📔 Gut Ding will Weile haben.

Um einen soliden Karriereplan zu erstellen, überlegte ich, was ich besonders gut kann und wo meine Stärken liegen. Ich überlegte auch, welche Tätigkeiten mir wenig Freude bereiten und wo meine Schwächen und Abneigungen liegen. Außerdem machte ich mir Gedanken über meine Erfahrungen und Qualifikationen.

Anschließend machte ich mir Gedanken darüber, wo ich in zwei, fünf oder zehn Jahren stehen möchte. Strebe ich eine Führungsposition an? Möchte ich Experte auf einem Fachgebiet werden? Oder möchte ich doch lieber die Branche wechseln? Ich hielt fest, welche Werte mir wichtig sind, beispielsweise Work-Life-Balance, Gehalt oder Sinnhaftigkeit.

Ich prüfte, welche Weiterbildungen oder Zertifikate mir noch fehlen. Erreiche ich mein Ziel intern oder ist ein Jobwechsel sinnvoller?

Wie baue ich mir ein Netzwerk auf?

Am ersten Tag meiner Ausbildung hatten wir sechs Auszubildende gleich eine Audienz beim Geschäftsführer. Er begrüßte uns freundlich und meinte, wir alle hätten den „Marschallstab im Tornister” (er war vom Zweiten Weltkrieg geprägt). Damit meinte er, dass wir Newbies theoretisch das Potenzial und die Chance haben, Geschäftsführerin oder Geschäftsführer zu werden.

Zu dieser Zeit gab es in dieser Branche bundesweit (West) 1 325 Geschäftsführer:innen. Vermutlich gab es keine einzige Geschäftsführerin. Da dachte ich mir, dass an seinen Worten etwas dran sein könnte und ich nur warten müsste, bis ich an der Reihe wäre, Geschäftsführer zu werden.

Was mein Geschäftsführer und ich nicht bedenken konnten, war, dass der Gesetzgeber schon bald der Meinung war, dass 1 325 selbstständige Organisationen mit jeweils einem Geschäftsführer nicht mehr zeitgemäß seien, und zwangsweise Fusionen beschloss. Heute gibt es nicht einmal mehr 100 Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer. Immerhin ist der Frauenanteil in über 40 Jahren von 0 auf maximal 20 % gestiegen. Ich hätte also auch noch das falsche Geschlecht gehabt.

Somit ist mein ausgefuchster Karriereplan, abzuwarten, bis ich automatisch Geschäftsführer werde, kläglich gescheitert.

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🎙 Vom Heimweh zum Heimathafen: Die Geschichte hinter den Paletten

Johannes Becker ist Unternehmer und hat sich auf das Recycling von Paletten spezialisiert. Er stammt ursprünglich aus Kasachstan und kam im Alter von 16 Jahren nach Deutschland. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wie Heimweh und Rassismus fand er in Bremen ein neues Zuhause, in dem er sich wohlfühlte.


Aus der Podcastfolge „Wie dieser Unternehmer der mauen Auftragslage trotzt“ vom 17.09.2024 (Online bis: 18. September 2026) des RB-Podcasts „Eine Stunde reden – Gespräche mit Unbekannten„.


Er begann seine Karriere in der Gastronomie, arbeitete dann in verschiedenen Jobs und gründete schließlich sein eigenes Unternehmen. Mit nur 200 Euro startete er und baute sein Unternehmen über die Jahre auf. Momentan hat er jedoch große Sorgen, da die Auftragslage in seiner Branche schlecht ist. Trotz dieser Schwierigkeiten denkt er nicht daran, aufzugeben, und hofft, dass sich die Situation bald verbessert.

In diesem Podcast erzählt er von seiner beruflichen Reise, von seinen persönlichen Herausforderungen und von der Unterstützung seiner Familie. Er ist stolz auf das, was er erreicht hat, und betrachtet seine Firma als Teil seines Lebens. Er betont die Wichtigkeit von harter Arbeit und Durchhaltevermögen, um in schwierigen Zeiten erfolgreich zu bleiben.

Podcastfolge in neuem Tab hören: https://rbprogressivedl-a.akamaihd.net/clips/142/142881/142881_00560449_audio_stereo.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.bremenzwei.de/audios/eine-stunde-reden-johannes-becker-100.html

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