Ich habe nie das Feedback bekommen, dass ich unsozial sei oder wirke. Im Gegenteil.
Grundsätzlich bin ich ein geselliger Mensch. Das habe ich bereits in der Kindheit verinnerlicht, weil meine Eltern und meine Umwelt mir signalisiert haben, dass meine introvertierten Eigenschaften falsch sind (das Wort „introvertiert“ ist dabei damals nie gefallen). Ich wurde für extravertiertes Verhalten gelobt. Dadurch war ich unter Leuten, mehr als mir gut tat.
Heute achte ich darauf, dass die sogenannte Me-Time mit der geselligen Zeit für mich ausgeglichen ist.
Im Podcast-Gespräch mit Stefanie Stahl thematisiert Anna ihre schwierige Mutterbeziehung, die seit ihrer Kindheit von hohem Leistungsdruck, emotionaler Kontrolle und mangelndem Verständnis geprägt ist.
Stefanie Stahl identifiziert Annas heutige impulsive Wut als eine Schutzreaktion, mit der Anna versucht, das eigentlich unerträgliche Primärgefühl der Ohnmacht und des Ausgeliefertseins zu bewältigen. Deutlich wird, dass Anna verinnerlicht hat, „abliefern“ zu müssen, um liebenswert zu sein.
Dies äußert sich in aktuellen Ängsten und dem Drang zur Kontrolle. Stahl rät Anna, die Heilung nicht von einer Entschuldigung ihrer Mutter abhängig zu machen, sondern das verletzte „Schattenkind“ durch Selbstbejahung und innere Abgrenzung eigenständig zu trösten.
Das Gespräch dient als Vorbereitung auf einen geplanten Austausch mit der Mutter, um festgefahrene Muster zu durchbrechen und eine realistischere Basis für den künftigen Umgang zu finden.
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In dieser Podcastfolge geht es darum, wie Traumata der Eltern das Leben und das Wohlbefinden ihrer Kinder beeinflussen können.
Podcastfolge „Wenn die Eltern traumatisiert sind – was macht das mit mir?“ vom 26.02.2023 aus dem RTL+-Podcast „Stahl aber herzlich„.
Im Gespräch mit Alison, einer Klientin, wird deutlich, dass sie durch den Tod ihres Vaters viele alte Erinnerungen und Gefühle aus ihrer Kindheit wiedererlebt hat. Alison erzählt von ihrer schwierigen Beziehung zu ihrer Mutter, die sie als traumatisiert wahrnimmt. Sie hat in ihrer Kindheit viel physische und psychische Gewalt erlebt und fühlt sich nun, nach dem Tod ihres Vaters, erneut enttäuscht und verletzt.
Alison beschreibt zudem, dass ihre ältere Schwester eine dominante Rolle in der Familie spielt, wodurch ihre Mutter sie schlechter behandelt. Alison fühlt sich von ihrer Mutter im Stich gelassen und hat das Gefühl, dass ihre Bemühungen, für die Familie da zu sein, nicht gewürdigt werden. Dies führt zu Depressionen und Enttäuschung.
Stephanie versucht, Alison dabei zu helfen, ihre Gefühle zu verstehen und die Verantwortung für die Probleme in ihrer Familie nicht auf sich zu nehmen. Sie ermutigt Alison zu erkennen, dass die Probleme ihrer Mutter und die familiären Dynamiken nicht ihre Schuld sind.
Die Podcastfolge verdeutlicht, wie essenziell es ist, die eigenen Bedürfnisse und Gefühle zu erkennen und zu verinnerlichen, dass Liebe und Unterstützung, die ein Kind benötigt, von den Eltern kommen sollten. Alison lernt, dass sie ein liebenswertes Wesen ist – unabhängig von den Fehlern ihrer Eltern. Der Prozess der Befreiung von alten Verletzungen und die Übernahme der Verantwortung für die eigene emotionale Gesundheit sind zentrale Punkte auf Alisons Reise zur Heilung.
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