🎙 Weniger schuften, mehr teilen! Warum wir das Mittelalter nicht fürchten müssen (es sei denn, wir mussten uns beim Zahnarzt behandeln lassen). (-;

In dieser Podcastfolge geht es um das Leben im Jahr 1224. Sie widerlegt das gängige Bild vom „dunklen Mittelalter”. Er zeigt, dass das Leben damals vielfältiger und weniger düster war als oft angenommen.


Aus der Podcastfolge „Dunkles Mittelalter? Von wegen! So lebten wir 1224“ vom 31.12.2024 des WDR-Podcasts „WDR Zeitzeichen„.


Die Menschen arbeiteten im Durchschnitt etwa 1.600 Stunden pro Jahr, also weniger als die heutigen 1.800 Stunden. Sie lebten in einer Zeit, in der die Bevölkerung wuchs und die Landwirtschaft durch neue Methoden wie die Dreifelderwirtschaft effizienter wurde. Die gemeinschaftliche Nutzung von Wäldern und Weiden weist auf ein gewisses Maß an Nachhaltigkeit und Kooperation hin.

Die Gesellschaft war von einem Feudalsystem geprägt, in dem Bauern von ihren Grundherren abhängig waren, aber auch Rechte und Schutz durch Gesetze wie den „Sachsenspiegel” hatten. Trotz der harten Lebensbedingungen gab es soziale Mobilität, da Bauern in die aufkommenden Städte ziehen und dort als Handwerker oder Tagelöhner arbeiten konnten.

Hervorgehoben wird zudem die Rolle der Frauen, die in Beginenhöfen lebten und arbeiteten, was ihnen mehr Freiheit und Einfluss gab. Die Podcastfolge diskutiert auch die religiösen Überzeugungen dieser Zeit, die ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Gemeinschaft förderten.

Insgesamt zeigt die Podcastfolge, dass das Bild vom Mittelalter als brutale und dunkle Zeit nicht der ganzen Wahrheit entspricht und wir von den Menschen von damals lernen können, wie man mit Herausforderungen umgeht.

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🎙 Stille Wasser, tiefe Geschichten. Ein Leben ohne viele Worte.

In dieser Podcastfolge führen Mario Neumann und Astrid, eine 71-jährige Frau, ein Gespräch. Sie sprechen über verschiedene Themen, die Astrid betreffen, sowie ihre Sicht auf das Leben.


Aus der Podcastfolge „Ein Leben ohne viele Worte“ vom 21.01.2026 des RB-Podcasts „Eine Stunde reden – Gespräche mit Unbekannten„.


Astrid beschreibt sich selbst als nicht sehr gesprächig. Sie fühlt sich oft missverstanden, besonders in ihrer Familie, und hat Schwierigkeiten, sich in sozialen Situationen wohlzufühlen. Sie erzählt von ihrer Beziehung zu ihrem Bruder, zu dem sie seit einigen Wochen keinen Kontakt mehr hat, da er sie am Telefon angeschrien hat. Astrid ist der Meinung, dass offene und ehrliche Kommunikation wichtig ist, und sie wünscht sich mehr Verständnis von anderen.

Ein weiteres Thema ist ihr 70. Geburtstag, den sie sehr gerne gefeiert hat. Astrid spricht auch über ihre Kindheit, ihre Familie und die Herausforderungen, die sie durch den Alkoholismus ihres Vaters erlebt hat. Astrid reflektiert über ihre Vergangenheit und die Entscheidungen, die sie getroffen hat, einschließlich ihrer Trennung von ihrem Ex-Mann.

Sie erwähnt, dass sie gerne in der Natur ist und einen schönen Urlaub in Norwegen verbracht hat, bei dem sie die Landschaft sehr genossen hat. Astrid spricht auch über ihre Hobbys, wie das Sportschießen, das ihr dabei hilft, sich zu konzentrieren und den Kopf freizubekommen.

Insgesamt vermittelt das Gespräch den Eindruck, dass Astrid eine nachdenkliche und sensible Person ist, die sich mit vielen persönlichen und familiären Themen auseinandersetzt und sich nach mehr Offenheit und Verständnis in ihren Beziehungen sehnt.

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🎙 Sie thematisiert die Einsamkeit als alleinerziehende Mutter.

In dieser Podcastfolge spricht Dalma, eine alleinerziehende Mutter von drei Kindern, über ihre Erfahrungen mit Einsamkeit. Im Gespräch mit Michael Steinbrecher erzählt sie, wie sie sich nach der Trennung von ihrem Mann oft allein und überfordert fühlt, während sie Job und Kinderbetreuung unter einen Hut bringen muss.


Aus der Podcastfolge „Dalma: Einsam als Alleinerziehende“ vom 19.10.2025 des SWR-Podcasts „Das wahre Leben – Der NACHTCAFÉ Podcast„.


Dalma berichtet, dass sie bereits in ihrer Kindheit Einsamkeit erlebt hat, da sie in einer gewalttätigen Familie aufgewachsen ist und das Elternhaus früh verlassen musste. Diese Erfahrungen prägen ihr Leben und ihre Beziehungen bis heute. Trotz ihrer Bemühungen, Kontakte zu anderen Müttern zu knüpfen, fühlt sie sich oft isoliert und nicht wahrgenommen.

Als sie schließlich eine Ausbildung zur Gestalttherapeutin beginnt, trifft sie auf emotional zugängliche Menschen, was ihr die Augen öffnet und sie zu der Entscheidung führt, sich von ihrem Mann zu trennen. Nach der Trennung hat sie Schwierigkeiten, die Kinderbetreuung zu organisieren, und fühlt sich vom Jugendamt nicht ausreichend unterstützt.

Dalma spricht auch über ihre Zeit in einer Klinik, in der sie lernte, für sich selbst einzustehen und ihre Einsamkeit zu akzeptieren. Sie betont, dass Einsamkeit nicht nur bedeutet, allein zu sein, sondern auch in Gesellschaft einsam sein zu können.

Am Ende des Gesprächs äußert sie den Wunsch, mit anderen alleinerziehenden Müttern in Kontakt zu treten und einen Raum für Austausch zu schaffen, um der Einsamkeit entgegenzuwirken. Sie erkennt, wie wichtig es ist, sichtbar zu sein und über ihre Gefühle zu sprechen.

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🎙 Mit Bibi Blocksberg begann es.

In dieser Podcastfolge geht es um Stefan Drühmel, einen 46-jährigen Mann, der fast die Hälfte seines Lebens im Gefängnis verbracht hat. Seine kriminelle Karriere begann in seiner schwierigen Kindheit, die von einem alkoholkranken Vater und einer hilflosen Mutter geprägt war. Er war Mitglied einer Gang namens „Ostblock-Boys” und beging zahlreiche Straftaten, darunter Diebstähle und Raubüberfälle.


Aus der Podcastfolge „20 Jahre eingesperrt“ vom 04.09.2024 des RB-Podcasts „Eine Stunde reden – Gespräche mit Unbekannten„.


Nach fast 20 Jahren Haft ist er seit zwei Jahren wieder auf freiem Fuß. In diesem Podcast erzählt er von seinen Erfahrungen und bedauert die verlorene Zeit. Er reflektiert über seine Vergangenheit und erkennt, dass seine Taten letztendlich nur eine „Seifenblase” waren, die ihm keinen echten Gewinn gebracht haben. Heute möchte er ein ruhiges Leben führen und hat keine Lust mehr auf kriminelle Aktivitäten. Er arbeitet in einem sozialen Projekt, bei dem er Wohnungen von verstorbenen Menschen räumt. Dadurch kommt er mit verschiedenen sozialen Schichten in Kontakt.

Stefan spricht auch über seine schwierige Beziehung zu seinem Vater und seine Kindheit, in der er oft Gewalt erlebt hat. Er möchte sich von seiner kriminellen Vergangenheit distanzieren und ein besseres Leben führen, auch wenn er mit seinen inneren Konflikten und der Beziehung zu seinem Sohn kämpft.

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📅❓ „Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!“

Schule, Ausbildung, Heirat, Rente. Diese klassischen Lebensphasen treffen das heutige Lebensgefühl nicht mehr. Wir schauen genauer hin und erleben die einzelnen Phasen kleinteiliger.

Psychologie und Soziologie unterscheiden vereinfacht und verallgemeinert:

1.) Kindheit. In den ersten 12 Lebensjahren werden wir für die Zeit danach geprägt. Haben wir Vertrauen aufbauen können? Konnten wir die Welt spielerisch entdecken und unsere Sprache lernen?

2.) Jugend und Pubertät. Im Alter von 13 bis 18 Jahren spielen die Hormone verrückt. Haben wir unsere Identität gefunden und uns vom Elternhaus abgegrenzt?

3.) Junges Erwachsenenalter. Im Alter von 19 bis 30 Jahren brechen wir auf. Konnten wir uns auf Ausbildung, Studium, den Berufseinstieg und eine langfristige Partnerschaft konzentrieren?

4.) Mittleres Erwachsenenalter. Im Alter von 30 bis 60 Jahren erleben wir die Rushhour des Lebens. Haben wir eine Karriere aufgebaut, eine Familie gegründet und mussten wir Angehörige pflegen?

5.) Spätes Erwachsenenalter und Alter. Konnten wir im Alter, das zwischen dem 60. und 65. Lebensjahr beginnt, in den Ruhestand übergehen, Bilanz ziehen, unsere Hobbys vertiefen und unsere körperlichen Veränderungen akzeptieren?

Die Welt und die Lebensphasen werden immer vielfältiger und vielseitiger. Immer mehr Menschen finden sich in der vorstehenden Beschreibung nicht oder nur unzureichend wieder.

Gab es eine Lebensphase, von der ich mich nur schwer verabschieden konnte?

Nein, ich trauere keiner Lebensphase hinterher. Jede Lebensphase hat ihre Vor- und Nachteile. Ich ziehe aus jeder Lebensphase Lehren und habe das Gefühl, zu wachsen.

» … Anfang glänzt an allen Stellen unseres Misslingens … «

Ich begegne jeder neuen Lebensphase neugierig und bin gespannt auf die Herausforderungen, die mich erwarten.

» Wie jede Blüte welkt und jede Jugend Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe, Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern. … Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben. Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten, An keinem wie an einer Heimat hängen, … Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen. … Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden, Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde! «

Täglicher Schreibanreiz
Beschreibe eine Phase in deinem Leben, von der du dich schwer verabschieden konntest.

Describe a phase in life that was difficult to say goodbye to.  |  Erzähl mal von einer Phase in deinem Leben, von der du dich nur schwer verabschieden konntest.

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🎙 André Pöhls Weg von den Drogen zur Genesung.

In einem Podcast erzählt André Pöhl seine bewegende Lebensgeschichte. Er wuchs in schwierigen Verhältnissen auf, da seine Eltern alkoholkrank waren und es in der Familie häufig zu Chaos und Gewalt kam. Als Kind kam er in eine Pflegefamilie, in der er zum ersten Mal Stabilität und Geborgenheit erlebte. Doch in der Schule begann er, Drogen zu konsumieren, was zu einem Abstieg führte und ihn schließlich auf die Straße brachte.


Aus der Podcastfolge „Wie ich von der Straße und den Drogen wegkam – André Pöhl“ vom 15.06.2025 des SWR-Podcasts „Das wahre Leben„.


Dort lebte er in ständiger Unsicherheit, musste betteln und war ständig auf der Suche nach Geld für Drogen. Er fühlte sich oft hoffnungslos und dachte darüber nach, seinem Leben ein Ende zu setzen. Trotz seiner schweren Zeiten gab es immer wieder Momente, in denen er Hilfe suchte. Schließlich kam er in eine Klinik, um seine Drogenprobleme zu behandeln.

Mit der Unterstützung eines Betreuers und durch seine eigene Entschlossenheit gelang es ihm, seine Sucht zu überwinden. Heute führt André ein erfülltes Leben, hat eine Ausbildung abgeschlossen und ist in einer liebevollen Beziehung. Er hat erkannt, dass wahres Glück aus dem Leben selbst kommt und nicht aus Drogen.

Podcastfolge in neuem Tab hören: https://pdodswr-a.akamaihd.net/swr/nachtcafe/podcast/wie-ich-von-der-strasse-und-den-drogen-wegkam-andre-poehl.m.mp3

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• Ausgeschlossensein • Einsamkeit • Erwartungen • Singles • Stigma • Unglücklichsein • Vorurteile • Zuneigung •

In der Podcast-Folge „Ungepaart – Ein Leben als Single“ aus dem BR-Podcast „Freundschaft Plus – Liebe, Sex und Beziehungen aller Art“ vom 28.08.2019 geht es um die Herausforderungen und Vorurteile, mit denen Singles in der Gesellschaft konfrontiert sind. Die Sprecherinnen diskutieren den Begriff des Stigmas und erklären, dass es sich dabei um eine unerwünschte Andersartigkeit handelt, die oft von anderen Menschen wahrgenommen wird.

Sie sprechen darüber, wie Singles manchmal als „halbe Menschen” betrachtet werden, da in vielen Kulturen eine Partnerschaft als Norm gilt. Singles fühlen sich in Gesellschaft von Paaren manchmal ausgeschlossen oder unwohl, insbesondere, wenn Paare ihre Zuneigung offen zeigen. Zudem wird thematisiert, dass viele Menschen annehmen, Singles seien unglücklich oder befänden sich in einer Übergangsphase, die schnell überwunden werden sollte.

Die Sprecherinnen teilen persönliche Erfahrungen und Gedanken darüber, wie es ist, als Single zu leben, insbesondere in einem Alter, in dem viele Freund:innen und Bekannte in Beziehungen sind. Es wird erwähnt, dass es für Singles oft schwierig ist, sich in sozialen Situationen wie Hochzeiten oder Grillpartys wohlzufühlen, wenn sie das Gefühl haben, dass alle anderen in Beziehungen sind.

Ein wichtiger Punkt ist auch, dass viele Singles das Gefühl haben, von anderen ständig unter Druck gesetzt zu werden, einen Partner zu finden. Dieser Druck kann zu einem Gefühl der Einsamkeit führen, selbst wenn man sich nicht unglücklich fühlt.

Insgesamt zeigt die Podcastfolge, dass das Leben als Single viele Facetten hat: von der Suche nach einem Partner bis hin zu den sozialen Herausforderungen und dem Umgang mit gesellschaftlichen Erwartungen.

Podcastfolge in neuem Tab hören: https://www.podcast.de/player/wave?l=https%3A%2F%2Fsphinx.acast.com%2Fp%2Fopen%2Fs%2F67f8d64dd5ed0d5b9da3477b%2Fe%2F6a7b608b-857e-43ee-9466-905e220179de%2Fmedia.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.podcast.de/episode/687840748/ungepaart-ein-leben-als-single

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• Abtreibung • Dankbarkeit • Demütigung • Garten • Gewalt • Glück • Haus • Hunde • Überfall •

In der Podcastfolge „Wie sich diese 54-Jährige aus häuslicher Gewalt befreit hat” vom 15.05.2024 (verfügbar bis 20.06.2026) des Radio-Bremen-Podcasts „Eine Stunde reden – Gespräche mit Unbekannten” wird die bewegende Geschichte von Britta Schiller-Renner erzählt. Die 54-Jährige hat schwere Zeiten in ihrem Leben durchlebt. In dem Podcast berichtet sie von ihrer gewalttätigen Ehe mit einem drogenabhängigen US-Amerikaner, der sie geschlagen und gedemütigt hat. Diese Beziehung war sehr traumatisch für sie, insbesondere, als sie schwanger wurde und eine Abtreibung vornehmen lassen musste, da sie sich in dieser Situation kein Kind wünschen konnte.

Zusätzlich erlitt sie einen schockierenden Überfall in der Tankstelle, in der sie arbeitete. Zwei Männer griffen sie mit einem Messer an, doch sie konnte knapp entkommen. Diese Erlebnisse haben sie stark geprägt, aber sie hat es geschafft, sich aus diesen dunklen Zeiten zu befreien.

Vor 17 Jahren lernte sie ihren jetzigen Mann kennen, mit dem sie glücklich ist und sich sicher fühlt. Gemeinsam teilen sie die Leidenschaft für große Hunde und die Dekoration ihres Hauses und Gartens. Britta ist dankbar für ihr neues Leben und die positiven Veränderungen, die sie erfahren hat. Sie betont, dass man trotz schwieriger Erfahrungen kein schlechter Mensch werden sollte, und spricht offen über die Herausforderungen, die sie überwunden hat.

Podcastfolge in neuem Tab hören: https://rbprogressivedl-a.akamaihd.net/clips/137/137487/137487_00542470_audio_stereo.mp3

https://www.bremenzwei.de/audios/eine-stunde-reden-britta-schiller-renner-100.html

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• Gefängnis • Schulden • Spielsucht • Sportwetten • Straffälligkeit • Teufelskreis •

In der Podcast-Folge „Meine Spielsucht brachte mich ins Gefängnis“ des Podcasts „Das wahre Leben – Der NACHTCAFÉ Podcast“ spricht Marco Schmidt über seine Erfahrungen mit Spielsucht und deren Folgen. Er wuchs in einer Familie auf, in der sein Vater alkohol- und spielsüchtig war, was das Familienleben stark belastete. Mit 20 Jahren begann auch Marco selbst mit Sportwetten und verlor im Laufe der Jahre mehr als 250.000 Euro. Aufgrund seiner Spielsucht wurde er straffällig und kam schließlich ins Gefängnis.

Während seiner Haftzeit begann er, über sein Leben nachzudenken. Nach seiner Entlassung musste er nachweisen, dass er seine Schulden monatlich zurückzahlt. Er sagt, dass er sich zwar freier fühlt als vor der Haft, aber immer noch von den Erfahrungen in der Gefangenschaft und den damit verbundenen Ängsten belastet ist.

Marco erzählt auch von seiner Kindheit, die zunächst schön war, bis die Probleme mit seinem Vater begannen. Dieser war oft betrunken und übte psychischen Druck auf die Familie aus. Im Laufe der Zeit zweifelte Marco an sich selbst, entwickelte ein gestörtes Verhältnis zu Geld und wurde schließlich spielsüchtig.

Die Podcastfolge zeigt, welche tiefgreifenden Auswirkungen Sucht auf eine Familie haben kann und wie schwer es ist, aus einem solchen Teufelskreis auszubrechen. Marco ist zwar frei, kämpft aber weiterhin mit den Folgen seiner Vergangenheit.

https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:e6a2f95b00f2a068/

ARD, 29.12.2024, verfügbar bis 29.12.2026

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Wie wichtige Lebensereignisse oder der Lauf der Zeit meine Sicht auf das Leben beeinflussen:

Wir verstehen das Leben vorwärts, aber wir müssen es rückwärts verstehen.

– Sören Kierkegaard

Mit zunehmender Lebenserfahrung konzentriere ich mich mehr auf das, was ich im Leben für wesentlich halte. Die Anzahl meiner Freundschaften sinkt, dafür werden die bestehenden Freundschaften intensiver. Ich muss nichts mehr tun oder unterlassen, ich entscheide es selbst. Aus dem Müssen wird ein Wollen. Mit zunehmender Lebenserfahrung merke ich, dass sich alles um mich herum in Schleifen dreht und sich wiederholt. Ich werde gelassener und kann Dinge so sein lassen. Ich habe erfahren, dass ich darauf vertrauen kann, dass sich (fast) alles fügt. Ich springe nicht mehr über jedes Stöckchen, das mir jemand hinhält. Ich habe mein inneres Kind, mein Schattenkind, beruhigt und kann dadurch – bildlich gesprochen – wie ein Fels in der Brandung den Stürmen des Lebens widerstehen. Es gelingt mir immer besser, unwiederbringliche Momente ohne Ablenkung zu genießen. Mein Blick öffnet sich immer mehr für die Dinge und Menschen, für die ich dankbar bin. Was andere von mir denken, wird immer unwichtiger. Wichtig ist, was ich von mir selbst halte, ob ich meine Werte auch lebe und ob ich mich selbst als authentisch empfinde. Mit zunehmender Lebenserfahrung wächst die Erkenntnis, dass ich meine Zeit heute sinnvoll nutzen möchte. Fehler sind keine Katastrophe mehr, sondern Lehrgeld, das ich zahle, um es beim nächsten Mal besser zu machen. Es gibt kein richtig oder falsch, sondern nur besser oder schlechter. Glücklich sein kann ich nur im Hier und Jetzt. Auf Glück kann man nicht sparen.

Nicht was wir erleben, sondern wie wir es empfinden, macht unser Schicksal aus.

 – Marie von Ebner-Eschenbach

Wichtige Lebensereignisse waren für mich: meine Geburt (da draußen war es ganz anders als in Mamas Bauch), die erste Operation unter Narkose, die Einschulung, der Wechsel zur weiterführenden Schule, die erste Freundin, die Zeit der Ausbildung, die Ableistung des Grundwehrdienstes, der infame Sturz Helmut Schmidts, die Zeit der Fortbildung, die Katastrophe von Tschernobyl, die Heirat und die plötzliche Mitverantwortung für ein dreijähriges Kind, die Öffnung der deutsch-deutschen Grenze und der Anschluss der DDR an die BRD, die Verweigerung einer Volksabstimmung darüber, der Hauskauf, die Altbausanierung, die Zerstörung aller politischen Illusionen durch die SPD – namentlich Gerhard Schröder – und die Grünen – namentlich Joschka Fischer –, die Inszenierung der Terroranschläge auf die Twin Towers und vieles mehr.

Die Vorlaufzeit einer Auslandsadoption, das außereheliche Verliebtsein und das Spüren, dass die eigene Ehe nahezu gescheitert ist, der Versuch, sie zu retten, und das Scheitern an dieser Rettung, der Entschluss, die Ehe zu verlassen und allein zu leben, die Umstellung auf pflanzliche und zwischendurch auch auf histaminfreie Ernährung, die sich abzeichnende Klimakatastrophe und die Hoffnung, die Fridays For Future brachte, die jedoch jäh durch eine Pandemie zunichte gemacht wurde, die schleichende weltweite Aushöhlung der Demokratie im Allgemeinen und unseres Grundgesetzes im Besonderen sowie all die Liebesgeschichten, die vom Finden des anderen handeln, vom Unglück der ersten Zeit, in der der unwahrscheinliche Fall einer gegenseitigen Liebe hergestellt werden soll, in der einer noch nicht so richtig will oder andere Umstände ein Zusammensein verhindern.

Die Flutung unserer Welt mit massenhaften Narrativen, gefälschten Bildern und Videos hat meine Wahrnehmung ebenfalls nachhaltig verändert.

All diese wichtigen Lebensereignisse haben meine Sicht auf das Leben mehr oder weniger stark beeinflusst. Diesen Einfluss im Einzelnen zu beschreiben, würde den Rahmen eines Daily Prompts sprengen.

Ich lebe im Augenblick, im Hier und Jetzt. Deshalb will ich mich nicht mehr mit den unsäglichen Manipulationsversuchen der Herrschenden beschäftigen. Ich habe alle Informationsquellen verschlossen und alle Abos beendet. Ich werde mich nicht mehr an der politischen Willensbildung beteiligen und nicht mehr wählen. Es gibt kein richtiges Leben im falschen. Bitte informiert mich, wenn es irgendwo eine neue Demokratie ohne Parteien und Lobbyisten mit einer Gemeinwohlökonomie geben sollte. Dann denke ich darüber nach, meine innere Emigration zu beenden und mich wieder am öffentlichen Leben zu beteiligen. Bis dahin werde ich mich den schönen Dingen widmen, was meinem Blutdruck sicherlich zuträglich ist.

Lange beschäftigte mich u. a. die Frage, wie es zur nationalsozialistischen Zeit mit ihrem Massenmord an Juden, Russen, „unwertem” Leben, Andersdenkenden und einem massenhaften Mitläufertum, Mitmachtum oder Schweigen kommen konnte. Meine Hochachtung gilt beispielsweise den Geschwistern Scholl, den Mitgliedern der Roten Laterne und den Menschen, die Leben gerettet haben.

Täglicher Schreibanreiz
Wie beeinflussen wichtige Lebensereignisse oder der Lauf der Zeit deine Sicht auf das Leben?

How do significant life events or the passage of time influence your perspective on life? | Wie beeinflussen bedeutende Lebensereignisse oder der Lauf der Zeit Ihre Sichtweise auf das Leben?

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