📅❓ Die Kunst der Abgrenzung: Warum ein klares „Nein“ Beziehungen retten kann

Zunächst mache ich es mir einfach und verweise auf das Buch „Set Boundaries, Find Peace: A Guide to Reclaiming Yourself” (Grenzen machen uns frei) von Nedra Glover Tawwab [https://www.narayana-verlag.de/Grenzen-machen-uns-frei-Nedra-Glover-Tawwab/b27969]. Wenn ihr das Buch lest, wird euch an vielen Stellen die Augen geöffnet, wo ihr eure eigenen Grenzen überschreitet, wo ihr anderen gestattet, eure Grenzen zu überschreiten, wie andere im Umgang miteinander Grenzen überschreiten und überschreiten lassen und wo ihr die Grenzen anderer überschreitet. Am Anfang steht die Bewusstwerdung und die Überwindung des Widerstands, sich mit dem Thema intensiv zu beschäftigen – denn es wird dein Leben nachhaltig verändern.

Die Monatszeitschrift „Psychologie Heute” hat sich im August 2024 mit dem Thema und dem Buch auseinandergesetzt:

Nedra Glover Tawwab ist eine US-amerikanische Psychotherapeutin, Sozialarbeiterin und Autorin. Sie berichtet, dass viele ihrer Patientinnen und Patienten mit den folgenden Symptomen in ihre Praxis kommen:

Sie fühlen sich überfordert. Sie hegen Groll gegen Menschen, die sie um Hilfe bitten.  Sie vermeiden Telefongespräche und den Umgang mit Menschen, von denen sie etwas erbitten könnten. Sie machen Bemerkungen darüber, dass sie anderen helfen und nichts dafür zurückbekommen. Sie fühlen sich ausgebrannt. Oft träumen Sie davon, alles hinzuschmeißen und einfach zu verschwinden. Sie haben keine Zeit für sich selbst.

Laut Glover sind sich diese Patient:innen ihrer Schwierigkeiten, Grenzen zu setzen, nicht bewusst, denn an der Oberfläche gibt es nur Konflikte mit anderen. Negative Gedanken werden vermieden und es ist nur wenig Energie vorhanden. Darunter rumoren Schuldgefühle und ein seltsames Unbehagen.

Grenzen sind kein Selbstzweck, sondern helfen mir, gute Beziehungen zu führen. Meine Gegenüber wissen nicht, was ich will, und es ist meine Aufgabe, das klarzustellen. Diese Klarheit kann Beziehungen retten.

In der Fachliteratur werden in der Regel sechs verschiedene Arten von Grenzen unterschieden:

körperliche (physische) Grenzen, emotionale Grenzen, geistige (intellektuelle) Grenzen, zeitliche Grenzen, materielle Grenzen und sexuelle Grenzen.

Das Setzen und Wahren dieser Grenzen ist in der Psychologie kein egoistischer Akt, sondern eine essenzielle Form der Selbstfürsorge. Wer seine eigenen Grenzen kennt und sie klar kommunizieren kann, schützt sich präventiv vor Erschöpfung, chronischem Stress und ungesunden Beziehungsdynamiken.

Manche Arten von Grenzen hat man womöglich gut im Griff, bei anderen gibt es jedoch immer wieder Schwierigkeiten.

Grenzen können uns in zweifacher Hinsicht Probleme bereiten: Einerseits, wenn wir selbst nicht auf unsere Bedürfnisse achten, und andererseits, wenn wir von unseren Mitmenschen ein „Nein” kassieren und mit dieser Zurückweisung nicht klarkommen.

Die vier Schritte der gewaltfreien Kommunikation lesen sich wie ein Grundkurs im Grenzensetzen oder eine Formel für mehr Selbstbehauptung.

Ich schildere möglichst wertfrei meine Beobachtung dessen, was passiert ist.

Ich sage, wie ich mich damit fühle.

Ich formuliere mein Bedürfnis.

Ich äußere eine Bitte.

Laut Nedra Glover Tawwab werden die meisten Menschen unsere Bitte klaglos akzeptieren. Dennoch wird es immer wieder vorkommen, dass andere unsere Wünsche als unfair oder unverschämt bezeichnen, sie ignorieren, uns über Tage die kalte Schulter zeigen oder so tun, als hätten sie uns falsch verstanden. Deshalb müssen wir Taten folgen lassen.

Ich muss so tun, als wäre ich eine Langspielplatte aus Vinyl, die an der entscheidenden Stelle einen Kratzer hat. Ich wiederhole meinen Wunsch, bis der andere endlich reagiert. Wer sich vor solchen Konsequenzen drückt, lädt laut Glover Tawwab zu ständigen Grenzverletzungen in der Beziehung ein. In manchen Fällen könne man noch ein Ultimatum stellen. Wenn auch das nichts bringt, sagt Glover Tawwab, sei es womöglich an der Zeit, den Kontakt abzubrechen. Ich greife dann quasi zu den Nuklearwaffen, um meine Grenzen zu verteidigen.

In ihrem Buch gibt Glover Tawwab auch gute Tipps, wie man Einwänden gegenüber meinen Wünschen begegnen kann.

Gute Beziehungen – egal, ob zu langjährigen Freunden, der Familie oder ehemaligen Partnern – halten nicht nur ein klares „Nein“ aus, sondern wachsen sogar daran. Gegenseitiger Respekt entsteht erst dann, wenn beide Seiten wissen, woran sie beim anderen sind.

Unabhängig vom Buch hier ein kurzer Guide, um gesunde Grenzen in Beziehungen zu setzen:

Das Setzen von Grenzen ist ein fortlaufender Prozess. Es geht nicht darum, emotionale Mauern zu bauen, sondern gewissermaßen Türen mit Türklinken einzusetzen – du entscheidest selbst, wer wann eintreten darf.

Hier sind fünf praktische Schritte, um Grenzen gesund und effektiv zu etablieren:

1. Eigene Bedürfnisse und Limits erkennen

Finde deine Signale: Bevor du eine Grenze kommunizieren kannst, musst du sie spüren. Ein Überschreiten der eigenen Grenzen zeigt sich oft durch ein diffuses Gefühl von Erschöpfung, innerer Unruhe oder leichtem Groll gegenüber der anderen Person.

Klarheit schaffen: Erlaube dir herauszufinden, was dir Energie zieht und was dir Kraft gibt. Wenn du beispielsweise merkst, dass du nach intensiven sozialen Kontakten zwingend ungestörte Zeit für dich brauchst, um deine Batterien wieder aufzuladen, dann ist das die Basis für deine zeitlichen und emotionalen Grenzen.

2. Die „Ich-Botschaft“ nutzen

Bei dir bleiben: Formuliere deine Grenze aus deiner eigenen Perspektive, ohne Vorwürfe zu machen. Das reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass dein Gegenüber in eine Abwehrhaltung geht.

Beispiel: Anstatt zu sagen: „Du beanspruchst mich immer zu stark“, versuche es mit: „Ich schätze unsere Gespräche sehr, aber ich brauche heute Abend einfach etwas Ruhe und Zeit für mich, um bei einem Spaziergang den Kopf frei zu bekommen. Lass uns gerne morgen telefonieren.“

3. Kommuniziere klar, freundlich und ohne lange Rechtfertigung.

Sei kurz und präzise. Ein häufiger Fehler ist das „Über-Erklären“. Wenn du anfängst, dich in Details zu verlieren, bietest du Angriffsfläche für Diskussionen.

Entschuldige dich nicht für Selbstfürsorge: Ein klares „Nein, das schaffe ich heute nicht“ ist ein vollständiger Satz. Du musst dich nicht dafür entschuldigen, dass du auf deine mentale oder körperliche Kapazität achtest.

4. Mit Gegenwind rechnen (und ihn aushalten).

Veränderung löst Reibung aus. Wenn Menschen in deinem Umfeld es gewohnt sind, dass du grenzenlos verfügbar bist, werden sie auf neue Regeln eventuell irritiert, ungläubig oder enttäuscht reagieren.

Standhaft bleiben: Das ist eine normale menschliche Reaktion und bedeutet nicht, dass du etwas falsch gemacht hast. Atme durch, lass dich nicht aus der Ruhe bringen und bleibe freundlich, aber konsequent.

5. Routinen als Schutzschild etablieren

Grenzen vorab setzen: Warte nicht, bis du völlig erschöpft bist. Plane proaktiv feste Phasen ein, in denen du dich ganz bewusst zurückziehst, sei es in der Natur oder zu Hause beim Musikhören. Wenn diese „Me-Time“ ein fester, nicht verhandelbarer Bestandteil deines Alltags ist, fällt es dir automatisch leichter, diese Zeiten auch gegenüber anderen selbstbewusst zu vertreten.

Täglicher Schreibanreiz
Schreib deinen Guide dazu, wie du in Beziehungen gesunde Grenzen setzt.

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🎙 Gesunde Ablösung durch Kontaktabbrüche verstehen.

In der Podcastfolge „Kontaktabbruch – wie gesunde Ablösung gelingt” werden die psychologischen Aspekte von radikalen Kontaktabbrüchen in Beziehungen behandelt, sei es in Freundschaften, Partnerschaften oder familiären Bindungen.

Die Psychologen Stefanie Stahl und Lukas Klaschinski diskutieren die Gründe für solche Abbrüche und betonen die Wichtigkeit klarer Begründungen, um Missverständnisse und Projektionen zu vermeiden. Sie heben hervor, dass verletzte Gefühle und unklare Kommunikationsmuster oft zu Konflikten führen, die schließlich in einem Kontaktabbruch enden können.

Zudem wird die Tragik solcher Abbrüche thematisiert, insbesondere wenn Kinder betroffen sind, da diese oft zwischen den Eltern hin- und hergerissen werden.

Abschließend geben die Psychologen praktische Tipps, wie Betroffene ihre Gefühle und Anteile in Konflikten reflektieren können, um gesunde Grenzen zu setzen und ihre emotionale Gesundheit zu fördern.


Podcastfolge „Kontaktabbruch – wie gesunde Ablösung gelingt“ vom –28.08.2024– aus dem RTL+-Podcast „So bin ich eben! Stefanie Stahls Psychologie-Podcast für alle „Normalgestörten“„.


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Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://shows.acast.com/so-bin-ich-eben/episodes/695b7e968ad316586a619248

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🎙 Unsere Haltung beeinflusst unser Leben und unsere Einstellung.

In dieser Podcast-Folge mit Christian Bischoff wird erörtert, welchen Einfluss unsere innere Haltung und unser Mindset auf unser Leben haben.

Es wird diskutiert, dass eine positive Einstellung zwar hilfreich sein kann, aber auch Druck erzeugen kann, wenn man glaubt, alles selbst steuern zu müssen. Bischoff teilt persönliche Erfahrungen, die zeigen, wie ein einzelner Gedanke oder eine neue Perspektive entscheidend sein kann, um aus Krisen herauszukommen und neue Wege zu finden.

Der Dialog beleuchtet auch die Grenzen des Mindset-Konzepts, insbesondere im Hinblick auf tiefere emotionale oder traumatische Erfahrungen.

Schließlich wird betont, wie wichtig es ist, die eigenen Gedanken zu hinterfragen, anstatt sie blind zu akzeptieren. Nur so bleiben wir handlungsfähig und können unser Leben aktiv gestalten.


Podcastfolge „Warum unsere Haltung unser Leben steuert und wo Mindset an Grenzen stößt mit Christian Bischoff“ vom –29.04.2026– aus dem RTL+-Podcast „So bin ich eben! Stefanie Stahls Psychologie-Podcast für alle „Normalgestörten“„.


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🎙 Bundesweiter Warntag im Körper: Warum uns Stress nachts wachhält

In dieser Podcast-Folge erläutern Dr. Christine Blume und Ilka Knigge, wie die biologische Stressreaktion den Körper in Alarmbereitschaft versetzt und Schlaf als evolutionär unvereinbaren Zustand blockiert.

Dabei unterscheiden sie zwischen positivem Eustress und schädlichem Distress. Chronische Belastung kann einen Teufelskreis aus erhöhten Cortisolwerten und Schlafstörungen befeuern.

Neben den körperlichen Folgen, wie einer gehemmten Verdauung, werden auch Warnsignale, wie Verspannungen, sowie die individuelle Stresssensibilität des Schlafs thematisiert. Zur Bewältigung empfehlen die Expertinnen eine bessere Selbstorganisation, gezielte Entspannungsübungen und die Fähigkeit, durch „Nein-Sagen“ klare Grenzen zu setzen.

Abschließend betonen sie, dass regelmäßige Bewegung und geplante Erholungsphasen essenziell sind, um die psychische und körperliche Widerstandsfähigkeit langfristig zu erhalten.


Podcastfolge „Gegen den Stress – Wie wir wieder besser schlafen“ vom –11.11.2025– aus dem Deutschlandfunk-Nova-Podcast „Über Schlafen“.


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🎙 Karriere, Kind, Kollaps: Ein Protokoll der Erschöpfung.

Julia Panknin berichtet von ihrem Weg von einer erfolgreichen Medienkarriere hin zu einem schweren Burnout, ausgelöst durch die enorme Doppelbelastung von Beruf und ungeplanter Mutterschaft.

Geprägt durch die Existenzängste ihrer Kindheit versuchte sie lange Zeit trotz fehlender Unterstützung durch ihren Partner und trotz körperlicher Warnsignale, im Job und zu Hause perfekt zu funktionieren.

Ein Zusammenbruch im Büro und eine anschließende Depression führten sie schließlich in eine Klinik. Dort lernte sie, ihre Grenzen zu wahren und die emotionale Bindung zu ihrer Tochter zu heilen.

Aufgrund dieser Erfahrung gründete sie die Plattform „mamibrennt“, um berufstätige Mütter zu vernetzen und auf notwendige gesellschaftliche Veränderungen in Bezug auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie aufmerksam zu machen.

Heute führt sie ein ausbalanciertes Leben, in dem ihre Gesundheit und ihre Tochter die Hauptrollen spielen, ohne dass dabei ihre berufliche Erfüllung verloren geht.


Aus der Podcastfolge „Ausgebrannt zwischen Kind und Karriere – Julia Panknin“ vom –09.03.2025– des SWR-Podcasts „Das wahre Leben„.


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🎙 Der Wolf im Paragraphenpelz: Wenn das Recht zur Waffe gegen die Demokratie wird.

In ihrem Vortrag analysiert Anna-Bettina Kaiser die Rückkehr des Staatsstreichs und kommt zu dem Schluss, dass moderne Demokratien zunehmend durch eine Kombination aus rechtlicher Regression und dem Missbrauch von Ausnahmezuständen gefährdet sind.

Dabei beschreibt sie den Trend zum „Autogolpe“, bei dem amtierende Machthaber versuchen, ihre Macht über die verfassungsmäßigen Grenzen hinaus zu sichern, indem sie pseudolegale Techniken und gezielte Einschüchterung einsetzen. In diesem Prozess dient das Recht oft als bloße Fassade für die systematische Aushöhlung demokratischer Substanz – ein Phänomen, das Kaiser als „autokratischen Legalismus“ bezeichnet.

Kaiser verweist auf „Gödels Loophole“ und betont, dass keine Verfassung der Welt absolut wasserdicht gegen solche Angriffe gebaut werden kann, da sie stets von den handelnden Personen abhängt.

Abschließend plädiert sie dafür, Verfassungsumstürze konsequent beim Namen zu nennen, um ihnen die Maske der Legalität zu entziehen und so die demokratische Resilienz zu stärken.


Podcastfolge „Staatsstreiche – Wie Verfassungen ausgehebelt werden“ vom –12.02.2026– aus dem Deutschlandfunk-Nova-Podcast „Hörsaal„.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/02/12/deutschlandfunknova_staatsstreiche_wie_20260212_1bbcb445.mp3

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🎙 Wer schnattert, der knattert: Offene Kommunikation ist der einzige Weg zu gutem Sex.

In dieser Podcast-Folge diskutieren die Hosts anhand einer Hörergeschichte, wie religiöse und gesellschaftliche Verbote unsere Sexualität einschränken und zu absurden „Schlupflöchern” führen.

Dabei beleuchten die Hosts persönliche Erfahrungen mit Peer-Pressure sowie dem Mythos der Jungfräulichkeit und stellen fest, dass sich Frauen durch soziale Stigmata oft stärker eingeschränkt fühlen als Männer. Eine Sexualtherapeutin ergänzt, dass Scham und moralische Erwartungen den authentischen Zugang zur eigenen Lust blockieren können und sogar körperliche Folgen wie Vaginismus begünstigen.

Um diese Blockaden zu lösen, rät der Podcast zu offener Kommunikation, einer Prise Humor und dem kritischen Hinterfragen, ob sexuelle Grenzen selbst gewählt sind oder von außen auferlegt wurden.

Das zentrale Fazit lautet: Sexuelle Selbstbestimmung gelingt nur, wenn Tabus gebrochen werden und man lernt, die eigenen Bedürfnisse ohne Scham zu artikulieren.


Aus der Podcastfolge „Analsex ja – Vaginalsex nein?!“ vom –27.12.2025– des Podcasts „Im Namen der Hose – der Sexpodcast von BR-PULS„.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://cdn-storage.br.de/MUJIuUOVBwQIbtChb6OHu7ODifWH_-4P/_AJS/_28d5AkG571S/813e8567-e00d-42cf-9a0d-3c67f99bf856_2.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:690de9ab2db06271/

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🎙 Kinderwunsch als Zerreißprobe: Wenn einer plant, während der andere blockiert.

Marina und Samuele suchen therapeutische Hilfe, da sie beim Thema Kinderwunsch und langfristige Lebensplanung an ihre Grenzen gestoßen sind.

Während Samuele nach Sicherheit durch klare Meilensteine strebt, fühlt sich Marina durch diesen Erwartungsdruck in ihrer Autonomie eingeengt und zieht sich zurück. Der Therapeut Eric Hegmann verdeutlicht, dass diese Dynamik in ihren gegensätzlichen Kindheitserfahrungen verwurzelt ist: Samuele wuchs in einer stabilen Großfamilie auf, während Marina Trennung erlebt hat.

In der Sitzung offenbart Marina, dass sie sich zwar grundsätzlich Kinder vorstellen kann, ihr „Schutzanteil” sie jedoch aus Angst vor einem Scheitern der Beziehung blockiert.

Die wichtigste Erkenntnis für das Paar ist, dass es zuerst seine emotionale Verbindung stärken muss, bevor es eine gemeinsame Lösung für seine unterschiedlichen Lebensentwürfe finden kann.


Podcastfolge „Kinderwunsch als wunder Punkt“ vom –03.05.2024– aus dem NDR-Podcast „Die Paartherapie„; verfügbar bis -03.05.2026-.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://ndr-podcast.ard-mcdn.de/progressive/2024/0426/AU-20240426-1646-2800.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.ndr.de/ndr2/podcasts/Die-Paartherapie-Der-NDR-2-Podcast,audio1623132.html

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🎙 Die schwierige Beziehung zu ihrem Bruder belastet sie sehr.

In der Podcastfolge spricht eine Frau namens Katrin über ihre schwierige Beziehung zu ihrem cholerischen Bruder. Vor zwei Jahren hat sie versucht, ihm Grenzen zu setzen, indem sie ihm in einer Sprachnachricht mitteilte, dass sie sich oft übergangen und klein gemacht fühlt. Diese Nachricht hat ihren Bruder sehr wütend gemacht und seitdem hat Katrin das Gefühl, nicht mehr zur Familie zu gehören.


Podcastfolge „Warum belastet mich die schwierige Beziehung zu meinem Bruder so sehr – und wie kann ich mich davon befreien?“ vom 16.02.2025 aus dem RTL+-Podcast „Stahl aber herzlich„.


Katrin beschreibt, dass ihr Bruder schon in der Kindheit oft wütend war und ihre Eltern Schwierigkeiten hatten, ihm Grenzen zu setzen. Sie selbst hat sich immer angepasst, um Konflikte zu vermeiden, und fühlte sich dadurch oft unsichtbar und unwichtig. Sie hat keine schönen Erinnerungen an ihre Kindheit mit ihm und hat das Gefühl, dass ihre Eltern nie wirklich für sie eingetreten sind.

Im Gespräch mit der Psychologin wird deutlich, dass Katrin sich nach einer besseren Beziehung zu ihrer Familie sehnt, aber Angst hat, dass sich ihre Eltern und ihre Schwester nicht für ihre Gefühle interessieren oder sie nicht ernst nehmen. Sie möchte, dass ihre Familie erkennt, wie sie sich fühlt, hat aber das Gefühl, dass sie das nicht aussprechen kann, weil sie befürchtet, abgelehnt zu werden.

Die Psychologin erklärt ihr, dass sie aufgrund ihrer Kindheitserfahrungen sehr verletzlich ist und ihre aktuellen Reaktionen oft von diesen alten Verletzungen beeinflusst werden. Sie ermutigt Katrin, an ihrer eigenen Wahrnehmung zu arbeiten und die Wunden aus der Vergangenheit zu heilen, um gesunde Beziehungen aufbauen zu können.

In der Podcastfolge geht es vereinfacht zusammengefasst um die Herausforderungen, die Katrin in ihrer Familie erlebt, und darum, wie sie lernen kann, ihre Gefühle auszudrücken und gesunde Grenzen zu setzen, um sich von der emotionalen Belastung zu befreien.

Podcastfolge in neuem Tab hören: https://ais.audiorella.com/podcasts/1748-stahl-aber-herzlich-der-psychotherapie-podcast-mit-stefanie-stahl/227347-warum-belastet-mich-die-schwierige-beziehung-zu-meinem-bruder-so-sehr-und-wie-kann-ich-mich-davon-befreien.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://plus.rtl.de/podcast/stahl-aber-herzlich-der-psychotherapie-podcast-mit-stefanie-stahl-hkbvaxayyklcv/warum-belastet-mich-die-schwierige-beziehung-zu-meinem-bruder-so-sehr-und-wie-kann-ich-mich-davon-befreien-4svqsmydl5hli

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• Anpassung • Authentizität • Bindungsangst • Gefühle • Grenzen • Loyalität • Selbstaufmerksamkeit • Trauer • Wut •

In der am 30.07.2023 erschienenen Podcastfolge „Bindungsangst – was hat meine Mutter damit zu tun?” aus dem Podcast „Stahl aber herzlich – Der Psychotherapie-Podcast mit Stefanie Stahl” geht es um das Thema Bindungsangst und den Zusammenhang mit der Beziehung zur Mutter einer Frau namens Maja. Maja hat Schwierigkeiten, sich in ihrer Beziehung zu ihrer Partnerin auf eine festere Bindung einzulassen, da sie Angst hat, unglücklich zu werden. Diese Angst ist in ihrer Kindheit verwurzelt, in der sie oft mit den Problemen ihrer Mutter konfrontiert wurde, was sie emotional überfordert hat.

Maja fühlt sich unter Druck, die Erwartungen anderer zu erfüllen. Dadurch kann sie ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse nicht klar erkennen. Sie hat das Gefühl, sich anpassen zu müssen, um geliebt zu werden, und verliert dabei den Kontakt zu ihren eigenen Gefühlen. In Gesprächen mit der Psychotherapeutin Stefanie Stahl wird deutlich, dass Majas Bindungsangst mit einer übermäßigen Loyalität gegenüber ihrer Mutter einhergeht. Diese Loyalität hindert sie daran, ihre Wut über die emotionalen Lasten auszudrücken, die ihre Mutter auf sie abgeladen hat.

Die Therapeutin erklärt ihr, wie wichtig es ist, diese Wut zuzulassen, um sich von den Erwartungen ihrer Mutter zu lösen und ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln. Maja wird ermutigt, ihre eigenen Bedürfnisse zu erkennen und zu lernen, klare Grenzen zu setzen, um in ihrer Beziehung glücklicher zu werden.

Podcastfolge in neuem Tab hören: https://rss.art19.com/episodes/29fbf2cb-c2ad-48ea-b12a-a7a2a952310e.mp3

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