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🐚 Stories

Introvertierte tun sich schwer damit, Menschen mit Stories zu unterhalten.

~ 92 Eigenschaften von Introvertierten, introvertiert.org, https://www.introvertiert.org/92-eigenschaften-von-introvertierten

Eine Story im Sinne einer die Handlung ausmachende (zumeist knapp umrissene) Geschichte einer literarischen, filmischen, theatralischen oder ähnlichen Erzählung? Oh, nein.

Eine Story im Sinne einer ungewöhnlichen, zuweilen abenteuerlichen beziehungsweise wenig glaubhaften Geschichte, die sich ereignet haben soll? Oh, nein.

Eine Story im Sinne einer sachliche Wiedergabe wichtiger (gegenwartsnaher) Ereignisse, Entwicklungen oder dergleichen? Oh, ja.

Gerne Anekdoten aus meinem Leben.

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📅❓ Denken – Fühlen – Handeln

Je länger ich darüber nachdenke, desto weniger kann ich mit dem Begriff „früheres Ich“ anfangen. Ich bin ich.

Ich bin als relativ unbeschriebenes Blatt auf die Welt gekommen, das nach und nach beschrieben wurde. Ich habe immer wieder dazugelernt, habe mich versucht, habe mich geirrt oder war gleich beim ersten Versuch erfolgreich. Ich kann stolz sein auf Dinge, die ich gelernt habe und heute kann, die ich früher jedoch nicht konnte.
Früher war ich in meinen Gedanken gefangen. Ich habe wenig gefühlt und bin nicht ins Handeln gekommen.

Irgendwann wurde die Mauer um meine Gefühle gesprengt und ich war plötzlich mit ihnen verbunden. Zunächst war ich von meinen befreiten Gefühlen überwältigt und lief planlos umher. Zeitweise bezeichnete ich mich selbst als emotionaler Geisterfahrer, der einige Mitmenschen „überfuhr“ und überforderte.

Ich lernte, dass ich Gefühle habe, aber nicht meine Gefühle bin. Ich kann meine Gefühle in ihre Schranken weisen oder sie kontrolliert zulassen, sodass sie für mich und andere erträglich sind.

Heute bin ich nah dran an meiner Mitte.


Was hast du schon geschafft, worauf dein früheres Ich stolz wäre?

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What’s something you’ve done that your past self would be proud of?  |  Was hast du getan, worauf dein früheres Ich stolz wäre?

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📅❓ Füllhorn

Beruflich hatte ich seit 2020 einige Online-Kurse gemacht. Die fachlichen waren okay, die jährlichen Daten- und Arbeitsschutzschulungen hingegen waren langweilig.

Privat kann ich mich nicht so recht für Online-Kurse begeistern. Trotzdem nutze ich die Meditations-App 7Mind, die eine unglaubliche Fülle an Meditationen und Kursen bietet.

Nein, dies ist keine Werbung, sondern reine Begeisterung.

Ob

„Mentale & körperliche Stärke”, „Persönliche Entwicklung”, „Schlaf”, „Entspannung”, „Alltag”, „Gefühle & Beziehungen”, „Stille & Klänge”, „Impulse”, „Morgengeschichten”, „Klänge & Musik”, „Routine”, „Talk”, „Progressive Muskelentspannung”, „Bewegung”, „Einführung”, „Fantasiereise”, „Atemtechnik”, „Autogenes Training”, „Meditation”, „Psychologische Übungen”, „Wissen” oder „Schlafgeschichten”,

7Mind ist ein Füllhorn an Übungen und Kursen.

Vor ca. 10 Jahren war diese App Teil meiner Rettung. Ich habe mir ein lebenslanges Abo gekauft, das am 29.11.2121 endet. Solange muss ich durchhalten. Ist ja bezahlt.

Alle anderen können bei ihrer Krankenkasse nachfragen, ob die Kurskosten im Rahmen der Bonusprogramme übernommen werden.
Außerdem ist 7Mind einer der beiden Testsieger im Test der Stiftung Warentest „Meditations-Apps 08/2021”.


Welcher Online-Kurs war der beste, den du je gemacht hast?

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What’s the best online course you’ve ever taken?  |  Was war der beste Online-Kurs, den du je besucht hast?

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📅❓ Leitplanken

Mit persönlichen Mantras oder Lebensphilosophien ist das so eine Sache. Spontan könnte ich keine nennen, da sie mich zu sehr einschränken würden.

Daraus ergibt sich bereits eine Lebensphilosophie: Ich bin gerne flexibel und offen für Veränderungen. Zusätzlich sehe ich mich auf einer lebenslangen Reise zu mir selbst. Es gibt keine Gewissheiten, außer der, dass es keine Gewissheiten gibt. Alles ist im Fluss und bedarf einer regelmäßigen Bewertung oder Neubewertung. Und ich möchte den Menschen so begegnen, wie ich selbst gerne begegnet werden möchte.

Das sind keine Dogmen, sondern Leitplanken.


Nach welchem persönlichen Mantra oder welcher Lebensphilosophie lebst du?

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What’s a personal mantra or philosophy you live by?  |  Was ist dein persönliches Mantra oder deine Lebensphilosophie, nach der du lebst?

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📰 vielfältig geprägt

📰 vielfältig geprägt

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📅❓ Tobie

Meine favorisierte Zeichentrickfigur ist Tobie Lolness aus einer Buchreihe von Timothée de Fombelle. Leider wurden die Bücher in einer deutsch-französischen Kooperation für KiKA für Kinder verfilmt. Die beiden Bücher sind definitiv keine Kinderbücher, sondern Jugendliteratur, die auch Erwachsenen ein Lesevergnügen bereitet. Die beiden Fortsetzungsromane verdichten unseren Makrokosmos im wahrsten Sinne des Wortes zu einem Mikrokosmos. Das Leben auf der Rinde eines Baumes. Die Bewohner verhalten sich dabei genauso gut und schlecht wie wir. Sie sägen auch an dem Ast, auf dem sie sitzen.

Obwohl Tobie Lolness nur anderthalb Millimeter groß ist, trägt er im Laufe der Geschichte buchstäblich das Schicksal seiner gesamten Welt – des riesigen Eichenbaums – auf seinen Schultern. Tobie ist selbst für die Verhältnisse seines Volkes winzig. Mit einer Körpergröße von nur 1,5 Millimetern wirkt er oft zerbrechlich, was ihn für seine Feinde leicht unterschätzbar macht.

Was ihm an physischer Stärke fehlt, gleicht er durch enorme Schnelligkeit, Kletterkunst und Geschicklichkeit aus. Im Laufe der Jahre auf der Flucht entwickelt er sich zu einem wahren Überlebenskünstler, der sich in den rauen, unbarmherzigen Zonen des Baumes (und später sogar auf der Erde darunter) zurechtfindet.

Geprägt durch seinen Vater, den weisen Wissenschaftler Sim Lolness, versteht Tobie, dass der Baum ein atmender, lebendiger Organismus ist. Er besitzt ein ausgeprägtes ökologisches Gewissen und Respekt vor allem Lebendigen.

Seine Liebe zu seinen Eltern (Sim und Maia) sowie zu Elisha, seiner großen Liebe, ist sein absoluter Antrieb. Um sie zu retten, nimmt er jedes noch so große Risiko in Kauf.

Tobie ist jedoch kein furchtloser Superheld. Er ist oft einsam und verzweifelt und hat schreckliche Angst. Sein wahrer Mut zeigt sich darin, dass er trotz dieser Ängste und der schier übermächtigen Gegner niemals aufgibt.

Zu Beginn der Geschichte erleben wir Tobie als behütetes Kind einer intellektuellen Familie. Durch die politische Verbannung in die Niederen Äste und die spätere Gefangennahme seiner Eltern wird er brutal aus dieser Welt gerissen. Er wird zum permanenten Flüchtling, verliert seine kindliche Unschuld und muss lernen, unsichtbar zu bleiben und der ständigen Verfolgung durch Jo Mitchs Handlanger zu entkommen.

Tobie durchläuft eine Wandlung vom reaktiven Flüchtling zum aktiven Kämpfer. Er erkennt, dass reines Überleben nicht mehr ausreicht. Er verlässt sein sicheres Exil beim „Grasvolk”, kehrt in den Baum zurück und entwickelt sich zum Dreh- und Angelpunkt des Widerstands. Er lernt, Allianzen zu schmieden, und übernimmt die Verantwortung, nicht nur seine Liebsten, sondern den Baum selbst vor der endgültigen Zerstörung zu bewahren.

Tobie verkörpert das klassische Motiv, dass selbst der Kleinste die Welt verändern kann – nicht durch rohe Gewalt, sondern durch Standhaftigkeit, Liebe und das Festhalten an moralischen Werten in einer korrupten Gesellschaft.

Die Zeichentrickfigur und Romanheld Tobie Lolness ist meine Lieblingsfigur.

Bitte erst die Bücher lesen, dann die Zeichentrickserie schauen. Andersherum wird es eine Enttäuschung. Die Zeichentrickserie ist liebevoll umgesetzt und die Bilder entsprechen den Bildern, die ich beim Lesen der Romane im Kopf hatte.

Ich hätte mir eine Verfilmung durch James Cameron oder Steven Spielberg mit echten Schauspieler:innen gewünscht.

Tägliche Schreibanregung
Welche Zeichentrickfigur ist dein Favorit?

Who is your favorite cartoon character?  |  Wer ist deine Lieblings-Zeichentrickfigur?

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💬 »wer einen Posten übernimmt, übernimmt Verantwortung, und zwar für die ganze Gesellschaft«

»Ich glaube, dass sich die Deutschen sehr deutlich in zwei Richtungen entwickeln. Leider.

Ich hätte auch vor einiger Zeit noch gesagt, Deutschland ist ein privilegiertes Land, in dem es uns doch so gut geht. Und ich habe Hemmungen, das inzwischen zu sagen, weil ich gar nicht mehr von den Deutschen reden kann und wie es uns geht. Die soziale Schere wird immer größer und die Verbindung zwischen diesen beiden Gruppen verliert sich.

Und das halte ich für sehr gefährlich, vor allem weil der Reichtum unter anderem da ist, wo die politischen Entscheider sind.

Und was mich wirklich richtig wütend macht, ist, dass die politische Führung ihre Verantwortung nicht mehr wahrnimmt.

Also wer einen Posten übernimmt, übernimmt Verantwortung, und zwar für die ganze Gesellschaft. Und inzwischen kommt es mir vor wie so ein moderner Feudalismus, dass es da so eine Elite gibt, die ihre Macht nicht für die Gemeinschaft ausnutzt, sondern die Entscheidung so trifft, dass es ihnen besser geht.

Und ich glaube, das spüren die Leute im Land und dieses Gefühl der Ungerechtigkeit, das ist, glaube ich, etwas, was sehr gefährlich ist.«

~ Stephanie Schneider, deutsche Schriftstellerin, Autorin für Kinderbücher, 03.05.2026, Deutschlandfunk, Information und Musik, Denk ich an Deutschland: die Kinderbuchautorin Stephanie Schneider

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📅❓ The great silent one.

Am meisten dabei geholfen, mich weiterzuentwickeln, hat mir die Lebenserfahrung, dass Reden besser ist als Schweigen.

Sprich, damit ich dich sehe.

  • Sokrates

Ich entstamme einer redseligen Familie, die schwieg. Es wurde unablässig über die Dinge im Außen gesprochen, aber nie über das Wesentliche im Inneren. So wurde ich zum großen Schweiger. Die wenigen Momente, in denen ich mein Schneckenhaus verließ, waren wenig erfolgreich, sodass ich mich sofort wieder zurückzog. Die Folge war, dass ich nicht mit meinen Gefühlen verbunden war. Dieses Verbundensein kam dann irgendwann viel später eruptiv durch einen äußeren Anlass, der mich zwang, mein Schweigen zu durchbrechen. Natürlich überwältigten mich nun meine Gefühle. In den darauffolgenden Jahren führte ich viele intensive, tiefschürfende Gespräche mit zahlreichen Frauen, mit denen ich kollegial und/oder freundschaftlich verbunden war. Ich lernte, dass ich Gefühle habe, aber nicht meine Gefühle bin.

Heute bin ich mit meinen Gefühlen verbunden und behalte die Kontrolle über sie. Meistens bin ich entspannt und ausgeglichen.

Äußere Auslöser veranlassten mich, mein Schneckenhaus zu verlassen, meine Gefühle wahrzunehmen und über mein Innerstes zu sprechen. Es waren die intensiven Gespräche mit anderen Menschen, in denen ich mich spiegeln, erkennen und beruhigen konnte und in denen ich zu dem wachsen konnte, der ich aktuell bin. Ich bin mir sicher, dass diese Entwicklung nie abgeschlossen sein wird.

Täglicher Schreibanreiz
Welche Lebenserfahrungen haben dir am meisten geholfen?

What experiences in life helped you grow the most?  |  Welche Erfahrungen in deinem Leben haben dir am meisten geholfen, dich weiterzuentwickeln?

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