📅❓ Wollen – Tun – Wissen – Anwenden

In einem Lernbrief meiner Fortbildung wurde Johann Wolfgang von Goethe mit den Worten zitiert: „Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.“

Dieses Zitat kam mir sofort in den Sinn, als ich den heutigen Daily Prompt las. Nach diesem Zitat lebe ich zwar nicht, aber ich denke oft an es.

Erworbenes Wissen, das nie angewendet wird, verflüchtigt sich mit der Zeit. Es verschwindet jedoch nie vollständig. Wenn ich nach Jahren oder Jahrzehnten auf einmal auf gelerntes Wissen zurückgreifen möchte, kommt die Erinnerung allmählich wieder an die Oberfläche bzw. das einmal erworbene Wissen kann viel leichter wieder erneuert werden.

Für mich hat der erste Teil des Zitats die größere Bedeutung, da ich mich schwer tue, vom Denken ins Handeln zu kommen. In wichtigen Momenten meines Lebens, in denen ich mit mir hadere, etwas zu tun, denke ich an dieses Zitat, und es hilft mir, mein Wollen in die Tat umzusetzen.

PS: Ich habe die Quelle dieses Zitats überprüft. ChatGPT erklärte mir im Brustton der Überzeugung, dass dieses Zitat nicht von Goethe stamme, da es keinen verlässlichen Beleg dafür in seinen Werken gebe, und ordnete es einem französischen Schriftsteller zu. Dagegen fanden IONOS, Le Chat und Gemini die korrekten Stellen. Ich nehme gerne Quellenkritik entgegen.

Täglicher Schreibanreiz
Gibt es ein Zitat, nach dem du dein Leben lebst oder an das du oft denkst?

Do you have a quote you live your life by or think of often?  |  Hast du ein Zitat, nach dem du dein Leben richtest oder an das du oft denkst?

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💬 „Die Welt wird von einer Handvoll Tyrannen verwüstet“

Die Kriegsherren tun so, als wüssten sie nicht, dass es nur einen Augenblick dauert, etwas zu zerstören, doch oft reicht ein ganzes Leben nicht aus, um es wieder aufzubauen. Sie verschließen die Augen vor der Tatsache, dass Milliarden von Dollar für Tötung und Zerstörung ausgegeben werden, während die für Heilung, Bildung und Wiederaufbau benötigten Ressourcen nirgends zu finden sind.

~ Papst Leo XIV., 16.04.2026, Kathedrale St. Joseph (Bamenda), Friedensbegegnung mit der Gemeinde Bamenda, https://www.vatican.va/content/leo-xiv/en/speeches/2026/april/documents/20260416-camerun-incontro-pace.html

Diejenigen, die eurem Land seine Ressourcen rauben, investieren in der Regel einen Großteil des Gewinns in Waffen und perpetuieren so einen endlosen Kreislauf aus Destabilisierung und Tod. Es ist eine auf den Kopf gestellte Welt, eine Ausbeutung der Schöpfung Gottes, die von jedem ehrlichen Gewissen angeprangert und abgelehnt werden muss. Wir müssen einen entschiedenen Kurswechsel vollziehen – eine echte Umkehr –, der uns in die entgegengesetzte Richtung führt, auf einen nachhaltigen Weg, reich an menschlicher Brüderlichkeit.

~ Papst Leo XIV., 16.04.2026, Kathedrale St. Joseph (Bamenda), Friedensbegegnung mit der Gemeinde Bamenda, https://www.vatican.va/content/leo-xiv/en/speeches/2026/april/documents/20260416-camerun-incontro-pace.html

Die Welt wird von einer Handvoll Tyrannen verwüstet, doch sie wird von einer Vielzahl unterstützender Brüder und Schwestern zusammengehalten! Sie sind die Nachkommen Abrahams, so zahlreich wie die Sterne am Himmel und die Sandkörner am Meeresufer. Lasst uns einander in die Augen schauen: Wir sind dieses immense Volk! Frieden ist nichts, was wir erfinden müssen: Er ist etwas, das wir annehmen müssen, indem wir unseren Nächsten als unseren Bruder und als unsere Schwester annehmen. Wir suchen uns unsere Brüder und Schwestern nicht aus: Wir müssen einander einfach annehmen! Wir sind eine Familie, die dasselbe Zuhause bewohnt: diesen wunderbaren Planeten, den alte Kulturen über Jahrtausende hinweg gepflegt haben.

~ Papst Leo XIV., 16.04.2026, Kathedrale St. Joseph (Bamenda), Friedensbegegnung mit der Gemeinde Bamenda, https://www.vatican.va/content/leo-xiv/en/speeches/2026/april/documents/20260416-camerun-incontro-pace.html

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Osterbotschaft

Die frohe Botschaft von Ostern ist nicht, dass wir eine neue Welt finden, sondern dass wir die alte Welt mit neuen Augen sehen lernen. Wir erfahren, dass das Dunkel zwar mächtig scheint, aber am Ende dem Licht weichen muss. In dieser Hoffnung können wir heute mutig vorangehen und für das Gute einstehen.

  • nach Martin Luther King Jr., Osterbotschaften

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Reminder: Auslandsaufenthalte sind seit 1.1.26 genehmigungspflichtig.

Gemäß § 3 des Wehrpflichtgesetzes (WPflG) müssen Männer im Alter von 17 bis 45 Jahren seit dem 1. Januar 2026 eine Genehmigung einholen, wenn sie sich länger als drei Monate im Ausland aufhalten wollen. Diese durch das Wehrdienst-Modernisierungsgesetz reaktivierte Pflicht gilt nun auch außerhalb eines Spannungs- oder Verteidigungsfalls, um eine lückenlose Wehrerfassung zu gewährleisten. Der Antrag muss rechtzeitig beim zuständigen Karrierecenter der Bundeswehr gestellt werden. In Friedenszeiten wird die Genehmigung in der Regel problemlos erteilt. Ziel der Regelung ist es, den Aufenthaltsort potenzieller Wehrpflichtiger für die neu eingeführte verpflichtende Musterung (ab Jahrgang 2008) sowie für Krisenfälle festzustellen. Ein Verstoß gegen diese Meldepflicht kann als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.

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💬 Die Revolte der Kupfermünzen. Warum Kleingeld die letzte Bastion gegen totale Beschleunigung ist.

» […] Mit Transaktionen vermittels Bargeldes entstehen Pausen im rigiden konsumistischen Betriebsablauf, die sinnlos und quälend wirken mögen, in Wahrheit aber eine Bastion des Widerstands gegen die Alleinherrschaft der Akzeleration [Beschleunigung] bilden.

Die Dame, die an der Supermarktkasse ihr Portemonnaie aus der Tasche zieht und in aller Seelenruhe darin herumkramt, um den exakten Betrag in kleinstmöglichen Münzen zu bezahlen, sie ist eine Widerstandskämpferin.

Der Herr im Imbiss, dessentwegen die Bedienung genervt aufschnaubt, weil er seine Ramennudeln mit einem 100-Euro-Schein bezahlt, auch er leistet Widerstand. […] «

  • Jörg Scheller in „Konsumkritik: Bargeld“ aus PSYCHOLOGIE HEUTE 04/2026, Seite 7

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Wirklich? So wollten wir das?

» […] Denke ich an Deutschland, denke ich an ein Land, das zwei Weltkriege angefangen hat. Denke ich, deutsche Waffen, deutsches Geld morden mit in aller Welt. Denke ich an ein Land, das seine Klassenunterschiede in den letzten Jahrzehnten zementiert hat. Denke ich an ein Land, das viel die Moral im Mund führt und zum Beispiel beim Klimaschutz wenig vorangeht, viel weniger, als wir uns leisten könnten. […] Ich war in fast jeder Stadt. Mich irgendwo hinzusetzen, ein bisschen Atmosphäre einzufangen, ein paar Notizen zu machen. Ein Gedanke, der sich immer wieder auftut, ist, so wollten wir das? Dafür haben wir jetzt irgendwie die Ressourcen der Welt ausgebeutet, damit hier jetzt so eine planierte Betonfläche ist und die Leute mit unglücklichem Gesicht dahin schlurfen und Waren kaufen, die sie nicht brauchen. Das ist jetzt die Fußgängerzone von so und so. Wirklich? So wollten wir das? […] Darf ich mir noch mehr Sachen für Deutschland wünschen? Ich wünsche mir mehr soziale Durchlässigkeit. Ich wünsche mir, dass die Bildungschancen weniger abhängen vom Reichtum und akademischen Bildungsgrad des Elternhauses. Ich wünsche mir, dass wir vorankommen im Klimaschutz, dass wir unsere heilige Kuh, das Auto nach und nach aus den Innenstädten verbannen, denn das werden bessere Städte für alle. Ich wünsche mir, dass wir die Artenvielfalt erhalten können, dass wir unsere Wälder schützen und unsere Moore und ja, viel. […] «

~ Dota Kehr, Denk ich an Deutschland: die Musikerin Dota Kehr, 02.07.2023, https://www.deutschlandfunk.de/denk-ich-an-deutschland-dota-kehr-dlf-bc5880f5-100.html

Die 1979 in West-Berlin geborene Musikerin Dota Kehr ist bekannt für ihre philosophisch-poetischen Songtexte. Sie engagiert sich für die Rechte von Künstlerinnen und Künstlern sowie gegen gesellschaftliche Hetze und Ausgrenzung. In ihren Überlegungen zu Deutschland äußert sie kritische Ansichten über die Vergangenheit des Landes, den Nationalismus und die in den letzten Jahrzehnten zementierten sozialen Ungleichheiten. Kehr wünscht sich eine gerechtere Gesellschaft, die soziale Durchlässigkeit fördert, den Klimaschutz ernst nimmt und in der der öffentlich-rechtliche Rundfunk eine entscheidende Rolle für die Demokratie spielt. Ihre Musik und ihre Konzerte ziehen eine treue Fangemeinde an, die ihre Botschaften schätzt und unterstützt.

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dummdreiste Wichtigtuerei

» […] Die alte Welt mit ihren Gewissheiten ist zumindest in der westlichen Hemisphäre nicht mehr existent, und dennoch sitzen Experten, die die Prognosen ihres Untergangs als böse Verschwörungstheorien in den Wind schlugen, wieder in den Sesseln ihrer korrupten Wichtigkeit. Ihre Expertise lässt sich durchaus auf das ungeheure Ausmaß ihrer Impertinenz zurückführen. Oder welcher Mensch, der noch halbwegs bei Verstand ist und durch seine Erziehung ein Maß an Redlichkeit mitbringt, käme auf die Idee, sich als außenpolitischer Experte titulieren zu lassen, der nie ein Amt in diesem Bereich hatte, der nie in anderen Ländern gelebt hätte und der internationale Organisationen nur vom Namen kennt? Genau. Niemand. Aber von dieser Sorte wimmelt es in einer weltfremden, aber gerade darin professionalisierten Medienwelt. Und dieses Phänomen ist seit Corona bestens bekannt. Auch da spielte sich so manche Schlunze als Epidemiologe auf. Und bei den „Kennern“ Russlands ist es ähnlich. Sie kennen weder die jüngere Geschichte des Landes noch dessen kulturelle Vielfalt und die aus beidem abzuleitenden Interessen. […] «

~ Dr. Gerhard Mersmann, Profis im fundamentalen Irrtum, 18.01.2026, Web: https://form-7.com/2026/01/18/profis-im-fundamentalen-irrtum/ Reader: https://wordpress.com/reader/blogs/45925583/posts/15031

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Missbrauch, Gefahr, Niedertracht, Trivialität, ohne Relevanz

» […] Wenn du die Summe dessen, was da die Schlagzeilen füllt im Sinn hast, dann ja. Jedes Detail hingegen ist so absurd, dass der Aufwand der Aufregung nicht lohnt. Alles ist Missbrauch, Gefahr und Niedertracht. Andererseits ist alles auch trivial und nicht durchdacht. Hör sie dir an, wie sie sich aufbrezeln. Zu Themen ohne Relevanz. Egal, was du nimmst, es ist absurd.

Da will ein Tik-Tok-Model aus dem Ruhrgebiet raus, weil da nichts los ist und der Fußballer, der das Geld nach Hause bringt, nimmt das noch ernst.

Da rebellieren die Menschen im Iran unter Lebensgefahr und ein Schah-Zögling gibt in Washington in einem Fünf-Sterne-Hotel eine Pressekonferenz und erteilt den Verzweifelten und Todesmutigen noch Ratschläge. Während es hier wiederum reicht, dass man als Experte gilt, wenn man nur in Teheran geboren ist. Oder in Kiew. Oder sonst wo.

Und hier wie in der EU kennt man nur noch Sanktionen. Gegen andere Länder und jetzt auch gegen Landsleute, weil sie eine andere Meinung vertreten als die kriegsgeile Meute.

Und jeden Tag gehen 1000 Arbeitsplätze verloren und 50 Betriebe melden Insolvenz an.

Und im Radio hörst du jeden Tag irgendeine Statistik, die alles aussagt, nur keine gesellschaftliche Relevanz besitzt.

Da wird ein Land militärisch angegriffen, das dortige Staatsoberhaupt und seine Frau entführt, in einem fremden Land vor Gericht gestellt, die Frau im Gesicht grün und blau, und irgendwelche Trümmerhirne mit einem politischen Mandat reden davon, dass die Lage zu komplex sei, als dass man dazu eine klare Position vertreten könne. Und hier gibt es genügend Weichhirne, die das auch noch gut finden. […] «

~ Dr. Gerhard Mersmann, Taubenzüchten, 11.01.2026, https://form-7.com/2026/01/11/taubenzuchten/

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Wer nicht kämpft hat schon verloren

» […] Es wäre und ist die Stunde, in der sich Europa nicht mehr als ein imperiales Bündnis unter amerikanischer Führung begreifen kann.

Europa muss nun kontinental denken!

120 Millionen Europäer sprechen Russisch, 100 Millionen Deutsch, 80 Millionen Französisch, 70 Millionen Englisch und Türkisch und 69 Millionen Italienisch.

Allein bei der Betrachtung dieser Zahlen wird deutlich, wie die Macht auf diesem Kontinent mit der Dominanz des Englischen verteilt ist und wie eine Politik auszusehen hätte, wenn sich der europäische Kontinent als globales Subjekt begreifen würde.

Die Herausforderung ist groß.

Ein kontinental denkendes Europa, das sich auf gemeinsame Interessen einigen muss und das gemeinsame Interesse über die jeweilige nationale Befindlichkeit stellt, braucht neues Personal und eine neue Organisationsform.

Das wäre die Strategie, die etwas mitbrächte von Selbsterhaltung und Selbstachtung. […] «

~ Dr. Gerhard Mersmann, Rauchende Colts, 08.01.2026, https://form-7.com/2026/01/08/rauchende-colts/

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Faustrecht

» […] Internationales Recht ist das Recht der stärksten Nation, seine eigenen Rechtsgrundsätze allen anderen Ländern aufzuzwingen.

Das steht zwar so nicht in der UN-Charta, beschreibt aber faktisch den Zustand der Welt seit Donald Trumps „Coup”.

Wie hatte sich die westliche Welt ereifert, als Ayatollah Khomeini eine „Fatwa“, einen Tötungsbefehl, gegen Salman Rushdie aussprach und damit iranische Moralvorstellungen weltweit durchzusetzen versuchte!

Nun ließ ein US-Präsident ein ausländisches Staatsoberhaupt kidnappen und vor Gericht stellen, wo es nach US-Recht abgeurteilt werden soll.

Wenn dies geschehen kann — und es sieht danach aus, als ob Trump damit durchkäme —, ist niemand auf der Welt mehr sicher — nirgendwo.

Und genau dieser Effekt könnte beabsichtigt sein.

Das internationale Faustrecht liegt im Trend — schon die Tötung von Osama bin Laden ohne Prozess und die Beschlagnahmung russischer Vermögen in jüngster Zeit waren Willkürakte.

Und doch ergibt es keinen Sinn, diese Handlungsweise der USA als Tat eines verirrten Einzeltäters zu deuten.

Donald Trump spiegelt der Welt den Grad an Verkommenheit wider, den sie mittlerweile erreicht hat. […] «

~ Charles Eisenstein, Ein böses Omen, 08.01.2026, https://www.manova.news/artikel/ein-boses-omen

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