📔 Nein!

Freiheit ist ein Zustand, in dem man von allen Zwängen und Pflichten befreit ist. Freiheit bedeutet auch, sich in der Natur bewegen zu können, ohne eingesperrt zu sein.

Im Artikel 2 Absatz 1 des Grundgesetzes wird die freie Entfaltung der Persönlichkeit garantiert, auch als allgemeine Handlungsfreiheit bezeichnet. Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Rechte anderer verletzt werden oder wo der Einzelne gegen die verfassungsmäßige Grundordnung verstößt (Schrankentrias). Daneben gibt es spezielle Freiheitsrechte wie den Schutz vor willkürlicher Verhaftung oder körperlichem Zwang (Freiheit der Person), das Recht, (keine) Religion oder Weltanschauung zu haben (Glaubens- und Gewissensfreiheit), Meinungs- und Pressefreiheit, Versammlungsfreiheit und Berufsfreiheit.

Diese Freiheitsrechte sind eine notwendige Bedingung, um als würdevolles, eigenverantwortliches Wesen zu existieren, denn die Würde des Menschen ist unantastbar.

Es gibt nur wenige Personen, die frei von allen Zwängen und Pflichten sind.

Für mich ist die Gedankenfreiheit die wichtigste Freiheit. Alle anderen Freiheiten können eingeschränkt werden, bis hin zu deren (zeitweisem) Verlust. Meine Gedanken kann mir niemand nehmen. Bis jetzt. Die Forschung ist jedoch bereits so weit, dass sie in der Lage ist, Gedankenfragmente von Menschen „lesen” zu können. Es wird nicht mehr lange dauern, bis es die Freiheit der Gedanken nicht mehr geben wird.

Die größte Freiheit ist es, ungestraft „Nein” sagen zu können.

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🎙 Vom Wohlstandsversprechen zum Auslaufmodell: Die bewegte Geschichte der Familie Tietz und ihrer Warenhäuser.

In dem Interview von Michael Köhler mit dem Wirtschaftshistoriker Werner Plumpe geht es um den Rückgang der traditionellen Warenhäuser in Deutschland, die einst Symbole für Konsum und Wohlstand waren. Plumpe erläutert, dass die Warenhäuser ihren Ursprung in kleinen Städten hatten und sich später in großen Städten etablierten. Sie boten eine neue Einkaufserfahrung: Kunden konnten die Waren selbst auswählen und sofort bezahlen. Dies unterschied sich von den bisherigen Verkaufspraktiken.


Aus dem Interview „Mythos und Ramsch – Der Niedergang des Warenhauses. Werner Plumpe, Historiker“ der Deutschlandfunk-Sendung „Information und Musik“ vom 29.03.2026.


Ursprünglich waren die Warenhäuser für die Arbeiterklasse gedacht und nicht für die Oberschicht, wie Plumpe beschreibt. Mit der Zeit wurden sie jedoch von den Nationalsozialisten verfolgt, was zum großen Teil auf ihre jüdischen Eigentümer zurückzuführen war. Die Nationalsozialisten zwangen die Warenhäuser, ihre jüdischen Anteilseigner zu verdrängen und änderten deren Namen.

Ab den 1970er Jahren gerieten die Warenhäuser in Schwierigkeiten, da sie mit spezialisierten Geschäften und neuen Verkaufsformen nicht mithalten konnten. Die Kunden hatten mehr Auswahl und konnten bequemere Einkaufsmöglichkeiten nutzen, was zu einem stetigen Rückgang der Warenhäuser führte. Heute sind nur noch wenige Warenhäuser übrig und sie sind weit entfernt von ihrem einstigen Glanz. Der Artikel zeigt, dass die Warenhäuser eine wichtige Rolle im deutschen Konsumleben spielten, sich aber nicht an die veränderten Marktbedingungen anpassen konnten.

Interview in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/03/29/mythos_und_ramsch_der_niedergang_des_warenhauses_werner_dlf_20260329_0737_1e6cfa1f.mp3

Webseite des Interviews in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunk.de/mythos-und-ramsch-der-niedergang-des-warenhauses-werner-plumpe-historiker-100.html

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Faustrecht

» […] Internationales Recht ist das Recht der stärksten Nation, seine eigenen Rechtsgrundsätze allen anderen Ländern aufzuzwingen.

Das steht zwar so nicht in der UN-Charta, beschreibt aber faktisch den Zustand der Welt seit Donald Trumps „Coup”.

Wie hatte sich die westliche Welt ereifert, als Ayatollah Khomeini eine „Fatwa“, einen Tötungsbefehl, gegen Salman Rushdie aussprach und damit iranische Moralvorstellungen weltweit durchzusetzen versuchte!

Nun ließ ein US-Präsident ein ausländisches Staatsoberhaupt kidnappen und vor Gericht stellen, wo es nach US-Recht abgeurteilt werden soll.

Wenn dies geschehen kann — und es sieht danach aus, als ob Trump damit durchkäme —, ist niemand auf der Welt mehr sicher — nirgendwo.

Und genau dieser Effekt könnte beabsichtigt sein.

Das internationale Faustrecht liegt im Trend — schon die Tötung von Osama bin Laden ohne Prozess und die Beschlagnahmung russischer Vermögen in jüngster Zeit waren Willkürakte.

Und doch ergibt es keinen Sinn, diese Handlungsweise der USA als Tat eines verirrten Einzeltäters zu deuten.

Donald Trump spiegelt der Welt den Grad an Verkommenheit wider, den sie mittlerweile erreicht hat. […] «

~ Charles Eisenstein, Ein böses Omen, 08.01.2026, https://www.manova.news/artikel/ein-boses-omen

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Kriegskatastrophe-202601

Gröhe: Krankenhäuser müssen im Verteidigungsfall handlungsfähig bleiben

Hermann Gröhe, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, fordert eine bessere Ausstattung der Krankenhäuser für den Verteidigungsfall. Er betont, dass diese Einrichtungen im Ernstfall die Gesundheitsversorgung weiterhin sicherstellen müssen. Insbesondere in einem bewaffneten Konflikt sollte die Handlungsfähigkeit der Krankenhäuser gewährleistet sein, hebt Gröhe hervor. Zu diesem Zweck schlägt er die Einrichtung von Notoperationssälen in geschützten Kellerräumen vor. 30.12.2025 https://www.deutschlandfunk.de/groehe-krankenhaeuser-muessen-im-verteidigungsfall-handlungsfaehig-bleiben-100.html

Grünen-Politiker Nouripour fordert Lieferung von Marschflugkörpern

Laut Nouripour müsse sich Europa, allen voran Deutschland, endlich dazu durchringen, der Ukraine Marschflugkörper zur Verfügung zu stellen. 29.12.2025 https://www.deutschlandfunk.de/heikle-streitpunkte-noch-ungeloest-gruenen-politiker-nouripour-fordert-lieferung-von-marschflugkoerp-102.html

Die fehlende Übersetzerstelle

Der Artikel thematisiert die Debatte um die Wehrpflicht und hebt hervor, dass diese Diskussion ein Bildungsproblem offenbart: Junge Menschen werden nicht in den Entscheidungsprozess einbezogen. Es wird betont, dass zwischen schulischer Ausbildung und gesellschaftlichem Dienst eine strukturelle Lücke besteht, die Raum für Fragen bietet und eine Übersetzung von Verantwortung erfordert. Anstatt Verantwortung als Zwang zu empfinden, sollte sie als Einladung zur Mitgestaltung verstanden werden. Dabei müssen verschiedene Formen des gesellschaftlichen Dienstes wertgeschätzt werden. Die Autorin fordert die Schaffung einer „Übersetzerstelle“, die als moderierender Raum fungiert und junge Menschen dabei unterstützt, sich mit Verantwortung und den damit verbundenen Herausforderungen auseinanderzusetzen. 28.12.2025 https://lieschenmueller.nrw/die-fehlende-uebersetzerstelle/

EVP-Chef Weber will Bundeswehr unter europäischer Flagge in Ukraine

Der Vorsitzende der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber, fordert die Beteiligung deutscher Soldaten unter europäischer Flagge an der Sicherung einer Friedenslösung in der Ukraine. Er äußert Bedenken, dass US-Präsident Trump eine Friedenslösung allein mit amerikanischen Truppen erreichen kann, und betont, dass Deutschland bei europäischen Truppen nicht außen vor bleiben dürfe. Weber ist skeptisch, was eine schnelle Waffenruhe betrifft, und sieht keine Anzeichen dafür, dass Russlands Präsident Putin den Weg des Friedens einschlägt. Zudem fordert er die EU auf, eine eigene Sicherheitsstrategie zu entwickeln und selbstbewusst zu handeln, um auf die Abkehr Washingtons von Europa zu reagieren. 26.12.2025 https://www.deutschlandfunk.de/evp-chef-weber-will-bundeswehr-unter-europaeischer-flagge-in-ukraine-100.html

CDU-Verteidigungsexperte Röwekamp rechnet mit Rückkehr zur Wehrpflicht noch vor der nächsten Wahl

Der CDU-Verteidigungsexperte Thomas Röwekamp erwartet die Rückkehr zur Wehrpflicht noch in dieser Legislaturperiode. Er betont, dass das Wehrdienst-Modernisierungsgesetz ein wichtiges Instrument für die Personalaufstockung der Bundeswehr darstellt. Röwekamp äußert jedoch Zweifel, ob eine attraktivere freiwillige Dienstzeit ausreicht, um die erforderlichen Zielzahlen zu erreichen. Das Parlament wird daher bereits im Jahr 2027 prüfen, ob die vereinbarten Zahlen realisierbar sind. Röwekamp geht davon aus, dass die Wehrpflicht vor der nächsten Bundestagswahl wieder eingeführt werden muss. 25.12.2025 https://www.deutschlandfunk.de/cdu-verteidigungsexperte-roewekamp-rechnet-mit-rueckkehr-zur-wehrpflicht-noch-vor-der-naechsten-wahl-100.html

Wehrdienstgegner allein zu Haus

Am 5. Dezember 2025 protestierten in mehr als 90 Städten über 55.000 Schüler gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht durch das Wehrdienstmodernisierungsgesetz. Doch der Bundestag verabschiedete das Gesetz am selben Tag. Auch der Bundesrat stimmte am 19. Dezember zu, was die Frage aufwirft, warum die Grünen, die im Bundestag gegen das Gesetz votiert hatten, diese Entscheidung im Bundesrat nicht verhinderten. Der Artikel kritisiert die Grünen dafür, dass sie sich von ihrer ursprünglichen Friedenspolitik entfernt haben und dem Gesetz zugestimmt haben, obwohl sie offiziell gegen eine Wehrpflicht sind. Die Autorin betont, dass sich die Jugend, die gegen Militarisierung protestiert, allein gelassen fühlt, und dass es an der Zeit sei, über die Auswirkungen dieser politischen Entscheidungen nachzudenken. 23.12.2025 https://www.nachdenkseiten.de/?p=144184

„Die Bundeswehr hat an Schulen grundsätzlich nichts zu suchen“

Der Artikel thematisiert die geplante Wiedereinführung der Wehrpflicht in Deutschland. Torsten Schleip, Co-Sprecher der Kooperation für den Frieden, kritisiert diesen Schritt als Militarisierung der Gesellschaft. Er bemängelt das Fehlen einer echten Diskussion über die Wehrpflicht und weist darauf hin, dass die Zustimmung des Bundestags lediglich eine Formsache sei, während die notwendigen Strukturen zur Umsetzung fehlen. Schleip betont, dass Minderjährige nicht die Zielgruppe für die Rekrutierungsmaßnahmen der Bundeswehr an Schulen sein sollten, und erachtet die Werbung der Bundeswehr als problematisch. Abschließend argumentiert er, dass die Diskussion um die Wehrpflicht Teil einer größeren politischen Agenda ist, die das militärische Primat in der Gesellschaft stärkt. 29.05.2024 https://www.nachdenkseiten.de/?p=115813

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Positive Ermunterung.

» […] Nur durch die Überwindung trügerischer Fortschrittsmythen können wir den Klimanotstand und eskalierende Ungleichheit in den Griff bekommen.

Zu diesen Mythen gehört die Illusion, Gewohnheiten und Kulturnormen ließen sich allein durch Aufklärung und Willenskraft ändern.

Er [Stefan Klein in seinem Buch „Aufbruch. Warum Veränderungen so schwer fällt und wie sie gelingt.] analysiert, warum wir uns oft trotz wachsender Probleme an vertraute Meinungen und Routinen klammern.

Die Mehrheit will zwar Klimaschutz, akzeptiert Einschränkungen aber nur, wenn sie alle treffen.

Darum fordert er CO2-Steuern, die an eine Vision von sozialer Gerechtigkeit geknüpft sind, damit sie nicht als Strafe wirken.

Klein warnt: Untergangsrhetorik, Wut und Zwang säten Abwehr und autoritäre Sehnsüchte. Positive Ermunterung sei zielführender; er empfiehlt etwa Anzeigen, die Fortschritte beim Stromsparen melden. […] «

~ Michael Holmes

Psychologie Heute 11/2025, Seite 82, Geht’s auch anders? Drei kluge neue Bücher bieten guten Rat, wie schwierige Veränderungen gelingen. – https://www.psychologie-heute.de/leben/artikel-detailansicht/44477-gehts-auch-anders.html