📅❓ Pflanzen

Im Frühsommer 2016 habe ich nach und nach meine Ernährung auf rein pflanzliche Kost umgestellt.

Zunächst aus Mitleid mit den unsäglich leidenden Tieren. Ich habe gesehen, was dies alles bedeutet: Zwangsbefruchtung, Mutter-Kind-Trennung, Massentierhaltung, Platzmangel, Fixierung, kein Tageslicht, Spaltenböden, Leben in den eigenen Exkrementen, Qualzuchten, Verstümmelungen, Lebendtransporte bei jedem Wetter, Schlachtung im Akkord, Panik vor dem Tod, Fehlbetäubungen und die Tötung nutzloser Tiere.

Dann auch des Klimas und der Umwelt wegen: enorme Emissionen von Methan, Lachgas und CO₂ durch Verdauungsprozesse, Gülle und Landnutzung, hoher Wasserbedarf und massive Landnutzung. Es müssen deutlich mehr Kalorien in Form von Pflanzen verfüttert werden, als am Ende als Fleisch herauskommen. Zudem wird für den Anbau von Soja, das als Kraftfutter in die Massentierhaltung exportiert wird, Regenwald abgeholzt. Die Überdüngung von Böden und Grundwasserverschmutzung durch immense Mengen an Gülle (Nitratbelastung).

Auch aus diesen Gründen:
– Flächen und Ernten, die für Tierfutter genutzt werden, fehlen für die direkte pflanzliche Ernährung von Menschen, was Welthunger begünstigt.
– Die Entstehung gefährlicher, multiresistenter Keime durch den massenhaften Einsatz von Antibiotika in Ställen.
– Das enge Zusammenpferchen genetisch ähnlicher Tiere auf engstem Raum ist ein idealer Brutkasten für die Mutation und Übertragung von Viren.

Im Zuge dessen habe ich 20 Kilogramm abgenommen und halte seitdem mein Gewicht. Ich bewege mich täglich. Ich bin geistig beweglicher. Depressive Verstimmungen sind fast vollständig verschwunden. Seitdem bin ich kreativer. Ich bin so gut wie nie mehr erkältet. Ärzte haben seitdem nichts mehr an mir zu bemängeln (abgesehen von den angeborenen Faktoren). Mein Blick auf die Welt ist klarer geworden, vor allem, was die Abhängigkeiten betrifft und wie wir manipuliert und sediert werden. Ich bin toleranter geworden und möchte niemanden davon überzeugen, seinen Weg in den kollektiven Abgrund zu ändern. Ich kann mein Sellerieschnitzel in Gegenwart von Spare-Ribs-Esser:innen genießen.

Diese eine Gewohnheit, Pflanzliches zu essen, hat mein Leben am meisten verbessert.

Tägliche Schreibanregung
Welche eine Gewohnheit hat dein Leben am meisten verbessert?

What’s one habit that has improved your life the most?  |  Welche Gewohnheit hat dein Leben am meisten verbessert?

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📅❓ Es war die Lerche und nicht die Eule.

Der heutige Schreibanreiz passt gut zu dem Podcast „Über Schlafen” von Deutschlandfunk Nova, dem ich folge und dessen einzelne Folgen ich hier regelmäßig teile.

Ich selbst muss glücklicherweise nichts unternehmen, um besser zu schlafen. Ich schlafe gut und fest, und laut meinem Schlaftracker ist mein Verhältnis von REM-, Tief- und Leichtschlaf in Ordnung.

Vom Schlaftyp her bin ich eine Lerche, d. h., ich kann gut früh schlafen und aufstehen. Regelmäßig schlafe ich zwischen sechs und sieben Stunden. Manchmal nur sechs, aber auch gerne bis zu neun Stunden. Ich liebe Sonnenaufgänge, die Kühle des Morgens und das Erwachen der Natur.

Seit ich erwachsen bin, kann ich immer gut einschlafen. Ich drehe mich auf meine Schlafseite und bin in weniger als einer Minute weggeschlummert. Auch Störungen des Schlafes begegne ich gelassen. Das heißt, wenn es in der Nacht zu einer Störung kommt, ich aufwache oder sogar etwas tun muss, ist das unproblematisch. Danach lege ich mich wieder hin, drehe mich zur Seite und schlafe weiter. Auch mit Schlafmangel kann ich gut umgehen. Ich baue dann tagsüber einen Powernap von höchstens 30 Minuten ein, der sehr erfrischend wirkt.

Wenn ich zu ausgeschlafen bin, sehr aufgekratzt bin und meine Gedanken nicht aufhören wollen zu kreisen, dann empfinde ich das nicht als dramatisch. Ich bleibe ruhig liegen und versuche, mich auf meinen Atem oder die Geräusche, die an mein Ohr dringen, zu konzentrieren. Irgendwann ist der Gedankenjahrmarkt zu Ende und ich gleite allmählich in den Schlaf hinein.

Ich bin dankbar dafür, gut schlafen zu können.

Täglicher Schreibanreiz
Was machst du, um besser zu schlafen?

What do you do to improve your sleep?  |  Was tust du, um deinen Schlaf zu verbessern?

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📔 Ausmisten und Möbelrücken.

„Ausmisten“ wäre eine kleine Verbesserung, die ich in meinem Leben umsetzen könnte.

Nach fast zwölf Jahren in meiner kleinen Wohnung finden sich nun überall Stapel: Zeitschriften, Bücher, Briefe und alles, was sich sonst noch so stapeln lässt. Hinzu kommen Altlasten in Umzugskartons, Regalen und Schränken, von denen ich mich trennen könnte. Auch von einigen Kleidungsstücken könnte ich mich trennen.

Dadurch würde sich meine Wohnumgebung luftiger anfühlen.

Und bei dieser Gelegenheit könnte ich auch meine Möbel neu arrangieren.

Die Zeit ist reif für diese kleinen Verbesserungen in meinem Leben.

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📅❓ Maikäfer, Mitgefühl und Machtspiele

Welche Community?

Eine Community ist eine Gemeinschaft von Menschen. Diese Menschen sind durch gemeinsame Interessen, Ziele, Werte oder einen gemeinsamen Ort miteinander verbunden. In einer Community gibt es ein „Wir-Gefühl“. Die Mitglieder kommunizieren miteinander, helfen sich gegenseitig und streiten sich auch mal leidenschaftlich darüber, wie geburtsfreudig Maikäfer sind. Ohne Austausch ist es nur eine Liste von Namen, aber keine Gemeinschaft.

Ich war in meinem Leben in vielen Gruppen von Menschen miteinander verbunden. Letztendlich lief es immer darauf hinaus, wer wen dominiert und die Macht ausübt. Mal mehr, mal weniger subtil.

Nein, danke.

PS: Heute gedenken wir des Leidens und Sterbens eines besonderen Mannes, der Teil einer Gemeinschaft war. Aus dieser wurde er verraten und seinen Häschern ausgeliefert. Stehen nicht alle Communitys bis heute in dieser Tradition? Gibt es überhaupt eine, die keinen Verrat kennt?

Täglicher Schreibanreiz
Wie würdest du deine Community verbessern?

How would you improve your community?  |  Wie würdest du deine Gemeinde verbessern?

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