📅❓ »Schreibe so, wie du sprichst, und sprich nicht so, wie du schreibst.«

Wie schreibt man etwas, das die Leute tatsächlich lesen wollen? So schreiben, dass die Leute es wirklich lesen wollen?

„Leute” sind schlicht eine unbestimmte Anzahl von Menschen. Sie haben Gemeinsamkeiten, aber auch viele Unterschiede. Es sind Individuen mit Vorlieben und Abneigungen.

Wer versucht, möglichst vielen Leser:innen zu gefallen, wird letztendlich beliebig und behält keine Stammleser:innen.

Ich mache mir keine Gedanken darüber, wie ich schreiben müsste, damit viele Menschen meinen Text tatsächlich lesen wollen.

In dieser Zeit des sogenannten Aufmerksamkeitsterrorismus wäre es ideal, meine Texte kurz zu halten, so um die 400 Wörter. Ich zähle meine Wörter nicht. Gefühlt verstoße ich regelmäßig gegen dieses Gebot.

Ich schreibe meine Texte so, wie mir die Gedanken in den Sinn kommen. Möglichst spontan.

Es bereitet mir Freude, über meine Lebenserfahrungen und Alltagsanekdoten zu berichten.

Kurze Absätze sind lesefreundlicher als absatzlose Texte und ermöglichen es den Leser:innen, an einer beliebigen Stelle aus dem Text auszusteigen. Ich möchte niemandem Zeit stehlen.

Ich möchte kein Influencer sein. Ich freue mich über jede Leserin und jeden Leser. Selbst wenn es nur eine einzige Person sein sollte.

Tägliche Schreibanregung
Wie schreibst du so, dass Leute es wirklich lesen wollen?

How do you write what people actually want to read?  |  Wie schreibt man das, was die Leute tatsächlich lesen wollen?

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📅❓ „Im Buch des Lebens stehen die Antworten nicht auf der letzten Seite.“

Wir sind selbstbewusst und unabhängig. Wir führen ein unfassbar reiches und fast schon grenzenloses Innenleben.

ER geht oft auf zwei Beinen, tanzt ausgiebig, spielt Shortstop und liest Bücher – am liebsten „Krieg und Frieden” –, allerdings mit der Lesegeschwindigkeit von einem Wort pro Tag.

Trotz seiner Unabhängigkeit und gelegentlichen Arroganz empfindet ER tiefe Zuneigung zu mir, auch wenn ER das nicht immer zeigt.

Für ihn bin ich meist nur „der Mann mit dem Dreitagebart auf dem Kopf“ (the man with three-day stubble on his head), meine Hauptaufgabe ist es, ihm sein Abendessen zu bringen.

Obwohl ER mein Tier ist, sieht ER sich selbst eher als gleichberechtigt, wenn nicht sogar als überlegen.

Sein auffälligstes Merkmal ist seine Vorstellungskraft. Wenn ihm sein normales Dasein zu langweilig wird, schlüpft ER in verschiedene Rollen.

Oft sitzt ER an seiner Schreibmaschine. Sein Roman beginnt stets mit dem legendären Satz „Es war eine dunkle und stürmische Nacht …”, wird aber von den Verlagen unerbittlich abgelehnt – oft in Form von Absagemails.

Mit Sonnenbrille und Pullover lehnt ER lässig an Wänden und hält sich für den coolsten Typen.

Ausgestattet mit Fliegerbrille und rotem Schal kämpft ER auf dem Dach unseres Hauses imaginäre Luftschlachten gegen seinen unsichtbaren Erzfeind, den Roten Baron.

Mit ihm als lebenslangen Begleiter wäre das Leben immer anregend – wenn ER nicht gerade schläft oder isst.

ER ist ein Träumer, ein Philosoph und ein Lebenskünstler. ER zeigt mir, dass die Realität das ist, was ich aus ihr mache.

Ich könnte stundenlang mit ihm philosophieren, und das Leben wäre leichter.

Tägliche Schreibanregung
Wenn du dir irgendein fiktives Tier als lebenslangen Begleiter aussuchen könntest (wie ein Pokémon oder ein Fantasy-Haustier) – welches wäre das?

If you could pick any fictional animal to be your lifelong companion (like a Pokémon or fantasy pet), what would it be?  |  Wenn du dir ein fiktives Tier als lebenslangen Begleiter aussuchen könntest (zum Beispiel ein Pokémon oder ein Fantasietier), welches wäre das?

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🐚 schriftlich

Introvertierte drücken sich lieber schriftlich aus. Sie mögen keine Telefone, dafür E-Mail umso mehr.

~ 92 Eigenschaften von Introvertierten, introvertiert.org, https://www.introvertiert.org/92-eigenschaften-von-introvertierten

Mein Verhältnis zu Telefonen ist eher neutral. (-; Aber es stimmt, dass ich Jahrzehnte lang keine Telefonate mochte. In Briefen und E-Mails fühlte ich mich hingegen wohl. Mittlerweile stehen Sprechen und Schreiben gleichwertig nebeneinander. Was ich jedoch nicht abgelegt habe und auch nicht ablegen möchte, ist meine Abneigung gegen Kaltbesuche an der Haustür oder Anrufe von unbekannten oder unterdrückten Telefonnummern. Die Haustür bleibt zu, ich stelle mich tot, und solche Anrufe landen auf dem Anrufbeantworter. Vielleicht rufe ich zurück.

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Ein Bett im Café wäre schön. | dailyprompt

Ich möchte mich nicht an einen bestimmten Ort zum Lesen und Schreiben gebunden fühlen. Ich möchte überall lesen und schreiben können. Überall dort, wo es objektiv möglich ist.

Seit ein paar Jahren lese ich meine Zeitschriftenabonnements vorwiegend in meinen Lieblingscafés. Betrete ich das eine Lieblingscafé, empfängt mich stets eine familiäre Atmosphäre. Es ist gleichgültig, wer der oder die Barista des Tages ist, wer gerade für den Service zuständig ist oder wie voll oder leer es ist. Trotz der eng gestellten Tische in dem relativ kleinen Raum und der großen Geräuschkulisse versinke ich in meine Lektüre und komme für ein bis zwei Stunden in einen Leseflow.

Das andere Lieblingscafé wird von einer Bäckerei-Kette betrieben, hier ist nichts familiär. Wenn ich mit meinem Kaffee auf dem Tablett in die obere Etage gehe, geht mein Herz auf und ich finde Ruhe. Es ist ein großer, weiträumiger Ort mit einer hohen Decke. Ich habe Luft zum Atmen und Raum, mich auszudehnen. Nie begegne ich einem Gast ein weiteres Mal. Ich habe einen Lieblingsplatz: einen kleinen Tisch mit zwei gemütlichen, sesselähnlichen …

lesen im Bett und
schreiben lesen in Cafés
Schreibtisch Notizbuch

… Stühlen, der etwas abseits des Hauptgangs liegt. Hier ist es nie laut. Die Unterhaltungen sind gedämpft. Ich vergesse die Zeit und versinke in meine Lektüren.

Aus beiden Cafés komme ich tiefenentspannt wieder zu Hause an.

Bücher – grundsätzlich nur eBooks – lese ich in meinem Hochbett. Die Zimmerdecke ist zum Greifen nah, ich lege den Kopf auf zwei Kopfkissen, im Winter bin ich unter meiner kuscheligen, warmen und schweren Winterbettwäsche eingepackt, im heißen Sommer bin ich nur leicht bedeckt.
Mir gelingt es bislang nicht, Bücher in der Öffentlichkeit zu lesen, dafür brauche ich Ruhe um mich herum.

Ich schreibe hauptsächlich an meinem Schreibtisch und lasse die Buchstaben, Wörter und Sätze direkt aus dem Kopf über die Finger und die Tastatur in mein OneNote fließen. Ansonsten habe ich unterwegs immer mein „Focus Day“-Notizbuch im Format B5 mit linierten Seiten dabei, sodass ich zu jeder Zeit und an jedem Ort schreiben kann. Ich schreibe in meinen Lieblingscafés, auf Parkbänken, in Zügen, in Wartezimmern usw., immer dann, wenn ein Gedanke flüchtig zu werden droht und deshalb schnell festgehalten werden muss.

Täglicher Schreibanreiz
Du könntest deinen perfekten Platz zum Lesen und Schreiben schaffen. Wie würde er aussehen?

You get to build your perfect space for reading and writing. What’s it like? | Sie können sich Ihren perfekten Raum zum Lesen und Schreiben gestalten. Wie sieht er aus?

Ein Klick auf die Grafik erklärt die Lizenz.