📅❓ 21 Millionen

Das Bild der „besseren Hälfte“ hat unter anderem einen poetischen Ursprung: Es geht auf den antiken Philosophen Platon und seinen „Mythos der Kugelmenschen“ zurück. Demnach waren Menschen ursprünglich kugelförmige Wesen mit vier Armen, vier Beinen und zwei Gesichtern. Von den Göttern wurden sie zur Strafe in zwei Hälften geteilt. Seitdem sucht jeder Mensch ein Leben lang nach seiner „anderen Hälfte“, um wieder vollkommen zu sein.

Ich mag diese Redewendung überhaupt nicht und verwende ihn auch nicht. Zu oft habe ich ihn mit einem Unterton gehört, der das Gegenteil des Ausdrucks vermittelte.

Auch scheint mir die heutige Schreibanregung aus einem weiteren Grund aus der Zeit gefallen zu sein: In Deutschland leben aktuell über 21 Millionen Erwachsene nicht in einer festen Beziehung. 16,7 Millionen Menschen leben allein in einem Haushalt, das sind 34,4 % aller Privathaushalte in Deutschland. Damit ist der Einpersonenhaushalt hierzulande die häufigste Haushaltsform.

Meine ehemalige Partnerin und mich verband die Sorge vor den unkalkulierbaren Folgen der Atomspaltung, sowohl der friedlichen als auch der militärischen. Wir waren Teil eines lokalen Friedensgrüppchens. Im Anschluss an unsere wöchentlichen Treffen führten wir über mehrere Wochen hinweg lange Gespräche zu zweit. Bei unserer ersten gemeinsamen Teilnahme an einer großen, überörtlichen Demonstration kamen wir uns so nah, dass wir fortan gemeinsam durchs Leben gegangen waren.

Tägliche Schreibanregung
Wie hast du deine bessere Hälfte kennengelernt?

How did you meet your significant other?  |  Wie hast du deinen Partner kennengelernt?

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• Ausgeschlossensein • Einsamkeit • Erwartungen • Singles • Stigma • Unglücklichsein • Vorurteile • Zuneigung •

In der Podcast-Folge „Ungepaart – Ein Leben als Single“ aus dem BR-Podcast „Freundschaft Plus – Liebe, Sex und Beziehungen aller Art“ vom 28.08.2019 geht es um die Herausforderungen und Vorurteile, mit denen Singles in der Gesellschaft konfrontiert sind. Die Sprecherinnen diskutieren den Begriff des Stigmas und erklären, dass es sich dabei um eine unerwünschte Andersartigkeit handelt, die oft von anderen Menschen wahrgenommen wird.

Sie sprechen darüber, wie Singles manchmal als „halbe Menschen” betrachtet werden, da in vielen Kulturen eine Partnerschaft als Norm gilt. Singles fühlen sich in Gesellschaft von Paaren manchmal ausgeschlossen oder unwohl, insbesondere, wenn Paare ihre Zuneigung offen zeigen. Zudem wird thematisiert, dass viele Menschen annehmen, Singles seien unglücklich oder befänden sich in einer Übergangsphase, die schnell überwunden werden sollte.

Die Sprecherinnen teilen persönliche Erfahrungen und Gedanken darüber, wie es ist, als Single zu leben, insbesondere in einem Alter, in dem viele Freund:innen und Bekannte in Beziehungen sind. Es wird erwähnt, dass es für Singles oft schwierig ist, sich in sozialen Situationen wie Hochzeiten oder Grillpartys wohlzufühlen, wenn sie das Gefühl haben, dass alle anderen in Beziehungen sind.

Ein wichtiger Punkt ist auch, dass viele Singles das Gefühl haben, von anderen ständig unter Druck gesetzt zu werden, einen Partner zu finden. Dieser Druck kann zu einem Gefühl der Einsamkeit führen, selbst wenn man sich nicht unglücklich fühlt.

Insgesamt zeigt die Podcastfolge, dass das Leben als Single viele Facetten hat: von der Suche nach einem Partner bis hin zu den sozialen Herausforderungen und dem Umgang mit gesellschaftlichen Erwartungen.

Podcastfolge in neuem Tab hören: https://www.podcast.de/player/wave?l=https%3A%2F%2Fsphinx.acast.com%2Fp%2Fopen%2Fs%2F67f8d64dd5ed0d5b9da3477b%2Fe%2F6a7b608b-857e-43ee-9466-905e220179de%2Fmedia.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.podcast.de/episode/687840748/ungepaart-ein-leben-als-single

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