🎙 „Entmenschlichung auf offener Straße“ – Über das Leben mit starkem Übergewicht

In diesem Gespräch berichtet die 26-jährige Lea Yagan über ihre Esssucht und deren tiefgreifende Verknüpfung mit psychischen Diagnosen wie ADHS, Depressionen und einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung.

Eindrücklich schildert sie, wie sie seit ihrer Kindheit Essen als Überlebensstrategie und Ersatz für fehlende Glückshormone nutzt, während sie gleichzeitig gegen gesellschaftliche Stigmatisierung und körperliche Einschränkungen kämpft. Trotz ihrer schwierigen Lage, in der sie derzeit Unterstützung durch eine Wohnassistenz und einen Betreuer erhält, reflektiert sie ihre Situation bemerkenswert sachlich.

Sie erkennt, dass Heilung nur über die psychische Aufarbeitung und nicht über bloße Disziplin möglich ist. Lea betont dabei den Wert ihrer Sensibilität und ihren Wunsch, sich trotz negativer Erfahrungen den Blick für das Positive in Menschen zu bewahren.

Das Gespräch endet mit ihrem vorsichtigen Ausblick auf eine selbstbestimmtere Zukunft, in der sie ihre Leidenschaft für das Schreiben vielleicht in einem eigenen Buch verwirklichen kann.


Aus der Podcastfolge „Wenn Essen zur Sucht wird“ vom –20.08.2025– des RB-Podcasts „Eine Stunde reden – Gespräche mit Unbekannten“ (Verfügbar bis -30.08.2027-).


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🎙 Gefangen im Feed: Wie Social Media unsere Psyche zu Geld macht.

In dem Vortrag wird die „Aufmerksamkeitsökonomie“ untersucht und erörtert, wie Social-Media-Plattformen gezielt psychologische Mechanismen einsetzen, um die Verweildauer der Nutzer zu maximieren.

Erläutert wird, dass Funktionen wie Algorithmen und Belohnungssysteme darauf ausgelegt sind, Dopamin-Schleifen zu aktivieren und so eine Abhängigkeit zu fördern. Ein zentraler Kritikpunkt ist das Paradoxon, dass „Mental Health“ zwar ein Trendthema auf diesen Plattformen ist, deren Struktur jedoch oft zu einer Verstärkung von Problemen wie Angstzuständen und Depressionen führt.

Zudem wird beleuchtet, wie die psychische Gesundheit der Nutzer durch die Kommerzialisierung von Selbstfürsorge und psychischen Belastungen zum reinen Geschäftsobjekt wird.

Abschließend plädiert der Beitrag für mehr digitale Mündigkeit und strukturelle Veränderungen, um die Psyche vor den ausbeuterischen Mechanismen der Plattformen zu schützen.


Podcastfolge „Digitale Diagnosen: Mental Health und Social Media – Das Geschäft mit unserer Psyche“ vom –26.06.2025– aus dem Deutschlandfunk-Nova-Podcast „Hörsaal„.


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🎙 Wenn die Welt zu laut wird: Ein Gespräch über Hochsensibilität und den Alltag.

Die 64-jährige Renate hat eine interessante Lebensgeschichte. Obwohl sie sich oft so fühlt, bezeichnet sie sich selbst nicht als „hochsensibel”. Renate hat Schwierigkeiten mit Lärm und fand den Schulalltag als Lehrerin sehr anstrengend. In ihrer Kindheit hat sie viel durchgemacht: Sie hatte liebevolle, aber überforderte Eltern und kämpfte später mit Essstörungen und Depressionen.


Aus der Podcastfolge „Hochsensibel oder nicht? Ein Leben auf der Suche“ vom 26.06.2024 des RB-Podcasts „Eine Stunde reden – Gespräche mit Unbekannten“ (Verfügbar bis 12.09.2026).


Durch Selbsthilfegruppen lernte sie, ihre Probleme zu verstehen und mit ihrer Sensibilität umzugehen. Sie hat gelernt, auf ihre innere Stimme zu hören, und hat Frieden mit ihren Besonderheiten geschlossen. Heute malt und musiziert sie gerne und findet Freude in kleinen Dingen wie den Schatten an der Wand oder Insekten im Gras.

Renate spricht offen darüber, wie wichtig es ist, die eigenen Empfindlichkeiten zu akzeptieren, und davon, wie sie trotz ihrer Herausforderungen ein erfülltes Leben führt. Sie hat ein tiefes Verständnis für psychische Erkrankungen entwickelt und möchte anderen helfen, die ähnliche Erfahrungen machen.

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🎙 Wenn die Depression mit am Tisch sitzt: Partnerschaft im Fokus.

In dieser Podcastfolge geht es um Depressionen und deren Auswirkungen auf Beziehungen, am Beispiel des Paares Claudia und Marcel.

Claudia leidet unter depressiven Verstimmungen, was ihre Beziehung belastet. Obwohl sich die beiden gut verstehen und viele gemeinsame Interessen haben, kommt es häufig zu Streitigkeiten, in denen sie nicht auf Augenhöhe kommunizieren können. Claudia ist oft unzufrieden mit sich selbst und beschreibt ihre Emotionen als eine „schwarze Wolke“, die über ihr schwebt und ihren Alltag beeinflusst.


Podcastfolge „Die schwarze Wolke: Depressionen in der Beziehung“ vom 12.04.2024 aus dem NDR-Podcast „Die Paartherapie„; verfügbar bis 12.04.2026.


Der Paartherapeut Eric gibt den beiden verschiedene Ratschläge, um besser mit Konflikten umzugehen und ihre Kommunikation zu verbessern. Dazu gehören:

  • Streitkultur lernen: Sie sollen W-Fragen nutzen, um zu verstehen, wie es zu einem Streit gekommen ist und was dabei in ihnen vorgeht.
  • Rückzüge: Es ist in Ordnung, sich in hitzigen Momenten zurückzuziehen, aber sie sollten darauf achten, dass dies nicht zu einem dauerhaften Entzug führt.
  • Erinnerungen teilen: Über schöne gemeinsame Erlebnisse zu sprechen, kann helfen, die Verbindung zu stärken.
  • Hilfe suchen: Zeigt jemand Anzeichen von Depressionen, ist es wichtig, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
  • Dankbarkeit üben: Achtsamkeit und Dankbarkeit können dabei helfen, den Fokus auf die positiven Aspekte des Lebens zu lenken.

    Eric betont, dass Depressionen nicht nur die Betroffenen, sondern auch deren Partner betreffen und dass beide Unterstützung benötigen. Es ist wichtig, Geduld mit sich selbst und dem Partner zu haben und sich bei Bedarf Hilfe zu suchen.

Insgesamt zeigt die Podcastfolge, wie wichtig es ist, über psychische Probleme zu sprechen und aktiv daran zu arbeiten, um die Beziehung zu stärken.

Podcastfolge in neuem Tab hören: https://ndr-podcast.ard-mcdn.de/progressive/2024/0404/AU-20240404-1329-5400.mp3

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🎙 Das unsichtbare Erbe: Wie das Trauma meiner Eltern mein Leben heute prägt

In dieser Podcastfolge geht es darum, wie Traumata der Eltern das Leben und das Wohlbefinden ihrer Kinder beeinflussen können.


Podcastfolge „Wenn die Eltern traumatisiert sind – was macht das mit mir?“ vom 26.02.2023 aus dem RTL+-Podcast „Stahl aber herzlich„.


Im Gespräch mit Alison, einer Klientin, wird deutlich, dass sie durch den Tod ihres Vaters viele alte Erinnerungen und Gefühle aus ihrer Kindheit wiedererlebt hat. Alison erzählt von ihrer schwierigen Beziehung zu ihrer Mutter, die sie als traumatisiert wahrnimmt. Sie hat in ihrer Kindheit viel physische und psychische Gewalt erlebt und fühlt sich nun, nach dem Tod ihres Vaters, erneut enttäuscht und verletzt.

Alison beschreibt zudem, dass ihre ältere Schwester eine dominante Rolle in der Familie spielt, wodurch ihre Mutter sie schlechter behandelt. Alison fühlt sich von ihrer Mutter im Stich gelassen und hat das Gefühl, dass ihre Bemühungen, für die Familie da zu sein, nicht gewürdigt werden. Dies führt zu Depressionen und Enttäuschung.

Stephanie versucht, Alison dabei zu helfen, ihre Gefühle zu verstehen und die Verantwortung für die Probleme in ihrer Familie nicht auf sich zu nehmen. Sie ermutigt Alison zu erkennen, dass die Probleme ihrer Mutter und die familiären Dynamiken nicht ihre Schuld sind.

Die Podcastfolge verdeutlicht, wie essenziell es ist, die eigenen Bedürfnisse und Gefühle zu erkennen und zu verinnerlichen, dass Liebe und Unterstützung, die ein Kind benötigt, von den Eltern kommen sollten. Alison lernt, dass sie ein liebenswertes Wesen ist – unabhängig von den Fehlern ihrer Eltern. Der Prozess der Befreiung von alten Verletzungen und die Übernahme der Verantwortung für die eigene emotionale Gesundheit sind zentrale Punkte auf Alisons Reise zur Heilung.

Podcastfolge in neuem Tab hören: https://ais.audiorella.com/podcasts/1748-stahl-aber-herzlich-der-psychotherapie-podcast-mit-stefanie-stahl/227453-wenn-die-eltern-traumatisiert-sind-was-macht-das-mit-mir.mp3

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🎙 Schlafdauer, Schlafphasen, Fieberträume, Melatonin, Depressionen & Schlafstörung

In dieser Podcast-Folge werden häufige Fragen zum Thema Schlaf behandelt. Die beiden Moderatorinnen Christine und Ilka beantworten verschiedene Fragen, die ihnen von Zuhörern geschickt wurden.


Podcastfolge „FAQ – Was ihr schon immer über Schlafen wissen wolltet“ vom 24.09.2024 aus dem Deutschlandfunk-Nova-Podcast „Über Schlafen“.


Eine der häufigsten Fragen ist, ob man Schlaf nachholen kann. Christine erklärt, dass es normal ist, im Urlaub mehr zu schlafen, um sich von stressigen Phasen zu erholen. Wenn jemand jedoch dauerhaft sehr viel Schlaf benötigt, könnte das auf ein gesundheitliches Problem hinweisen und ein Arztbesuch wäre sinnvoll.

Ein weiteres Thema sind die Schlafphasen. Christine erläutert, dass ein gesunder Schlaf aus verschiedenen Phasen besteht, darunter REM-Schlaf und Tiefschlaf, und dass sich deren Anteile im Laufe des Lebens verändern können. Es gibt jedoch keine festen Regeln dafür, wie viel Zeit man in jeder Phase verbringen sollte, da dies von Person zu Person unterschiedlich ist.

Die Moderatorinnen diskutieren auch das Phänomen der Fieberträume, die oft bizarr und lebhaft sind, sowie den Einfluss von Melatonin auf Träume. Zudem wird das Sprechen im Schlaf angesprochen, das häufig vorkommt und in der Regel harmlos ist.

Ein weiterer Punkt ist der Zusammenhang zwischen Schlaf und psychischen Erkrankungen wie Depressionen. Es wird erklärt, dass Schlafstörungen häufig bei Depressionen auftreten und umgekehrt Schlafprobleme das Risiko für Depressionen erhöhen können.

Zusammenfassend bietet der Artikel wertvolle Informationen zum Thema Schlaf, beantwortet praktische Fragen und gibt Tipps zur Schlafhygiene, um die Schlafqualität zu verbessern.

Podcastfolge in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2024/09/24/deutschlandfunknova_faq_was_ihr_schon_immer_20240924_fbffc43c.mp3

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Soziale Ungerechtigkeit als Gesundheitsrisiko für Kinder | Zitat

» […] Wir akzeptieren, dass Wohlhabende eine höhere Lebenserwartung haben, als wäre das Naturgesetz. Wir nehmen hin, dass Kinder aus armen Familien schlechtere Zähne, mehr Asthma, mehr Depressionen haben. Wir empören uns über einzelne Missstände, aber nicht über ihre Struktur. […]

Eine Gesellschaft, die die biologische Gesundheit ihrer Kinder von der Steuerklasse ihrer Eltern abhängig macht, hat ihr Fundament verloren. […] «

~ Detlef Koch, Warum Kinderarmut kein Schicksal, sondern eine politische Entscheidung ist. Serie zu Kinderarmut (Teil 5), 29.11.2025, https://www.nachdenkseiten.de/?p=142839

Der Artikel thematisiert Kinderarmut in Deutschland und argumentiert, dass diese nicht schicksalhaft bedingt ist, sondern auf politischen Entscheidungen und gesellschaftlichen Strukturen beruht. Es wird aufgezeigt, dass das Bildungssystem soziale Ungleichheiten reproduziert und Kinder aus armen Verhältnissen oft dauerhaft benachteiligt sind. Zudem kritisiert der Artikel die politische Rhetorik, die Eigenverantwortung propagiert, während sie die strukturellen Ursachen von Armut ignoriert. Abschließend wird betont, dass eine Gesellschaft, die ihre Kinder in Armut leben lässt, nicht nur ihren ökonomischen, sondern auch ihren moralischen Kompass verliert.

Die bisherigen Teile dieser Serie finden Sie

hier: »Noch bevor ein Kind atmet – Wie Armut bereits in der Schwangerschaft Spuren hinterlässt.« und

hier: »Das vererbte Risiko – Wenn Herkunft über Gesundheit entscheidet: Alltag und Schule.« und

hier: »Versorgung, Prävention und Systemfehler – Wie Armut das Gesundheitssystem spiegelt.« und

hier: »Kinderarmut und die Langzeitfolgen – Wie Armut sich in den Körper einbrennt.«.

Warum Kinderarmut kein Schicksal, sondern eine politische Entscheidung ist. Serie zu Kinderarmut (Teil 5)

Kinderarmut ist kein Schicksal, sondern eine politische Entscheidung.

Kinderarmut in Deutschland ist die Folge politischer Entscheidungen, die soziale Ungleichheit zementieren und zu gesundheitlichen sowie bildungstechnischen Nachteilen führen.

Schlüsselthemen

  • Kinderarmut ist eine Folge politischer und gesellschaftlicher Entscheidungen.
  • Frühprägung, psychosoziale Belastungen und strukturelle Barrieren beeinflussen gesundheitliche Risiken.
  • Das Bildungssystem reproduziert soziale Unterschiede, anstatt Chancengleichheit zu schaffen.
  • Kinderarmut hat tiefgreifende Auswirkungen auf das Selbstbild, die Lebensentwürfe und die Gesundheit.
  • Politische Maßnahmen wie die Kindergrundsicherung sind unzureichend; das System verwaltet nur, statt zu verändern.
  • Gesundheit ist ein Menschenrecht, doch das deutsche Gesundheitswesen folgt marktwirtschaftlichen Prinzipien.

Gesellschaftliche Verantwortung und Politik

  • Deutschland besitzt einen Sozialstaat, doch die Unterstützung ist oft bürokratisch, demütigend und unzureichend.
  • Kinderarmut bleibt epidemiologisch konstant, da langfristige Investitionen fehlen.
  • Gesellschaftliche und politische Strukturen fördern die kumulative Benachteiligung und den sozialen Abstieg.
  • Die Erzählung der Leistungsgesellschaft gilt nicht für Kinder aus sozial benachteiligten Familien.
  • Armut ist mehr als Geldmangel, denn sie beeinflusst Biografien, Gesundheit und Chancen ein Leben lang.

Gesundheit und Bildung als Menschenrecht

  • Das Gesundheitssystem sollte soziale Gleichheit fördern, operiert jedoch marktwirtschaftlich.
  • Kinderarmut ist eine moralische Diagnose, die auf gesellschaftliche Versäumnisse hinweist.
  • Investitionen in Bildung, Wohnen und frühkindliche Förderung sind notwendig, sind aber politisch unpopulär.
  • Armut in der Kindheit ist kein Randproblem, sondern ein gesellschaftlicher Skandal und Maßstab für den moralischen Zustand eines Landes.
  • Der Schutz der Schwächsten ist ein Prinzip der Menschenwürde und das Fundament einer demokratischen Gesellschaft.

Fazit

Kinderarmut ist keine natürliche Gegebenheit, sondern eine politisch verursachte Ungerechtigkeit, die die Zukunft unserer Gesellschaft bedroht. Es braucht Mut und politisches Handeln, um fundamentale Veränderungen herbeizuführen.