🎙 Mehr Zutrauen als Misstrauen.

In dem Interview geht es um die Zukunft der Arbeit in Deutschland und die Gedanken der Philosophin Lisa Herzog dazu. Herzog ist der Meinung, dass es bei Reformen nicht nur um höhere Produktivität gehen sollte, sondern auch um die Qualität der Arbeit und darum, was Menschen benötigen, um gut arbeiten zu können.

»Aber man kann sie [KI – Künstliche Intelligenz] auch dazu einsetzen, Menschen zu kontrollieren und eigentlich die Arbeit auch weniger interessant, weniger herausfordernd zu machen. Sowas wie, dass in Callcentern die Stimmlage von der KI überwacht wird. Und wenn dann jemand da nicht freundlich genug klingt, dann kommt sofort eine Anweisung, dass man jetzt bitte anders klingen soll. Und da geht natürlich alles an Spontanität, Kreativität, eigenem Ausfüllen der beruflichen Rolle dann auch verloren.«

Herzog kritisiert, dass sich viele Diskussionen nur auf den finanziellen Nutzen der Arbeit konzentrieren. Sie betont, wie wichtig die Bedürfnisse der Arbeitnehmer sind, zum Beispiel gute Arbeitsbedingungen und die Möglichkeit, mitzubestimmen, wie die Arbeit gestaltet wird. Wenn Menschen motiviert sind und sich fair behandelt fühlen, kann das zu besserer Arbeit führen.

»Und dann müsste man eigentlich die Debatte über gerechte Renten zum Beispiel auch verbinden mit einer Debatte über gerechte Löhne. Denn es ist ja so, dass bei uns das Rentenniveau auch ans Lohnniveau gekoppelt ist. Und wenn man jetzt nur die eine Seite korrigieren will, ohne die andere überhaupt anzufassen.«

Herzog spricht auch über die Rolle von Künstlicher Intelligenz (KI) und warnt davor, dass diese Technologie dazu benutzt werden kann, Arbeit weniger interessant zu machen, statt sie zu verbessern. Zudem betont sie die Wichtigkeit von Gerechtigkeit in der Gesellschaft, insbesondere in Bezug auf soziale Systeme wie Renten- und Krankenversicherungen.

»Ja, und da sieht man auch, dass das ganze Angebot- und Nachfrageargument nicht so ganz funktionieren kann, denn in der Pflege haben wir seit Jahren den Arbeitskräftemangel und trotzdem gehen die Löhne nicht nach oben. Also Arbeitsmärkte sind nicht Märkte, wo wirklich nur Angebot und Nachfrage zählen, sondern sind auch ganz viele soziale Machtfaktoren mit im Hintergrund.«

Herzog fordert eine grundlegende Diskussion darüber, welche Art von Gesellschaft wir sein wollen und wie wir die Arbeit und deren Wertschätzung für alle Menschen gestalten können. Sie schlägt vor, die Bedingungen so zu verbessern, dass mehr Menschen arbeiten können, und unbezahlte Arbeit, wie die Betreuung von Kindern, wertzuschätzen.

»Und insofern würde ich eigentlich sagen, das Logischste wäre, auszugehen von gleicher Entlohnung, vielleicht pro gearbeiteter Stunde. Und dann könnte man vielleicht sagen, okay, was sind so Faktoren, die jetzt höhere oder vielleicht an manchen Stellen niedrigere Sätze rechtfertigen. Zum Beispiel eine längere Ausbildung, aber zum Beispiel auch sowas wie eine höhere physische oder psychische Belastung an manchen Jobs. Und dann könnte man da entsprechend Zuschläge verteilen und nicht davon ausgehen, dass sozusagen die individuelle Verhandlungsmacht der Einzelnen irgendwie gerechtfertigt werden kann, als ja, die haben so viel beigetragen. Letztlich tragen alle an etwas bei, das nur bestehen kann, weil es gemeinschaftlich erzeugt wird.«

Insgesamt plädiert sie für einen Ansatz, der Menschen ermutigt und unterstützt, statt Druck auszuüben.

»Also ich finde es ziemlich frech Leuten zu unterstellen, sie wollen etwas nicht tun, wenn einfach die Bedingungen dafür, dass sie es tun könnten, oft überhaupt nicht gegeben sind.«


Aus dem Interview „Zukunft der Arbeit – Es gibt mehr als nur höhere Produktivität“ der Deutschlandfunk-Sendung „Information und Musik“ vom –14.06.2026-.


Interview in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/06/14/arbeit_der_gesellschaftsvertrag_unseres_lebens_lisa_herzog_dlf_20260614_0715_acf1e234.mp3

Webseite des Interviews in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunk.de/arbeit-der-gesellschaftsvertrag-unseres-lebens-lisa-herzog-philosophin-100.html

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🎙 Kleinvieh macht auch Mist: Umwelt- und Klimaschutz im eigenen Alltag

Zum Weltumwelttag wird darüber gesprochen, was jeder Einzelne für das Klima tun kann. David Nelles, Experte für Nachhaltigkeit, erklärt, dass bereits kleine Veränderungen im Alltag einen großen Unterschied machen können.

Ein Beispiel ist die Ernährung: Immer mehr Menschen werden Vegetarier oder Veganer. Allein in Deutschland können dadurch bereits über 5 Millionen Tonnen Treibhausgase pro Jahr eingespart werden. Das ist doppelt so viel wie der gesamte Luftverkehr innerhalb Deutschlands.

Nelles betont auch die Bedeutung von lokalem Engagement. Dazu zählt beispielsweise die Förderung von Fahrradwegen oder die Umgestaltung von Straßen, um umweltfreundlichere Verkehrsmittel zu unterstützen. Er erklärt, dass es unserem Gehirn oft schwerfällt, Veränderungen zu akzeptieren, da wir dazu neigen, im Hier und Jetzt zu denken und uns vor zukünftigen Bedrohungen zu fürchten.

Um Veränderungen zu fördern, sollten wir persönliche Vorteile hervorheben, wie etwa die Einsparungen durch dynamische Stromtarife. Nelles warnt vor Klimamythen, die uns davon abhalten, aktiv zu werden. Ein Beispiel ist die Annahme, dass wir auf perfekte Lösungen warten sollten, bevor wir handeln.

In Diskussionen über Klimaschutz empfiehlt er, zuerst zuzuhören und zu verstehen, welche Bedenken die anderen haben, anstatt sofort zu widersprechen. Veränderungen können oft einen Schneeballeffekt haben. Wenn einige Menschen anfangen, folgen ihnen andere.

Insgesamt zeigt das Gespräch, dass jeder Einzelne durch kleine Schritte zur Verbesserung des Klimas beitragen kann.


Aus dem Interview „Welt-Umwelt-Tag – Was der Einzelne für das Klima tun kann“ der Deutschlandfunk-Kultur-Sendung „Studio 9“ vom –05.06.2026-.


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🎙 Warum Empathie und Kompromissbereitschaft unsere stärksten Werkzeuge sind

In dieser Podcastfolge „Demokratie NEU DENKEN | Ein Rückblick” von Mission Wertvoll wird ein Überblick über die dritte Staffel des Podcasts NEU DENKEN gegeben, in der das zentrale Thema Demokratie behandelt wird. Im Folgenden sind die Hauptpunkte und Argumente zusammengefasst:

Demokratie verstehen: Demokratie wird nicht nur als Wahlprozess verstanden, sondern als tägliche Mitgestaltung gesellschaftlicher Regeln und Ziele. Es wird betont, dass Demokratie aktive Teilnahme und Feedback erfordert.

Böckenförde-Diktum: Das Diktum von Ernst-Wolfgang Böckenförde wird zitiert, um zu verdeutlichen, dass der freiheitliche Staat von Voraussetzungen abhängt, die er selbst nicht garantieren kann. Dies betrifft die Bereitschaft der Bürger, sich an Regeln zu halten und Kompromisse einzugehen.

Macht in der Demokratie: Es wird diskutiert, dass Macht nicht nur autoritär ausgeübt werden sollte, sondern demokratische Qualitäten haben muss. Gesine Schwan, Politikwissenschaftlerin, wird als Stimme für eine demokratische Machtausübung vorgestellt.

Kompromissbereitschaft: Die Notwendigkeit von Kompromissen in der Politik wird hervorgehoben. Julia Reuschenbach spricht über die Herausforderungen, die eine kompromissorientierte Haltung in der politischen Diskussion mit sich bringt.

Bürokratie und Verwaltung: Uwe Schneidewind thematisiert die Schwierigkeiten, kreative Lösungen innerhalb starrer bürokratischer Strukturen zu finden, und fordert eine Innovationskultur, die Fehler als Teil des Lernprozesses akzeptiert.

Zuhören und Kommunikation: Bernhard Pörksen diskutiert die Bedeutung von Zuhören und empathischer Kommunikation in der Gesellschaft, um Missverständnisse und Konflikte zu vermeiden und eine gemeinsame Basis zu finden.

Matthias Quent erklärt, wie das Gefühl der Ohnmacht in der Bevölkerung extremistische Tendenzen fördern kann. Der Wunsch nach starken Führern, die schnelle Lösungen versprechen, wird als gefährlich identifiziert.

Positive Ansätze: Der Podcast ermutigt dazu, konstruktive Diskussionen zu führen, Potenziale zu erkennen und Probleme nicht ständig zu skandalisieren. Es wird betont, dass jeder Einzelne zur demokratischen Kultur beitragen kann.

Insgesamt kommt diese Podcastfolge zu dem Schluss, dass Demokratie lebendig bleibt, wenn Bürger aktiv teilnehmen, Kompromisse eingehen und empathisch kommunizieren. Der Podcast „NEU DENKEN” möchte einen Raum für respektvollen und lösungsorientierten Diskurs schaffen.


Aus der Podcastfolge „Demokratie NEU DENKEN | Ein Rückblick“ vom –10.03.2026– des Podcasts „NEU DENKEN„.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://youtu.be/AVTAHW8fZtk

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.mission-wertvoll.org/demokratie-neu-denken-ein-rueckblick/

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📅❓ Gott und die Welt.

Nicht, dass ich mich um eine konkrete Antwort auf die Frage drücken möchte, über welche Themen ich mich gerne unterhalte oder diskutiere.

Gerne unterhalte ich mich oder diskutiere über „Gott und die Welt”. Ich spreche auch gerne über Themen, die mir fremd sind. In diesem Fall bin ich eher der Fragende. Die Unterhaltung oder Diskussion sollte über einen Smalltalk hinausgehen.

Ich unterhalte mich gerne über Musikalisches, Psychologisches, Menschliches oder Erzieherisches. Genauso gerne erfahre oder lerne ich Neues.

Täglicher Schreibanreiz
Über welche Themen diskutierst du gerne?

What topics do you like to discuss?  |  Über welche Themen unterhältst du dich gerne?

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• Ehe • Eifersucht • Kinder Kommunikation • Monogamie •Respekt • Sex • Vertrauen • offene Beziehungen •

In der Podcastfolge „Unsere Ehe, unsere Kinder und der Sex mit anderen – Sheila Karvounaki” vom 24.03.2024 aus dem SWR-Podcast „Das wahre Leben” mit Michael Steinbrecher wird die außergewöhnliche Beziehung von Sheila und Fabio Karvounaki beschrieben. Die beiden entschieden sich nach der Geburt ihres dritten Kindes, ihre Ehe zu öffnen.

Nach der Geburt ihres dritten Kindes begannen Sheila und Fabio, ihre monogame Beziehung zu überdenken. Sie schauten sich eine Dokumentation über Swingerclubs an, was zu einer Diskussion über offene Beziehungen führte. Sheila äußerte den Wunsch, mit anderen Männern zu schlafen, was Fabio überraschte. Die beiden einigten sich auf eine Probezeit von drei Monaten mit klaren Regeln: Sie durften beispielsweise nicht auswärts übernachten oder Geschenke mit nach Hause bringen. Safer Sex war ebenfalls eine Voraussetzung.

Fabio begann zuerst mit Dates, während Sheila sich Zeit ließ. Sie fühlte sich in ihrer Beziehung stabil genug, um das Experiment zu wagen. Im Laufe der Zeit lockerten sie viele der ursprünglichen Regeln und entwickelten eine entspanntere Haltung gegenüber ihren Beziehungen zu anderen. Eifersucht war ein wiederkehrendes Thema, insbesondere für Fabio, der Probleme damit hatte, mit Sheilas anderen Partnern umzugehen. Sheila hingegen sah ihre Beziehungen als gleichwertig an und wollte keine Prioritäten setzen.

Die Kinder wurden altersgerecht in die Situation einbezogen. Sheila und Fabio betonten immer wieder, dass die Kinder vor allem Sicherheit und Aufmerksamkeit von ihren Eltern benötigten. Sie stellten fest, dass ihre Kinder in der Pubertät eher zu klassischen Beziehungsvorstellungen neigten. Im Laufe der Jahre gab es Herausforderungen, insbesondere, als Sheila eine intensivere Beziehung zu einem anderen Partner entwickelte. Dies führte zu Spannungen und Diskussionen über Prioritäten in ihren Beziehungen. Sheila war jedoch fest entschlossen, ihre offene Beziehung nicht zu beenden.

Die Podcastfolge zeigt, wie es Sheila und Fabio trotz der Komplexität ihrer offenen Beziehung gelang, eine starke Verbindung zueinander aufrechtzuerhalten. Sie reflektieren über ihre Erfahrungen, die Herausforderungen und die Dynamiken, die mit einer nicht-traditionellen Beziehungsform verbunden sind.

Insgesamt vermittelt diese Podcastfolge ein Bild von einer unkonventionellen, aber funktionierenden Beziehung, die auf Kommunikation, Vertrauen und gegenseitigem Respekt basiert.

https://www.swr.de/video/sendungen-a-z/nachtcafe/unsere-ehe-unsere-kinder-und-der-sex-mit-anderen-sheila-karvounaki-100.html

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