📅❓ Denken – Fühlen – Handeln

Je länger ich darüber nachdenke, desto weniger kann ich mit dem Begriff „früheres Ich“ anfangen. Ich bin ich.

Ich bin als relativ unbeschriebenes Blatt auf die Welt gekommen, das nach und nach beschrieben wurde. Ich habe immer wieder dazugelernt, habe mich versucht, habe mich geirrt oder war gleich beim ersten Versuch erfolgreich. Ich kann stolz sein auf Dinge, die ich gelernt habe und heute kann, die ich früher jedoch nicht konnte.
Früher war ich in meinen Gedanken gefangen. Ich habe wenig gefühlt und bin nicht ins Handeln gekommen.

Irgendwann wurde die Mauer um meine Gefühle gesprengt und ich war plötzlich mit ihnen verbunden. Zunächst war ich von meinen befreiten Gefühlen überwältigt und lief planlos umher. Zeitweise bezeichnete ich mich selbst als emotionaler Geisterfahrer, der einige Mitmenschen „überfuhr“ und überforderte.

Ich lernte, dass ich Gefühle habe, aber nicht meine Gefühle bin. Ich kann meine Gefühle in ihre Schranken weisen oder sie kontrolliert zulassen, sodass sie für mich und andere erträglich sind.

Heute bin ich nah dran an meiner Mitte.


Was hast du schon geschafft, worauf dein früheres Ich stolz wäre?

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What’s something you’ve done that your past self would be proud of?  |  Was hast du getan, worauf dein früheres Ich stolz wäre?

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🎶 Welcher dieser beiden Stimmen schenkst du dein Gehör?

Es ist ein ständiges Flüstern, ein ewiges Ringen in der Stille deines Geistes. Auf der einen Seite lauert der Zweifel, ein zynischer Schatten, der deine Träume wie Kartenhäuser zertrümmert und jeden Funken Hoffnung mit dunklem Spott erstickt. Er legt sich wie ein schwerer Schleier über deine Schritte, mahnt vor unweigerlichem Scheitern und zieht dich tief in die Angst hinein, um dich dort gefangen zu halten.

https://youtu.be/b3NRlcwEyjY

Doch da leuchtet auch ein anderes Licht: die Zuversicht. Sie ist der warme Wind, der dich trägt, die sanfte Hand, die deine Flügel entstaubt und deinen Blick auf den leuchtenden Silberstreif am Horizont lenkt. Sie erinnert dich unermüdlich daran, dass in jedem Wandel und in jedem Neubeginn eine ungeahnte Kraft schlummert. Dieser innere Widerstreit ist der ewige Tanz zwischen Resignation und Mut, ein Streitgespräch deiner eigenen Gedanken, das letztendlich immer in der einen, unausweichlichen Frage gipfelt:

Welcher dieser beiden Stimmen schenkst du dein Gehör?

https://open.spotify.com/intl-de/track/4JtuT3QCEB6P9fUNJQujQj

https://link.deezer.com/s/34Gc4IGEBy4pYsS4MR8S7

https://music.apple.com/de/song/zweifel-und-zuversicht/1520110941

Ich freue mich schon, ihn nach langer Zeit im November wieder einmal live erleben zu können.

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📅❓ Stille

Sein. Einfach nur sein. Bequem sitzen. In Stille. In ununterbrochener Stille. Gedanken. Ertragen. Die eigenen ungefilterten Gedanken ertragen. Ablenkung, Ohne Ablenkung. Ohne sofort nach einer Ablenkung zu suchen und zu greifen. Einsamkeit. Bewusste Einsamkeit.

Dem Gehirn den nötigen Raum geben, um komplexe Gefühle zu entwirren. Die Eindrücke des Tages zu verarbeiten. Unterscheiden, was mir tatsächlich wichtig ist und was mir von außen aufgedrückt wird.

Eine Stunde ohne digitale Stimulation. Ohne Bildschirm. Vielleicht einmal einen Tag lang?

Pausieren. Nicht reflexartig nach Beschäftigung suchen.

Einsamkeit bzw. Stille planen.

Ganz allein mit meinen eigenen Gedanken sein.

Aufhören auf das Leben zu reagieren. Stattdessen beginne ich, es aus einer mit mir verbundenen Haltung heraus aktiv zu gestalten.


Welche Fähigkeit fürs Leben wird deiner Meinung nach total unterschätzt?

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What’s the most underrated life skill?  |  Was ist die am meisten unterschätzte Lebenskompetenz?

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📰 unerwidert

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📅❓ Was ich säe, werde ich ernten.

Karma ist das universelle Prinzip von Ursache und Wirkung. Demnach formt jede meiner Taten, Worte und Absichten mein eigenes zukünftiges Schicksal.

So sehe und erlebe ich das.

Bildlich gesprochen: Jeder Stein (Gutes oder Böses), gleich welcher Größe, den ich ins Wasser werfe, erzeugt Wellen – große oder kleine. Mit meinem Verhalten stoße ich Gutes oder Böses an oder werde selbst angestoßen, Gutes oder Böses zu tun. Das Gleiche gilt für alle Schattierungen zwischen Gut und Böse.

Der österreichische Journalist und Autor Robert Misik sagte kürzlich in einem Interview mit dem Deutschlandfunk:

»Also in dem Moment, wo Menschen in so etwas hineingeraten, wo sich ja auch eine Art von paranoider Weltwahrnehmung ergibt:

Alle sind meine Feinde und die Feinde müssen aus dem Weg geräumt werden. Da verändern sich Menschen ja. Wenn das über Jahre passiert. Und wir kennen es ja auch aus der Geschichte. Wir kennen ja aus der Geschichte viele Beispiele, nicht nur die grauenhaften der deutschen Geschichte. Das gibt es in anderen Kulturen ja auch.

Denken wir an Srebrenica oder die Genozid in Ruanda, dass Menschen an Verbrechen teilnehmen, auch enthusiastisch teilnehmen, die sie sich zehn Jahre vorher gar nicht vorstellen hätten können, dass sie daran teilnehmen und sich möglicherweise zehn Jahre später auch nicht mehr vorstellen können, was war ich für einer, der an dem teilgenommen hat.«

Jede physische oder geistige Handlung hat unausweichlich eine Folge, die auf den Handelnden zurückfällt. Nicht nur meine konkreten Taten, sondern auch meine Worte und Absichten erzeugen Karma. Positive, heilsame Handlungen führen zu gutem Karma, während von Gier oder Hass geleitete Handlungen negatives Karma erzeugen. Ich bin durch meine eigenen Handlungen selbst für mein künftiges Schicksal verantwortlich.

Dabei darf nicht vergessen werden, dass wir in vielen Systemen leben und dass meine eigenen Handlungen auf die Handlungen anderer treffen, abgeschwächt oder verstärkt werden – jedenfalls werden sie verändert, sodass es so gut wie unmöglich ist, eine Linie zu ziehen zwischen meiner heutigen Handlung und meinem Sein irgendwann in der Zukunft.

Mit dem Glauben an Karma ist oft auch der Glaube an eine Wiedergeburt verbunden. So tröstlich dieser Gedanke auch sein mag, für mich ist der Tod das Ende. Vielleicht.

Tägliche Schreibanregung
Glaubst du an Karma?

Do you believe in karma?  |  Glaubst du an Karma?

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📅❓ »Schreibe so, wie du sprichst, und sprich nicht so, wie du schreibst.«

Wie schreibt man etwas, das die Leute tatsächlich lesen wollen? So schreiben, dass die Leute es wirklich lesen wollen?

„Leute” sind schlicht eine unbestimmte Anzahl von Menschen. Sie haben Gemeinsamkeiten, aber auch viele Unterschiede. Es sind Individuen mit Vorlieben und Abneigungen.

Wer versucht, möglichst vielen Leser:innen zu gefallen, wird letztendlich beliebig und behält keine Stammleser:innen.

Ich mache mir keine Gedanken darüber, wie ich schreiben müsste, damit viele Menschen meinen Text tatsächlich lesen wollen.

In dieser Zeit des sogenannten Aufmerksamkeitsterrorismus wäre es ideal, meine Texte kurz zu halten, so um die 400 Wörter. Ich zähle meine Wörter nicht. Gefühlt verstoße ich regelmäßig gegen dieses Gebot.

Ich schreibe meine Texte so, wie mir die Gedanken in den Sinn kommen. Möglichst spontan.

Es bereitet mir Freude, über meine Lebenserfahrungen und Alltagsanekdoten zu berichten.

Kurze Absätze sind lesefreundlicher als absatzlose Texte und ermöglichen es den Leser:innen, an einer beliebigen Stelle aus dem Text auszusteigen. Ich möchte niemandem Zeit stehlen.

Ich möchte kein Influencer sein. Ich freue mich über jede Leserin und jeden Leser. Selbst wenn es nur eine einzige Person sein sollte.

Tägliche Schreibanregung
Wie schreibst du so, dass Leute es wirklich lesen wollen?

How do you write what people actually want to read?  |  Wie schreibt man das, was die Leute tatsächlich lesen wollen?

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🐚 euphorisch unglücklich lächelnd

Introvertierte wirken unglücklicher, weil sie weniger lächeln und weniger euphorisch sind.

~ 92 Eigenschaften von Introvertierten, introvertiert.org, https://www.introvertiert.org/92-eigenschaften-von-introvertierten

„Warum schaust du so ernst?“ Diese Frage wird mir oft gestellt. Lange wusste ich es selbst nicht. Heute antworte ich: „Ich bin introvertiert.” Ich bin oft in Gedanken. In mir. Dabei erschlaffen die Gesichtsmuskeln und die Physiognomie entspannt sich. Wenn ich mich in solchen Momenten ertappe und mich in der Öffentlichkeit oder in Gesellschaft befinde, ermahne ich mich, zu lächeln. Ich kann euphorisch sein, aber ich kann es nicht zeigen. Es tobt innerlich.

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📅❓ Καρκίνος :: Λέων

Ich spiele schon lange mit dem Gedanken, mir ein Tattoo stechen zu lassen.

Genauer gesagt, möchte ich mir zwei Tattoos stechen lassen: mein Sternzeichen und das benachbarte, da ich mich je nach Tagesempfinden mal in der Beschreibung des einen und mal in der des anderen wiederfinde. Krebs und Löwe.

Ich finde die astrologischen Eigenschafts- und Charakterzuschreibungen für Menschen sehr oft zutreffend. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob Menschen so sind, weil sie in einem bestimmten Tierkreiszeichen geboren sind, oder ob sie von Geburt an entsprechend ihrer Beschreibung behandelt wurden. Ich neige tatsächlich dazu, dass uns das Tierkreiszeichen beeinflusst.

Zu beachten ist jedoch, dass astrologische Charakterbeschreibungen für einzelne Menschen erstaunlich passend wirken können, eine häufige, objektiv nachweisbare Übereinstimmung zwischen Sternzeichen und Persönlichkeit ist jedoch wissenschaftlich nicht belegt.

Tägliche Schreibanregung
Wenn du dir jetzt sofort ein Tattoo stechen lassen müsstest: Was wäre es – und warum?

If you had to get a tattoo right now, what would it be and why?  |  Wenn du dir jetzt sofort ein Tattoo stechen lassen müsstest, was wäre es und warum?

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🐚 unterbrechungsfrei

Introvertierte arbeiten gern ohne Unterbrechung. Da sie mit ihren Gedanken arbeiten, werden sie ungern unterbrochen. Im modernen Büroalltag ist das jedoch keine Selbstverständlichkeit und kann negativ wahrgenommen werden.

~ 92 Eigenschaften von Introvertierten, introvertiert.org, https://www.introvertiert.org/92-eigenschaften-von-introvertierten

Unterbrechungen der Arbeit werden im modernen Büroalltag negativ wahrgenommen. Vor allem von Introvertierten. (-: Ich konnte üben, mich nicht über Unterbrechungen zu ärgern. Für Arbeiten, die hohe Konzentration erforderten, gab es Rückzugsräume.

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📅❓ Kritische Distanz

Für mich ist der beste Weg, mit negativen Gedanken umzugehen, mir zunächst wieder ins Gedächtnis zu rufen, dass ich meine Gedanken nicht bin: Ich habe Gedanken, kann mich ihrer bedienen. Gedanken machen sich oft selbstständig und denken wirres Zeug.

Danach überprüfe ich die negativen Gedanken auf ihren Wahrheitsgehalt. Gründen die negativen Gedanken auf belastbaren Fakten?

Im nächsten Schritt prüfe ich, ob ich Einfluss auf das Geschehen oder die Ursache der negativen Gedanken habe.

Wenn ich einen Einfluss habe, versuche ich, die Situation zu meinen Gunsten und zu positiveren Gedanken zu verändern.

Wenn ich keinen Einfluss habe, nehme ich die negativen Gedanken zur Kenntnis, lasse sie sozusagen ziehen oder behalte sie als Warnruf im Hinterkopf und warte die kommende Entwicklung ab.

Negative Gedanken beunruhigen mich nicht. Ich betrachte sie als Warnung vor einer eventuellen Gefahr.

Sind die negativen Gedanken berechtigt, wälze ich sie gerne auf einem Spaziergang hin und her und überlege mir mehrere Strategien zu ihrer Bewältigung.

Gerade in einer alarmistischen Zeit und Gesellschaft, in der die Herrschenden und die Hintermänner zusätzlich versuchen, uns zu manipulieren, ist eine kritische Distanz zu unseren negativen Gedanken äußerst wichtig.

Täglicher Schreibanreiz
Was ist für dich der beste Weg, mit negativen Gedanken umzugehen?

What’s the best way to deal with negative thoughts?  |  Wie geht man am besten mit negativen Gedanken um?

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