📅❓ träumerisch

Es gäbe viele Maßnahmen, mit denen sich die Stadt, in der ich wohne, sofort verbessern ließe.

Eine wäre, die Kernstadt zur Tempo-30-Zone zu erklären. Noch besser wäre es, jede Straße in der Kernstadt zur Fahrradstraße zu erklären. Eine daraus folgende Maßnahme wäre, Fahrradfahrer:innen von den Gehwegen zu verbannen.

Als Ausgleich für die immer häufiger stattfindenden verkaufsoffenen Sonntage müsste für jeden verkaufsoffenen Sonntag ein anderer Sonntag zum autofreien Sonntag erklärt werden.

An Ampeln sollten Fußgänger:innen längere und schnellere Grünphasen erhalten.

Auf zweispurigen Einbahnstraßen oder vierspurigen Straßen sollte eine Spur ausschließlich für den öffentlichen Personennahverkehr reserviert sein. Busse sollten eine eigene Ampel mit Vorrang vor allen anderen Verkehrsteilnehmern bekommen.

Der ruhende und fließende Verkehr sollte engmaschiger kontrolliert werden, um Regelverstöße konsequent ahnden zu können.

Unnötige Asphaltflächen ohne echte Funktion können zügig aufgebrochen und mit schnell wachsenden, insektenfreundlichen Wildblumenmischungen eingesät werden.

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Was ist eine Sache, die deine Stadt sofort besser machen würde?

What’s one thing that would instantly improve your city?  |  Was wäre eine Maßnahme, die Ihre Stadt sofort verbessern würde?

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📅❓ Mein bester Tipp für günstiges Reisen

Das günstigste Reisen ist nicht das Reisen mit dem geringsten Geldeinsatz, sondern das Vermeiden von Reisen. Das ist Teil der weltweiten Rettungsaktion, die unseren Kindern, Enkeln, Urenkeln und Ururenkeln ein gerade noch lebenswertes Leben ermöglicht.

Heute kann ich mittellange Distanzen in wenigen Stunden mit dem Flugzeug für ein 29-Euro-Ticket überbrücken. Die wahren Kosten dieses Fluges sind dabei ausgelagert: Die Kosten für die Folgen der CO2-Emissionen – wie die Beseitigung von Unwetterschäden, Ernteausfälle oder der Bau höherer Deiche – tauchen auf keinem Ticket auf. Sie werden von der Allgemeinheit getragen. Es ist die klassische Privatisierung von Gewinnen (für Fluggesellschaften und Schnäppchenjäger) und die Sozialisierung von Verlusten (für die Umwelt und die Gesellschaft).

Eine Reise ist dann klimaneutral, wenn die Klimabilanz für Transport, Unterkunft, Verpflegung und alle Aktivitäten vor Ort bei exakt null liegt. Bei jeder anderen Reise ist die Währung nicht der Euro, sondern das Leben. Das eigene vielleicht in wenigen Jahrzehnten, das Leben der nachfolgenden Generationen bestimmt.

Die Menschen, die am wenigsten zur Erderwärmung beigetragen haben, zahlen den höchsten Preis. Ein „billiger” Wochenendtrip auf die Kanaren wird mit der Existenzgrundlage von Menschen bezahlt, die durch Dürren oder Überflutungen ihre Heimat verlieren. Inzwischen trifft dieser Preis auch uns in Europa immer häufiger und direkter, wie Überschwemmungen und extreme Hitzewellen zeigen.

Eine „günstige”, fossil betriebene Reise ist im Grunde ein Kredit, der im Namen kommender Generationen unter Zwang aufgenommen wird. Was wir heute vermeintlich an Geld sparen, hinterlassen wir jungen Erwachsenen und künftigen Generationen als unbezahlbare Schuldenlast. Es ist ein „Leben auf Pump” in der extremsten Form, bei dem die nachfolgende Generation die Rechnung in Form einer unbewohnbaren Welt präsentiert bekommt.

Wahrer Luxus beim Reisen ist nicht die zurückgelegte Entfernung, sondern die Entschleunigung. Wer sich auf den Weg macht – ob bei einer ausgedehnten Wanderung, einer Radtour oder beim sanften Gleiten auf Schienen – der lässt den Stress von Flughafenkontrollen und Staus hinter sich.

Beim langsamen, bodengebundenen Reisen beginnt die Erholung bereits an der eigenen Haustür. Das ist Balsam für die Seele, stärkt die innere Gelassenheit und belastet den Planeten nicht.

Es ist die einzige Form des Reisens, die uns wirklich bereichert, anstatt uns etwas zu nehmen.

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Was ist dein bester Tipp für günstiges Reisen?

What’s your best tip for budget travel?  |  Was ist dein bester Tipp für preisgünstiges Reisen?

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📅❓ Homo sapiens – der weise, einsichtige oder vernünftige Mensch

Wer eine solche Frage, nach dem besten bzw. schlimmsten Flughafen, stellt, hat den Ernst der mittlerweile unaufhaltsamen Klimakatastrophe immer noch nicht begriffen.

Flughäfen sind der Ausgangs- und Endpunkt der mit Abstand klimaschädlichsten Art der Fortbewegung. Wer in ein Flugzeug steigt, trägt in kurzer Zeit massiv zur Erderwärmung bei. Das liegt nicht nur am Treibstoffverbrauch, sondern auch daran, dass die Emissionen in großer Höhe freigesetzt werden.

Flugzeuge verbrennen enorme Mengen Kerosin, einen fossilen Brennstoff. Das dabei entstehende CO₂ (Kohlendioxid) wird direkt in die Atmosphäre abgegeben.

Bei einem einzigen Hin- und Rückflug von Frankfurt nach New York verursacht eine Person rund zwei bis drei Tonnen CO₂. Das übersteigt das klimaverträgliche Jahresbudget eines Menschen, wenn die weltweiten Klimaziele eingehalten werden sollen.

Was das Fliegen besonders problematisch macht, ist die Reiseflughöhe. In 9 bis 12 Kilometern Höhe wirken die Emissionen physikalisch und chemisch völlig anders als am Boden.

Der Wasserdampf und die Rußpartikel aus den Triebwerken gefrieren in der kalten Luft sofort. Es entstehen feine Zirruswolken. Diese künstlichen Wolken lassen zwar kurzwellige Sonnenstrahlung herein, hindern aber die langwellige Wärmestrahlung der Erde daran, ins All zu entweichen – sie wirken wie ein massiver Treibhauseffekt.

Stickoxide (NO_x) führen in der Reiseflughöhe zur Bildung von Ozon, welches in dieser Atmosphärenschicht ebenfalls als starkes Treibhausgas wirkt.

Wissenschaftler fassen diese Effekte im sogenannten RFI-Wert (Radiative Forcing Index) zusammen. Die Faustregel besagt, dass die tatsächliche Klimawirkung eines Fluges zwei- bis dreimal so hoch ist wie die der reinen CO₂-Emissionen aus dem Triebwerk.

Im Jahr 2024 lag das weltweite Passagieraufkommen bei etwa 9 Billionen Passagierkilometern, also 9.000 Milliarden Kilometern.

Der internationale Luftfahrtverband IATA geht davon aus, dass sich diese Zahl durch die wachsende Nachfrage bis zum Jahr 2050 auf über 20,8 Billionen Passagierkilometer verdoppeln wird.

Bei einem durchschnittlichen Ausstoß von etwa 110 bis 130 Gramm CO₂ pro Passagierkilometer (abhängig von Auslastung, Flugzeugtyp und Strecke) wurden direkt etwa eine Milliarde Tonnen CO₂ erzeugt. Das entspricht in etwa den jährlichen Gesamtemissionen eines Industriestaates wie Japan.

Berücksichtigt man die zusätzlichen heizenden Effekte von Kondensstreifen, Zirruswolken und Stickoxiden in der Reiseflughöhe (mit dem gängigen Multiplikator von ca. 2 bis 3), steigt die reale Klimawirkung auf das Äquivalent von 2,5 bis 3 Milliarden Tonnen CO₂ pro Jahr.

Somit ist der globale Flugverkehr einer der intensivsten Treiber der Erderwärmung – gemessen an der verhältnismäßig geringen Zahl von Menschen, die überhaupt regelmäßig fliegen.

„How dare you!”

Meine Botschaft lautet: Wir werden euch im Auge behalten!

Das alles ist falsch. Ich sollte gar nicht hier oben stehen. Eigentlich sollte ich wieder in der Schule sein, auf der anderen Seite des Ozeans. Und trotzdem wendet ihr euch an uns junge Menschen, um Hoffnung zu finden. Wie könnt ihr es wagen!

Mit euren leeren Worten habt ihr mir meine Träume und meine Kindheit geraubt. Und doch gehöre ich zu den Glücklichen. Menschen leiden. Menschen sterben. Ganze Ökosysteme brechen zusammen. Wir stehen am Anfang eines Massensterbens und alles, worüber ihr reden könnt, ist Geld und Märchen von ewigem Wirtschaftswachstum. Wie könnt ihr es wagen!

Seit mehr als 30 Jahren ist die wissenschaftliche Lage glasklar. Wie können Sie es wagen, weiterhin wegzuschauen, hierherzukommen und zu behaupten, Sie würden genug tun, obwohl die notwendigen politischen Maßnahmen und Lösungen noch immer nicht in Sicht sind?

Ihr sagt, ihr hörtet uns zu und versteht, wie dringend die Lage ist. Aber egal, wie traurig und wütend ich bin, das will ich nicht glauben. Wenn ihr die Situation wirklich verstehen würdet und trotzdem untätig bliebt, dann wärt ihr böse. Und das weigere ich mich zu glauben.

Die weit verbreitete Vorstellung, unsere Emissionen innerhalb von zehn Jahren zu halbieren, bietet uns lediglich eine 50-prozentige Chance, die Erderwärmung auf unter 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Zudem birgt sie das Risiko irreversibler Kettenreaktionen, die sich der menschlichen Kontrolle entziehen.

Fünfzig Prozent mögen für euch akzeptabel sein. Diese Zahlen berücksichtigen jedoch weder Kipppunkte noch die meisten Rückkopplungsschleifen, die durch giftige Luftverschmutzung verursachte zusätzliche Erwärmung oder Aspekte der Gerechtigkeit und Klimagerechtigkeit. Außerdem setzen sie voraus, dass meine Generation Hunderte von Milliarden Tonnen Ihres CO₂ mit kaum vorhandenen Technologien aus der Luft filtert.

Ein Risiko von 50 Prozent ist für uns, die wir mit den Folgen leben müssen, daher schlichtweg inakzeptabel.

Um eine Wahrscheinlichkeit von 67 % zu erreichen, dass die globale Erwärmung unter 1,5 °C bleibt – die vom Zwischenstaatlichen Ausschuss für Klimawandel als bestes Ergebnis angegebene Wahrscheinlichkeit –, standen der Welt am 1. Januar 2018 noch 420 Gigatonnen CO₂ zur Emission zur Verfügung. Heute ist diese Zahl bereits auf weniger als 350 Gigatonnen gesunken.

Wie können Sie es wagen, so zu tun, als ließe sich das Problem einfach durch „Business as usual“ und ein paar technische Lösungen lösen? Bei den heutigen Emissionswerten wird das verbleibende CO₂-Budget in weniger als achteinhalb Jahren vollständig aufgebraucht sein.

Hier werden keine Lösungen oder Pläne vorgestellt, die diesen Zahlen entsprechen, denn sie sind zu unbequem. Und ihr seid noch nicht reif genug, um die Dinge beim Namen zu nennen.

Ihr lasst uns im Stich. Aber die jungen Menschen beginnen, euren Verrat zu durchschauen. Die Augen aller zukünftigen Generationen sind auf euch gerichtet. Wenn ihr euch entscheidet, uns im Stich zu lassen, dann sage ich euch: Wir werden euch niemals vergeben.

Damit werdet ihr nicht durchkommen. Genau hier und jetzt ziehen wir die Grenze. Die Welt erwacht. Und der Wandel kommt, ob es euch gefällt oder nicht.

Danke.

~ Greta Thunberg, 23.09.2019

Tägliche Schreibanregung
Was war der beste und was der schlimmste Flughafen, an dem du je warst?

What’s the best and worst airport you’ve been to?  |  Welcher ist der beste und welcher der schlechteste Flughafen, an dem du schon einmal warst?

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📰 »Die leeren Flüsse Europas in diesem Jahr sprechen für sich.«

In diesem Kommentar kritisiert Ulrike Winkelmann, dass sich Friedrich Merz, der Bundeskanzler, während der extremen Hitze, Brände und Dürre in Deutschland nicht geäußert hat. Es wird als fatal angesehen, dass er die Gelegenheit verpasst hat, den Opfern und Feuerwehrleuten sein Mitgefühl auszudrücken. Andere europäische Politiker wie die Premierminister von Großbritannien und Spanien haben sich bereits frühzeitig solidarisch mit den Helfern gezeigt.

Die Sprachlosigkeit des Kanzlers währte viel zu lang. Sein Nichtsprechen war deutlicher Ausdruck des Nichtwillens von CDU und CSU, sich überhaupt mit dem Thema Hitze und Dürre zu befassen.

Denn dann müssten sie ja das Wort Klima aussprechen, und davon geht nach Ansicht der Union quasi zustimmungsverdorrende Strahlung aus.

Klima wird bei CDU und CSU als Grünen-Thema identifiziert und Grünen-Themen hat die Union ja selbst so lange mit allem beworfen, was als Dreck hängen bleibt, dass sie jetzt damit naheliegenderweise nichts mehr zu tun haben will.

Winkelmann bemängelt auch, dass die CDU/CSU das Thema Klima ignorieren, da sie es als Thema der Grünen betrachten. Sie befürchten, dass sie durch eine Auseinandersetzung mit dem Klimawandel die Grünen stärken könnten. Diese Haltung führt jedoch dazu, dass wichtige Maßnahmen zum Klimaschutz nicht ergriffen werden, obwohl die Auswirkungen des Klimawandels in Europa immer deutlicher werden.

Aber keine Sekunde darf es darüber hinwegtäuschen, dass diese Koalition gemäß dem Willen von CDU und CSU den Weg zur Klimaneutralität aufgegeben hat.

Dass sie eingeknickt ist vor der Aufgabe, Klimaschutz und Industriepolitik zu verbinden. Dass sie keine Vorstellung hat, wie Deutschland wirtschaften könnte, ohne die Lebensgrundlagen und damit auch die Wirtschaftsgrundlagen kommender Generationen weiter zu zerrütten.

Der Kommentar weist außerdem darauf hin, dass sich die Union nicht um den Klimaschutz kümmert, sondern nur über Hitzeschutz spricht, ohne die zugrunde liegenden Ursachen anzugehen. Es wird betont, dass die Politik der Union den Weg zur Klimaneutralität aufgegeben hat, was langfristige negative Folgen für Umwelt und Wirtschaft haben könnte.


»Kommentar zu Hitze, Brände und Dürre: Merz‘ Schweigen ist fatal gewesen« | Ulrike Winkelmann | 22.08.2026 | Kommentare und Themen der Woche | Deutschlandfunk | https://www.deutschlandfunk.de/kommentar-zu-hitze-braende-und-duerre-merz-schweigen-ist-fatal-gewesen-100.html


Kommentar in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/08/22/kommentar_zu_hitze_braende_und_duerre_merz_schweigen_ist_dlf_20260822_0605_56563769.mp3

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🎙 Gebrochene Flügel: Der Preis der Anpassung und die Sehnsucht nach Freiheit

In der Podcastfolge „Gehorsam und Ungehorsam“ wird das Thema behandelt, wie Menschen von klein auf dazu erzogen werden, gehorsam und konform zu sein. Es wird argumentiert, dass es in Ordnung ist, sinnvolle Regeln zu befolgen, problematisch wird es jedoch, wenn Individualität unterdrückt wird. Die Autorin Daniela Noitz kritisiert, dass das Bildungssystem nicht darauf abzielt, Kinder zu selbstständigen, kritischen Denkern zu erziehen, sondern sie zu gehorsamen Bürgern zu formen.

Er weist darauf hin, dass soziale Ungleichheiten bereits bei der Geburt beginnen und dass Kinder aus weniger privilegierten Verhältnissen benachteiligt sind. Die Autorin fordert eine Reform des Bildungssystems, das mehr auf individuelle Förderung und weniger auf soziale Selektion ausgerichtet sein sollte.

Zusätzlich kritisiert er die Rolle von Politik und Wirtschaft. Die Autorin argumentiert, dass die Gesellschaft von Menschen dominiert wird, die nicht zum Wohl der Allgemeinheit handeln, sondern nur an ihrem eigenen Profit interessiert sind. Er richtet einen Aufruf an die Jugend, sich gegen diese Ungerechtigkeiten zu wehren, ihren eigenen Verstand zu nutzen und für eine bessere Zukunft einzutreten.

Insgesamt fordert diese Podcast-Folge mehr direkte Demokratie und ein Umdenken in der Gesellschaft, um Gehorsam und Unterwürfigkeit zu überwinden und stattdessen individuelle Freiheit und Verantwortung zu fördern.

Podcast-Folge in neuem Tab hören: https://content.rss.com/episodes/15173/219286/banane/20210615_101146_0325c7d8bfc70ce1586793c575ca3cc4.mp3


Aus der Podcastfolge „Gehorsam und Ungehorsam“ der Website „NOVELS4U“ vom –07.07.2021-.


Webseite der Podcastfolge in neuem Tab lesen: https://rss.com/podcasts/banane/219286/

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🙈 🙉 🙊 12.000 Hitzetote und ein schweigender Kanzler: Das Versagen beim Hitzeschutz

Im Gespräch mit Luisa Neubauer werden die schwerwiegenden Auswirkungen der durch den Klimawandel verursachten Hitzewellen in Deutschland thematisiert. Bis Ende Juli 2026 gab es bereits rund 12.000 Hitzetote. Neubauer kritisiert die Bundesregierung dafür, dass sie die Verantwortung für den Hitzeschutz auf die Kommunen abwälzt und selbst keinen ernsthaften Plan für den Klimaschutz vorweisen kann.

Sie hebt hervor, dass die Hitze nicht alle Menschen gleichermaßen betrifft. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Babys und Menschen mit gesundheitlichen Problemen. Auch soziale Unterschiede spielen eine Rolle: Menschen mit niedrigem Einkommen leben oft in weniger geeigneten Wohnverhältnissen und können sich keinen ausreichenden Schutz vor der Hitze leisten.

Neubauer fordert daher einen nationalen Hitzeschutzplan, wie ihn Frankreich bereits seit über 20 Jahren hat. Sie betont, dass die Regierung dringend handeln muss, um die Menschen zu schützen und die Klimakrise ernst zu nehmen. Ansonsten könnten die Folgen noch schlimmer werden. Es sei wichtig, dass die Regierung Verantwortung übernimmt und der Realität ins Auge blickt.


Aus dem Interview „Luisa Neubauer – „Die Hitze trifft alle, aber nicht alle gleich““ der Deutschlandfunk-Sendung „Information und Musik“ vom –09.08.2026-.


Interview in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/08/09/5_jahre_weltklimabericht_der_uno_wo_bleibt_der_hitzeplan_dlf_20260809_0811_1684beac.mp3

Webseite des Interviews in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunk.de/5-jahre-weltklimabericht-der-uno-wo-bleibt-der-hitzeplan-luisa-neubauer-100.html

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📅❓ 23. September 2019

Am 20. August 2018 begann sie mit ihrem Schulstreik vor dem schwedischen Parlament in Stockholm. Mit einem handgemalten Schild mit der Aufschrift „Skolstrejk för klimatet“ protestierte sie allein für mehr Klimaschutz. Daraus entstand später die weltweite Bewegung Fridays for Future.

Im Herbst 2018 übernahmen Tausende Schülerinnen und Schüler in vielen Ländern ihre Idee und begannen, jeweils freitags für den Klimaschutz zu streiken.

Am 4. und 12. Dezember 2018 machte sie auf der UN-Klimakonferenz (COP24) in Katowice mit ihrer scharfen Kritik weltweit auf sich aufmerksam.

2019 wurde Fridays for Future zu einer globalen Massenbewegung. Millionen Menschen beteiligten sich an weltweiten Klimastreiks und Greta wurde zur Symbolfigur der Bewegung.

Um am UN-Klimagipfel in New York teilnehmen zu können, überquerte sie im August 2019 mit dem Segelboot „Malizia II” emissionsfrei den Atlantik und machte damit auf die Klimabelastung des Flugverkehrs aufmerksam.

„How dare you!” Ihre emotionale Ansprache am 23. September 2019 beim UN Climate Action Summit an die Staats- und Regierungschefs wurde zu einer der bekanntesten Reden der Klimabewegung.

Am 20. und 27. September 2019 nahmen weltweit etwa 6 bis 7,6 Millionen Menschen an den bis dahin größten Klimademonstrationen teil.

Am 31. Dezember 2019 verbreitete sich die Nachricht von einem neuartigen Virus, der sich rasend schnell ausbreitete. Die Regierenden der meisten Länder nutzten die Pandemie, um verbriefte Freiheitsrechte außer Kraft zu setzen und damit ihre Macht zu demonstrieren. Durch Kontaktverbote, Lockdowns und Kontaktbeschränkungen wurde die Fridays-for-Future-Bewegung faktisch bedeutungslos gemacht.

Greta Thunberg hat mir für einen Augenblick mein Vertrauen in die Menschheit wieder vollständig gestärkt. Die weltpolitischen und bundesrepublikanischen Ereignisse seit dem 16.03.2020 haben diesen Glauben jedoch restlos zerstört.


Greta Thunberg sagte am 23.09.2019 sinngemäß:

Meine Botschaft lautet: Wir werden euch im Auge behalten.

Das ist alles falsch. Ich sollte gar nicht hier oben stehen. Ich sollte eigentlich wieder in der Schule sein, auf der anderen Seite des Ozeans. Und trotzdem wendet ihr euch alle an uns junge Menschen, um Hoffnung zu finden. Wie könnt ihr es wagen!

Ihr habt mir mit euren leeren Worten meine Träume und meine Kindheit gestohlen. Und doch gehöre ich zu den Glücklichen. Menschen leiden. Menschen sterben. Ganze Ökosysteme brechen zusammen. Wir stehen am Anfang eines Massensterbens, und alles, worüber ihr reden könnt, ist Geld und Märchen vom ewigen Wirtschaftswachstum. Wie könnt ihr es wagen!

Seit mehr als 30 Jahren ist die Wissenschaft glasklar. Wie könnt ihr es wagen, weiterhin wegzuschauen und hierherzukommen und zu sagen, dass ihr genug tut, wo doch die notwendigen politischen Maßnahmen und Lösungen noch immer nicht in Sicht sind.

Ihr sagt, ihr hört uns und versteht die Dringlichkeit. Aber egal, wie traurig und wütend ich bin, ich will das nicht glauben. Denn wenn ihr die Situation wirklich verstehen würdet und trotzdem weiterhin untätig bliebe, dann wärt ihr böse. Und das weigere ich mich zu glauben.

Die weit verbreitete Vorstellung, unsere Emissionen in 10 Jahren zu halbieren, gibt uns nur eine 50-prozentige Chance, unter 1,5 Grad [Celsius] zu bleiben – und birgt das Risiko, irreversible Kettenreaktionen auszulösen, die sich der menschlichen Kontrolle entziehen.

Fünfzig Prozent mögen für euch akzeptabel sein. Aber diese Zahlen berücksichtigen weder Kipppunkte noch die meisten Rückkopplungsschleifen, noch die durch giftige Luftverschmutzung verdeckte zusätzliche Erwärmung oder die Aspekte der Gerechtigkeit und Klimagerechtigkeit. Sie beruhen zudem darauf, dass meine Generation Hunderte von Milliarden Tonnen eures CO₂ mit Technologien aus der Luft filtert, die es kaum gibt.

Ein 50-prozentiges Risiko ist für uns – die wir mit den Folgen leben müssen – also schlichtweg nicht akzeptabel.

Um eine 67-prozentige Chance zu haben, unter einem globalen Temperaturanstieg von 1,5 Grad zu bleiben – die besten Chancen, die der [Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimawandel] angibt –, standen der Welt am 1. Januar 2018 noch 420 Gigatonnen CO₂ zur Emission zur Verfügung. Heute ist diese Zahl bereits auf weniger als 350 Gigatonnen gesunken.

Wie könnt ihr es wagen, so zu tun, als ließe sich das Problem einfach mit „Business as usual“ und ein paar technischen Lösungen lösen? Bei den heutigen Emissionswerten wird dieses verbleibende CO₂-Budget in weniger als 8½ Jahren vollständig aufgebraucht sein.

Hier werden heute keine Lösungen oder Pläne vorgestellt, die diesen Zahlen gerecht werden, weil diese Zahlen zu unbequem sind. Und ihr seid immer noch nicht reif genug, um die Dinge beim Namen zu nennen.

Ihr lasst uns im Stich. Aber die jungen Menschen beginnen, euren Verrat zu durchschauen. Die Augen aller zukünftigen Generationen sind auf euch gerichtet. Und wenn ihr euch entscheidet, uns im Stich zu lassen, sage ich: Wir werden euch das niemals verzeihen.

Wir werden euch damit nicht davonkommen lassen. Genau hier und jetzt ziehen wir die Grenze. Die Welt wacht auf. Und der Wandel kommt, ob es euch gefällt oder nicht.

Danke.

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Wann hat dir ein fremder Mensch deinen Glauben an die Menschheit komplett zurückgegeben?

What’s a moment when a stranger completely restored your faith in people?  |  Wann hat ein Fremder dein Vertrauen in die Menschen wieder vollständig gestärkt?

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🎙 »… vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie da tun!«

eigene Recherche: Betrachtet man die ökologischen, sozialen und strukturellen Folgen, so steht die Kreuzfahrtindustrie in krassem Widerspruch zu einer nachhaltigen und fairen Art des Reisens.

Die meisten Schiffe fahren nach wie vor mit giftigem Schweröl, einem zähflüssigen Abfallprodukt der Ölindustrie. Strenge Abgasregelungen mit Partikelfiltern oder Katalysatoren, wie sie auf der Straße längst Standard sind, fehlen auf See oft völlig. Dadurch stoßen die Schiffe immense Mengen an Schwefeloxiden, Stickoxiden und Rußpartikeln aus – auch direkt in Häfen oder sensiblen Ökosystemen.

Eine Kreuzfahrt ist extrem energieintensiv, da das Schiff einer schwimmenden Kleinstadt gleicht, in der rund um die Uhr Strom für Antrieb, Klimaanlagen, Buffets und Unterhaltung erzeugt werden muss. Der CO₂-Ausstoß pro Person und Tag liegt oft deutlich über dem einer ohnehin klimaschädlichen Flugreise.

Der ständige Konsum und die All-inclusive-Strukturen an Bord produzieren zudem gigantische Müllberge. Dazu fallen täglich riesige Mengen Abwasser an. Selbst wenn dieses an Bord aufbereitet wird, gelangen oft noch Rückstände ins Meer und belasten das marine Ökosystem.

Kaum ein Kreuzfahrtschiff ist in seinem Heimatland registriert. Stattdessen fahren sie unter den Flaggen von Ländern wie Panama, Malta oder den Bahamas (Ausflaggung). Der Grund: So lassen sich strenge europäische Arbeits- und Umweltvorschriften völlig legal umgehen.

Für die Crew, besonders in den Bereichen Reinigung, Küche und Service, bedeutet das harte Arbeit unter fragwürdigen Bedingungen. Arbeitstage von 10 bis 14 Stunden über viele Monate hinweg ohne einen einzigen freien Tag sind keine Seltenheit. Die Bezahlung für diese körperlich fordernde Arbeit ist oft minimal und die soziale Absicherung de facto kaum vorhanden (prekäre Verträge).

Wenn ein Schiff anlegt, strömen in kürzester Zeit Tausende von Menschen in kleine Küstenorte. Das führt zu verstopften Gassen, überlasteter Infrastruktur und massivem Stress für die Einheimischen. Venedig hat große Schiffe inzwischen aus dem Zentrum verbannt, da die Stadt buchstäblich erdrückt wurde (Kollaps der Hafenstädte).

Die lokale Wirtschaft hat erschreckend wenig von den Menschenmassen (kaum wirtschaftlicher Nutzen). Durch attraktive All-inclusive-Angebote schlafen und essen die Reisenden an Bord. Selbst Ausflüge werden direkt über die Reederei gebucht. Das Geld bleibt fast vollständig im System des Kreuzfahrtkonzerns, während die besuchten Städte auf den Kosten für die Infrastruktur und die Müllentsorgung sitzen bleiben.

Kreuzfahrten sind hochgradig durchorganisiert. Feste Liegezeiten und Essenszeiten diktieren den Rhythmus. Anstatt die eigene Zeit frei einzuteilen, verbringt man viel Zeit mit Warten und Schlangestehen in der Masse (fremdbestimmte Taktung).

Oft geht es nur darum, möglichst viele Orte in kurzer Zeit „abzuhaken”. Echte Ruhe, das spontane Entdecken eines Ortes oder der tatsächliche Kontakt zur Kultur und den Menschen vor Ort bleiben bei Landgängen von wenigen Stunden völlig auf der Strecke (oberflächlicher Konsum).



Radiobeitrag: Das Gespräch beschreibt den anhaltenden Boom von Hochseekreuzfahrten trotz aktueller Herausforderungen wie Klimakrise und politische Krisen. Im Jahr 2025 haben 1,51 Millionen Menschen eine Kreuzfahrt ab deutschen Häfen gebucht, was einen neuen Rekord darstellt.

Matthias Morr, Kreuzfahrttester und YouTuber, erklärt, dass es zwei Gruppen von Menschen gibt: diejenigen, die Kreuzfahrten lieben, und diejenigen, die sie ablehnen, ohne sie ausprobiert zu haben. Viele, die Kreuzfahrten mögen, schätzen den hohen Standard von Essen und Unterhaltung an Bord, der oft besser ist als an Land, da die Schiffe mehr Personal beschäftigen können.

Der Vorteil von Kreuzfahrten ist, dass man mit einem Koffer mehrere Reiseziele entdecken kann, was besonders für ältere Menschen bequem ist. Allerdings sind die Preise für Ausflüge an Land oft höher, wenn man sie über die Reederei bucht.

Morr spricht auch über Gesundheitsrisiken auf Kreuzfahrtschiffen wie Erkältungen und Noroviren und kritisiert, dass viele Passagiere nicht ausreichend auf Hygiene achten.

Ein weiterer Punkt ist, dass immer mehr junge Menschen Kreuzfahrten für sich entdecken, da die Reedereien Angebote speziell für Familien und jüngere Reisende entwickelt haben. Dadurch werden Kreuzfahrten heute nicht mehr nur als Urlaub für ältere Menschen angesehen.

Insgesamt zeigt der Artikel, dass trotz einiger Bedenken viele Menschen Kreuzfahrten als attraktive Urlaubsform betrachten.


Aus dem Interview „Trotz Klima, Krieg und Krisen – Kreuzfahrten boomen“ der Deutschlandfunk-Kultur-Sendung „Studio 9“ vom –14.07.2026-.


Interview in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/07/14/trotz_klima_krieg_und_krisen_kreuzfahrten_boomen_drk_20260714_0740_4d2a4c8c.mp3

Webseite des Interviews in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunkkultur.de/trotz-klima-krieg-und-krisen-kreuzfahrten-boomen-100.html

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🎙 Die Klimakatastrophe kann noch abgewendet werden.

Der Vortrag „Neue Strategien – Wie Lobbyisten Klimaschutz verhindern“ behandelt den Einfluss von Lobbyisten auf den Klimaschutz sowie die Veränderungen ihrer Strategien im Laufe der Jahre. Im Folgenden sind die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

Wissenschaftlicher Konsens: Seit über einem halben Jahrhundert besteht ein wissenschaftlicher Konsens über den menschengemachten Klimawandel, doch die politische Reaktion bleibt zögerlich.

Historische Perspektive: In den 1990er- und 2000er-Jahren wurde der Klimawandel oft geleugnet. Heute, da die Auswirkungen spürbar sind, haben Lobbygruppen ihre Strategien angepasst.

Neue Strategien: Anna Leuschner, die Vortragende, beschreibt, dass die alten Leugnungsstrategien durch neue Methoden ersetzt wurden, die darauf abzielen, Zweifel an den notwendigen Maßnahmen zu säen. Diese beinhalten:

Umwälzung von Verantwortung auf den Einzelnen.

Förderung nicht-transformativer Lösungen, die den Status quo bewahren.

Betonung der Kosten von Klimaschutzmaßnahmen.

Verbreitung von Hoffnungslosigkeit und Fatalismus.

– Lobbyisten manipulieren die öffentliche Meinungsbildung und politische Entscheidungsprozesse, indem sie die Glaubwürdigkeit wissenschaftlicher Erkenntnisse infrage stellen und scheinbare Kontroversen schaffen.

Effekte der Strategien: Diese Strategien führen zu selektivem Nichtwissen, da durch die Fokussierung auf technologische Lösungen andere, möglicherweise effektivere Ansätze vernachlässigt werden. Dadurch werden wichtige Forschungsbereiche nicht ausreichend berücksichtigt.

Fazit: Der Vortrag kommt zu dem Schluss, dass das strategische Unterminieren der Erkenntnisgewinnung durch Lobbygruppen ein zentraler Grund für die unzureichenden politischen Reaktionen auf den Klimawandel ist. Die Verschiebung von Leugnung hin zu selektivem Nichtwissen zeigt, wie Lobbyisten versuchen, den Fokus auf industriefreundliche Lösungen zu lenken.

Insgesamt wird deutlich, dass der Einfluss von Lobbyisten auf den Klimaschutz sowohl historisch als auch in der gegenwärtigen politischen Landschaft von erheblicher Bedeutung ist.


Podcastfolge „Neue Strategien – Wie Lobbyisten Klimaschutz verhindern“ vom –17.06.2026– aus dem Deutschlandfunk-Nova-Podcast „Hörsaal„.


Podcastfolge in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/06/17/deutschlandfunknova_neue_strategien_wie_20260617_3170b491.mp3

Webseite der Folge in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/neue-strategien-wie-lobbyisten-klimaschutz-verhindern

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🎙 Die unverzügliche Notwendigkeit: die 3-30-300-Regel.

Das Konzept der „klimagerechten Stadt“ vereint die drei entscheidenden Faktoren Klimaschutz, Klimaanpassung – beispielsweise in Form von Abkühlung und Regenwasseraufnahme durch Pflanzen – und Gerechtigkeit, also eine faire Versorgung aller Stadtquartiere mit ausreichenden Grünflächen.

Zentrale Lösungsansätze: Eine Mobilitätswende ist der Schlüssel, denn der Platz in Städten ist knapp und stark umkämpft. Um den dringend benötigten Raum für neue Grünflächen zu schaffen, muss der ruhende Verkehr (Parkplätze für Autos) zugunsten des Fahrrad- und Nahverkehrs reduziert werden.

Intelligente Nachverdichtung: Anstatt bestehende Gebäude abzureißen und neu zu bauen, ist es ökologisch sinnvoller, diese zu sanieren und aufzustocken. Gelingt es gleichzeitig, versiegelte Flächen wie Innenhöfe aufzubrechen und Gebäude zu begrünen (Dach und Fassade), entsteht trotz Nachverdichtung mehr Naturraum.

Klimamanagement in Kommunen: Eigene Klimamanager:innen in den Verwaltungen treiben das Thema stark voran – besonders dann, wenn sie als Stabsstellen weit oben in der Hierarchie angesiedelt sind. Die Hürde: Diese Stellen sind oft nur befristet finanziert.

Hürden in der deutschen Stadtplanung

Im Vergleich zu Städten wie Paris oder Kopenhagen hinkt Deutschland bei der Umsetzung hinterher. Ein Hauptgrund dafür sind die starren, komplexen und sehr langwierigen Planungsprozesse. Klimaschutz und -anpassung müssen zwingend von Beginn an in Bauvorhaben integriert werden. Wenn die rechtlichen Abstimmungen bereits laufen, ist es fast unmöglich, Planungen nachträglich noch klimagerechter umzugestalten.

Die Vision für die Zukunft: die 3-30-300-Regel.

Simone Linke nennt eine einfache Faustregel als Idealbild für die Stadt der Zukunft:

Man sollte mindestens drei Bäume sehen, wenn man aus dem eigenen Fenster schaut.

30 Prozent der Stadtfläche sollten von Baumkronen überdeckt sein, um im Sommer kühle Wege zu schaffen.

Die maximale Entfernung zur nächsten öffentlichen Grünfläche sollte 300 Meter betragen.


Aus dem Interview „Stadtplanung – Wie gelingt die klimagerechte Zukunft? Simone Linke, Stadtpl.HSWT“ der Deutschlandfunk-Sendung „Information und Musik“ vom –14.06.2026-.


Interview in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/06/14/stadtplanung_wie_gelingt_die_klimagerechte_zukunft_simone_dlf_20260614_0737_4bf59ba3.mp3

Webseite des Interviews in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunk.de/stadtplanung-wie-gelingt-die-klimagerechte-zukunft-simone-linke-stadtpl-hswt-100.html

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