🎙 Stockholm-Syndrom: Die Beziehung zwischen Geisel und Entführer.

In ihrem Vortrag behandelt Juliane Hornung die Entstehung und die gesellschaftlichen Implikationen des Stockholm-Syndroms, das in den 1970er Jahren erstmals als psychiatrisches Krankheitsbild beschrieben wurde.

Sie beschreibt, wie Geiseln emotional eine Beziehung zu ihren Entführern aufbauen können. Während dies in der Vergangenheit nicht als abnormal galt, wurde es in den 1970er Jahren, insbesondere im Kontext von Geschlechterrollen und Terrorismus, als problematisch angesehen.

Hornung argumentiert, dass die Diagnose des Stockholm-Syndroms mehr über die gesellschaftlichen Normen und Erwartungen der jeweiligen Zeit aussagt als über den Geisteszustand der Geiseln selbst. Der Vortrag beleuchtet auch, wie Medien und Geschlechterdiskurse die Wahrnehmung von Entführungsopfern beeinflussen und dass diese Dynamiken sowohl im 19. als auch im 20. Jahrhundert bestehen blieben.

Abschließend hebt Hornung die Bedeutung der emotionalen Abhängigkeit zwischen Geisel und Entführer hervor, die in der historischen Analyse von Entführungen eine zentrale Rolle spielt.


Podcastfolge „Entführer und Geisel – Wie das Stockholm Syndrom erfunden wurde“ vom –01.05.2026– aus dem Deutschlandfunk-Nova-Podcast „Hörsaal„.


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• Ausgeschlossensein • Einsamkeit • Erwartungen • Singles • Stigma • Unglücklichsein • Vorurteile • Zuneigung •

In der Podcast-Folge „Ungepaart – Ein Leben als Single“ aus dem BR-Podcast „Freundschaft Plus – Liebe, Sex und Beziehungen aller Art“ vom 28.08.2019 geht es um die Herausforderungen und Vorurteile, mit denen Singles in der Gesellschaft konfrontiert sind. Die Sprecherinnen diskutieren den Begriff des Stigmas und erklären, dass es sich dabei um eine unerwünschte Andersartigkeit handelt, die oft von anderen Menschen wahrgenommen wird.

Sie sprechen darüber, wie Singles manchmal als „halbe Menschen” betrachtet werden, da in vielen Kulturen eine Partnerschaft als Norm gilt. Singles fühlen sich in Gesellschaft von Paaren manchmal ausgeschlossen oder unwohl, insbesondere, wenn Paare ihre Zuneigung offen zeigen. Zudem wird thematisiert, dass viele Menschen annehmen, Singles seien unglücklich oder befänden sich in einer Übergangsphase, die schnell überwunden werden sollte.

Die Sprecherinnen teilen persönliche Erfahrungen und Gedanken darüber, wie es ist, als Single zu leben, insbesondere in einem Alter, in dem viele Freund:innen und Bekannte in Beziehungen sind. Es wird erwähnt, dass es für Singles oft schwierig ist, sich in sozialen Situationen wie Hochzeiten oder Grillpartys wohlzufühlen, wenn sie das Gefühl haben, dass alle anderen in Beziehungen sind.

Ein wichtiger Punkt ist auch, dass viele Singles das Gefühl haben, von anderen ständig unter Druck gesetzt zu werden, einen Partner zu finden. Dieser Druck kann zu einem Gefühl der Einsamkeit führen, selbst wenn man sich nicht unglücklich fühlt.

Insgesamt zeigt die Podcastfolge, dass das Leben als Single viele Facetten hat: von der Suche nach einem Partner bis hin zu den sozialen Herausforderungen und dem Umgang mit gesellschaftlichen Erwartungen.

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