🎙 Falsche Entschuldigungen und ihre Auswirkungen.

In der Podcastfolge „Entschuldigen oder rechtfertigen? Warum wir uns oft falsch entschuldigen“ von Lukas Klaschinski und Stefanie Stahl diskutiert das Thema Entschuldigung und die damit verbundenen Herausforderungen. Die beiden Psychologen sprechen darüber, wie wichtig eine aufrichtige Entschuldigung ist und welche psychologischen Faktoren dabei eine Rolle spielen.


Podcastfolge „Entschuldigen oder rechtfertigen? Warum wir uns oft falsch entschuldigen“ vom 26.11.2025 aus dem RTL+-Podcast „So bin ich eben! Stefanie Stahls Psychologie-Podcast für alle „Normalgestörten“„.


Sie erklären, dass viele Menschen Schwierigkeiten damit haben, sich zu entschuldigen, da sie Angst vor Scham oder Ablehnung haben. Eine Entschuldigung, die mit Ausreden oder Rechtfertigungen verbunden ist, wird oft nicht ernst genommen. Eine echte Entschuldigung sollte daher aus drei Teilen bestehen: der Übernahme von Verantwortung, dem Ausdruck von Bedauern und der Bitte um Verzeihung.

Stahl und Klaschinski betonen, dass eine aufrichtige Entschuldigung nicht nur dem anderen, sondern auch dem Entschuldigenden hilft, da sie Schuldgefühle abbaut und das Selbstwertgefühl stärkt. Zudem diskutieren sie, wie Entschuldigungen in zwischenmenschlichen Beziehungen Vertrauen aufbauen und Konflikte lösen können.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass Entschuldigungen auch gesellschaftliche Konflikte entschärfen können, beispielsweise in politischen Auseinandersetzungen. Die Psychologen schließen mit der Idee, dass das Verständnis für die Schwierigkeiten anderer, sich zu entschuldigen, die eigene Reaktion auf solche Situationen verbessern kann.

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🐚 Schuldgefühle

Introvertierte neigen zu Schuldgefühlen. Wenn sie das Gefühl haben, einem anderen Menschen Umstände zu bereiten oder ihn falsch behandelt zu haben, leiden sie schnell unter einem schlechten Gewissen.

~ 92 Eigenschaften von Introvertierten, introvertiert.org, https://www.introvertiert.org/92-eigenschaften-von-introvertierten

Schuldgefühle bzw. ein schlechtes Gewissen begleiten mich mein ganzes Leben lang: Obwohl ich weiß, dass es völlig normal ist, jemanden um Hilfe zu bitten oder ein Hilfsangebot anzunehmen, habe ich dabei immer ein schlechtes Gewissen. Deshalb bitte ich nur um Hilfe oder nehme sie an, wenn es gar nicht anders geht. In diesem Moment kann ich mein schlechtes Gewissen bzw. das Schuldgefühl beiseiteschieben. Stattdessen zeigt sich große Dankbarkeit.

Nachhaltig prägen sich mir auch alle Situationen ein, in denen ich jemanden falsch behandelt, eine Grenze überschritten oder rücksichtslos war. Dabei weiß ich, dass es im Eifer des täglichen Lebens völlig normal ist, Menschen falsch zu behandeln. Dafür gibt es die Möglichkeit, sich zu entschuldigen und um Verzeihung zu bitten, was in der Regel auch angenommen wird. Manchmal können die Schuldgefühle oder das schlechte Gewissen jedoch so groß sein, dass ich dieser Person zukünftig aus dem Weg gehe.

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