📅❓ Hannibal Lecter?

Tauschen! Nicht einfach für eine Woche jemand anderes sein. Eine fiktive Figur taucht für eine Woche in mein Leben ein. Das will gut überlegt sein!

Hannibal Lecter wird es eher nicht.

Da ich den Zauberberg von Thomas Mann als Langzeitprojekt lese, würde ich gerne mit der fiktiven Figur Hans Castorp eine Woche das Leben tauschen. Er würde an meiner Stelle wohl keinen großen Schaden anrichten, und ich könnte das Sanatorium in den Bergen mit seiner illustren Schar an Patient:innen und Ärzten kennenlernen.

Mir gefällt, dass Thomas Mann seinen Protagonisten selbst als das „Sorgenkind des Lebens” bezeichnete. Hans Castorp zeichnet sich durch seine völlige Unauffälligkeit aus. Das gefällt mir. Er verkörpert wie ich die Mittelmäßigkeit. Er lässt die Dinge auf sich zukommen. Er ist ein Zuhörer. Ich fände es interessant, im Liegestuhl zu liegen und die philosophischen Diskurse um mich herum wie ein Schwamm aufzusaugen. Seine melancholische Ader gefällt mir. Ich wäre gespannt, ob auch ich mich in die kranke Russin Clawdia Chauchat verlieben würde.

Was wäre, wenn ich am Ende dieser Woche nicht mehr in mein altes Leben zurück wollte?

Damals wie heute stehen wir am Vorabend eines großen Krieges und Leidens. Ob Hans Castorp einiges bekannt vorkommen würde?

Tägliche Schreibanregung
Wenn du für eine Woche mit einer fiktiven Figur das Leben tauschen müsstest – wen würdest du wählen?

If you had to switch lives with a fictional character for a week, who would you choose?  |  Wenn du eine Woche lang das Leben einer fiktiven Figur führen müsstest, wen würdest du wählen?

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📅❓ Schnurrend durchs Leben: Mein Plädoyer für ein Katzen-Sabbatical

Eine Woche lang eine Katze zu sein, wäre die komplette Entschleunigung vom komplexen menschlichen Alltag.

Ich würde keine Gedanken an Termine, Rechnungen, E-Mails oder den Haushalt verschwenden. Mein Fokus läge vollkommen ungetrübt im Hier und Jetzt: bei einem interessanten Geruch, einem fallenden Blatt oder der Jagd nach einem Staubkorn im Licht.

Ich müsste mich weder um den Abwasch noch um die Nahrungsbeschaffung kümmern. Ein forderndes Miauen oder ein durchdringender Blick würden ausreichen, und mir würde das Essen serviert oder die Tür geöffnet werden.

Wenn ich keine Lust auf Gesellschaft habe, gehe ich einfach, verstecke mich in einem Karton oder drehe mich demonstrativ weg. Niemand nimmt es einer Katze übel, wenn sie eigensinnig oder distanziert ist.

Meine Umgebung würde viel detailreicher werden. Mit meiner hervorragenden Nachtsicht, meinem extrem feinen Gehör und meinen Schnurrhaaren, die selbst die kleinsten Luftströmungen wahrnehmen, würde ich Räume und die Natur völlig neu entdecken.

Die Welt würde zu einem riesigen Klettergerüst. Aus dem Stand auf einen zwei Meter hohen Schrank zu springen, auf schmalsten Kanten zu balancieren und einen Sturz immer auf den Pfoten abzufangen, wäre eine völlig neue Erfahrung für meinen Körper.

Ich hätte den Instinkt, zielsicher den wärmsten und gemütlichsten Ort zu finden, sei es ein wandernder Sonnenstrahl auf dem Teppich, eine warme Tastatur oder ein frisch bezogenes Bett.

Ich würde 12 bis 16 Stunden am Tag mit Schlafen oder Dösen verbringen. Ich könnte mir jederzeit und überall ein ausgiebiges Nickerchen gönnen, ohne auch nur eine Sekunde das Gefühl zu haben, unproduktiv zu sein.

Tägliche Schreibanregung
Wenn du für eine Woche ein Tier sein müsstest – welches wärst du und warum?

If you had to be an animal for a week, which one would you be and why?  |  Wenn du eine Woche lang ein Tier sein müsstest, welches würdest du wählen und warum?

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