🎙 Generation Dauerkrise: Warum uns sichere Rückzugsorte fehlen.

Nicole Deitelhoff beschreibt eine gesellschaftliche Lage, in der die Allgegenwart von Risiken und das Fehlen sicherer Rückzugsorte zu einer tiefen existenziellen Verunsicherung führen.

Besonders die jüngere Generation ist von diesem permanenten Krisenmodus betroffen. Dies äußert sich durch einen steigenden Leistungsdruck und eine Zunahme psychischer Belastungen.

Da junge Menschen oft das Gefühl haben, sich keine Fehler erlauben zu können, schwindet der Raum für persönliches Ausprobieren und freie Entwicklung. Als Gegenmittel empfiehlt die Expertin, Selbstwirksamkeit zu erleben, indem man aus der passiven Erwartungshaltung gegenüber dem Staat heraustritt.

Durch aktives Gestalten im lokalen Umfeld oder politisches Engagement können Menschen das Gefühl der Ohnmacht überwinden und wieder Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit gewinnen.


Aus dem Interview „Gesellschaft der Angst? Politische Folgen unsicherer Zeiten. Nicole Deitelhoff“ der Deutschlandfunk-Sendung „Information und Musik“ vom –10.05.2026-.


Interview in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/05/10/gesellschaft_der_angst_politische_folgen_unsicherer_zeiten_dlf_20260510_0737_e7d6a0af.mp3

Webseite des Interviews in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunk.de/gesellschaft-der-angst-politische-folgen-unsicherer-zeiten-nicole-deitelhoff-100.html

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🎙 Schmerzhafter als gedacht: Warum unser Gehirn Einsamkeit wie körperliche Wunden behandelt

Auf der Leipziger Buchmesse 2026 diskutierten die Moderatoren Katrin Kühn und Paulus Müller mit der Psychologin Prof. Dr. Maike Luhmann über die wissenschaftlichen Hintergründe und die gesellschaftliche Relevanz von Einsamkeit.

Die Expertin erläuterte dabei den Unterschied zwischen schmerzhafter Einsamkeit und gewolltem Alleinsein und stellte verschiedene Formen vor, von emotionaler bis hin zu kollektiver Einsamkeit. Im Gespräch wurden diverse Risikofaktoren wie Armut, Diskriminierung und mangelnde Mobilität beleuchtet, wobei besonders die hohe Betroffenheit junger Menschen seit der Pandemie thematisiert wurde.

Die Veranstaltung ordnet Einsamkeit als evolutionäres Warnsignal ein, das jedoch in eine gefährliche Negativspirale führen kann, wenn Betroffene ihre Umwelt zunehmend als bedrohlich wahrnehmen.

Als Auswege wurden konkrete Strategien wie ehrenamtliches Engagement, die Pflege „schwacher Verbindungen” im Alltag und die Nutzung niedrigschwelliger digitaler Kontaktangebote aufgezeigt.


Podcastfolge „Sozialer Schmerz: Wann wir besonders einsam sind“ vom –26.03.2026– aus dem Deutschlandfunk-Podcast „Systemfragen“.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/03/26/sozialer_schmerz_wann_wir_besonders_einsam_sind_dlf_20260326_2010_c9ccbfd8.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunk.de/sozialer-schmerz-wann-wir-besonders-einsam-sind-100.html

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