🎙 Eine hohe Inflation gefährdet den sozialen und demokratischen Zusammenhalt.

In ihrem Sendungsbeitrag thematisiert Britta Fecke, wie die Inflation in Deutschland den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährdet.

Insbesondere die steigenden Preise für Energie und Lebensmittel belasten die ärmsten Bevölkerungsschichten, wodurch auch die Mittelschicht zunehmend in Armut abrutscht. Der Soziologe Prof. Olaf Groh-Samberg warnt, dass diese sozioökonomische Ungleichheit den Zusammenhalt der Gesellschaft gefährdet und möglicherweise auch den demokratischen Verfall beschleunigt.

Er hebt hervor, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt oft unterschiedlich interpretiert wird und eine klare Differenzierung zwischen demokratischem und nationalistischem Verständnis notwendig ist.

Um den demokratischen Zusammenhalt zu stärken, müssen die Interessen der unteren Einkommensgruppen in den politischen Prozess einbezogen werden. Dies gelingt jedoch derzeit kaum.


Aus dem Interview „Warum die Inflation den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährdet; Groh-Samberg“ der Deutschlandfunk-Sendung „Information und Musik“ vom –25.05.2026-.


Interview in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/05/25/warum_die_inflation_den_gesellschaftlichen_zusammenhalt_dlf_20260525_0812_abec1fc2.mp3

Webseite des Interviews in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunk.de/warum-die-inflation-den-gesellschaftlichen-zusammenhalt-gefaehrdet-groh-samberg-100.html

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📔 Die feine Linie zwischen Verzicht und Wahl: Was macht ein echtes Opfer aus?

Wenn mich jemand nach den „Opfern” in meinem Leben fragt, dann geht es dabei sicherlich nicht um rituell geschlachtete Ziegen, sondern um die bewusste Entscheidung, etwas Wertvolles aufzugeben, um ein höheres Ziel zu erreichen.

Es ist vielleicht ein Tauschgeschäft mit dem Schicksal: Ich verzichte im Hier und Jetzt auf bestimmte Dinge (zum Beispiel Bequemlichkeit, Sicherheit oder Zeit), in der Hoffnung, dass es sich später für mich auszahlt oder jemand anderem hilft.

Ich könnte Zeit und Energie geopfert haben, Beziehungen und Nähe, finanzielle Sicherheit, mein Ego und meinen Komfort.

Ein echtes Opfer muss wehtun.

Das Wort „Opfer” impliziert eine gewisse Schwere. Wenn es sich leicht anfühlt, war es stattdessen eine Priorisierung.

Ich habe in meinem Leben sicherlich Entscheidungen getroffen, für die ich etwas mehr oder weniger Wertvolles aufgeben musste, um ein Ziel zu erreichen. Die Entscheidungsfindung fühlt sich für mich schwer an und ist mit „Schmerzen” verbunden. Die Entscheidung selbst hat sich für mich jedoch nicht wie ein Opfer angefühlt, sondern eher wie eine Priorisierung. Da ich in fast allem einen Sinn erkenne und weiß, dass ich nicht alles haben kann, fühlen sich die Entscheidungen nicht wie ein Opfer an. Sie sind das Ergebnis einer Abwägung.

Ich weiß auch, dass ich bisher Glück gehabt habe und die Dinge so betrachten und empfinden kann. Mir ist bewusst, dass das Leben mir jederzeit ein echtes, schmerzhaftes Opfer abverlangen kann. Ich denke dabei an die Entscheidung Helmut Schmidts, der Erpressung durch die Entführung Hanns Martin Schleyers nicht nachzugeben, Schleyers Tod zu riskieren und am Ende diesen Schmerz ertragen zu müssen. Die Schwere dieser Entscheidung ist für mich unermesslich, und die Reaktion der Hinterbliebenen hat Helmut Schmidt die Spitze dieses Schmerzes sicherlich etwas genommen.

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Lesen

Introvertierte lesen viel. Sie verbringen viel Zeit mit Büchern, denn Lesen ist für sie eine gute Möglichkeit, um Energie zu tanken und persönlich zu wachsen.

~ 92 Eigenschaften von Introvertierten, introvertiert.org, https://www.introvertiert.org/92-eigenschaften-von-introvertierten

Seit ich denken kann, lese ich. Ich sehe noch die geflochtene Tasche mit den Bilderbüchern im Schrank unter dem Waschbecken meiner Oma. Sie hatte eine Wohnküche, die gleichzeitig ihr „Badezimmer” war. Es gab eine Spüle fürs Geschirr und ein Waschbecken für die Körperpflege. Zum Baden ging sie in die sogenannte Badeanstalt.

Ich freute mich auf die Fahrten mit dem Zug, denn dann durfte ich mir am Bahnhofskiosk ein Comic-Heft oder -Buch aussuchen. Meistens waren es Mickey Mouse oder Donald Duck.

Gegen Ende meiner Grundschulzeit bekam ich regelmäßig Bücher von Karl May geschenkt, die ich alle gelesen habe.

Zu Beginn der Pubertät kaufte ich mir jede Woche ein Heftchen aus der Science-Fiction-Reihe Perry Rhodan. Ich meine mich zu erinnern, dass es immer dienstags war. Nach der Schule ging ich am Kiosk vorbei und las dann den ganzen Nachmittag das neue Heft zuhause. Trivial-Literatur wurde das geringschätzig genannt. Inhaltlich fand ich es jedoch große Kunst. Als ich in die Serie einstieg, war diese bereits ein philosophisches Epos, das sich mit Evolution, Superintelligenzen und dem Platz des Lebens im Kosmos beschäftigte. Die Serie warf einen grundsätzlich optimistischen und humanistischen Blick auf die Zukunft der Menschheit.

Im Laufe der Jahre las ich unzählige Bücher, Zeitschriftenartikel, Tages- und Wochenzeitungen und sah oder hörte informative Radio- oder Fernsehsendungen. Später kam das Internet mit seinen schier unerschöpflichen Quellen hinzu. Und neuerdings kamen Podcasts hinzu.

Ja, tatsächlich, durch Lesen und Nachdenken über das Gelesene konnte und kann ich persönlich wachsen. Wenn ich zur Ruhe kommen und meine Batterien aufladen möchte, ist neben dem Spaziergang das Lesen die wertvollste Möglichkeit dazu.

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