Wenn mich jemand nach den „Opfern” in meinem Leben fragt, dann geht es dabei sicherlich nicht um rituell geschlachtete Ziegen, sondern um die bewusste Entscheidung, etwas Wertvolles aufzugeben, um ein höheres Ziel zu erreichen.
Es ist vielleicht ein Tauschgeschäft mit dem Schicksal: Ich verzichte im Hier und Jetzt auf bestimmte Dinge (zum Beispiel Bequemlichkeit, Sicherheit oder Zeit), in der Hoffnung, dass es sich später für mich auszahlt oder jemand anderem hilft.
Ich könnte Zeit und Energie geopfert haben, Beziehungen und Nähe, finanzielle Sicherheit, mein Ego und meinen Komfort.
Ein echtes Opfer muss wehtun.
Das Wort „Opfer” impliziert eine gewisse Schwere. Wenn es sich leicht anfühlt, war es stattdessen eine Priorisierung.
Ich habe in meinem Leben sicherlich Entscheidungen getroffen, für die ich etwas mehr oder weniger Wertvolles aufgeben musste, um ein Ziel zu erreichen. Die Entscheidungsfindung fühlt sich für mich schwer an und ist mit „Schmerzen” verbunden. Die Entscheidung selbst hat sich für mich jedoch nicht wie ein Opfer angefühlt, sondern eher wie eine Priorisierung. Da ich in fast allem einen Sinn erkenne und weiß, dass ich nicht alles haben kann, fühlen sich die Entscheidungen nicht wie ein Opfer an. Sie sind das Ergebnis einer Abwägung.
Ich weiß auch, dass ich bisher Glück gehabt habe und die Dinge so betrachten und empfinden kann. Mir ist bewusst, dass das Leben mir jederzeit ein echtes, schmerzhaftes Opfer abverlangen kann. Ich denke dabei an die Entscheidung Helmut Schmidts, der Erpressung durch die Entführung Hanns Martin Schleyers nicht nachzugeben, Schleyers Tod zu riskieren und am Ende diesen Schmerz ertragen zu müssen. Die Schwere dieser Entscheidung ist für mich unermesslich, und die Reaktion der Hinterbliebenen hat Helmut Schmidt die Spitze dieses Schmerzes sicherlich etwas genommen.
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„Ausmisten“ wäre eine kleine Verbesserung, die ich in meinem Leben umsetzen könnte.
Nach fast zwölf Jahren in meiner kleinen Wohnung finden sich nun überall Stapel: Zeitschriften, Bücher, Briefe und alles, was sich sonst noch so stapeln lässt. Hinzu kommen Altlasten in Umzugskartons, Regalen und Schränken, von denen ich mich trennen könnte. Auch von einigen Kleidungsstücken könnte ich mich trennen.
Dadurch würde sich meine Wohnumgebung luftiger anfühlen.
Und bei dieser Gelegenheit könnte ich auch meine Möbel neu arrangieren.
Die Zeit ist reif für diese kleinen Verbesserungen in meinem Leben.
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In dieser Podcast-Folge diskutieren Ariane und Kevin die Vor- und Nachteile von Fernbeziehungen.
Sie definieren diese durch eine räumliche Trennung unter der Woche und längere Fahrtzeiten. Die Moderatoren reflektieren persönliche Herausforderungen wie den Stress des Pendelns, das „FOMO“-Gefühl am eigenen Wohnort und die Schwierigkeit, nach der Ankunft sofort in den Beziehungsmodus umzuschalten.
Ein zentrales Thema ist die Kommunikation. Bewusste Regeln und digitale Rituale sollen dabei helfen, Missverständnisse über Messenger oder Telefon zu vermeiden.
Auch die Intimität wird beleuchtet. Einerseits kann die räumliche Distanz die Vorfreude und Spannung erhöhen, andererseits entsteht beim Wiedersehen oft ein gewisser Erwartungsdruck, die begrenzte Zeit perfekt nutzen zu müssen.
Letztlich betrachten die Moderatoren die Fernbeziehung als lehrreiche Entwicklungsphase, die jedoch für die meisten Paare langfristig in ein gemeinsames Lebensmodell übergehen sollte.
Aus der Podcastfolge „Fernbeziehung: So war’s für Ari und Kevin“ vom –14.01.2023– des Podcasts „Im Namen der Hose – der Sexpodcast von BR-PULS„.
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Dies ist die kurze Geschichte über einen Menschen, der mein Leben positiv beeinflusst hat.
Es war mein Deutschlehrer H., der Konrektor des Gymnasiums, ein sogenannter alter Knochen, geprägt durch die Erfahrungen der Nazi-, Kriegs- und Nachkriegszeit. Sein Tick waren lateinische Sprüche. Er war ein Lehrer, der die Klasse verstummen ließ, wenn er den Raum betrat. Ich hatte Probleme mit Autoritäten. Ich machte mich klein und hoffte, unsichtbar zu sein. Ich war einer der schlechtesten Deutschschüler. Bis zu dem einen Morgen nach der großen Pause.
In dieser Pause nahm ich meinen kleineren Klassenkameraden P. spaßeshalber unter den Arm. In der darauffolgenden Deutschstunde wurde P. übel und H. fragte ihn, ob er wisse, woher seine Übelkeit komme. P. berichtete von meinem Armgriff.
Danach wackelten die Wände. H. schrie mich an, machte mir die größten Vorwürfe und trug mir auf, bis zum nächsten Tag zwölf DIN-A4-Seiten zu beschriften. Zuhause angekommen, war ich außer mir. Ich bebte vor empfundener Ungerechtigkeit. Ich hatte lediglich in der Pause mit P. geflachst und ihn möglicherweise unglücklich gegriffen. Meine Eltern suchten das Gespräch mit H., und ich gab meine zwölf DIN-A4-Seiten ab. Dann geschah etwas Überraschendes.
In den folgenden Wochen und Monaten gehörte ich immer zu denjenigen, die ihre Deutschhausaufgaben vor der Klasse stehend vortragen mussten. Nicht, weil H. mich vorführen oder beschämen wollte, sondern, wie ich gleich beim ersten Mal merkte, weil er mich von nun an fördern wollte. Im Laufe der Zeit wurde ich zu einem guten Deutschschüler. Ohne H. wäre ich heute vermutlich ein anderer Mensch.
Unsere gegenseitige Sympathie ging sogar so weit, dass mein befreundeter Klassenkamerad R. und ich eine Radtour auf die andere Rheinseite unternahmen, um H. zu Hause überraschend zu besuchen. Wir wurden freundlich empfangen. Ich lernte, was der Spruch „Harte Schale, weicher Kern” bedeutet.
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In diesem Interview analysiert die Psychologin Ada Borkenhagen den modernen Jugendwahn als psychoanalytische Abwehrreaktion gegen die narzisstische Kränkung der eigenen Sterblichkeit.
Sie verdeutlicht, dass „gepflegtes Altern“ zu einem sozioökonomischen Privileg geworden ist, das sich aus Geld, Zeit und frühzeitigem Gesundheitswissen speist und soziale Ungleichheiten verschärft. Besonders kritisch beleuchtet sie die geschlechtsspezifische Doppelmoral, nach der Männer im Alter oft an Würde gewinnen, während Frauen massiv an gesellschaftlichem Wert und Sichtbarkeit verlieren.
Borkenhagen warnt davor, dass die totale Verleugnung biologischer Fakten durch Filter und Eingriffe in einen pathologischen Realitätsverlust münden kann.
Ein echtes Umdenken hin zu einer Wertschätzung natürlicher Reife sieht sie jedoch skeptisch, da Jugendlichkeit in einer alternden Gesellschaft nach wie vor als exklusives Statussymbol fungiert.
Aus dem Interview „Jung und schön im Alter? Sozialer Druck Realitätsverweigerung. Ada Borkenhagen“ der Deutschlandfunk-Sendung „Information und Musik“ vom –10.05.2026-.
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Julia Panknin berichtet von ihrem Weg von einer erfolgreichen Medienkarriere hin zu einem schweren Burnout, ausgelöst durch die enorme Doppelbelastung von Beruf und ungeplanter Mutterschaft.
Geprägt durch die Existenzängste ihrer Kindheit versuchte sie lange Zeit trotz fehlender Unterstützung durch ihren Partner und trotz körperlicher Warnsignale, im Job und zu Hause perfekt zu funktionieren.
Ein Zusammenbruch im Büro und eine anschließende Depression führten sie schließlich in eine Klinik. Dort lernte sie, ihre Grenzen zu wahren und die emotionale Bindung zu ihrer Tochter zu heilen.
Aufgrund dieser Erfahrung gründete sie die Plattform „mamibrennt“, um berufstätige Mütter zu vernetzen und auf notwendige gesellschaftliche Veränderungen in Bezug auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie aufmerksam zu machen.
Heute führt sie ein ausbalanciertes Leben, in dem ihre Gesundheit und ihre Tochter die Hauptrollen spielen, ohne dass dabei ihre berufliche Erfüllung verloren geht.
Aus der Podcastfolge „Ausgebrannt zwischen Kind und Karriere – Julia Panknin“ vom –09.03.2025– des SWR-Podcasts „Das wahre Leben„.
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In dieser Podcastfolge sprechen die Psychologin Stefanie Stahl und der Psychologe Lukas Klaschinski über die Herausforderungen und Chancen des Online-Datings.
Podcastfolge „Onlinedating – worauf sollte ich achten?“ vom 06.04.2022 aus dem RTL+-Podcast „So bin ich eben! Stefanie Stahls Psychologie-Podcast für alle „Normalgestörten“„.
Sie erklären, dass Online-Dating eine bequeme Möglichkeit bietet, Menschen kennenzulernen – besonders für Personen, die in ländlichen Gebieten leben oder Schwierigkeiten haben, im echten Leben Kontakte zu knüpfen. Es gibt viele Plattformen, die Menschen dabei helfen, zueinanderzufinden, und Studien zeigen, dass man sich online oft besser kennenlernen kann.
Allerdings gibt es auch Probleme. So nutzen viele Menschen Online-Dating nur, um ihr Ego zu stärken, ohne wirklich an einer Beziehung interessiert zu sein. Außerdem besteht die Sorge, dass die große Auswahl an potenziellen Partnern dazu führen kann, dass Menschen weniger bereit sind, sich fest zu binden.
Stahl und Klaschinski diskutieren zudem, dass viele Menschen, insbesondere jüngere, oft unter Bindungsängsten leiden. Sie betonen, wie wichtig es ist, sich selbst zu reflektieren und die eigene Wertschätzung nicht von der Meinung anderer abhängig zu machen.
Ein weiterer Punkt ist, dass es keine festen Regeln dafür gibt, wann man beim Dating Gefühle entwickeln sollte. Es ist normal, dass sich Gefühle langsam entwickeln. Es ist wichtig, sich Zeit zu nehmen, um jemanden wirklich kennenzulernen, bevor man intime Schritte unternimmt.
Zusammenfassend ermutigen Stahl und Klaschinski die Zuhörer:innen, beim Online-Dating offen und ehrlich über ihre Absichten zu sein und sich nicht von äußeren Meinungen beeinflussen zu lassen.
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In dieser Podcast-Folge spricht die Psychologin Stephanie Stahl mit dem jungen Ehepaar Max und Sophie über ihre Probleme im Sexualleben. Das Paar ist seit zehn Jahren zusammen und hat seit einiger Zeit Schwierigkeiten, Intimität zu erleben. Sophie hat seit dem Tod ihres an Krebs verstorbenen Vaters emotionalen Stress, der ihre Fähigkeit, sich fallen zu lassen, beeinträchtigt. Max hingegen wünscht sich mehr Sex, hat aber Angst, das Thema anzusprechen, da er Sophie nicht verletzen möchte.
Podcastfolge „Sexflaute, aber wieso?“ vom 03.02.2021 aus dem RTL+-Podcast „Stahl aber herzlich„.
Im Gespräch wird deutlich, dass beide viel Rücksicht aufeinander nehmen, wodurch sich ihre Probleme im Bett verstärken. Sie haben das Gefühl, dass ihre Beziehung zwar sehr eng und freundschaftlich ist, die Leidenschaft aber verloren gegangen ist. Sie versuchen, wieder mehr Intimität in ihr Leben zu bringen, indem sie sich bewusst Zeit füreinander nehmen und auch mal „einfach anfangen“, selbst wenn sie keine Lust haben.
Ein wichtiges Thema, das angesprochen wird, ist der Verlust von Kontrolle und die Angst vor Verletzlichkeit. Sophie hat Schwierigkeiten, ihren Trauerprozess zu bewältigen, was sich negativ auf ihre Beziehung auswirkt. Stephanie Stahl gibt den beiden Ratschläge, wie sie ihre Ängste und Rücksichtnahme überwinden können, um wieder mehr Nähe und Intimität zu erleben.
Zusammenfassend zeigt die Podcastfolge, dass viele Paare mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert sind und dass Offenheit im Umgang mit Problemen sowie die Investition von Zeit in die Beziehung entscheidend für deren Stärkung sind.
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Das Interview „Wenn Kinder gewalttätig gegenüber den Eltern werden: Ein Gespräch mit Lilly Shanahan“ in der Deutschlandfunk Sprechstunde vom 10.02.2026 behandelt das Thema, dass Kinder manchmal gewalttätig gegenüber ihren Eltern werden. Eine Studie der Universität Zürich hat gezeigt, dass etwa ein Drittel der Jugendlichen im Alter von 11 bis 24 Jahren mindestens einmal körperliche Aggressionen gegenüber ihren Eltern gezeigt hat, beispielsweise in Form von Schlägen oder dem Werfen von Gegenständen. Diese Gewalt tritt oft in Konfliktsituationen auf, besonders während der Pubertät, und ist in der Regel kein dauerhaftes Verhalten.
Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass diese Art von Gewalt in allen sozialen Schichten vorkommt, unabhängig von der Bildung oder dem Einkommen der Eltern. Faktoren, die dazu führen können, sind beispielsweise, wenn die Eltern selbst gewalttätig sind oder häufig streiten. Auch wenn Kinder außerhalb der Familie Gewalt erlebt haben oder Schwierigkeiten mit der Impulskontrolle haben, können sie eher aggressiv gegenüber ihren Eltern werden.
Wenn solche Vorfälle passieren, ist es wichtig, dass Eltern ruhig bleiben und die Situation reflektieren. Sie sollten klare Grenzen setzen und bei wiederholten oder intensiver werdenden Aggressionen Hilfe von außen suchen. Präventiv ist es hilfreich, wenn Eltern viel Zeit mit ihren Kindern verbringen und ihnen beibringen, Konflikte gewaltfrei zu lösen.
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Ich behaupte, dass sich meine politischen Ansichten im Laufe der Zeit nicht verändert haben. Die der in den Landtagen und im Bundestag vertretenen Parteien hingegen schon.
Ich bin in einem sozialdemokratischen Haushalt aufgewachsen. Mein Urgroßvater mütterlicherseits trat 1905 in die SPD ein. Er wurde am 22./23.08.1944 im Rahmen der „Aktion Gitter” von der Gestapo verhaftet. Er hat die Zeit überlebt und sich nach Kriegsende weiter engagiert und Verantwortung übernommen. In meiner Familie gab es mehrere Landtags- und einen Bundestagsabgeordneten.
Als ich meinen eigenen Verstand benutzen konnte, war auch ich ein überzeugter Sozialdemokrat. Bis Helmut Schmidt NATO-Nachrüstung wollte. Die Grünen um Petra Kelly und Jutta Ditfurth sprachen mir mehr aus dem Herzen.
Es war die Zeit, in der ich von meinem Demonstrationsrecht Gebrauch machte und vor den Toren Büchels gegen die Nachrüstung protestierte. Ein Atomkraftwerk sollte unzulässigerweise auf einer Erdbebenspalte vor unserer Haustür gebaut werden. Ich machte von meinem Demonstrationsrecht Gebrauch. Ein Gericht entzog deshalb über zehn Jahre später die Betriebsgenehmigung. Ich trat einem kirchennahen Friedensgrüppchen bei. Wir wollten Anfang der 1980er Jahre die Energiewende und gestalteten jährlich selbst einen Energiewendekalender. In dieser Zeit installierte ein Mitglied unseres Grüppchens eine Photovoltaik-Anlage mit Speicher auf seinem Dach.
Seit Mitte der 1970er Jahre verfolgte ich das Magazin „Report Baden-Baden” mit Franz Alt, der über die riesigen Flüchtlingswellen der Boatpeople und den Einsatz von „Ärzte ohne Grenzen” berichtete. Kein Mensch sollte flüchten müssen. Politisch Verfolgten ist Asyl zu gewähren. Ohne Wenn und Aber. Alle anderen sind gerecht auf die wohlhabenden Länder zu verteilen. Unser Wohlstand gründet auch auf der Ausbeutung derer, die bis heute flüchten müssen. Wir beuten sie noch heute aus (Freihandelsabkommen). Wenn wir nicht lernen, bescheiden zu leben, werden wir nicht überleben. Wir leben über unsere Verhältnisse, auf Kosten der armen Weltbevölkerung, und verwandeln die Erde allmählich in einen toten Planeten. Punkt. Luft holen. Langsam ausatmen.
Mit Helmut Kohl begann die politische Katastrophe, die sogenannte geistig-moralische Wende, die nun langsam ihr Ende erreicht. Seitdem scheinen alle etablierten Parteien so zu handeln, als seien sie fremdbestimmt, mit dem Auftrag, Vermögen von unten nach oben zu verteilen und immer autoritärer zu regieren.
Das Wahlvolk scheint nur noch dazu zu dienen, dieser Entwicklung einen demokratischen Anstrich zu verleihen. Das Wahlvolk macht brav mit.
Das letzte Mal, dass ich eine etablierte Partei gewählt habe, war 1998: Diese Regierung schockierte und traumatisierte mich – u. a. wegen des Umgangs mit Oskar Lafontaine, der Agenda …
Hand reicht Brot weiter für alle ist Platz am Tisch Wärme teilt das Licht
… 2020 und den Kriegsbeteiligungen. Seitdem wähle ich ausschließlich nicht etablierte Parteien, die meinen u. g. Werten entsprechen.
Mittlerweile scheinen die Christdemokraten nicht mehr dem Christentum, die Sozialdemokraten nicht mehr dem Sozialen, die Freien Demokraten nicht mehr dem Liberalismus, die Linken nicht mehr dem Volks(eigentum) und die Grünen nicht mehr der Bewahrung der Schöpfung und des Friedens verpflichtet zu sein. Eine Partei, die sich als Alternative bezeichnet, bietet keine Alternative, sondern schart lediglich diejenigen um sich, die vor 90 Jahren auch anstandslos die NSDAP gewählt hätten.
Ich war schon immer dafür, wirtschaftliche Aktivitäten auf ein demokratisch definiertes Gemeinwohl auszurichten, also für die sogenannte Gemeinwohlökonomie. Die sogenannte Soziale Marktwirtschaft war ein Anfang Ende der 1960er Jahre. Alle Ismen lehne ich ab (z. B. Kapitalismus, Sozialismus, Kommunismus).
Die etablierten Parteien reißen uns offensichtlich in den Abgrund. Vielleicht haben wir nur noch vier Jahre, um dies zu verhindern. Statt Wahlen brauchen wir regelmäßig zufällig zusammengesetzte Bürgerräte. Lobbyismus muss verboten werden, und Bürgerräte sind vor Lobbyisten und deren Tarnorganisationen zu schützen. Der Bürgerrat „Ernährung im Wandel” hat dank der Schwarmintelligenz der Menschen mit gesundem Menschenverstand erfolgreich gearbeitet. So erfolgreich, dass die etablierten Parteien dieses Experiment nach seinem Ende nicht weiterführen.
Nein, ich habe meine politischen Ansichten im Laufe der Zeit nicht verändert.
Ich fühle mich den Ideen verpflichtet, u. a. des Christentums (nicht seinen Auswüchsen und Missbräuchen), des Humanismus, der Gleichwertigkeit allen Lebens (Mensch und Tier) sowie der Bewahrung der Schöpfung.
Krieg ist niemals (!) ein Mittel der Politik.
„The world has enough for everyone’s need, but not for everyone’s greed.” (Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.) Die Ressourcen der Erde genügen, um die gesamte Menschheit zu versorgen. Armut und Umweltzerstörung sind keine Folgen eines Mangels an Ressourcen, sondern der maßlosen Gier und der ungleichen Verteilung.
Jean Ziegler, ehemaliger UNO-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, sagte sinngemäß
~ 2012: Auf einem Planeten, auf dem alle fünf Sekunden ein Kind verhungert und eine Milliarde Menschen schwerstens unterernährt ist, ist es ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, hunderte Millionen Tonnen Nahrungsmittel zu verbrennen.
~ 2024: Die FAO, die die Opferzahlen ermittelt, sagt, dass die Weltlandwirtschaft problemlos zwölf Milliarden Menschen – fast das Doppelte der gegenwärtigen Weltbevölkerung – ernähren könnte, wenn das universelle Menschenrecht auf Nahrung völkerrechtlich verankert wäre und nicht von der Kaufkraft der Konsumenten abhängig wäre.
Es gibt keine Fatalität: Ein Kind, das am Hunger stirbt, wird ermordet.
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