Als ich siebzehn war, glich mein Verstand einem weiten Himmel voller leuchtender Träume. Mein Herz rief laut in die Ferne und ich folgte ihm bedingungslos. Mit einundzwanzig schien mir die ganze Welt zu gehören – ich gehörte dir und du warst vollkommen. Nichts anderes auf dieser Erde hatte für uns Bedeutung. Wir waren so hungrig auf das Leben, dass wir weder an das Schicksal noch an die Liebe als starres Konzept glaubten. Wir glaubten auch nicht daran, dass uns jemals irgendetwas genug sein könnte.
Du hättest uns damals sehen sollen. Wir waren auf dem Weg zur Venus und flanierten leichtfüßig über die Milchstraße. Wir fühlten uns unbesiegbar, wandelten auf den Pfaden der ganz Großen und taten so, als könne uns nichts und niemand etwas anhaben. Es war eine glorreiche, wilde Zeit, in der uns das ganze Universum offenstand.
Doch während die Jahre unaufhaltsam verstreichen, gräbt die Realität ihre Krallen in die Seele und raubt einem leise die Hoffnung und die Würde. Irgendwann bleiben von all dem Licht nur noch blasse Schatten an der Wand zurück. In solchen Momenten ist es wichtig, sich daran zu erinnern, wer man im Kern ist und welch weiten, stolzen Weg man bereits zurückgelegt hat. Zeige der Welt niemals, wie du fällst.
Heute glaube ich nicht mehr an Wunder oder die eine, absolute Wahrheit. Und ich glaube nicht, dass irgendetwas die unschuldige Magie der Jugend je wieder zum Leben erwecken kann. Aber damals … Da hättest du uns wirklich sehen sollen, als wir auf dem Weg zur Venus waren.
rueckzuginsprivate.de weist darauf hin, dass die Inhalte der geteilten und zusammengefassten Artikel die Ansicht der verlinkten Websites wiedergeben. Diese Ansicht muss nicht mit der Meinung von rueckzuginsprivate.de übereinstimmen.
Ich habe dich zum König gemacht und du hast vergessen, dass ich es war, die die Krone hielt. Während die Jahre wie Perlen von einer Schnur fielen – eine nach der anderen –, wartete ich, doch du warfst sie den Säuen hin.
Du nanntest dich Spielveränderer, Tor-Rüttler, Herr über Blitz und Licht. Doch der Blitz war mein. Mein war das Leuchten, das deinen Schatten so hoch und mächtig werden ließ. Meine Hungersnot deckte dein Festmahl, mein Schweigen füllte deinen Saal. Und ich bat um Krümel von einem Tisch, der ohne mich längst zusammengebrochen wäre.
Dann sah ich dich an. Da war kein König. Da war Leere, ein Thron aus geliehenem Glanz. Und ich begriff: Ich muss nicht länger betteln. Ich muss nicht warten, bis du mir gibst, was ich selbst erschaffen habe. Ich nehme den Blitz zurück. Ich nehme die Perlen zurück. Ich nehme den Thron zurück, den ich dir gebaut habe.
Denn ich war schon immer ein König. Nach allem. Und endlich weiß ich es.
rueckzuginsprivate.de weist darauf hin, dass die Inhalte der geteilten und zusammengefassten Artikel die Ansicht der verlinkten Websites wiedergeben. Diese Ansicht muss nicht mit der Meinung von rueckzuginsprivate.de übereinstimmen.
Es gibt da eine Frau, die unerschütterlich daran glaubt, dass alles, was glänzt, tatsächlich aus purem Gold ist. In ihrer grenzenlosen materiellen Zuversicht ist sie fest davon überzeugt, sich mit ihrem Reichtum sogar einen Weg in den Himmel erkaufen zu können. Selbst wenn sie ihr Ziel erreicht und alle Türen verschlossen sind, denkt sie, dass ein einziges, wohlplatziertes Wort ausreichen wird, um genau das zu bekommen, was sie sucht.
Doch während diese eine Frau beharrlich versucht, ihre himmlische Treppe zu erwerben, gibt es Zeichen, die zur Vorsicht mahnen. An den Wänden stehen warnende Worte, doch sie zögert, denn sie ahnt, dass Worte oft doppeldeutig sind und in die Irre führen können. In der Natur hingegen, wo ein Singvogel in einem Baum am Bachufer sein Lied anstimmt, wird klar, dass unsere menschlichen Gedanken und Sorgen oft fehlgeleitet sind.
Dieser blinde Materialismus weckt beim Beobachter tiefe Zweifel und eine innere Unruhe. Ein Blick nach Westen löst eine unerklärliche spirituelle Sehnsucht aus, ein Drängen nach einem echten, wahrhaftigen Leben. In ihren Visionen tauchen Rauchringe auf, die durch alte Wälder ziehen, begleitet von den schweigenden Blicken derer, die am Rand stehen und beobachten. Man hört ein Flüstern, dass bald eine Zeit der Vernunft anbrechen wird, angeführt von einem geheimnisvollen Spielmann, der jene in einen neuen, leuchtenden Morgen führt, die lange standhaft geblieben sind. Dann werden die alten Wälder wieder von freudigem Lachen widerhallen.
Selbst wenn es plötzlich im Gestrüpp raschelt, ist das kein Grund zur Sorge, sondern lediglich das natürliche Frühlingserwachen, eine Reinigung für die mystische Maikönigin. Jeder Mensch steht an einer Weggabelung und muss sich zwischen zwei sehr unterschiedlichen Pfaden entscheiden. Der eine ist trügerisch, der andere wahrhaftig. Das Tröstliche dabei ist: Auf dieser langen Lebensreise ist es nie zu spät, den einmal eingeschlagenen Weg noch zu wechseln.
Während die innere Melodie im Kopf dröhnt und der Wind beharrlich durch die Bäume flüstert, ruft der Spielmann unermüdlich dazu auf, sich ihm anzuschließen. Am Ende der Reise, wenn die eigenen Schatten am Abend länger sind als die Seele selbst, offenbart sich die universelle Wahrheit. Die Frau strahlt in weißem Licht und versucht immer noch, allen zu zeigen, wie sich alles in Gold verwandeln lässt. Wer jedoch still wird und genau hinhört, wird die Melodie der absoluten Erkenntnis vernehmen. Letztlich ist alles eins und eins ist alles. Es gilt, wie ein unerschütterlicher Fels in der Brandung zu stehen und sich nicht einfach treiben zu lassen – auch wenn eine gewisse Dame weiterhin unbelehrbar versucht, sich ihre Treppe in den Himmel zu kaufen.
rueckzuginsprivate.de weist darauf hin, dass die Inhalte der geteilten und zusammengefassten Artikel die Ansicht der verlinkten Websites wiedergeben. Diese Ansicht muss nicht mit der Meinung von rueckzuginsprivate.de übereinstimmen.