📅❓ Ein Fest.

Tauschen! Nicht einfach für eine Woche nur jemand anderes sein, nein, eine berühmte Person taucht für eine Woche auch in mein Leben ein. Das will gut überlegt sein!

Benjamin Netanjahu wird es eher nicht sein.

Am liebsten hätte ich mit Jane Goodall getauscht. Leider lebt sie nicht mehr. Deshalb entscheide ich mich für Sir David Attenborough.

Er hat am 8. Mai 2026 seinen einhundertsten Geburtstag gefeiert. So könnte ich einmal erleben, was physisch und psychisch auf mich zukommt, wenn ich dieses Alter erreiche. Sir David Attenborough ist einer der bekanntesten Naturfilmer der Welt.

Bereits in seiner Kindheit zeigte er Interesse an der Natur und studierte später Geologie und Zoologie. Mit 26 Jahren begann er seine Karriere beim Fernsehen, als die BBC ein neues Fernsehsenderformat einführte.

Mit innovativen Techniken und fesselnden Erzählungen revolutionierte er die Naturdokumentation. Seine Filme, darunter „Die Erde lebt“ und „Life on Earth“, erreichten Millionen Zuschauer:innen und machten ihn zu einer nationalen Ikone in Großbritannien.

Er begegnete Berggorillas und meisterte die Herausforderungen, die sich ihm während seiner Dreharbeiten in exotischen Ländern stellten.

Seit den 1980er Jahren warnt er vor dem Verlust der Artenvielfalt und spricht seit 2006 regelmäßig über die Gefahren des Klimawandels. Er sieht es als seine Aufgabe, eine Verbindung zwischen Menschen und Natur herzustellen – insbesondere für Stadtbewohner.

Trotz seines Alters ist er weiterhin aktiv, arbeitet an neuen Projekten für die BBC und schärft das Bewusstsein für die Natur.

Attenborough wird als lebendes Kulturgut angesehen, er ist in der britischen Gesellschaft beliebt und respektiert. Er hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Ritterschlag von Königin Elizabeth II.

Attenboroughs Lebenswerk ist eine Kombination aus Leidenschaft für die Natur und dem Bestreben, Menschen für den Naturschutz zu sensibilisieren.

Es wäre für mich wunderbar, im hohen Alter noch aktiv zu sein und an neuen Projekten zu arbeiten. Und Gutes zu tun.

Ich müsste eine Woche auswählen können, in der er eine Einladung zum Essen ins britische Königshaus hat. Das wäre ein Fest. Oder an seiner Stelle im Finale von Wimbledon in der Royal Box am Centre Court sitzen zu können …


Wenn du für eine Woche mit einer berühmten Person das Leben tauschen könntest: Wer wäre das – und warum?

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f you could switch lives with a famous person for a week, who would it be and why?  |  Wenn du eine Woche lang das Leben einer berühmten Persönlichkeit führen könntest, wer wäre das und warum?

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🕮 Innerlich tote Wundergreise?

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📔 zeitlos

Das älteste Kleidungsstück, das ich heute trage, ist ein Hemd. Meistens sind es Hemden, T-Shirts, Sweatshirts oder Pullover.

Meine Kleidungsstücke sind grundsätzlich langlebig. Ich kaufe, was mir gefällt, und nicht, was gerade angesagt oder beworben wird. Ich kaufe nur selten Kleidung und ersetze lediglich, was ausgemustert werden muss.

Im Laufe der letzten Jahrzehnte haben sich auf einer einhundert Zentimeter breiten Stange in meinem Kleiderschrank „unzählige” Oberbekleidungsstücke angesammelt. Ich komme kaum noch mit der Hand dazwischen. Solange sie nicht verschlissen sind, bleibe ich ihnen treu. Da ich die einzelnen Stücke aufgrund der großen Auswahl nicht oft trage, verschleißen sie erst nach vielen Jahren oder Jahrzehnten. Ein Grund für die große Auswahl ist, dass ich lange und oft auf Dienstreisen war. Beruflich war es mir wichtig, nie businessmäßig, sondern lässig aufzutreten. Ich trage meine Oberbekleidung immer über der Hose.

Alle anderen Kleidungskategorien haben wesentlich kürzere „Laufzeiten”. Ich gehöre nicht zu den Männern, die in Matthias Brodowys Programmpunkt „Shortstory” beschrieben werden und ihre Slips oder Boxershorts so lange tragen, bis die vielen Löcher nur noch durch wenig Stoff zusammengehalten werden. Das heißt, alles außer der Oberbekleidung verschleißt schneller und wird in kürzeren Intervallen ausgetauscht.

Das zweitälteste Kleidungsstück, das ich heute trage, sind meine Straßenschuhe, meine dreistreifigen Sneakers, die ohne tierische Stoffe gefertigt wurden. Wenn Frauen einen Schuh-Tick nachgesagt wird, dann offenbart mein Schuh-Tick meine weiblichen Anteile. Da ich relativ viele Schuhe besitze, halten die einzelnen Paare entsprechend länger, sodass sie heute bereits mehrere Jahre alt sind.

Die ältesten Kleidungsstücke in meinem Kleiderschrank sind Fliegen, die ich schon lange nicht mehr regelmäßig trage – außer zu feierlichen Anlässen oder um den 6. Dezember herum, wenn ich die Fliege mit den Nikoläusen trage.

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Was meine Eltern in meinem Alter gemacht haben:

Meine Eltern und ich hatten kein gutes Verhältnis. Ich bedauere es sehr, dass ich nicht in einem liebevollen, gütigen und wertschätzenden Ton über sie schreiben und erzählen kann. Aber auch wütend sein gelingt mir nicht. Denn ich kenne und verstehe ihre Biografien und weiß, warum sie so waren, wie sie waren, und warum sie sich keine Hilfe geholt haben.

In meinem Alter haben meine Eltern das gemacht, was sie bereits die zwanzig Jahre zuvor und die kommenden zwanzig Jahre gemacht hatten. Das Einzige, was sich änderte, war, dass sie nicht mehr berufstätig waren. Die fehlende Berufstätigkeit nutzten sie, um all das, was sie sonst in ihrer Freizeit gemacht hatten, entsprechend zeitlich auszudehnen.

Ihr Leben zu betrachten, war für mich, als würde ich eine alte Efeumauer betrachten. Aber darauf kommt es nicht an. Waren sie glücklich? Ich weiß es nicht, denn sie haben niemals über ihre Gefühle gesprochen. Nicht mit mir.

Ich bedauere auch sehr, dass ich erst heute bei mir angekommen bin. Denn heute hätte ich die richtigen Fragen, die es vielleicht geschafft hätten, bei Ihnen Impulse zu setzen und Ihre Verkrustungen aufzubrechen. Ihr Grab liegt auf einer meiner regelmäßigen Spazierrouten. Ich halte dort immer kurz inne.

Neben Ihnen liegt die Mutter meiner Mutter, meine Oma. Als sie in meinem Alter war, hat sie sich um ihre beiden Enkel gekümmert. Liebevoll. Wertschätzend. Gütig. Vor allem um mich. Ich konnte es ihr zurückgeben. Als sie ihre letzten beiden Jahre dement im Pflegeheim verbrachte. Zuletzt verwechselte sie mich mit ihrem jüngsten Bruder, der bei einer Bombardierung ums Leben gekommen war. Nie habe ich sie freudiger erlebt, als würde eine zentnerschwere Last von ihr abfallen. Er hatte Heimaturlaub. Kurz nach seinem 22. Geburtstag 1944. Heute vermute ich, dass jeder, der ihn kannte, ihn in mir sah. Es gab Andeutungen. Darüber wurde nicht gesprochen.

Ich versuche, es besser zu machen.

Täglicher Schreibanreiz
Was haben deine Eltern in deinem Alter gemacht?

What were your parents doing at your age? | Was haben deine Eltern in deinem Alter gemacht?

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Weder Tag noch Stunde | dailyprompt

Meine Vorstellung, sehr alt zu werden, ist tagesabhängig. Vor allem, wenn ich den Worten unserer Bundesregierung, der Bundestagsabgeordneten, der EU-Kommission, des NATO-Führungsstabs und hochrangiger Militärs Glauben schenke, die sie Woche für Woche von sich geben. (Empfohlen sei hier das Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit von Leo Ensel: https://www.nachdenkseiten.de/?tag=woerterbuch-der-kriegstuechtigkeit). Dann endet die Vorstellung in drei bis vier Jahren oder sogar noch früher.

Ich beobachte den „Kampf” der Menschheit gegen die längst begonnene Klimakatastrophe. Dieser endete nämlich mit der Corona-Pandemie. Manchmal stelle ich mir vor, dass es die Pandemie nur gab, um die größte weltweite Protestbewegung mundtot zu machen. Die Klimakatastrophe wird geradezu befeuert. Ich war letztes Jahr im Klimahaus in Bremerhaven und habe mir dort die neue Dauerausstellung „Wetterextreme” angesehen. In den nächsten Jahrzehnten werden wir punktuell Wolkenbrüche erleben, die wir uns heute noch nicht vorstellen können. Dagegen wird die Ahrtalflut „Pillepalle” gewesen sein. Durch Kriegsereignisse, insbesondere einen Atomkrieg, oder durch Extremwetterereignisse vorzeitig zu sterben, wird mit jedem weiteren Jahr unserer Untätigkeit wahrscheinlicher.

Wenn ich mir die Verbreitung von Plastik, Makroplastik, Mikroplastik und Nanoplastik anschaue, weiß ich, wie sehr uns diese Stoffe vergiften. Alle Produkte, die aus Erdöl hergestellt werden, sind davon betroffen. Die Wahrscheinlichkeit, an Krebs …

wir kennen weder
Tag noch Stunde und nicht die
Todesursache

… vorzeitig, ja bereits in jungen Jahren zu sterben, wird ebenfalls von Jahr zu Jahr größer.

Abgesehen von diesen „Petitessen“ kann ich mir alles vorstellen: das demente Dahinsiechen mit Sprachverlust, die Abhängigkeit von einer 24/7-Betreuung nach einem oder mehreren Schlaganfällen oder ein Unfall, der mich die nächsten Jahre oder Jahrzehnte regungslos ans Bett fesselt. Oder ich stelle mir vor, wie Clint Eastwood mit 94 Jahren produktiv und mitten im Leben zu stehen. Ich sage immer leichtfertig, ich hätte keine Pläne oder Ziele. Doch ein Ziel habe ich: Ich möchte der älteste Teilnehmer aller Zeiten am Neuwieder Deichlauf sein (ich sollte mich einmal erkundigen, wo der Rekord gerade steht).

Wer weiß, ob ich am 34 334. Tag meines Lebens noch die Daily Prompts oder mein Tagebuch blogge?

Nein, Schluss mit dem Spuk. Ich stelle mir das nicht vor. Ich kenne weder Tag noch Stunde. Es kann sein, dass ich gerade diesen Text schreibe und tot umfalle. Every day is a new day. Ich versuche, aus jedem Tag das Beste zu machen, die beste Version meiner selbst zu sein, weiter zu reifen und immer da zu sein, wo meine Hilfe gebraucht wird – ohne mich zu überfordern.

Täglicher Schreibanreiz
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