🎙 Das vererbte Misstrauen. Wie jahrelange Loyalitätskonflikte erwachsene Kinder prägen.

In diesem Gespräch kommen die Psychologin Stefanie Stahl, ihre Tochter Anna und ihr Vater Fred zu Wort. Sie versuchen, ihre Beziehung zueinander zu verbessern und Vertrauen aufzubauen, nachdem sie viele Jahre keinen Kontakt hatten.

Fred und Annas Mutter hatten sich vor 26 Jahren getrennt, was zu einem langen Streit führte, aufgrund dessen Fred und Anna 20 Jahre lang keinen Kontakt hatten. Anna erzählt, dass sie als Kind unter dem Konflikt ihrer Eltern gelitten hat und oft das Gefühl hatte, zwischen ihnen hin- und hergerissen zu sein. Ihre Mutter hatte negative Ansichten über ihren Vater, die Anna unbewusst übernommen hat. Das führte zu Loyalitätskonflikten.

Fred erklärt, dass die Zeit ohne seine Kinder für ihn sehr schmerzhaft war und er versucht hat, den Kontakt zu Anna wiederherzustellen. In der Vergangenheit hatten sie Schwierigkeiten, miteinander zu kommunizieren, aber in den letzten Jahren haben sie Fortschritte gemacht. Anna gibt jedoch zu bedenken, dass sie immer noch Schwierigkeiten hat, ihrem Vater voll zu vertrauen. Sie fühlt sich oft ausgeschlossen, besonders im Vergleich zu den Kindern aus der neuen Familie ihres Vaters.

Stefanie Stahl hilft ihnen, die Dynamik ihrer Beziehung zu verstehen. Sie betont, dass Annas Probleme mit ihrem Vater oft auf die unaufgearbeiteten Verletzungen und die negative Sichtweise ihrer Mutter zurückzuführen sind. Anna erkennt, dass sie sich von den Ansichten ihrer Mutter über ihren Vater lösen muss, um eine gesunde Beziehung zu ihm aufzubauen.

Insgesamt zeigt das Gespräch, wie wichtig es ist, alte Wunden zu heilen, um Vertrauen aufzubauen und ein besseres Verständnis füreinander zu entwickeln.


Podcastfolge „Wie lerne ich meinem Papa zu vertrauen? – ein Vater-Tochter-Gespräch“ vom –14.01.2024– aus dem RTL+-Podcast „Stahl aber herzlich„.


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🎙 „Entmenschlichung auf offener Straße“ – Über das Leben mit starkem Übergewicht

In diesem Gespräch berichtet die 26-jährige Lea Yagan über ihre Esssucht und deren tiefgreifende Verknüpfung mit psychischen Diagnosen wie ADHS, Depressionen und einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung.

Eindrücklich schildert sie, wie sie seit ihrer Kindheit Essen als Überlebensstrategie und Ersatz für fehlende Glückshormone nutzt, während sie gleichzeitig gegen gesellschaftliche Stigmatisierung und körperliche Einschränkungen kämpft. Trotz ihrer schwierigen Lage, in der sie derzeit Unterstützung durch eine Wohnassistenz und einen Betreuer erhält, reflektiert sie ihre Situation bemerkenswert sachlich.

Sie erkennt, dass Heilung nur über die psychische Aufarbeitung und nicht über bloße Disziplin möglich ist. Lea betont dabei den Wert ihrer Sensibilität und ihren Wunsch, sich trotz negativer Erfahrungen den Blick für das Positive in Menschen zu bewahren.

Das Gespräch endet mit ihrem vorsichtigen Ausblick auf eine selbstbestimmtere Zukunft, in der sie ihre Leidenschaft für das Schreiben vielleicht in einem eigenen Buch verwirklichen kann.


Aus der Podcastfolge „Wenn Essen zur Sucht wird“ vom –20.08.2025– des RB-Podcasts „Eine Stunde reden – Gespräche mit Unbekannten“ (Verfügbar bis -30.08.2027-).


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://rbprogressivedl-a.akamaihd.net/clips/156/156579/156579_00604298_audio_stereo.mp3

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