines lokalen Friedensgrüppchens. Im Anschluss an unsere wöchentlichen Treffen führten wir über mehrere Wochen hinweg lange Gespräche zu zweit. Bei unserer ersten gemeinsamen Teilnahme an einer großen, überörtlichen Demonstration kamen wir uns so nah, dass wir fortan gemeinsam durchs Leben gegangen waren.

Tägliche Schreibanregung
Wie hast du deine bessere Hälfte kennengelernt?

How did you meet your significant other?  |  Wie hast du deinen Partner kennengelernt?

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📅❓ Wissen, Wollen, Tun

In einem Lernbrief meiner damaligen Fortbildung wurde Johann Wolfgang von Goethe mit den Worten zitiert: „Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.“

Dieses Zitat kam mir sofort in den Sinn, als ich die heutige Schreibanregung las.

Erworbenes Wissen, das nie angewendet wird, verflüchtigt sich mit der Zeit. Es verschwindet jedoch nie vollständig. Wenn ich nach Jahren oder Jahrzehnten auf einmal auf gelerntes Wissen zurückgreifen möchte, kommt die Erinnerung allmählich wieder an die Oberfläche, und das einmal erworbene Wissen kann viel leichter wieder abgerufen werden. Der erste Teil des Zitats ist aber auch eine Mahnung, kein Wissen anzuhäufen, von dem ich weiß, dass ich es nie anwenden werde.

Für mich hat der zweite Teil des Zitats eine größere Bedeutung, da ich mich schwer tue, vom Denken ins Handeln zu kommen. In wichtigen Momenten meines Lebens, in denen ich mit mir hadere, etwas zu tun, denke ich an dieses Zitat – und es hilft mir, mein Wollen in die Tat umzusetzen.

Tägliche Schreibanregung
Was ist der beste Rat, den du je bekommen hast?

What’s the best piece of advice you’ve ever received?  |  Was war der beste Rat, den du je bekommen hast?

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