Viele berühmte Menschen haben sich mit der Frage nach dem Sinn des Lebens auseinandergesetzt: Beispielsweise Leo Tolstoi, Albert Camus, Arthur Schopenhauer und Søren Kierkegaard.
Meiner Meinung nach ist es die Hybris des Menschen, dass er als „einfaches“ Leben einen Sinn sucht, inmitten von Leben, das einfach nur leben will. Meistens findet er ihn in seiner eigenen Überhöhung und der Unterdrückung von Menschen, Tieren und der Natur.
Es ist einfach Evolution. Sie entzieht sich jeder Sinnsuche. Noch.
Albert Schweitzer hat es ganz einfach formuliert:
„Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.”
Mehr braucht es nicht, um sich anständig zu verhalten.
Das als Überschrift verwendete sinngemäße Zitat stammt von Jacobus Johannes van der Leeuw („Die Eroberung der Illusion”), 1928.
Wenn mich jemand nach den „Opfern” in meinem Leben fragt, dann geht es dabei sicherlich nicht um rituell geschlachtete Ziegen, sondern um die bewusste Entscheidung, etwas Wertvolles aufzugeben, um ein höheres Ziel zu erreichen.
Es ist vielleicht ein Tauschgeschäft mit dem Schicksal: Ich verzichte im Hier und Jetzt auf bestimmte Dinge (zum Beispiel Bequemlichkeit, Sicherheit oder Zeit), in der Hoffnung, dass es sich später für mich auszahlt oder jemand anderem hilft.
Ich könnte Zeit und Energie geopfert haben, Beziehungen und Nähe, finanzielle Sicherheit, mein Ego und meinen Komfort.
Ein echtes Opfer muss wehtun.
Das Wort „Opfer” impliziert eine gewisse Schwere. Wenn es sich leicht anfühlt, war es stattdessen eine Priorisierung.
Ich habe in meinem Leben sicherlich Entscheidungen getroffen, für die ich etwas mehr oder weniger Wertvolles aufgeben musste, um ein Ziel zu erreichen. Die Entscheidungsfindung fühlt sich für mich schwer an und ist mit „Schmerzen” verbunden. Die Entscheidung selbst hat sich für mich jedoch nicht wie ein Opfer angefühlt, sondern eher wie eine Priorisierung. Da ich in fast allem einen Sinn erkenne und weiß, dass ich nicht alles haben kann, fühlen sich die Entscheidungen nicht wie ein Opfer an. Sie sind das Ergebnis einer Abwägung.
Ich weiß auch, dass ich bisher Glück gehabt habe und die Dinge so betrachten und empfinden kann. Mir ist bewusst, dass das Leben mir jederzeit ein echtes, schmerzhaftes Opfer abverlangen kann. Ich denke dabei an die Entscheidung Helmut Schmidts, der Erpressung durch die Entführung Hanns Martin Schleyers nicht nachzugeben, Schleyers Tod zu riskieren und am Ende diesen Schmerz ertragen zu müssen. Die Schwere dieser Entscheidung ist für mich unermesslich, und die Reaktion der Hinterbliebenen hat Helmut Schmidt die Spitze dieses Schmerzes sicherlich etwas genommen.
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In dem Gespräch gibt der 24-jährige Mediengestalter David Wulf Einblicke in sein Leben in Bremen.
Er setzt bewusst auf ein Teilzeitmodell, um Raum für persönliche Freiheit und seine musikalischen Projekte zu schaffen. Er spricht offen über seinen Weg in der Therapie und das paradoxe Gefühl chronischer Einsamkeit, das trotz eines großen Freundeskreises als Form innerer Unverbundenheit fortbesteht.
David positioniert sich klar für queere Rechte und soziale Solidarität. Er äußert Besorgnis über gesellschaftliche Rechtsruck und starre Geschlechterrollen.
Neben seinem Interesse für Pop-Psychologie und Nischenthemen findet er Erfüllung in der Musikproduktion. Dabei sucht er den Sinn eher im kreativen Flow als in einem fertigen Endprodukt.
Letztlich beschreibt er seinen zentralen Antrieb als den tiefen Wunsch, sowohl die eigene Psyche als auch die komplexe Welt um ihn herum besser zu verstehen.
Aus der Podcastfolge „Viele Freunde und trotzdem oft einsam“ vom –24.07.2024– des RB-Podcasts „Eine Stunde reden – Gespräche mit Unbekannten“ (Verfügbar bis -08.08.2026-).
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Ich nutze die Gelegenheit, mir heute keine Gedanken zum Daily Prompt machen zu „müssen“, und lege eine Meditationspause ein. So komme ich zur Ruhe und kann anschließend meinen Ruhe-Blutdruck für mein Blutdruck-Tagebuch messen. Dann habe ich zwei Seiten des Tagebuchs vollgeschrieben und kann es für meinen morgigen Vorsorgetermin beim Kardiologen ausdrucken.
Täglicher Schreibanreiz
Notiere einfach das erste, was dir in den Sinn kommt.
» […] Das Jammern, seinerseits Massenphänomen unserer Tage, obwohl im Vergleich mit vielen anderen Ländern die Lebensbedingungen als sehr gesichert gelten, stünde einem Teil der Gesellschaft, aber nicht der großen Mehrheit, zu. Insofern handelt es sich um eine Dekadenzerscheinung, die nur den Sinn hat, von der Aktivität konstruktiven Gestaltens abzuhalten und sich an den Szenarien eines möglichen Untergangs zu laben. So lässt sich in der grausamen Dimension der Logik denen, die sich dem Jammern verschrieben haben, eine schlechte Prognose für die Zukunft ausstellen. Das sei all denen ins Journal geschrieben, die eigentlich das Zeug dazu hätten, sich über die Zukunft und ihre Gestaltung Gedanken zu machen. […] «