🎙 Neuanfang nach Schicksalsschlägen: Kristina Vogel.

In dieser Podcastfolge geht es darum, wie man Schicksalsschläge im Leben überwinden kann.

Zu diesem Thema wird die ehemalige Radrennsportlerin Kristina Vogel interviewt, die durch zwei schwere Unfälle und eine Querschnittslähmung geprägt wurde. Kristina betont, dass der Umgang mit Schicksalsschlägen auch eine Frage der Kontrolle über die eigene Reaktion darauf ist und dass es wichtig ist, sich auf die Dinge zu konzentrieren, die man selbst beeinflussen kann.

Sie spricht über ihre Kindheit, in der sie früh Verantwortung übernehmen musste. Das half ihr, Disziplin und Durchhaltevermögen im Sport zu entwickeln.

Kristina teilt auch ihre Erfahrungen mit psychologischer Betreuung und betont die Bedeutung von Gesprächen über emotionale Themen zur Unterstützung der eigenen Verarbeitung.

Abschließend gibt sie den Ratschlag, dass man das eigene Leben selbst in die Hand nehmen sollte, und ermutigt dazu, auch nach schweren Rückschlägen neue Wege zu finden.


Podcastfolge „Schicksalsschlag überwinden: Wie gelingt der Neuanfang im Leben? mit Kristina Vogel“ vom –06.11.2024– aus dem RTL+-Podcast „So bin ich eben! Stefanie Stahls Psychologie-Podcast für alle „Normalgestörten“„.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://open.acast.com/public/streams/695b7e82511175cf3ed1d504/episodes/695b7e9862d34cc4ed1ed33b.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://shows.acast.com/so-bin-ich-eben/episodes/695b7e9862d34cc4ed1ed33b

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📔 Die feine Linie zwischen Verzicht und Wahl: Was macht ein echtes Opfer aus?

Wenn mich jemand nach den „Opfern” in meinem Leben fragt, dann geht es dabei sicherlich nicht um rituell geschlachtete Ziegen, sondern um die bewusste Entscheidung, etwas Wertvolles aufzugeben, um ein höheres Ziel zu erreichen.

Es ist vielleicht ein Tauschgeschäft mit dem Schicksal: Ich verzichte im Hier und Jetzt auf bestimmte Dinge (zum Beispiel Bequemlichkeit, Sicherheit oder Zeit), in der Hoffnung, dass es sich später für mich auszahlt oder jemand anderem hilft.

Ich könnte Zeit und Energie geopfert haben, Beziehungen und Nähe, finanzielle Sicherheit, mein Ego und meinen Komfort.

Ein echtes Opfer muss wehtun.

Das Wort „Opfer” impliziert eine gewisse Schwere. Wenn es sich leicht anfühlt, war es stattdessen eine Priorisierung.

Ich habe in meinem Leben sicherlich Entscheidungen getroffen, für die ich etwas mehr oder weniger Wertvolles aufgeben musste, um ein Ziel zu erreichen. Die Entscheidungsfindung fühlt sich für mich schwer an und ist mit „Schmerzen” verbunden. Die Entscheidung selbst hat sich für mich jedoch nicht wie ein Opfer angefühlt, sondern eher wie eine Priorisierung. Da ich in fast allem einen Sinn erkenne und weiß, dass ich nicht alles haben kann, fühlen sich die Entscheidungen nicht wie ein Opfer an. Sie sind das Ergebnis einer Abwägung.

Ich weiß auch, dass ich bisher Glück gehabt habe und die Dinge so betrachten und empfinden kann. Mir ist bewusst, dass das Leben mir jederzeit ein echtes, schmerzhaftes Opfer abverlangen kann. Ich denke dabei an die Entscheidung Helmut Schmidts, der Erpressung durch die Entführung Hanns Martin Schleyers nicht nachzugeben, Schleyers Tod zu riskieren und am Ende diesen Schmerz ertragen zu müssen. Die Schwere dieser Entscheidung ist für mich unermesslich, und die Reaktion der Hinterbliebenen hat Helmut Schmidt die Spitze dieses Schmerzes sicherlich etwas genommen.

=> Weitere „dailyprompts“ aller Blogger:innen: LINK

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📅❓ Vom Kaffeeduft bis zur letzten Buchseite – das sind meine täglichen Anker.

Woran erfreue ich mich jeden Tag? Was verschafft mir die kleinen Augenblicke des Glücks? Was sind meine fünf täglichen Glücksmomente?

Wenn mich mein Radiowecker langsam lauter werdend aus dem Land der Träume in die Wirklichkeit holt, freue ich mich entweder darüber, dass ich gut geschlafen habe und ausgeschlafen bin, oder darüber, dass die Nacht endlich vorbei ist (nach Alpträumen oder Störungen). In der Regel habe ich gut geschlafen.

Ich genieße es, zu essen. Zum Beispiel das Frühstück: ein am Abend vorbereitetes Müsli in Haferdrink oder frisch aufgebackene Brötchen mit herzhaften und süßen Belägen, der Duft von frisch gemahlenem Kaffeepulver und schließlich der Duft von frisch aufgebrühtem Kaffee und der erste Schluck davon.

Dann freue ich mich darauf, zu lesen: Die neuen Beiträge der abonnierten Blogs und die RSS-Feeds der anderen Quellen, die ich beziehe. Außerdem nehme ich mir täglich eine Stunde Zeit, um eine abonnierte Zeitschrift zu lesen. Und mein Tag klingt mit dem Lesen mehrerer Seiten oder Kapitel eines Buches im Bett aus.

Ohne meinen täglichen Spaziergang am Rhein entlang, durch unseren städtischen Park oder über den großen Friedhof oder als Dogsitter über Wiesen und Felder fehlt mir etwas.

Bevor ich mich ins Bett zurückziehe, höre ich noch Musik: Neuerscheinungen und einen kleinen Teil meiner Lieblingsmusik.

Das sind fünf der alltäglichen Dinge, die mir Freude bereiten bzw. mir Glücksmomente verschaffen.

Täglicher Schreibanreiz
Welche fünf alltäglichen Dinge machen dich glücklich?

What are 5 everyday things that bring you happiness?  |  Was sind 5 alltägliche Dinge, die dir Freude bereiten?

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📅❓ Es kommt darauf an. Warum Workarounds manchmal wichtiger sind als eine schnelle Ablehnung.

Wie oft sage ich „Nein” zu Dingen, die meine Ziele beeinträchtigen oder ihnen im Weg stehen würden?

Ein Jurist würde vermutlich sagen: „Das kommt darauf an.”

Die Annahme ist, dass die Umstände eine Zielerreichung nicht verhindern, sondern lediglich aufhalten („im Wege stehen“, „beeinträchtigen“). Da Workarounds zu meinen Kernkompetenzen gehören, antworte ich grundsätzlich wie folgt: Wenn Störungen auf dem Weg zu meinem Ziel auftreten, unterbreche ich meinen Weg und kümmere mich um die Störung.

„Nein” sage ich nur, wenn ich gerade auf dem Weg zu einem Termin bin und die Störung dazu führen würde, dass ich den Termin verpasse. Dabei wäge ich aber ab, ob ich auch zu spät kommen könnte oder ob sich der Termin verschieben lässt. Sind die Dinge Notfälle, haben diese absolute Priorität.

Täglicher Schreibanreiz
Wie oft sagst du „nein“ zu Dingen, die deinen Zielen im Weg stehen würden?

How often do you say “no” to things that would interfere with your goals?  |  Wie oft sagst du „Nein“ zu Dingen, die deine Ziele beeinträchtigen würden?

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📅❓ entbehren – verzichten – missen

Was könnte ich nicht entbehren?

In meinem heutigen Leben würde ich nicht auf
I. meinen Kühlschrank,
II. meine Waschmaschine und
III. meinen Computer verzichten wollen.

Wenn ich ein Flüchtling wäre, könnte ich nicht auf folgende Dinge verzichten:
1.) mein Smartphone mit Powerbank und Ladegerät,
2.) warme, regenfeste Kleidung und Schuhe und
3.) ein Outdoor-Allzweckmesser.

Für mein Seelenheil könnte ich nicht auf meine
a) Musiksammlung (MP3),
b) meine Bücher (in Papierform oder als E-Book) und
c) mein großes Notizbuch mit Kugelschreiber verzichten.

In einer Welt ohne Strom würde ich nicht missen wollen:
~ warme, regenfeste Kleidung und Schuhe,
~ ein Outdoor-Allzweckmesser und
~ mein Handbuch des Überlebens in der Natur.

Täglicher Schreibanreiz
Auf welche drei Gegenstände könntest du nicht verzichten?

What are three objects you couldn’t live without?  |  Welche drei Sachen/Dinge könntest du nicht missen?

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Fun, fun, fun ‚til the madman blows our minds away

„Aufzählen“ bedeutet, etwas im Einzelnen und nacheinander zu nennen.

  1. Neue Songs entdecken.
  2. Lieblingsmusik hören.
  3. In einem Café Kaffee trinken, in abonnierten Zeitschriften lesen und Worte, Gesten, Blicke, Stimmungen – kurz: die Atmosphäre in mich aufnehmen.
  4. Bücher lesen, Sachbücher, Romane, philosophische Essays, psychologische Populärliteratur, Science-Fiction, Thriller, Skurriles.
  5. Das Gras wachsen hören, Entwicklungen erkennen, bevor das allgemeine Erstaunen oder Entsetzen einsetzt.
  6. Gehen, Joggen.
  7. Podcasts bzw. Radio per Audiothek hören.
  8. Dokumentationen streamen.
  9. krisewelchekrise.blog.
  10. Ich bin offen dafür, neue Menschen kennenzulernen, und unterhalte mich am liebsten über mehr als nur Small Talk.
  11. bis … [nach unten offene Spaß-Skala]

Die Reihenfolge entspricht nicht einer Wertung.

Täglicher Schreibanreiz
Zähle fünf Dinge auf, die du tust, weil sie dir Spaß machen.

List five things you do for fun.  |  Nennen Sie fünf Dinge, die Sie zum Spaß tun.

Ein Klick auf die Grafik erklärt die Lizenz.

Er war das perfekte Mittelmaß.  | dailyprompt

Es kommt immer auf die Perspektive an, aus der man Dinge betrachtet, vergleicht und bewertet. Dabei werden zwei Betrachter:innen sicherlich zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Ich selbst sage über mich, dass ich in nichts gut bin. Ich bin der Durchschnitt, das Mittelmaß. Es genügt mir, ausreichend und zweckmäßig zu sein und das Maß des Notwendigen nicht zu überschreiten. Ich strebe auch nicht danach, in irgendetwas besonders gut zu sein. Ein Kollege sagte einmal auf der Arbeit: Das Arbeitsrecht fordert von Arbeitnehmern lediglich, eine Arbeit von mittlerer Art und Güte abzuliefern. Ich bin von mittlerer Art und Güte.

Ich will immer mein Bestes geben. Die Betonung liegt auf …

sehr verlässlich und
hilfsbereit und ausdauernd
gelassen pfiffig

… „mein”. Mein Bestes ist befriedigend, aber nicht gut. Wenn ich mein Bestes gegeben habe, bin ich zufrieden. Für mein Bestes strebe ich Perfektion an. Perfektes liefere ich jedoch nie ab. Deshalb laufe ich auch nicht Gefahr, in einen Burnout zu geraten. Ich vergleiche meine Leistungen nicht mit denen anderer und möchte nicht gleich gut oder besser sein. Ich lerne aus den Fehlern anderer und verbessere so meine Mittelmäßigkeit.

Am Ende meines Lebens wird man sagen: Er war das perfekte Mittelmaß.

Ich habe vielleicht fünf Eigenschaften, die ich gut finde:

1. Verlässlichkeit
2. Hilfsbereitschaft
3. Ausdauer
4. Gelassenheit (wenn ich will)
5. Ich finde immer einen Workaround.

Täglicher Schreibanreiz
Nenne fünf Dinge, in denen du gut bist.

Krisenvorsorge im Alltag. |

Der Artikel betont die Wichtigkeit der Krisenvorsorge im eigenen Zuhause. Insbesondere wird die Vorbereitung von Notfallrucksäcken empfohlen, um auf unerwartete Ereignisse wie Naturkatastrophen oder andere Notfälle angemessen reagieren zu können.

Der Artikel thematisiert die Bedeutung der Krisenvorsorge im Alltag und die Notwendigkeit, sich auf Notfälle wie Unwetter oder Stromausfälle vorzubereiten. Bundesinnenminister Dobrindt hat vorgeschlagen, junge Menschen in Schulen über Krisenfälle aufzuklären. Dieser Vorschlag wird als sinnvoll erachtet. Zudem wird die Wichtigkeit eines Notfallrucksacks betont, der essentielle Dinge für ein bis zwei Tage enthalten sollte – inklusive Vorräte für Haustiere.

»Katastrophenschutz für Zuhause: Die besten Vorbereitungen – Ein Gespräch mit dem Teenager, eine Nachricht vom Bundesinnenminister und ein Blogartikel, der schon lange in der Schublade liegt, sind der Grund für diesen Beitrag.«, 02.11.2025, https://brigantiskosmos.com/2025/11/02/katastrophenschutz-fur-zuhause-die-besten-vorbereitungen/

Ein Leben ohne Gefühle ist möglich, aber sinnlos.

Nur durch Gefühle, in affektiver Betroffenheit, erfahren wir uns selbst; nur durch Gefühle leben wir in der Welt, in der Personen und Dinge von Bedeutung sind, in der wir spüren, was es wert ist, uns zu engagieren. Ohne Gefühle wäre die Welt ein Ort ohne Sinn, Wert oder Bedeutsamkeit.

Thomas Fuchs, Psychiater und Philosoph, Verkörperte Gefühle – Zur Phänomenologie von Affektivität und Interaffektivität. Suhrkamp 2024, 412 S., 26 EUR

Anders formuliert:

Wir lernen uns selbst nur kennen, wenn wir uns emotional berührt fühlen. Wir leben nur, wenn wir Gefühle haben. Wir spüren, was es wert ist, uns zu engagieren, und was in der Welt wirklich wichtig ist. Ohne Gefühle wäre die Welt ein Ort ohne Sinn, Wert oder Bedeutsamkeit.

Die Dinge zu Ende bringen.

Ich habe sehr stark das Gefühl, dass ich unter dem Einfluss von Dingen oder Fragen stehe, die von meinen Eltern und Großeltern und den weiteren Ahnen unvollendet und unbeantwortet gelassen wurden. Es hat oft den Anschein, als läge ein unpersönliches Karma in einer Familie, welches von den Eltern auf die Kinder übergeht. So schien es mir immer, als ob … ich Dinge vollenden oder auch nur fortsetzen müsse, welche die Vorzeit unerledigt gelassen hat.

CARL GUSTAV JUNG, Schweizer Psychiater und Begründer der analytischen Psychologie aus „Erinnerungen, Träume, Gedanken“, seinem autobiografischen Werk, das er zusammen mit Aniela Jaffé verfasste