🎙 „Du kannst von mir aus sterben gehen“: Die unsichtbaren Wunden emotionaler Misshandlung

In dieser Podcast-Folge spricht Michael Steinbrecher mit Lia über ihre schwierige Kindheit. Lia wuchs in einer wohlhabenden Familie auf. Ihre Mutter war emotional distanziert. Außerdem war sie manipulativ. Sie erhielt nie die Liebe, die sie sich wünschte, und musste oft um Anerkennung kämpfen. Ihre Mutter machte sie für viele Probleme verantwortlich und behandelte sie schlechter als ihre Geschwister.

Lia erzählt, dass sie schon in jungen Jahren oft traurig war und sich nicht geliebt fühlte. Sie musste viel im Haushalt helfen und hatte das Gefühl, dass ihre Leistungen die einzige Möglichkeit waren, um die Liebe ihrer Mutter zu gewinnen. Als sie 15 Jahre alt war, rief sie in ihrer Not das Jugendamt an, das ihr jedoch keine Hilfe gewährte.

Im Laufe der Jahre hat Lia viel über ihre Kindheit nachgedacht und eine Therapie begonnen, um ihre Erlebnisse zu verarbeiten. Sie hat gelernt, für sich selbst zu sorgen und Grenzen zu setzen. Heute hat sie ein besseres Verhältnis zu ihren Geschwistern und versucht, anderen zu helfen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Lia betont, dass die Verantwortung für ihre Heilung bei ihr selbst liegt und dass es wichtig ist, Frieden und Selbstbestimmung im Leben zu finden.


Aus der Podcastfolge „Manipuliert von meiner toxischen Mutter – Lia“ vom –27.07.2025– des SWR-Podcasts „Das wahre Leben„.


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🎙 Nackte Wahrheiten: Ein Gespräch über Scham, Schicksal und Lebensfreude.

In dieser Podcastfolge geht es um Maren Sicke-Houdeck. Die 62-Jährige lebt in einem FKK-Verein in Schwanewede und verbringt viel Zeit nackt. Sie erzählt, dass sie etwa 200 Tage im Jahr nackt ist und dass sich ihre Eltern in diesem Verein kennengelernt haben.

Maren berichtet, dass sie sich Sorgen machte, als sie ihren damaligen Ehemann traf, ob er das FKK-Leben akzeptieren würde. Zu ihrer Freude fand er es ebenfalls schön und sie bekamen zwei Kinder und bauten ein Haus. Tragischerweise erkrankte Maren an Brustkrebs. Während sie sich von der Operation erholte, erfuhr sie, dass ihr Mann gestorben war.

Nach dieser schweren Zeit begann Maren viel zu reisen und freut sich auf die Rente, um mehr Zeit für sich und ihre Hobbys, wie das Kochen, zu haben. Im Podcast „Eine Stunde reden“ teilt sie ihre Erfahrungen und Gedanken über das Leben, ihre Leidenschaft für das FKK und die Gemeinschaft, die sie dort gefunden hat.

Maren betont, dass das Leben im FKK-Verein für sie eine natürliche Lebensweise ist und die Gemeinschaft dort sehr wichtig ist. Sie spricht auch über Vorurteile, die Menschen gegenüber FKK haben, und wie wichtig es ist, offen und unbeschwert zu leben.


Aus der Podcastfolge „Sie lebt nackt“ vom –16.09.2025– des RB-Podcasts „Eine Stunde reden – Gespräche mit Unbekannten“ (Verfügbar bis -17.09.2027-).


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🎙 Ein Beutel voller Leben. Warum ein Stoma kein Grund ist, sich zu verstecken.

In diesem Podcast erzählt Florian Wonnenberg von seinem Leben mit einem Stoma, einem künstlichen Darmausgang, den er nach einer Operation im Jahr 2023 erhielt. Er spricht offen über die damit verbundenen Herausforderungen und betont, wie wichtig es ist, sich von dieser Situation nicht zurückziehen zu lassen.

Er erklärt, dass er durch seine Stomatherapeutin gelernt hat, dass es normal ist, ein Stoma zu haben, und dass viele Menschen damit leben. Er möchte anderen Menschen mit Stoma Mut machen und zeigen, dass das Leben trotz dieser Veränderung weitergeht.

Er beschreibt, wie der Beutel funktioniert, den er täglich wechselt, und dass es für ihn keine große Umstellung war, da er sein Leben weiterhin aktiv gestalten kann. Florian ist beim Technischen Hilfswerk (THW) tätig und engagiert sich dort, was ihm viel Freude bereitet.

Im Gespräch erwähnt er auch seine Zeit in London, seine Ausbildung zum Bäcker und seine aktuelle Tätigkeit als Zugbegleiter bei der Deutschen Bahn. Er reflektiert über seine Erfahrungen in verschiedenen Berufen und die Bedeutung von Gemeinschaft und Unterstützung in schwierigen Zeiten.

Florian schließt mit der Botschaft, dass man trotz gesundheitlicher Herausforderungen ein erfülltes Leben führen kann und dass es wichtig ist, offen über solche Themen zu sprechen.


Aus der Podcastfolge „Stoma: Gutes Leben trotz Beutel am Bauch“ vom –24.11.2025– des RB-Podcasts „Eine Stunde reden – Gespräche mit Unbekannten“ (Verfügbar bis -27.12.2027-).


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📅❓ Auf Messers Schneide.

Es ist der 3. Juni 2002, die Nacht in Pretoria war kalt. Das Gästehaus ist nicht beheizt. Tagsüber werden bei strahlendem Sonnenschein 25 Grad erreicht. Der Wecker klingelt, ich stehe auf und mir fröstelt es. Auch wegen der Aufregung. Heute werde ich den kleinen, dreijährigen, farbigen Waisenjungen kennenlernen, zu dem wir als Familie, als Eltern passen sollen. Außer uns wohnen noch vier andere Paare aus den Niederlanden, Belgien und Schweden im Gästehaus, die ebenfalls ihre Adoptivbabys oder Kleinkinder kennenlernen werden. Das nun vierte Frühstück in Südafrika ist das erste stille. Eine angespannte Stille. Alle sind aufgeregt.

Nach dem Frühstück werden wir von den Sozialpädagogen des christlichen Adoptivvermittlungsvereins in fünf Pkws abgeholt. Ein Paar fährt ins Krankenhaus, wo ein Baby auf sie wartet. Die anderen fahren eine Stunde von Pretoria entfernt in ein Kinderheim.

Unsere Sozialpädagogin Paula erzählt uns noch einmal den Ablauf und versucht, unser Lampenfieber zu beruhigen. Wir schweigen. Häuser, Hütten und Steppe ziehen an uns vorüber. Ich nehme das alles nur aus dem Augenwinkel wahr.

Nach ungefähr einer Stunde erreichen wir eine Wohngegend. Sie ist durch einen Zaun mit elektrischem Tor geschützt. Die Kriminalität lauert überall. Die Schere zwischen arm und reich ist zu groß. Wir dürfen einfahren. Wir halten vor einem großen Bungalow im Grünen.

Ich steige mit wackeligen Knien aus. Wir gehen eine Einfahrt hinunter. Wir klingeln. Wir werden erwartet. Das überrascht mich nicht. Die Begrüßung durch die Heimleitung ist sehr herzlich. Wir werden durch die Räume des Heims geführt. Speisesaal, Waschräume, Spielzimmer, Schlafzimmer und Küche. So stelle ich mir ein ideales Kinderheim vor.

Die Kinder im Kindergarten- und Vorschulalter spielen im großen, schattigen, grünen und umzäunten Garten, der an einem kleinen, plätschernden Bach liegt. Wir treten auf die Terrasse.

Sofort kommen vier kleine Kinder auf uns vier Paare zugerannt. Es gibt Verwechslungen. Unser Sohn erkennt uns sofort, zögert einen Augenblick, vergewissert sich kurz bei seiner Erzieherin und läuft dann los, um mir in die Arme zu springen.

Die Kinder sind genauso gut auf uns vorbereitet wie wir auf sie. „Mummy! Daddy!“ Sein Blick wandert von meinem Arm in den blauen Himmel, in dem gerade ein Flugzeug einen Kondensstreifen hinter sich herzieht. Sein Arm schnellt nach oben, der Zeigefinger zeigt Richtung Flugzeug. „An airplane to germany!“

Er krault meinen Bart. Minutenlang.

Vor drei Monaten sprach er nur seine südafrikanische Muttersprache. In dieser Zeit hat er Englisch sprechen gelernt, kindgerecht. Genauso schnell wird er Deutsch lernen. Ab August wird er in den Kindergarten gehen.

Wenn ich ihn anschaue, springen sein Strahlen, seine Unbefangenheit, seine Fröhlichkeit und seine Lebendigkeit auf mich über. Gänsehaut. Ich habe feuchte Augen.

Auf der Rückfahrt ins Gästehaus schläft er erschöpft auf dem Schoß seiner Adoptivmutter ein.

Der Adoptivvermittlungsverein hat ganze Arbeit geleistet. Die Familien und Kinder passen ausgesprochen gut zusammen. Alle haben sich bis heute gut entwickelt.

Damals konnte ich noch nicht ahnen, was diesem kleinen Menschen widerfahren ist und wie sehr ihn das bis heute belastet. Es hätte ihn fast aus der Bahn geworfen.

Er muss in seinen ersten drei Lebensjahren eine innige Bindung zu seiner Mutter gehabt haben. Das machte ihn so widerstandsfähig, dass er auf Messers Schneide tanzen konnte.

Tägliche Schreibanregung
Wenn du einen Tag aus deiner Vergangenheit noch einmal erleben könntest: Welcher wäre das – und warum?

If you could relive one day from your past, which day would it be and why?  |  Wenn du einen Tag aus deiner Vergangenheit noch einmal erleben könntest, welcher Tag wäre das und warum?

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🎙 Neustart wider Willen

Der Radiobeitrag „Veränderung meistern (4/4) – Offen für Neues bleiben“ thematisiert, wie Menschen mit Veränderungen in ihrem Leben umgehen und dabei offen für Neues bleiben können. Er erzählt die Geschichten von zwei Frauen, Ludmilla und Zubeda, die große Herausforderungen bewältigt haben.

Ludmilla hat sich als Landschaftsarchitektin selbstständig gemacht, nachdem sie den Mauerfall in der DDR erlebt hat. Zubeda kam aus Afghanistan nach Deutschland, um zu studieren. Aufgrund von Schwierigkeiten und Veränderungen in ihrer Lebenssituation musste Zubeda ihren ursprünglichen Plan jedoch aufgeben und eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsgehilfin beginnen.

Beide Frauen haben gelernt, flexibel zu sein und mit Rückschlägen umzugehen. Sie betonen die Bedeutung von Unterstützung durch Familie und Freunde sowie das Gefühl von Heimat, das nicht unbedingt an einen bestimmten Ort gebunden ist. Im Artikel werden Wissenschaftler zitiert, die hervorheben, dass Resilienz – die Fähigkeit, sich von Rückschlägen zu erholen – und die Bereitschaft, sich auf Veränderungen einzulassen, entscheidend sind, um neue Herausforderungen erfolgreich zu meistern.

In der Sendung wird auch diskutiert, dass Veränderungen normal sind und dass es wichtig ist, sich anzupassen und neue Wege zu finden. Es wird betont, wie wichtig Zuhören und der Dialog zwischen Menschen aus verschiedenen Hintergründen sind, um gegenseitiges Verständnis und Akzeptanz zu fördern.

Insgesamt zeigt die Sendung, dass Veränderungen ein Teil des Lebens sind und dass man durch Offenheit, Unterstützung und die Bereitschaft, sich anzupassen, erfolgreich mit ihnen umgehen kann.


Podcastfolge „Veränderung meistern (4/4) – Offen für Neues bleiben“ vom –26.02.2026– aus dem Deutschlandfunk-Podcast „Systemfragen“.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/03/19/veraenderung_meistern_44_offen_fuer_neues_bleiben_dlf_20260319_2010_b805223b.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunk.de/veraenderung-meistern-4-4-offen-fuer-neues-bleiben-100.html

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📅❓ »Die Welt steht auf mit euch, und Anfang glänzt an allen Bruchstelln unseres Mißlingens…«

Die Antwort auf die heutige Schreibanregung, wie ich mit Unsicherheiten umgehe, ist spätestens seit 2019, eher seit dem 11. September 2001, eine existenzielle.

Der Kabarettist Georg Schramm machte ab ca. 2008 mit seiner Kunstfigur Lothar Dombrowski auf das Interview aufmerksam, das Warren Buffett am 26. November 2006 der New York Times gab und in dem er sagte: »There’s class warfare, all right, but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning.« [Es gibt zwar einen Klassenkampf, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die diesen Kampf führt – und wir gewinnen.]

In Deutschland begann dieser von oben geführte Klassenkampf mit dem Sturz Helmut Schmidts durch ein konstruktives Misstrauensvotum der Mehrheit des Deutschen Bundestags, durch das Helmut Kohl zum Bundeskanzler gewählt wurde. Seitdem findet eine Umverteilung von unten nach oben statt. Die von Willy Brandt eingeleitete Politik wurde zunichte gemacht, nämlich die Politik des Ausbaus des Sozialstaats, der Bildungsreform, der Stärkung der Arbeitnehmer:innen, der Familien, der Gleichberechtigung von Frauen und der gesellschaftlichen Liberalisierung, erst ganz langsam und verdeckt, dann immer schneller und unverhohlener.

Dass die Klasse der Nicht-Reichen vor diesem mittlerweile offenen Klassenkampf sitzt wie das Kaninchen vor der Schlange und viele dies noch nicht einmal sehen wollen oder können, verunsichert mich zutiefst.

Das Mundtotmachen von „Fridays for Future”, die Pandemie, das regelrechte Befeuern der Klimakatastrophe und die direkt und indirekt angezettelten aktuellen Kriege und Völkermorde, die Vorbereitungen für einen zukünftigen aktiven Krieg in wenigen Jahren mittels unvorstellbarer Schulden, mit denen die Umverteilung von unten nach oben ihren finalen Höhepunkt erreicht, sowie der gleichzeitig begonnene Abbau von Transferleistungen und Steuererleichterungen, beginnend bei den Ärmsten und Schwächsten, sind nur Symptome des von Warren Buffett vor 20 Jahren angekündigten Klassenkampfes.

Mit dieser elementaren Unsicherheit und anderen Unsicherheiten gehe ich aber relativ gelassen um:

Zunächst halte ich das unangenehme Gefühl der Unsicherheit bzw. der Ungewissheit einfach aus, indem ich mich durch Meditation und Atmung beruhige und die Dinge, die ich möglicherweise beeinflussen kann, von den Dingen, auf die ich keinen Einfluss habe, gedanklich trenne.

Anschließend beschaffe ich mir so viele Informationen wie möglich aus den unterschiedlichsten Quellen, gerne auch gegensätzliche, um mir daraus eine eigene Meinung und Strategie zu bilden.

Ich überlege, was ich als Nächstes tun oder unterlassen kann, und denke auch über einen Plan B als Workaround nach, für den Fall, dass Plan A nicht funktioniert.

Ich schätze das Risiko für mich ein und versuche, es zu minimieren. Risiken zu vermeiden ist unmöglich.

Ich überlege, wie ich das bedrohliche Gefühl der Unsicherheit als Chance, Abenteuer oder Lernprozess umdeuten kann.

Ich verdränge die Unsicherheit keinesfalls oder lenke mich ab. Auch tappe ich nicht in die Falle eines Kontrollzwangs. Entscheidungen treffe ich in unsicheren Zeiten ohne schuldhaftes Zögern sofort. Prokrastination kann tödlich sein.

Wenn ich ins Grübeln gerate, versuche ich, die Gedankenschleife zu durchbrechen und mich auf das Hier und Jetzt zu fokussieren.

Glaube und Spiritualität helfen mir dabei überhaupt nicht. Sie lähmen mich nur und verhindern, dass ich das Erforderliche unverzüglich tue, auch wenn es bitter ist.

In einer akut unsicheren Lage verliere ich dagegen meine Kreativität.

Aktuell sehe ich angesichts der Verheerungen in der Welt die Chance für persönliche Veränderungen.

Die Welt steht auf mit euch, und Anfang glänzt an allen Bruchstelln unseres Mißlingens …

Rainer Maria Rilke, titellos, Muzot im Oktober 1925

Tägliche Schreibanregung
Wie gehst du mit Unsicherheit um?

How do you deal with uncertainty?  |  Wie gehst du mit Unsicherheit um?

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🎙 Bürgergeld, Krankheit – und trotzdem glücklich? Eine gnadenlos ehrliche Lebensgeschichte.

Das Gespräch zeichnet das Porträt einer unkonventionellen, direkten und überaus resilienten Frau, die sich ihre Lebensfreude und eine große Hilfsbereitschaft bewahrt hat – trotz zahlreicher schwerer Schicksalsschläge.

Anja hat ein von Turbulenzen geprägtes Leben hinter sich. Sie erlebte eine schwierige Kindheit mit Gewalt, durchlitt zwei von häuslicher Gewalt und Überforderung geprägte Ehen und zog drei Kinder von drei verschiedenen Männern weitgehend allein groß. Hinzu kommen vergangene Phasen von Drogen- und Alkoholproblemen. Ein aktueller Schicksalsschlag ist der plötzliche Unfalltod des Halbbruders ihres ältesten Sohnes. Zudem leidet sie darunter, dass der Kontakt zu ihrer mittleren Tochter schmerzhaft abgerissen ist.

Aktuell kämpft Anja mit der Lungenkrankheit COPD und unerklärlichen, täglichen Schwindelanfällen, die sie humorvoll „Paul” nennt. Aufgrund dieser starken gesundheitlichen Beeinträchtigungen kann sie nicht mehr in ihrem erlernten Beruf als Friseurin oder in ihren späteren Jobs arbeiten und bezieht Bürgergeld.

Ihrem Spitznamen „Flummi” macht Anja alle Ehre. Sie kann kaum stillsitzen, hat einen enormen inneren Antrieb und ein großes Herz für andere. Obwohl sie selbst nur über sehr wenig Geld verfügt, engagiert sie sich ehrenamtlich. So holt sie beispielsweise gespendete Lebensmittel bei der Kirche ab und verteilt sie an Menschen, denen es noch schlechter geht als ihr.

Heute lebt Anja bewusst und glücklich allein. Sie hat mit romantischen Beziehungen abgeschlossen, da sie weiteren Stress und Enttäuschungen vermeiden möchte. Ruhe und Ausgleich findet sie in ihrem Kleingarten, bei den Spielen der lokalen Eishockeymannschaft und in ihrer großen Leidenschaft für den Drachen Tabaluga. Er symbolisiert für sie Freiheit, Stärke und die Fähigkeit, sich das „innere Kind“ zu bewahren.

Anjas Lebensgeschichte ist geprägt von extremen Höhen und Tiefen. Sie verstellt sich im Gespräch nicht, benennt eigene Fehltritte völlig offen und lässt sich nicht von gesellschaftlichen Normen verbiegen. Ihre Lebensphilosophie fasst sie am Ende selbst zusammen: „Immer ich selbst bleiben, anderen helfen und trotz allem das Lächeln und die Zuversicht niemals aufgeben.”


Aus der Podcastfolge „Trotz Schwindel aktiv“ vom –24.12.2025– des RB-Podcasts „Eine Stunde reden – Gespräche mit Unbekannten“ (Verfügbar bis -24.12.2027-).


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📅❓ Fügung

„Sich über etwas Sorgen machen“ bedeutet, dass man wegen einer bestimmten Sache Angst, Unruhe oder Bedenken hat.

Wenn ich mir Sorgen machen würde, würde ich mich gedanklich intensiv mit einer Situation beschäftigen und befürchten, dass etwas Schlechtes oder Unerwünschtes passieren könnte.

Nein, ich bin kein Sorgentyp. Zeigen sich jedoch Ängste, Unruhe oder Bedenken wegen einer bestimmten Sache, überprüfe ich, ob diese Sorgen berechtigt sind. Wenn sie berechtigt sind, suche ich nach Lösungen oder frage mich, was im schlimmsten Fall geschehen kann und wie hoch die Wahrscheinlichkeit dafür ist. Wenn es keine Lösung gibt, gibt es fast immer einen Workaround.

Ansonsten kann ich darauf vertrauen, dass sich alles fügt und einen Sinn ergibt, und ich erwarte getrost, was da kommen mag.

Deshalb kann ich die heutige Schreibanregung nicht beantworten.

Tägliche Schreibanregung
Worüber hast du dir früher Sorgen gemacht, aber heute nicht mehr?

What’s something you used to worry about but don’t anymore?  |  Was hat dir früher Sorgen bereitet, macht dir heute aber keine Sorgen mehr?

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🎙 Die Nacht, die alles veränderte.

In diesem Gespräch wird die erschütternde Geschichte von Sylvia erzählt, die mit ihrem Lebensgefährten Eckart in einem Haus lebte und eine Mitbewohnerin aufnahm. Die an einer Psychose erkrankte Frau begann sich merkwürdig zu verhalten und fühlte sich von Sylvia und Eckart bedroht.

Eines Nachts eskalierte die Situation: Die Mitbewohnerin stach Eckart mit einem Messer nieder und nahm Sylvia als Geisel. Sylvia gelang es, aus dieser gefährlichen Situation zu entkommen, als sie mit der Mitbewohnerin im Auto unterwegs war. Sie konnte schließlich Hilfe rufen und die Polizei alarmieren.

Im Gespräch geht es auch um Sylvias emotionale und psychologische Verarbeitung des Traumas sowie die Schwierigkeiten, die sie nach dem Vorfall hatte, einschließlich posttraumatischer Belastungsstörungen. Deutlich wird, dass sie noch immer mit den Erinnerungen an die Tragödie kämpft und wie sie versucht, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen, während sie gleichzeitig um Eckart trauert.

Insgesamt zeigt das Erlebte die Auswirkungen psychischer Erkrankungen und die damit einhergehenden, unvorhersehbaren Gefahren.


Aus der Podcastfolge „Mord im Wahn – die Psychose meiner Mitbewohnerin – Sylvia“ vom –30.09.2024– des SWR-Podcasts „Das wahre Leben„.


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🎙 Das späte Stichwort: Warum Lars sein Geheimnis erst ganz am Ende offenbarte.

In dieser Podcastfolge sprechen Mario Neumann und Lars Kollmann über persönliche Erfahrungen und Lebensfragen. Lars erzählt von seiner Kindheit in Ritterhude und von einer Explosion in einer Chemiefabrik, durch die viele Menschen obdachlos wurden. Er reflektiert über seine familiären Beziehungen, insbesondere zu seinem Vater, der eine zentrale Rolle in seinem Leben spielt. Lars spricht auch über seine berufliche Laufbahn als Speditionskaufmann und die Herausforderungen, die er während seiner Ausbildung bewältigen musste.

Ein zentrales Thema des Gesprächs sind die Schwierigkeiten in seinen früheren Beziehungen und wie äußere Einflüsse, beispielsweise die seiner Ex-Partnerin, die Beziehungen belasteten. Lars betont die Bedeutung von Kommunikation und Kompromissen in Partnerschaften. Zudem äußert er seine Ansichten über Glück, Zukunftspläne und die Notwendigkeit, sich in der Gesellschaft zu engagieren.

Zum Abschluss des Gesprächs teilt Lars seine Überlegungen zur Work-Life-Balance und betont die Bedeutung von Sport und sozialen Aktivitäten für ein erfülltes Leben. Insgesamt vermittelt der Artikel ein Bild von Lars‘ Lebensansichten, Erfahrungen und Werten.


Aus der Podcastfolge „Warum er seine Hirn-OP lange verschweigt“ vom –18.03.2026– des RB-Podcasts „Eine Stunde reden – Gespräche mit Unbekannten“ (Verfügbar bis -10.04.2028-).


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