Da ich aus Spaß keine nennenswerten Mengen klimaschädlicher Gase in die Atmosphäre blasen möchte, scheiden Länder, die nicht in angemessener Zeit mit dem Zug zu erreichen sind, als Reiseziele aus. Daran trage ich Mitschuld.
Ganz oben auf meiner Wunschliste stehen nördlich von mir die skandinavischen Länder, vor allem Norwegen, aber auch Finnland – wegen Aki Kaurismäki (siehe den 10.10.2026) –, sowie Wales, Schottland, Irland und Island.
Östlich von mir stehen die Ostsee-Anrainerstaaten Estland, Lettland, Litauen und St. Petersburg ganz oben auf meiner Wunschliste. Das ließe sich mit Finnland beispielsweise verbinden.
Südlich von mir steht ganz oben auf meiner Wunschliste Österreich, vor allem Wien, und Ungarn.
Westlich von mir würde ich gerne noch einmal Frankreich erkunden, insbesondere Paris. Gerade jetzt würde ich gerne die streikenden Schüler:innen bewundern und dabei innerlich über die deutschen Schüler:innen den Kopf schütteln, die, wenn überhaupt, brav nach Schulschluss streiken, um einen Eintrag ins Klassenbuch zu vermeiden.
Welches Land steht ganz oben auf deiner Bucket List?
Solange ich meine Träume noch leben kann, brauche ich keinen Geist, der mir Wünsche erfüllt.
Er könnte uns einen Wunsch erfüllen. Lieber Geist, sorge bitte dafür, dass die Menschen ihrem Namen „Homo sapiens” wieder gerecht werden, Kriege und Völkermorde beenden, Tiere als Mitgeschöpfe betrachten und unversehrt lassen, den Glauben beenden, dass irgendein Gott etwas bewirken würde, und der unausweichlichen Klimakatastrophe gemeinsam die Spitze nehmen.
Ein Flaschengeist erfüllt dir einen Wunsch – welcher wäre das?
Wenn ich mich in dieser seltsamen Welt umsehe, frage ich mich ernsthaft, ob ich meinen eigenen Augen noch trauen kann. Wir leben in einer Zeit voller Widersprüche: Plötzlich wird fossiles Gas als umweltfreundlich und grün deklariert, während das Gras um uns herum in der Hitze vertrocknet und gelb wird. Es entbehrt jeder Vernunft, dass leere Flugzeuge einfach weiterfliegen, während wir tatenlos zusehen, wie die letzten sieben Jahre die heißesten seit Beginn der Aufzeichnungen waren. Minütlich fließen elf Millionen an Subventionen in Öl, Gas und Kohle – ein Wahnsinn, den kaum jemand noch begreift.
Mit aufgesetzter Heiterkeit werden wir von den Verantwortlichen vertröstet. Solange die Wirtschaft floriert, scheint es niemanden zu stören, dass wichtige Arten wie die Bienen verschwinden. Und wenn wir dann doch einmal mit Vehemenz etwas schützen, dann ist es zynischerweise kein echtes Lebewesen zu Lande oder in den Flüssen, sondern ein Kampfpanzer vom Typ Leopard 2.
Angesichts dieser Zustände ist es leicht, zu resignieren oder melancholische Lieder über den Untergang zu singen. Doch damit stellt sich die drängendste Frage unserer Zeit: Wer gibt uns noch eine Perspektive, und woher soll die Hoffnung kommen? Die Antwort darauf findet sich nicht in leeren Phrasen, sondern auf der Straße, wo die Menschen lautstark rufen, dass Lützerath bleiben muss.
Die vorherrschende Politik versucht, die Wirtschaft um jeden Preis zu entfesseln, dabei legt sie die Menschen aber in metaphorische Ketten. Um unsere Welt noch zu retten, müssten wir dieses Prinzip umkehren. Während wir hier im Überfluss baden, ertrinken zeitgleich Menschen im Meer. Die Menschenwürde verkommt in einem System, das der globalen Erwärmung mit sozialer Kälte begegnet, zu einem reinen Konjunktiv. Wer diesen Kapitalismus kritisiert und zynische Wahrheiten ausspricht, hat es schwer, denn echte Kritik verkauft sich schlecht.
Letztlich bleibt uns keine Zeit mehr für passives Schweigen. Anstatt uns der Resignation hinzugeben, müssen wir um jede Perspektive und jede Hoffnung ringen. Die offensichtlichen Ungerechtigkeiten müssen uns alle auf die Straßen treiben, damit wir die Zeit nicht ungenutzt verstreichen lassen. Wir alle stellen uns dieselben drängenden Fragen – also lass uns gemeinsam aufstehen und ein aktiver Teil der Antwort werden!
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Meine favorisierte Zeichentrickfigur ist Tobie Lolness aus einer Buchreihe von Timothée de Fombelle. Leider wurden die Bücher in einer deutsch-französischen Kooperation für KiKA für Kinder verfilmt. Die beiden Bücher sind definitiv keine Kinderbücher, sondern Jugendliteratur, die auch Erwachsenen ein Lesevergnügen bereitet. Die beiden Fortsetzungsromane verdichten unseren Makrokosmos im wahrsten Sinne des Wortes zu einem Mikrokosmos. Das Leben auf der Rinde eines Baumes. Die Bewohner verhalten sich dabei genauso gut und schlecht wie wir. Sie sägen auch an dem Ast, auf dem sie sitzen.
Obwohl Tobie Lolness nur anderthalb Millimeter groß ist, trägt er im Laufe der Geschichte buchstäblich das Schicksal seiner gesamten Welt – des riesigen Eichenbaums – auf seinen Schultern. Tobie ist selbst für die Verhältnisse seines Volkes winzig. Mit einer Körpergröße von nur 1,5 Millimetern wirkt er oft zerbrechlich, was ihn für seine Feinde leicht unterschätzbar macht.
Was ihm an physischer Stärke fehlt, gleicht er durch enorme Schnelligkeit, Kletterkunst und Geschicklichkeit aus. Im Laufe der Jahre auf der Flucht entwickelt er sich zu einem wahren Überlebenskünstler, der sich in den rauen, unbarmherzigen Zonen des Baumes (und später sogar auf der Erde darunter) zurechtfindet.
Geprägt durch seinen Vater, den weisen Wissenschaftler Sim Lolness, versteht Tobie, dass der Baum ein atmender, lebendiger Organismus ist. Er besitzt ein ausgeprägtes ökologisches Gewissen und Respekt vor allem Lebendigen.
Seine Liebe zu seinen Eltern (Sim und Maia) sowie zu Elisha, seiner großen Liebe, ist sein absoluter Antrieb. Um sie zu retten, nimmt er jedes noch so große Risiko in Kauf.
Tobie ist jedoch kein furchtloser Superheld. Er ist oft einsam und verzweifelt und hat schreckliche Angst. Sein wahrer Mut zeigt sich darin, dass er trotz dieser Ängste und der schier übermächtigen Gegner niemals aufgibt.
Zu Beginn der Geschichte erleben wir Tobie als behütetes Kind einer intellektuellen Familie. Durch die politische Verbannung in die Niederen Äste und die spätere Gefangennahme seiner Eltern wird er brutal aus dieser Welt gerissen. Er wird zum permanenten Flüchtling, verliert seine kindliche Unschuld und muss lernen, unsichtbar zu bleiben und der ständigen Verfolgung durch Jo Mitchs Handlanger zu entkommen.
Tobie durchläuft eine Wandlung vom reaktiven Flüchtling zum aktiven Kämpfer. Er erkennt, dass reines Überleben nicht mehr ausreicht. Er verlässt sein sicheres Exil beim „Grasvolk”, kehrt in den Baum zurück und entwickelt sich zum Dreh- und Angelpunkt des Widerstands. Er lernt, Allianzen zu schmieden, und übernimmt die Verantwortung, nicht nur seine Liebsten, sondern den Baum selbst vor der endgültigen Zerstörung zu bewahren.
Tobie verkörpert das klassische Motiv, dass selbst der Kleinste die Welt verändern kann – nicht durch rohe Gewalt, sondern durch Standhaftigkeit, Liebe und das Festhalten an moralischen Werten in einer korrupten Gesellschaft.
Die Zeichentrickfigur und Romanheld Tobie Lolness ist meine Lieblingsfigur.
Bitte erst die Bücher lesen, dann die Zeichentrickserie schauen. Andersherum wird es eine Enttäuschung. Die Zeichentrickserie ist liebevoll umgesetzt und die Bilder entsprechen den Bildern, die ich beim Lesen der Romane im Kopf hatte.
Ich hätte mir eine Verfilmung durch James Cameron oder Steven Spielberg mit echten Schauspieler:innen gewünscht.
So sehr es mir auch das Herz bricht, der Zustand der Erde ist desolat und befindet sich im freien Fall. Die Menschheit, die Menschen, du und ich, wir alle müssen sofort damit aufhören, klimaschädliche Gase freizusetzen. Nur dann besteht die Möglichkeit, dass der Temperaturanstieg in einigen Jahrhunderten oder in einem Jahrtausend an einem Punkt stehen bleibt, der wenigstens einer Handvoll Milliarden Menschen ein menschenwürdiges Leben sichert.
Mein aktiver Beitrag dazu ist, auf Auto-, Flug- und Schiffsreisen zu verzichten.
Wenn ich davon absähe, würden die skandinavischen Länder, Großbritannien, Kanada, Neuseeland, afrikanische Länder, insbesondere Südafrika (dem Geburts- und Herkunftsland meines Adoptivsohnes) und ausgewählte Städte in Mittel- und Südamerika zu meinen Top-10-Reisezielen gehören.
Außerdem stehen Wien, Paris, Budapest, Prag, Bratislava und Venedig auf den Spuren Tizians auf meiner Liste.
Dazu müsste ich allerdings meine Trägheit überwinden und/oder gegen meine Werte, insbesondere die anzustrebende Klimaneutralität, verstoßen. (-;
Falls wir die kommenden 20 Jahre überleben – was ich bezweifle – und ein lebenswertes Leben führen können, fallen mir einige Technologien ein, die es meiner Meinung nach in 20 Jahren ganz sicher geben wird.
Eine davon ist die Energiegewinnung aus Sonne, Wind, Wasser und Erdwärme.
Wenn ich die Entwicklung des Computers der letzten 50 Jahre als Vergleich heranziehe, werden Solarpaneele, Windräder, die Stromerzeugung aus fließendem Wasser und die Nutzung jeglicher Abwärme mit immer kleineren Bauteilen möglich sein.
Eine Solarzelle in Briefmarkengröße wird ausreichen, um ein Auto selbst im Winter zu fahren und zu laden. Vermutlich werden Glasflächen, Gebäudefassaden oder Karosserien Licht (nicht nur direkte Sonneneinstrahlung) in Energie umwandeln können.
Kleine Windmühlen auf Dächern werden zusammen mit Licht den Strombedarf eines Hauses selbst im Winter decken können.
Strom und Wärme werden aus fließendem Abwasser gewonnen werden können.
Energiespeicher werden auf immer kleinerem Raum immer größere Mengen Energie speichern können.
Zukünftige Generationen werden nicht verstehen, wie die Menschheit jemals auf die Idee kommen konnte, Kohle, Öl oder Gas zu verbrennen und die Warnungen von Wissenschaftlern und Forschern bereits im 19. Jahrhundert zu ignorieren bzw. zu unterdrücken.
Tägliche Schreibanregung
Welche Technologie wird es deiner Meinung nach in 20 Jahren ganz sicher geben?
Für die eiligen Leser:innen gibt es hier eine einfache Zusammenfassung:
Schafe blicken auf:
In meinem Blogpost berichte ich von meinen Erfahrungen während meiner Jugend und meiner Zeit beim Grundwehrdienst, als ich John Brunners Science-Fiction-Roman „Schafe blicken auf” las. Ich beschreibe, wie das Buch meine Sicht auf die Welt verändert hat.
In dem Buch wird eine düstere Zukunft beschrieben, in der die Umwelt durch Verschmutzung und das Profitstreben großer Firmen zusammenbricht. Die Menschen leiden an Krankheiten und haben keinen Zugang zu sauberem Wasser und gesunder Nahrung. Die Themen des Buches sind heute sehr aktuell, da Umweltprobleme und die Macht von Konzernen in den Nachrichten allgegenwärtig sind.
Brunner nutzt einen fragmentierten Schreibstil, um das Chaos einer zerfallenden Gesellschaft zu zeigen. Es gibt keinen klaren Hauptcharakter, sondern viele verschiedene Perspektiven, die die Situation beleuchten. Der Umweltaktivist Austin Train ist eine der Figuren, die vor den Gefahren warnen, jedoch ignoriert werden, bis es zu spät ist.
Insgesamt zeigt mein Blogbeitrag, wie Literatur dazu beitragen kann, das Bewusstsein für gesellschaftliche und ökologische Probleme zu schärfen.
Nach uns die Zukunft:
In meinem Blogpost reflektiere ich über die Veränderungen in Gesellschaft und Umwelt im Laufe der Jahre. Ich erinnere mich an meine Kindheit, als ich im Fernsehen Berichte über den Vietnamkrieg und die Not von Flüchtlingen sah. Diese Erlebnisse haben mich geprägt und mir das Gefühl gegeben, dass die Menschheit ihre Lebensgrundlagen aktiv zerstört, obwohl sie es besser wissen sollte.
Ich erwähne die Zeitschrift Natur, die mir neue Perspektiven aufzeigte, sowie das Buch Nach uns die Zukunft von Hans A. Pestalozzi, das wichtige Fragen zur Umwelt und Gesellschaft aufwirft. Ein zentrales Beispiel ist die Frage, ob Städte verkehrsgerecht oder der Verkehr stadtgerecht gestaltet werden sollten.
Ich kritisiere, dass sich die Mächtigen und Reichen trotz der in der Vergangenheit diskutierten Erkenntnisse und Lösungen gegen Veränderungen wehren, um ihre Gewinne nicht zu gefährden. Abschließend möchte ich eine ernste Warnung aussprechen: Die Erde steht kurz vor einem evolutionären Kollaps.
Tägliche Schreibanregung
Welches Buch hast du öfter gelesen als jedes andere?