📅❓ Ans Herz gewachsen.

Elsa Dutton ist die zentrale Figur und Erzählerin des Yellowstone-Prequels „1883”. Sie bildet das emotionale Zentrum der Geschichte und durchläuft die tiefgreifendste Veränderung aller Charaktere.

Zu Beginn ihrer beschwerlichen Reise von Texas nach Norden ist die 18-jährige Elsa ein behütet aufgewachsenes, romantisch veranlagtes Mädchen aus Tennessee. Sie blickt mit fast kindlicher Faszination und einer gewissen Naivität auf die raue Welt um sich herum. Doch die brutale Realität des Oregon Trails zwingt sie, extrem schnell erwachsen zu werden. Sie lernt, Rinder zu treiben, wie ein Cowboy zu reiten und im Angesicht der Gefahr Waffen einzusetzen. Am Ende der Reise ist sie eine gezeichnete, harte und unglaublich widerstandsfähige junge Frau, die den Wilden Westen vollständig verinnerlicht hat.

Elsa wehrt sich vehement gegen die engen gesellschaftlichen Rollenbilder des späten 19. Jahrhunderts – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne.

Sie legt ihre einengenden, traditionellen Kleider und Korsetts ab und tauscht sie gegen die Kleidung der Cowboys: Hosen, Hemden und Chaps.

Sie weigert sich, die traditionelle Rolle der passiven Frau im Planwagen einzunehmen. Stattdessen fordert sie ihren Platz auf dem Pferderücken ein und arbeitet gleichwertig neben den Männern.

Elsa liebt und trauert mit einer fast grenzenlosen, ungeschützten Intensität. Ihre oft sehr poetischen und philosophischen Voice-over-Monologe gewähren einen tiefen Einblick in ihr Seelenleben.

Ihre erste große Liebe zu dem Cowboy Ennis weckt eine wilde Leidenschaft in ihr. Sein plötzlicher, gewaltsamer Tod bricht ihr das Herz, härtet sie aber auch ab. Später verliebt sie sich in den Comanche-Krieger Sam. Diese Liebe überschreitet alle damaligen kulturellen Grenzen und zeigt Elsas fundamentale Offenheit für Menschen, die mit der Natur und nicht gegen sie leben.

Während viele europäische Einwanderer und Siedler den Westen als feindliche Umgebung betrachten, die es zu erobern gilt, sieht Elsa seine raue Schönheit. Sie passt sich der Natur an, anstatt sie bekämpfen zu wollen. Durch ihre Ehe mit Sam und ihre furchtlose Art wird sie von den Comanche respektiert und als „Lightning with the Yellow Hair“ (Blitz mit dem gelben Haar) in ihre Kultur aufgenommen.

Elsas Schicksal bildet den Gründungsmythos der gesamten Dutton-Dynastie. Als sie durch einen vergifteten Pfeil der Lakota tödlich verletzt wird, entscheidet ihr Vater James, dass die Familie ihre Reise beendet und genau dort siedeln wird, wo Elsa ihre letzte Ruhe findet. Ihr Tod im Paradise Valley in Montana ist der direkte Auslöser dafür, dass die Familie das Land in Besitz nimmt, das später zur gigantischen „Yellowstone“-Ranch wird.

Sie ist das personifizierte Symbol für den amerikanischen Westen der Serie: wunderschön, ungezähmt, wild und letztlich zutiefst tragisch. ✨

Diese Filmfigur, grandios gespielt von der jungen Schauspielerin Isabel May, ist mir in den zehn Episoden der Miniserie ans Herz gewachsen. Für einen Moment waren Fiktion und Realität eins. Ihr Filmtod hat mich zuletzt für eine halbe Stunde zerrissen.

Tägliche Schreibanregung
Bei welchem Film hast du zuletzt geweint?

What’s the last movie that made you cry?  |  Welcher Film hat dich zuletzt zum Weinen gebracht?

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🎙 Sex, Gott und rote Lippen

In dieser Podcast-Folge diskutieren die Hosts mit einer Gästin das Thema „Sex im Kontext des Christentums”, insbesondere in der evangelischen Kirche. Dabei sprechen sie auch über ihre eigenen Erfahrungen mit Religion und darüber, wie diese ihre Sicht auf Sexualität beeinflusst haben.


Aus der Podcastfolge „Sex und Religion: Evangelisches Christentum“ vom 17.09.2022 des Podcasts „Im Namen der Hose – der Sexpodcast von PULS„.


Die Hosts stellen fest, dass Religion und Sex oft als getrennte Themen betrachtet werden, was sie für problematisch halten. Zu diesem Thema laden sie eine angehende Pfarrerin namens Maike ein, die über ihre Perspektive auf Sexualität in der Bibel und in der Kirche spricht. Maike erklärt, dass es viele unterschiedliche Interpretationen biblischer Texte gibt und dass Sex in der Bibel oft mit Nachkommenschaft in Verbindung gebracht wird. Sie beleuchtet auch, wie bestimmte Geschichten wie die von Onan falsch interpretiert wurden und dadurch ein negatives Bild von Masturbation entstand.

Ein weiterer Diskussionspunkt ist die Rolle von Frauen in der Bibel und dass deren Erfahrungen oft nicht ausreichend gewürdigt werden. Maike spricht über feministische Theologie und die Notwendigkeit, auch andere Gottesbilder zu zeigen, die nicht ausschließlich männlich geprägt sind. Sie betont, dass die Bibel viele widersprüchliche Aussagen enthält und dass es wichtig ist, diese im Kontext ihrer Entstehungszeit zu betrachten.

Der Podcast ermutigt dazu, offen über Sexualität zu sprechen und Tabuthemen zu hinterfragen. Maike nutzt soziale Medien, um über ihre Erfahrungen zu berichten und anderen zu zeigen, dass Sexualität und Glaube miteinander vereinbar sind. Sie erhält sowohl positive als auch negative Rückmeldungen, insbesondere von Menschen, die sich in der Kirche aufgrund ihrer sexuellen Orientierung nicht akzeptiert fühlen.

Zusammengefasst behandelt die Podcastfolge die Verbindung zwischen Sexualität und Religion, die Herausforderungen, mit denen Frauen in der Kirche konfrontiert sind, und die Notwendigkeit, offen über Sexualität zu sprechen.

Podcastfolge in neuem Tab hören: https://media.neuland.br.de/file/1864070/c/feed/sex-und-religion-evangelisches-christentum.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:394a3ea1167ee8ab/

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🎙 Weniger schuften, mehr teilen! Warum wir das Mittelalter nicht fürchten müssen (es sei denn, wir mussten uns beim Zahnarzt behandeln lassen). (-;

In dieser Podcastfolge geht es um das Leben im Jahr 1224. Sie widerlegt das gängige Bild vom „dunklen Mittelalter”. Er zeigt, dass das Leben damals vielfältiger und weniger düster war als oft angenommen.


Aus der Podcastfolge „Dunkles Mittelalter? Von wegen! So lebten wir 1224“ vom 31.12.2024 des WDR-Podcasts „WDR Zeitzeichen„.


Die Menschen arbeiteten im Durchschnitt etwa 1.600 Stunden pro Jahr, also weniger als die heutigen 1.800 Stunden. Sie lebten in einer Zeit, in der die Bevölkerung wuchs und die Landwirtschaft durch neue Methoden wie die Dreifelderwirtschaft effizienter wurde. Die gemeinschaftliche Nutzung von Wäldern und Weiden weist auf ein gewisses Maß an Nachhaltigkeit und Kooperation hin.

Die Gesellschaft war von einem Feudalsystem geprägt, in dem Bauern von ihren Grundherren abhängig waren, aber auch Rechte und Schutz durch Gesetze wie den „Sachsenspiegel” hatten. Trotz der harten Lebensbedingungen gab es soziale Mobilität, da Bauern in die aufkommenden Städte ziehen und dort als Handwerker oder Tagelöhner arbeiten konnten.

Hervorgehoben wird zudem die Rolle der Frauen, die in Beginenhöfen lebten und arbeiteten, was ihnen mehr Freiheit und Einfluss gab. Die Podcastfolge diskutiert auch die religiösen Überzeugungen dieser Zeit, die ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Gemeinschaft förderten.

Insgesamt zeigt die Podcastfolge, dass das Bild vom Mittelalter als brutale und dunkle Zeit nicht der ganzen Wahrheit entspricht und wir von den Menschen von damals lernen können, wie man mit Herausforderungen umgeht.

Podcastfolge in neuem Tab hören: https://wdrmedien-a.akamaihd.net/medp/podcast/weltweit/fsk0/322/3223632/3223632_60413355.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www1.wdr.de/mediathek/audio/zeitzeichen/audio-dunkles-mittelalter-von-wegen-so-lebten-wir–100.html

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