📅❓ Menschheitsversagen.

Fast alles, was wir heute über die Erderwärmung wissen, war bereits 1979 bekannt.

Anders als bei der Stringtheorie oder der Gentechnik war der „Treibhauseffekt” – die Metapher stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert – längst ein historisch etabliertes Phänomen, das in jedem Biologielehrbuch beschrieben wurde.

Die zugrunde liegende Wissenschaft war nicht besonders kompliziert. Sie ließ sich auf ein schlichtes Axiom zurückführen: Je mehr CO₂ sich in der Atmosphäre befindet, desto wärmer wird der Planet. Und durch das Verbrennen von Kohle, Öl und Gas stießen die Menschen jedes Jahr immer größere Mengen Kohlendioxid in die Atmosphäre aus.

1859 entdeckte der irische Physiker John Tyndall die entscheidende Nebenwirkung des Treibhauseffekts: Da CO₂-Moleküle Hitze aufnehmen, können Veränderungen ihrer atmosphärischen Konzentration für Klimaveränderungen sorgen.

Dieses Forschungsergebnis inspirierte den schwedischen Chemiker Svante Arrhenius, der später den Nobelpreis erhalten sollte, im Jahr 1896 zu der Folgerung, dass die Verbrennung von Kohle und Petroleum zur massenhaften Energiegewinnung zu einer Erderwärmung führen könnte. Diese Erwärmung würde sich in einigen Jahrhunderten bemerkbar machen, vielleicht auch früher, wenn der Verbrauch fossiler Brennstoffe weiter zunehmen sollte.

Die Lektion aus „Losing Earth” von Nathaniel Rich, 2019: Die Klimakatastrophe, die wir jetzt erleben, hätte verhindert werden können. Vor dreißig Jahren gab es die Chance, den Planeten zu retten – doch sie wurde verspielt. Nathaniel Rich schildert in dieser dramatischen Reportage, wie es zu diesem globalen Versagen kam. Eine dramatische Reportage über ein Menschheitsversagen.

Veränderte Sichtweise: Wir sind am Arsch.

Tägliche Schreibanregung
Welche Lektion hast du in letzter Zeit gelernt, die deine Sichtweise verändert hat?

What’s a lesson you’ve learned recently that shifted your perspective?  |  Welche Erkenntnis hast du in letzter Zeit gewonnen, die deine Sichtweise verändert hat?

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🎙 „Glaube an dich selbst“ – die beeindruckende Geschichte der Gründerin von Ceymatics

Die 26-jährige Ceyla Karatas hat ihren Traum verwirklicht und ist Kosmetikerin geworden. Zunächst begann sie ein BWL-Studium, da dies den Wunsch ihrer Eltern war. Schnell merkte sie jedoch, dass dies nicht ihr Weg war. Ihr wahres Ziel war die Kosmetikbranche. Um ihre Ausbildung zu finanzieren, arbeitete sie bei Mercedes und erhielt ein Stipendium, da sie Jahrgangsbeste war.

Ceyla hat viel Druck erlebt, besonders während ihrer Meisterschule, die sie als die härteste Zeit ihres Lebens beschreibt. Dennoch ist sie stolz darauf, ihren eigenen Kosmetiksalon eröffnet zu haben und Menschen dabei zu helfen, selbstbewusster zu werden. Sie behandelt auch Kunden, die traumatische Erfahrungen gemacht haben und nicht mehr zu Kosmetikstudios gehen wollten.

Ceyla spricht offen über die Herausforderungen ihres Berufs und darüber, wie wichtig es ist, Kosmetik ernst zu nehmen. Sie hat auch festgestellt, dass immer mehr Männer zu ihr kommen, was sie sehr freut. Ihre Eltern haben akzeptiert, dass sie ihren eigenen Weg gehen möchte. Sie ermutigt andere, ihren Träumen zu folgen, egal, was die Gesellschaft erwartet.


Aus der Podcastfolge „Mutig, zielstrebig, ehrgeizig: So hat sie sich ihren Traum erfüllt“ vom –21.08.2024– des RB-Podcasts „Eine Stunde reden – Gespräche mit Unbekannten“ (Verfügbar bis -21.08.2026-).


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://rbprogressivedl-a.akamaihd.net/clips/141/141570/141570_00556081_audio_stereo.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.bremenzwei.de/audios/eine-stunde-reden-ceyla-karatas-100.html

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🎙 Der Winter verändert unseren Schlafbedarf und unseren Rhythmus.

Im Winter schlafen Menschen anders als im Sommer. Oft benötigen sie mehr Schlaf.

Der innere Tag-Nacht-Rhythmus verändert sich saisonal, was sich wiederum auf den Schlaf auswirkt.

Der sogenannte Winterschlaf von Tieren ist kein echter Schlaf, da sie während dieser Zeit regelmäßig aufwachen.

Der Begriff „Winterschlaf” ist daher irreführend.

Menschen haben im Winter eine längere biologische Nacht, was die Melatoninproduktion erhöht.

Studien zeigen, dass Menschen im Winter bis zu 30 Minuten länger schlafen, besonders am Wochenende.

Der REM-Schlaf nimmt im Winter zu, während die Gesamtschlafzusammensetzung stabil bleibt.

Für die Schlafqualität sind Tageslicht und körperliche Aktivität entscheidend, doch beides ist im Winter oft eingeschränkt.

Winterdepressionen können sich negativ auf den Schlaf auswirken.

Tipps zur Verbesserung des Schlafs im Winter: – Tageslicht nutzen

– Bewegung einbauen

– Schlaf priorisieren

Schlafmasken können helfen, den Schlaf in hellen Umgebungen, wie beispielsweise in Hostels, zu verbessern.


Podcastfolge „Winter – Brauchen wir mehr Schlaf?“ vom –30.12.2025– aus dem Deutschlandfunk-Nova-Podcast „Über Schlafen“.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2025/12/30/deutschlandfunknova_winter_brauchen_wir_mehr_20251230_0e3f4090.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/winterzeit-brauchen-wir-mehr-schlaf-2

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🎙 Ursachen und Auswirkungen von Schlafprokrastination analysiert.

In der Podcastfolge wird das Phänomen der Schlafprokrastination behandelt.

Dabei verschieben Menschen den Zeitpunkt des Schlafengehens absichtlich, indem sie beispielsweise Serien schauen oder in den sozialen Medien scrollen. Es wird diskutiert, dass vor allem jüngere Menschen und Personen mit extrovertierten Persönlichkeitsmerkmalen dazu neigen, während gewissenhafte Personen weniger betroffen sind.

Ebenfalls erwähnt wird der Begriff „Rache-Prokrastination“, der beschreibt, wie Menschen nach einem fremdbestimmten Tag abends Zeit für sich selbst einfordern möchten. Die Folgen von Schlafprokrastination sind vielfältig und reichen von Müdigkeit bis hin zu verminderter Leistungsfähigkeit.

Es wird betont, dass zu wenig Schlaf langfristig negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann.

Abschließend werden Strategien vorgeschlagen, um Schlafprokrastination zu reduzieren, darunter Selbstbeobachtung und die Erstellung konkreter Pläne für den Abend.


Podcastfolge „Nur noch eine Folge/Immer zu spät ins Bett – Was Schlaf-Prokrastination mit uns macht“ vom –10.06.2025– aus dem Deutschlandfunk-Nova-Podcast „Über Schlafen“.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2025/06/10/deutschlandfunknova_nur_noch_eine_folge_was_20250610_caa0107f.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/immer-zu-spaet-ins-bett-was-schlaf-prokrastination-mit-uns-macht

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🎙 Stockholm-Syndrom: Die Beziehung zwischen Geisel und Entführer.

In ihrem Vortrag behandelt Juliane Hornung die Entstehung und die gesellschaftlichen Implikationen des Stockholm-Syndroms, das in den 1970er Jahren erstmals als psychiatrisches Krankheitsbild beschrieben wurde.

Sie beschreibt, wie Geiseln emotional eine Beziehung zu ihren Entführern aufbauen können. Während dies in der Vergangenheit nicht als abnormal galt, wurde es in den 1970er Jahren, insbesondere im Kontext von Geschlechterrollen und Terrorismus, als problematisch angesehen.

Hornung argumentiert, dass die Diagnose des Stockholm-Syndroms mehr über die gesellschaftlichen Normen und Erwartungen der jeweiligen Zeit aussagt als über den Geisteszustand der Geiseln selbst. Der Vortrag beleuchtet auch, wie Medien und Geschlechterdiskurse die Wahrnehmung von Entführungsopfern beeinflussen und dass diese Dynamiken sowohl im 19. als auch im 20. Jahrhundert bestehen blieben.

Abschließend hebt Hornung die Bedeutung der emotionalen Abhängigkeit zwischen Geisel und Entführer hervor, die in der historischen Analyse von Entführungen eine zentrale Rolle spielt.


Podcastfolge „Entführer und Geisel – Wie das Stockholm Syndrom erfunden wurde“ vom –01.05.2026– aus dem Deutschlandfunk-Nova-Podcast „Hörsaal„.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/05/01/deutschlandfunknova_entfuehrer_und_geisel_wie_20260501_92f98d24.mp3

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🎙 Die Adoption verändert das Leben von Bartosz und seiner Frau.

Bartosz Przybylek und seine Frau hatten lange versucht, ein Kind zu bekommen, und sich schließlich für eine Adoption entschieden, nachdem mehrere medizinische Behandlungen gescheitert waren.

Nach einem intensiven Bewerbungsprozess erhielten sie überraschend einen Anruf, in dem ihnen mitgeteilt wurde, dass sie einen drei Tage alten Säugling kennenlernen sollten. Die Vorbereitungen für die Ankunft des Kindes waren hektisch, doch Bartosz fühlte sich sofort mit dem Neugeborenen verbunden.

Im Gespräch reflektiert Bartosz über die Herausforderungen und Freuden der Elternschaft sowie die Balance zwischen Arbeit und Familie. Er hatte seine Online-Shops verkauft, um mehr Zeit für seinen Sohn zu haben.

In dieser Podcastfolge gewährt er Einblicke in seine Erfahrungen als frischgebackener Adoptivvater und die emotionale Reise, die er und seine Frau durchlebt haben.


Aus der Podcastfolge „Plötzlich Adoptivvater“ vom –15.04.2026– des RB-Podcasts „Eine Stunde reden – Gespräche mit Unbekannten“ (Verfügbar bis -14.04.2028-).


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://rbprogressivedl-a.akamaihd.net/clips/zt/welt/3d/3Dj89WJhxB/3Dj89WJhxB_audio_128k_stereo.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.bremenzwei.de/audios/eine-stunde-reden-bartosz-przybylek-100.html

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🐚 Gesellig auf meine Art: Warum Introversion nichts mit Unnahbarkeit zu tun hat.

Introvertierte wirken unsozial, weil sie gern Zeit allein verbringen, anstatt unter Leute zu gehen.

~ 92 Eigenschaften von Introvertierten, introvertiert.org, https://www.introvertiert.org/92-eigenschaften-von-introvertierten

Ich habe nie das Feedback bekommen, dass ich unsozial sei oder wirke. Im Gegenteil.

Grundsätzlich bin ich ein geselliger Mensch. Das habe ich bereits in der Kindheit verinnerlicht, weil meine Eltern und meine Umwelt mir signalisiert haben, dass meine introvertierten Eigenschaften falsch sind (das Wort „introvertiert“ ist dabei damals nie gefallen). Ich wurde für extravertiertes Verhalten gelobt. Dadurch war ich unter Leuten, mehr als mir gut tat.

Heute achte ich darauf, dass die sogenannte Me-Time mit der geselligen Zeit für mich ausgeglichen ist.

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📔 Die feine Linie zwischen Verzicht und Wahl: Was macht ein echtes Opfer aus?

Wenn mich jemand nach den „Opfern” in meinem Leben fragt, dann geht es dabei sicherlich nicht um rituell geschlachtete Ziegen, sondern um die bewusste Entscheidung, etwas Wertvolles aufzugeben, um ein höheres Ziel zu erreichen.

Es ist vielleicht ein Tauschgeschäft mit dem Schicksal: Ich verzichte im Hier und Jetzt auf bestimmte Dinge (zum Beispiel Bequemlichkeit, Sicherheit oder Zeit), in der Hoffnung, dass es sich später für mich auszahlt oder jemand anderem hilft.

Ich könnte Zeit und Energie geopfert haben, Beziehungen und Nähe, finanzielle Sicherheit, mein Ego und meinen Komfort.

Ein echtes Opfer muss wehtun.

Das Wort „Opfer” impliziert eine gewisse Schwere. Wenn es sich leicht anfühlt, war es stattdessen eine Priorisierung.

Ich habe in meinem Leben sicherlich Entscheidungen getroffen, für die ich etwas mehr oder weniger Wertvolles aufgeben musste, um ein Ziel zu erreichen. Die Entscheidungsfindung fühlt sich für mich schwer an und ist mit „Schmerzen” verbunden. Die Entscheidung selbst hat sich für mich jedoch nicht wie ein Opfer angefühlt, sondern eher wie eine Priorisierung. Da ich in fast allem einen Sinn erkenne und weiß, dass ich nicht alles haben kann, fühlen sich die Entscheidungen nicht wie ein Opfer an. Sie sind das Ergebnis einer Abwägung.

Ich weiß auch, dass ich bisher Glück gehabt habe und die Dinge so betrachten und empfinden kann. Mir ist bewusst, dass das Leben mir jederzeit ein echtes, schmerzhaftes Opfer abverlangen kann. Ich denke dabei an die Entscheidung Helmut Schmidts, der Erpressung durch die Entführung Hanns Martin Schleyers nicht nachzugeben, Schleyers Tod zu riskieren und am Ende diesen Schmerz ertragen zu müssen. Die Schwere dieser Entscheidung ist für mich unermesslich, und die Reaktion der Hinterbliebenen hat Helmut Schmidt die Spitze dieses Schmerzes sicherlich etwas genommen.

=> Weitere „dailyprompts“ aller Blogger:innen: LINK

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📔 Ausmisten und Möbelrücken.

„Ausmisten“ wäre eine kleine Verbesserung, die ich in meinem Leben umsetzen könnte.

Nach fast zwölf Jahren in meiner kleinen Wohnung finden sich nun überall Stapel: Zeitschriften, Bücher, Briefe und alles, was sich sonst noch so stapeln lässt. Hinzu kommen Altlasten in Umzugskartons, Regalen und Schränken, von denen ich mich trennen könnte. Auch von einigen Kleidungsstücken könnte ich mich trennen.

Dadurch würde sich meine Wohnumgebung luftiger anfühlen.

Und bei dieser Gelegenheit könnte ich auch meine Möbel neu arrangieren.

Die Zeit ist reif für diese kleinen Verbesserungen in meinem Leben.

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🎙 Profi-Level-Kommunikation: Was wir von Fernbeziehungen für jede Partnerschaft lernen können

In dieser Podcast-Folge diskutieren Ariane und Kevin die Vor- und Nachteile von Fernbeziehungen.

Sie definieren diese durch eine räumliche Trennung unter der Woche und längere Fahrtzeiten. Die Moderatoren reflektieren persönliche Herausforderungen wie den Stress des Pendelns, das „FOMO“-Gefühl am eigenen Wohnort und die Schwierigkeit, nach der Ankunft sofort in den Beziehungsmodus umzuschalten.

Ein zentrales Thema ist die Kommunikation. Bewusste Regeln und digitale Rituale sollen dabei helfen, Missverständnisse über Messenger oder Telefon zu vermeiden.

Auch die Intimität wird beleuchtet. Einerseits kann die räumliche Distanz die Vorfreude und Spannung erhöhen, andererseits entsteht beim Wiedersehen oft ein gewisser Erwartungsdruck, die begrenzte Zeit perfekt nutzen zu müssen.

Letztlich betrachten die Moderatoren die Fernbeziehung als lehrreiche Entwicklungsphase, die jedoch für die meisten Paare langfristig in ein gemeinsames Lebensmodell übergehen sollte.


Aus der Podcastfolge „Fernbeziehung: So war’s für Ari und Kevin“ vom –14.01.2023– des Podcasts „Im Namen der Hose – der Sexpodcast von BR-PULS„.


Webseite der Folge in neuem Tab lesen und Folge hören: https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:597aa2dd5464119c/

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