🎙 „Glaube an dich selbst“ – die beeindruckende Geschichte der Gründerin von Ceymatics

Die 26-jährige Ceyla Karatas hat ihren Traum verwirklicht und ist Kosmetikerin geworden. Zunächst begann sie ein BWL-Studium, da dies den Wunsch ihrer Eltern war. Schnell merkte sie jedoch, dass dies nicht ihr Weg war. Ihr wahres Ziel war die Kosmetikbranche. Um ihre Ausbildung zu finanzieren, arbeitete sie bei Mercedes und erhielt ein Stipendium, da sie Jahrgangsbeste war.

Ceyla hat viel Druck erlebt, besonders während ihrer Meisterschule, die sie als die härteste Zeit ihres Lebens beschreibt. Dennoch ist sie stolz darauf, ihren eigenen Kosmetiksalon eröffnet zu haben und Menschen dabei zu helfen, selbstbewusster zu werden. Sie behandelt auch Kunden, die traumatische Erfahrungen gemacht haben und nicht mehr zu Kosmetikstudios gehen wollten.

Ceyla spricht offen über die Herausforderungen ihres Berufs und darüber, wie wichtig es ist, Kosmetik ernst zu nehmen. Sie hat auch festgestellt, dass immer mehr Männer zu ihr kommen, was sie sehr freut. Ihre Eltern haben akzeptiert, dass sie ihren eigenen Weg gehen möchte. Sie ermutigt andere, ihren Träumen zu folgen, egal, was die Gesellschaft erwartet.


Aus der Podcastfolge „Mutig, zielstrebig, ehrgeizig: So hat sie sich ihren Traum erfüllt“ vom –21.08.2024– des RB-Podcasts „Eine Stunde reden – Gespräche mit Unbekannten“ (Verfügbar bis -21.08.2026-).


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Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.bremenzwei.de/audios/eine-stunde-reden-ceyla-karatas-100.html

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🎙 Welche Bedeutung hat Wallraffs Recherche für die heutigen Rechte von Migranten?

Der prominente Investigativjournalist Günter Wallraff veröffentlichte 1985 sein Buch „Ganz unten”, in dem er undercover als türkischer Leiharbeiter „Ali” arbeitete. Ziel seiner Recherche war es, die miserablen Arbeitsbedingungen und die Diskriminierung von Arbeitsmigranten in Deutschland sichtbar zu machen. Um die Realität der Gastarbeiter zu dokumentieren, schlüpft Wallraff in verschiedene Rollen. Dies führt zu einem bedeutenden Wirtschaftsskandal und Unternehmen werden zu Millionenstrafen verurteilt.

Die Hauptargumente und Erkenntnisse dieser Folge des WDR-Zeitzeichens sind:

Investigative Methode: Wallraff ist eine Methode, die über reinen Journalismus hinausgeht und ein persönliches Bedürfnis darstellt, Missstände aufzudecken.

Erfahrungen als „Ali“: Wallraff beschreibt die erniedrigenden Arbeitsbedingungen, die Diskriminierung und die gesellschaftliche Isolation, denen die Gastarbeiter ausgesetzt sind.

Gesellschaftliche Reaktionen: Das Buch löst eine breite öffentliche Debatte über die Arbeitsbedingungen von Migranten aus und führt zu rechtlichen Konsequenzen für die Unternehmen.

Langfristige Auswirkungen: Wallraffs Enthüllungen führen zu Gesetzesänderungen und einem erhöhten Bewusstsein für die Rechte von Arbeitsmigranten.

Während Wallraffs Arbeit als aufschlussreich gelobt wird, gibt es auch Kritik an seiner Methode der kulturellen Aneignung und der Darstellung von Migrant:innen.

Insgesamt zeigt diese Radiosendung, wie Wallraffs Buch „Ganz unten” nicht nur die Lebensrealität von Migranten aufdeckte, sondern auch eine gesellschaftliche Reflexion über Rassismus und Arbeitsrecht in Deutschland anstieß.


Aus der Podcastfolge „Undercover als Türke: Günter Wallraffs Buch „Ganz unten““ vom –21.10.2025– des WDR-Podcasts „WDR Zeitzeichen„.


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Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www1.wdr.de/mediathek/audio/zeitzeichen/audio-undercover-als-tuerkeguenter-wallraffs-buch-ganz-unten-100.html

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📔 Die feine Linie zwischen Verzicht und Wahl: Was macht ein echtes Opfer aus?

Wenn mich jemand nach den „Opfern” in meinem Leben fragt, dann geht es dabei sicherlich nicht um rituell geschlachtete Ziegen, sondern um die bewusste Entscheidung, etwas Wertvolles aufzugeben, um ein höheres Ziel zu erreichen.

Es ist vielleicht ein Tauschgeschäft mit dem Schicksal: Ich verzichte im Hier und Jetzt auf bestimmte Dinge (zum Beispiel Bequemlichkeit, Sicherheit oder Zeit), in der Hoffnung, dass es sich später für mich auszahlt oder jemand anderem hilft.

Ich könnte Zeit und Energie geopfert haben, Beziehungen und Nähe, finanzielle Sicherheit, mein Ego und meinen Komfort.

Ein echtes Opfer muss wehtun.

Das Wort „Opfer” impliziert eine gewisse Schwere. Wenn es sich leicht anfühlt, war es stattdessen eine Priorisierung.

Ich habe in meinem Leben sicherlich Entscheidungen getroffen, für die ich etwas mehr oder weniger Wertvolles aufgeben musste, um ein Ziel zu erreichen. Die Entscheidungsfindung fühlt sich für mich schwer an und ist mit „Schmerzen” verbunden. Die Entscheidung selbst hat sich für mich jedoch nicht wie ein Opfer angefühlt, sondern eher wie eine Priorisierung. Da ich in fast allem einen Sinn erkenne und weiß, dass ich nicht alles haben kann, fühlen sich die Entscheidungen nicht wie ein Opfer an. Sie sind das Ergebnis einer Abwägung.

Ich weiß auch, dass ich bisher Glück gehabt habe und die Dinge so betrachten und empfinden kann. Mir ist bewusst, dass das Leben mir jederzeit ein echtes, schmerzhaftes Opfer abverlangen kann. Ich denke dabei an die Entscheidung Helmut Schmidts, der Erpressung durch die Entführung Hanns Martin Schleyers nicht nachzugeben, Schleyers Tod zu riskieren und am Ende diesen Schmerz ertragen zu müssen. Die Schwere dieser Entscheidung ist für mich unermesslich, und die Reaktion der Hinterbliebenen hat Helmut Schmidt die Spitze dieses Schmerzes sicherlich etwas genommen.

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📔 Gut Ding will Weile haben.

Um einen soliden Karriereplan zu erstellen, überlegte ich, was ich besonders gut kann und wo meine Stärken liegen. Ich überlegte auch, welche Tätigkeiten mir wenig Freude bereiten und wo meine Schwächen und Abneigungen liegen. Außerdem machte ich mir Gedanken über meine Erfahrungen und Qualifikationen.

Anschließend machte ich mir Gedanken darüber, wo ich in zwei, fünf oder zehn Jahren stehen möchte. Strebe ich eine Führungsposition an? Möchte ich Experte auf einem Fachgebiet werden? Oder möchte ich doch lieber die Branche wechseln? Ich hielt fest, welche Werte mir wichtig sind, beispielsweise Work-Life-Balance, Gehalt oder Sinnhaftigkeit.

Ich prüfte, welche Weiterbildungen oder Zertifikate mir noch fehlen. Erreiche ich mein Ziel intern oder ist ein Jobwechsel sinnvoller?

Wie baue ich mir ein Netzwerk auf?

Am ersten Tag meiner Ausbildung hatten wir sechs Auszubildende gleich eine Audienz beim Geschäftsführer. Er begrüßte uns freundlich und meinte, wir alle hätten den „Marschallstab im Tornister” (er war vom Zweiten Weltkrieg geprägt). Damit meinte er, dass wir Newbies theoretisch das Potenzial und die Chance haben, Geschäftsführerin oder Geschäftsführer zu werden.

Zu dieser Zeit gab es in dieser Branche bundesweit (West) 1 325 Geschäftsführer:innen. Vermutlich gab es keine einzige Geschäftsführerin. Da dachte ich mir, dass an seinen Worten etwas dran sein könnte und ich nur warten müsste, bis ich an der Reihe wäre, Geschäftsführer zu werden.

Was mein Geschäftsführer und ich nicht bedenken konnten, war, dass der Gesetzgeber schon bald der Meinung war, dass 1 325 selbstständige Organisationen mit jeweils einem Geschäftsführer nicht mehr zeitgemäß seien, und zwangsweise Fusionen beschloss. Heute gibt es nicht einmal mehr 100 Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer. Immerhin ist der Frauenanteil in über 40 Jahren von 0 auf maximal 20 % gestiegen. Ich hätte also auch noch das falsche Geschlecht gehabt.

Somit ist mein ausgefuchster Karriereplan, abzuwarten, bis ich automatisch Geschäftsführer werde, kläglich gescheitert.

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📅❓ Sandkuchen statt Symphonien. Warum ich mit fünf Jahren einfach nur groß werden wollte.

Nein, ich kann mich beim besten Willen nicht daran erinnern, was ich im Alter von fünf Jahren einmal werden wollte. Groß wollte ich werden und habe eine Größe von 176 cm erreicht. Auch daran, was ich im selben Alter nicht werden wollte, kann ich mich nicht erinnern.

Vermutlich durfte ich einfach ein Kind sein und meine Umwelt spielerisch erkunden. Vermutlich gab es niemanden, der ein Talent in mir entdeckte und es fördern wollte. Ich durfte einfach sein.

Ich habe mich mit Gemini darüber unterhalten:

Gemini nannte mir einige prominente Beispiele, bei denen Talent und Ambition extrem früh aufeinandertrafen (ohne Gewähr und ungeprüft inhaltlich übernommen):

Wolfgang Amadeus Mozart ist wohl das Paradebeispiel: Bereits mit vier Jahren erhielt er Musikunterricht von seinem Vater. Mit fünf Jahren begann er, seine ersten kleinen Stücke zu komponieren. Für ihn gab es nie eine andere Welt als die der Musik.

Tiger Woods stand mit zwei Jahren auf dem Golfplatz und trat in Fernsehshows auf, um sein Können zu zeigen. Mit fünf Jahren war er so sehr auf den Sport fokussiert, dass er in seinem Umfeld als künftiger Profi galt. In diesem Alter gewann er bereits erste Turniere für Unter-Zehnjährige.

Pablo Picassos Mutter behauptete, sein erstes Wort sei „Piz” gewesen, was so viel wie „Bleistift” (Lápiz) bedeutet. Da sein Vater Kunstlehrer war, verbrachte Pablo seine gesamte frühe Kindheit im Atelier. Mit fünf Jahren beherrschte er bereits Zeichentechniken, zu denen viele Erwachsene nie fähig sind, und er interessierte sich ausschließlich für Kunst.

Jane Goodall war schon als kleines Mädchen von Tieren „besessen”. Berühmt ist die Anekdote, wie sie sich mit fünf Jahren stundenlang in einem Hühnerstall versteckte, um zu beobachten, wie ein Huhn ein Ei legt. Ihre Mutter rief bereits die Polizei, weil sie vermisst wurde – doch Jane wollte einfach nur wissen, wie die Natur funktioniert.

Shirley Temple war mit drei Jahren bereits eine „professionelle” Schauspielerin und Tänzerin. Mit fünf Jahren war sie ein Weltstar und wusste genau, wie man vor der Kamera agiert. Für sie war das Set ihr natürlicher Lebensraum, noch bevor sie überhaupt richtig lesen konnte.

Während ich mit fünf Jahren vermutlich noch Sandkuchen gebacken habe, kamen bei ihnen drei Faktoren zusammen:

1.) eine natürliche Begabung, 2.) Eltern, die das Talent früh erkennen und fördern und 3.) der Zugang zu Werkzeugen im entscheidenden Zeitfenster der Gehirnentwicklung.

Täglicher Schreibanreiz
Was wolltest im Alter von fünf Jahren einmal werden?

When you were five, what did you want to be when you grew up?  |  Als du fünf warst, was wolltest du später einmal werden?

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