🎙 Gesunde Ablösung durch Kontaktabbrüche verstehen.

In der Podcastfolge „Kontaktabbruch – wie gesunde Ablösung gelingt” werden die psychologischen Aspekte von radikalen Kontaktabbrüchen in Beziehungen behandelt, sei es in Freundschaften, Partnerschaften oder familiären Bindungen.

Die Psychologen Stefanie Stahl und Lukas Klaschinski diskutieren die Gründe für solche Abbrüche und betonen die Wichtigkeit klarer Begründungen, um Missverständnisse und Projektionen zu vermeiden. Sie heben hervor, dass verletzte Gefühle und unklare Kommunikationsmuster oft zu Konflikten führen, die schließlich in einem Kontaktabbruch enden können.

Zudem wird die Tragik solcher Abbrüche thematisiert, insbesondere wenn Kinder betroffen sind, da diese oft zwischen den Eltern hin- und hergerissen werden.

Abschließend geben die Psychologen praktische Tipps, wie Betroffene ihre Gefühle und Anteile in Konflikten reflektieren können, um gesunde Grenzen zu setzen und ihre emotionale Gesundheit zu fördern.


Podcastfolge „Kontaktabbruch – wie gesunde Ablösung gelingt“ vom –28.08.2024– aus dem RTL+-Podcast „So bin ich eben! Stefanie Stahls Psychologie-Podcast für alle „Normalgestörten“„.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://open.acast.com/public/streams/695b7e82511175cf3ed1d504/episodes/695b7e968ad316586a619248.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://shows.acast.com/so-bin-ich-eben/episodes/695b7e968ad316586a619248

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📔 zeitlos

Das älteste Kleidungsstück, das ich heute trage, ist ein Hemd. Meistens sind es Hemden, T-Shirts, Sweatshirts oder Pullover.

Meine Kleidungsstücke sind grundsätzlich langlebig. Ich kaufe, was mir gefällt, und nicht, was gerade angesagt oder beworben wird. Ich kaufe nur selten Kleidung und ersetze lediglich, was ausgemustert werden muss.

Im Laufe der letzten Jahrzehnte haben sich auf einer einhundert Zentimeter breiten Stange in meinem Kleiderschrank „unzählige” Oberbekleidungsstücke angesammelt. Ich komme kaum noch mit der Hand dazwischen. Solange sie nicht verschlissen sind, bleibe ich ihnen treu. Da ich die einzelnen Stücke aufgrund der großen Auswahl nicht oft trage, verschleißen sie erst nach vielen Jahren oder Jahrzehnten. Ein Grund für die große Auswahl ist, dass ich lange und oft auf Dienstreisen war. Beruflich war es mir wichtig, nie businessmäßig, sondern lässig aufzutreten. Ich trage meine Oberbekleidung immer über der Hose.

Alle anderen Kleidungskategorien haben wesentlich kürzere „Laufzeiten”. Ich gehöre nicht zu den Männern, die in Matthias Brodowys Programmpunkt „Shortstory” beschrieben werden und ihre Slips oder Boxershorts so lange tragen, bis die vielen Löcher nur noch durch wenig Stoff zusammengehalten werden. Das heißt, alles außer der Oberbekleidung verschleißt schneller und wird in kürzeren Intervallen ausgetauscht.

Das zweitälteste Kleidungsstück, das ich heute trage, sind meine Straßenschuhe, meine dreistreifigen Sneakers, die ohne tierische Stoffe gefertigt wurden. Wenn Frauen einen Schuh-Tick nachgesagt wird, dann offenbart mein Schuh-Tick meine weiblichen Anteile. Da ich relativ viele Schuhe besitze, halten die einzelnen Paare entsprechend länger, sodass sie heute bereits mehrere Jahre alt sind.

Die ältesten Kleidungsstücke in meinem Kleiderschrank sind Fliegen, die ich schon lange nicht mehr regelmäßig trage – außer zu feierlichen Anlässen oder um den 6. Dezember herum, wenn ich die Fliege mit den Nikoläusen trage.

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Ungleiche Vermögensverteilung.  |  Retelling.

Eine Zahl, die in diesem Zusammenhang gerne genannt wird, ist die Vermögenskonzentration am obersten Rand. Die Frage ist also: Wie viel Vermögen fällt den oberen ein Prozent beispielsweise zu? In Frankreich sind es 27 %, das heißt, mehr als ein Viertel des Gesamtvermögens fällt dem obersten Prozent zu. In Deutschland ist es mit 28 % ähnlich.

Sie könnten sich auch fragen, wie viel Vermögen der unteren Hälfte der Vermögensverteilung zukommt. In Frankreich sind es 5 %, die der unteren Hälfte des Gesamtvermögens zufallen. In Deutschland sind es 3,5 %, also noch weniger. Insofern ist die Vermögensungleichheit in beiden Ländern in der Tat krass.

Gabriel Zucman schlägt vor, dass die Steuern, die von den reichsten Haushalten zu zahlen sind – also die Einkommensteuer und andere Steuern wie die Immobiliensteuer – mindestens zwei Prozent ihres Vermögens ausmachen müssen. Dieser Vorschlag wird derzeit in Frankreich debattiert.

Ich halte ihn [Vorschlag von Gabriel Zucman] für einen sehr interessanten Ansatz, der in der politischen Diskussion zwar als radikal beschrieben wird, aus meiner Perspektive jedoch weit davon entfernt ist. Dazu muss man wissen, dass es in vielen Ländern bereits Vermögenssteuern gab, auch in Deutschland, wo sie bis 1997 erhoben wurden. Dann wurden sie aus rein technischen Gründen ausgesetzt. Auch die Höhe von 2 % mag etwas höher sein als die typischen Besteuerungsraten von Vermögen in der Vergangenheit, die meistens relativ gering waren. Aus meiner Perspektive muss ich sagen: Wenn es um Vermögensungleichheit geht, sind diese Steuersätze weit von radikal entfernt. Denn wir erinnern uns: Die Vermögenszuwächse am obersten Rand sind stark und liegen weit über 2 %. Insofern ist eine zweiprozentige Vermögenssteuer ab 10.000.000 € in keiner Weise ungleichheitsreduzierend, sondern verlangsamt den Anstieg der Ungleichheit nur etwas.

Ich denke, dass das deutsche Stiftungswesen Auswüchse erreicht hat, die es hochvermögenden Familien erlauben, Vermögen steuerfrei über die Generationen hinweg weiterzugeben. Vermögen steuerfrei über Generationen weiterzugeben, widerspricht dem Gerechtigkeitsempfinden der meisten Deutschen. Hinzu kommt allerdings auch der Eindruck, dass die Erbschaftssteuer nur dann erhoben wird, wenn es darum geht, Betriebsvermögen zu enteignen. Auch das ist eine falsche Einschätzung. In Deutschland ist es beispielsweise so geregelt, dass Sie einen Betrieb weitervererben können und solange dieser ein Vermögen von unter 26.000.000 Euro hat, können Sie ihn steuerfrei weitervererben. Wenn also das nächste Mal behauptet wird, die Erbschaftssteuer zerstöre kleine Betriebe, Bauernhöfe und Eckkioske, dann ist das nicht korrekt.

~ Manfred Götzke (Deutschlandfunk) im Interview mit dem Soziologen Fabian Pfeffer, 03.10.2025, Deutschlandfunk, Information und Musik

https://www.deutschlandfunk.de/reichensteuer-gegen-soziale-ungerechtigkeit-fabian-pfeffer-soziologe-100.html

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