📅❓ „Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.“

Unabhängig davon, ob das Gehalt überall gleich wäre, würde ich heute als selbstständiger systemischer Psychotherapeut mit integrierter kognitiver Verhaltenstherapie arbeiten.

Ich hätte große Lust, Menschen ganzheitlich zu helfen, ihre festgefahrenen Verhaltens- und Denkmuster zu verändern und ihren Tunnelblick zu verlieren.

Die heutige Schreibanregung „vergisst”, dass für die meisten Jobs eine bestimmte Qualifikation erworben werden muss. Es ist also nicht nur eine Frage des Geldes, welchen Job ich ausüben würde. Ich muss auch subjektiv in der Lage sein, mir das für diesen Job erforderliche Wissen anzueignen und anzuwenden. Eine gute Voraussetzung dafür, dass sich Menschen ohne Existenzangst umschulen könnten, wäre ein bedingungsloses Grundeinkommen. So könnten alle Menschen am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilhaben und in Würde leben, wie es unser Grundgesetz fordert, aber durch das heutige Recht und die Praxis der Transferleistungen untergraben wird.

Eine Gemeinwohlwirtschaft inklusive eines bedingungslosen Grundeinkommens wäre eine Lösung für die heutige Frage und eine Antwort auf die vernichtende Klimakatastrophe sowie den aktuell vorbereiteten, alles vernichtenden Krieg.

Tägliche Schreibanregung
Wenn das Gehalt überall gleich wäre: Welchen Job würdest du gerade machen – und warum?

If the salary was the same, what job would you be doing right now and why?  |  Wenn das Gehalt dasselbe wäre, welchen Beruf würdest du dann gerade ausüben und warum?

„CC BY-NC-SA“-Lizenz öffnet sich in einem neuen Tab: https://rueckzuginsprivate.de/cc-lizenzierung-cc-by-nc-sa/

📔 Gut Ding will Weile haben.

Um einen soliden Karriereplan zu erstellen, überlegte ich, was ich besonders gut kann und wo meine Stärken liegen. Ich überlegte auch, welche Tätigkeiten mir wenig Freude bereiten und wo meine Schwächen und Abneigungen liegen. Außerdem machte ich mir Gedanken über meine Erfahrungen und Qualifikationen.

Anschließend machte ich mir Gedanken darüber, wo ich in zwei, fünf oder zehn Jahren stehen möchte. Strebe ich eine Führungsposition an? Möchte ich Experte auf einem Fachgebiet werden? Oder möchte ich doch lieber die Branche wechseln? Ich hielt fest, welche Werte mir wichtig sind, beispielsweise Work-Life-Balance, Gehalt oder Sinnhaftigkeit.

Ich prüfte, welche Weiterbildungen oder Zertifikate mir noch fehlen. Erreiche ich mein Ziel intern oder ist ein Jobwechsel sinnvoller?

Wie baue ich mir ein Netzwerk auf?

Am ersten Tag meiner Ausbildung hatten wir sechs Auszubildende gleich eine Audienz beim Geschäftsführer. Er begrüßte uns freundlich und meinte, wir alle hätten den „Marschallstab im Tornister” (er war vom Zweiten Weltkrieg geprägt). Damit meinte er, dass wir Newbies theoretisch das Potenzial und die Chance haben, Geschäftsführerin oder Geschäftsführer zu werden.

Zu dieser Zeit gab es in dieser Branche bundesweit (West) 1 325 Geschäftsführer:innen. Vermutlich gab es keine einzige Geschäftsführerin. Da dachte ich mir, dass an seinen Worten etwas dran sein könnte und ich nur warten müsste, bis ich an der Reihe wäre, Geschäftsführer zu werden.

Was mein Geschäftsführer und ich nicht bedenken konnten, war, dass der Gesetzgeber schon bald der Meinung war, dass 1 325 selbstständige Organisationen mit jeweils einem Geschäftsführer nicht mehr zeitgemäß seien, und zwangsweise Fusionen beschloss. Heute gibt es nicht einmal mehr 100 Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer. Immerhin ist der Frauenanteil in über 40 Jahren von 0 auf maximal 20 % gestiegen. Ich hätte also auch noch das falsche Geschlecht gehabt.

Somit ist mein ausgefuchster Karriereplan, abzuwarten, bis ich automatisch Geschäftsführer werde, kläglich gescheitert.

=> Weitere „dailyprompts“ aller Blogger:innen: LINK

„CC BY-NC-SA“-Lizenz öffnet sich in einem neuen Tab: https://rueckzuginsprivate.de/cc-lizenzierung-cc-by-nc-sa/