🎙 Sex, Gott und rote Lippen

In dieser Podcast-Folge diskutieren die Hosts mit einer Gästin das Thema „Sex im Kontext des Christentums”, insbesondere in der evangelischen Kirche. Dabei sprechen sie auch über ihre eigenen Erfahrungen mit Religion und darüber, wie diese ihre Sicht auf Sexualität beeinflusst haben.


Aus der Podcastfolge „Sex und Religion: Evangelisches Christentum“ vom 17.09.2022 des Podcasts „Im Namen der Hose – der Sexpodcast von PULS„.


Die Hosts stellen fest, dass Religion und Sex oft als getrennte Themen betrachtet werden, was sie für problematisch halten. Zu diesem Thema laden sie eine angehende Pfarrerin namens Maike ein, die über ihre Perspektive auf Sexualität in der Bibel und in der Kirche spricht. Maike erklärt, dass es viele unterschiedliche Interpretationen biblischer Texte gibt und dass Sex in der Bibel oft mit Nachkommenschaft in Verbindung gebracht wird. Sie beleuchtet auch, wie bestimmte Geschichten wie die von Onan falsch interpretiert wurden und dadurch ein negatives Bild von Masturbation entstand.

Ein weiterer Diskussionspunkt ist die Rolle von Frauen in der Bibel und dass deren Erfahrungen oft nicht ausreichend gewürdigt werden. Maike spricht über feministische Theologie und die Notwendigkeit, auch andere Gottesbilder zu zeigen, die nicht ausschließlich männlich geprägt sind. Sie betont, dass die Bibel viele widersprüchliche Aussagen enthält und dass es wichtig ist, diese im Kontext ihrer Entstehungszeit zu betrachten.

Der Podcast ermutigt dazu, offen über Sexualität zu sprechen und Tabuthemen zu hinterfragen. Maike nutzt soziale Medien, um über ihre Erfahrungen zu berichten und anderen zu zeigen, dass Sexualität und Glaube miteinander vereinbar sind. Sie erhält sowohl positive als auch negative Rückmeldungen, insbesondere von Menschen, die sich in der Kirche aufgrund ihrer sexuellen Orientierung nicht akzeptiert fühlen.

Zusammengefasst behandelt die Podcastfolge die Verbindung zwischen Sexualität und Religion, die Herausforderungen, mit denen Frauen in der Kirche konfrontiert sind, und die Notwendigkeit, offen über Sexualität zu sprechen.

Podcastfolge in neuem Tab hören: https://media.neuland.br.de/file/1864070/c/feed/sex-und-religion-evangelisches-christentum.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:394a3ea1167ee8ab/

„CC BY-NC-SA“-Lizenz öffnet sich in einem neuen Tab: https://rueckzuginsprivate.de/cc-lizenzierung-cc-by-nc-sa/

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Sex ohne Nähe: Die neue Leere

»Die Pornofizierung der Gesellschaft. In einer Zeit, in der Sexualität allgegenwärtig ist, hat sich die Beziehung zum eigenen Körper, zur Lust und zum Gegenüber verändert. Die Schwelle zur Erregung steigt – während die Fähigkeit zur echten, emotional verankerten Nähe sinkt. Sexualität wird in diesem Kontext oft entkoppelt von Beziehung, Vertrauen und Intimität. Das Gegenüber wird nicht mehr als Mensch mit eigenem Erleben wahrgenommen, sondern zum Objekt einer inszenierten Bedürfnisbefriedigung. Die Folge: Die eigene Sexualität verarmt.«

~ M. H., Psychotherapeutin

EMMA Nr. 5 (382), Seite 96, Leserinnenbrief zum Artikel „Sex: Frust oder Lust? – 50 Jahre kleiner Unterschied (4/25)“

https://www.emma.de

„Aber wir lernen ja irgendwie nicht daraus.“

Der Artikel behandelt die Verbindung zwischen archaischen Männlichkeitsbildern und der Befürwortung von Kriegen, wie sie in einer aktuellen Studie festgestellt wurde. Der Soziologe Alexander Yendell erklärt, dass Gewalt im Namen eines maskulinen Männerbildes oft mit einer höheren Zustimmung zu militärischen Konflikten einhergeht. Dies wird auch durch die Äußerungen des US-Verteidigungsministers unterstrichen. Yendell warnt, dass die gegenwärtigen gesellschaftlichen Dynamiken und die Inszenierung von Männlichkeit durch politische Führer eine gefährliche Gewaltspirale auslösen können, aus der nur schwer auszubrechen ist.

hören:

Archaische Männerbilder als Kriegstreiber – Alexander Yendell, Soziologe
Schulz, Benedikt, Deutschlandfunk, Information und Musik

Gewaltfördernde Männlichkeitsbilder steigen mit Kriegsbereitschaft. Ein Wandel der Geschlechterrollen könnte Konflikte verringern.

~ Aggressive Männlichkeitsbilder fördern die Bereitschaft zum Krieg.

~ Autoritäre Männlichkeitsmodelle beeinflussen kriegerisches Verhalten.

~ Ein Wandel der Geschlechterrollen wird als Friedensfaktor gesehen.

~ Männlichkeit, Sexualität und Angst sind zentrale Themen in Kriegen.

~ Falsche Überzeugungen über Geschlechterrollen verstärken Konflikte.

~ Prävention durch Familienarbeit und emotionalen Zusammenhalt ist möglich.

Amerikanische Militärs setzen jedoch nach wie vor stark auf tradierte, maskuline Ideale. Eine aktuelle Studie mit über 1.000 Befragten in Großbritannien zeigt, dass Menschen, die Gewalt im Zusammenhang mit Männlichkeit befürworten, Krieg positiver sehen. Diese Vorstellungen sind historisch und aktuell eng mit Militarismus und Konflikten verbunden, wie das Beispiel Russlands und des Ukraine-Kriegs zeigt. Putin inszeniert sich hypermaskulin, wodurch der Krieg auch durch Geschlechterstereotype legitimiert wird.

Traditionelle Geschlechterbilder, die Männlichkeit mit Stärke, Dominanz und Sexualität verbinden, werden kaum hinterfragt, obwohl sie toxisch sind. Rechtspopulistische Bewegungen wie die AfD nutzen diese Vorstellungen gezielt, um Zustimmung zu gewinnen. In Gesellschaften mit gleichberechtigteren Rollen, wie in vielen Demokratien, sind aggressive Tendenzen weniger ausgeprägt. Falsche Rollenbilder können zu Vaterlosigkeit, Gewalt und Konflikten führen.

Eine Abkehr von aggressiven Männlichkeitsbildern könnte das Kriegsrisiko reduzieren. Wichtige Schritte wären gesellschaftlicher Wandel, mehr emotionaler Zusammenhalt und die Förderung von Gleichberechtigung. Aktuell sieht der Experte jedoch eine gefährliche Dynamik: Extreme Mächte inszenieren bewusst Stärke, was Konflikte verschärft. Die Hoffnung ruht auf langfristiger kultureller Veränderung, doch die aktuelle Lage bleibt besorgniserregend.

Um Kriege und Gewalt zu vermindern, ist die Überwindung archaischer Männlichkeitsbilder essenziell. Gesellschaftliche und familiäre Unterstützung kann dazu beitragen, diesen Wandel zu fördern und Konflikte nachhaltiger zu verhindern.

https://www.deutschlandfunk.de/archaische-maennerbilder-als-kriegstreiber-alexander-yendell-soziologe-100.html