Der Soziologe Heinz Bude konstatiert das Ende des Zeitalters des stetigen Wachstums und Wohlstands in Deutschland.
Dies ist auf geopolitische Krisen und notwendige Prioritätensetzungen bei den Staatsausgaben zurückzuführen. Er erläutert, dass der Erhalt der allgemeinen Wohlfahrt – etwa des hochentwickelten Gesundheitssystems – künftig nur noch durch spürbare Einbußen beim individuellen Lebensstandard möglich sein wird.
Laut Bude führt diese Entwicklung zu einer tiefgreifenden Vertrauenskrise in die Regierungsfähigkeit und befeuert den Zulauf zu populistischen Strömungen quer durch alle sozialen Schichten. Bude warnt dabei vor einer wachsenden Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern, die aus reinem Eigennutz prinzipienlose Politik unterstützen würden, solange diese ihren persönlichen Wohlstand sichert.
Abschließend plädiert er für politische Wahrhaftigkeit und die Einsicht, dass die Gesellschaft die Zukunft des Landes als gestaltende Kraft in Europa wieder aktiv selbst in die Hand nehmen muss.
Aus dem Interview „Verlust als Grundproblem der Gegenwart – Heinz Bude, Soziologe“ der Deutschlandfunk-Sendung „Information und Musik“ vom –19.04.2026-.
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In dieser Podcastfolge werden die aktuellen Diskussionen über Wirtschaftswachstum und dessen Bedeutung für die Gesellschaft behandelt. Der Autor Achim Truger ist Wirtschaftswissenschaftler, berät die Politik und thematisiert die Kritik am traditionellen Wachstumskonzept.
Aus der Podcastfolge „Wachstum NEU DENKEN mit Achim Truger“ vom 14.10.2025 des Podcasts „NEU DENKEN„.
Truger und die Moderatorin Maja Göpel bemängeln, dass die Debatten über Wirtschaftswachstum oft oberflächlich und vorhersehbar sind. Sie argumentieren, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) als Maßstab für Erfolg nicht alle wichtigen Aspekte des Wohlstands erfasst. Insbesondere kritisieren sie, dass Umweltzerstörung, soziale Ungleichheit und unbezahlte Arbeit nicht berücksichtigt werden.
Truger betont, dass Wachstum in der Vergangenheit zwar wichtig war, um den Lebensstandard zu heben, die negativen Folgen wie die Zerstörung natürlicher Ressourcen und das Ungleichgewicht in der Verteilung des Wohlstands jedoch nicht ignoriert werden dürfen. Er fordert ein Umdenken: Anstelle von blindem Wachstum sollten soziale und ökologische Ziele im Vordergrund stehen.
Die Podcastfolge leuchtet auch die Herausforderungen, die durch wirtschaftliche Krisen entstehen, und wie Ängste in dieser Situation oft genutzt werden, um soziale Kürzungen zu rechtfertigen. Truger plädiert für eine differenzierte Diskussion darüber, wie Wohlstand definiert werden kann und welche Rolle Wachstum dabei spielt. Er betont, wie wichtig es ist, die Bedürfnisse der Menschen und eine nachhaltige Entwicklung in den Mittelpunkt zu stellen, statt sich nur auf quantitative Wachstumszahlen zu konzentrieren.
Insgesamt fordert der Artikel ein Umdenken in der Wirtschaftspolitik, um eine gerechtere und nachhaltigere Gesellschaft zu schaffen.
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Nein, ich kann mich beim besten Willen nicht daran erinnern, was ich im Alter von fünf Jahren einmal werden wollte. Groß wollte ich werden und habe eine Größe von 176 cm erreicht. Auch daran, was ich im selben Alter nicht werden wollte, kann ich mich nicht erinnern.
Vermutlich durfte ich einfach ein Kind sein und meine Umwelt spielerisch erkunden. Vermutlich gab es niemanden, der ein Talent in mir entdeckte und es fördern wollte. Ich durfte einfach sein.
Ich habe mich mit Gemini darüber unterhalten:
Gemini nannte mir einige prominente Beispiele, bei denen Talent und Ambition extrem früh aufeinandertrafen (ohne Gewähr und ungeprüft inhaltlich übernommen):
Wolfgang Amadeus Mozart ist wohl das Paradebeispiel: Bereits mit vier Jahren erhielt er Musikunterricht von seinem Vater. Mit fünf Jahren begann er, seine ersten kleinen Stücke zu komponieren. Für ihn gab es nie eine andere Welt als die der Musik.
Tiger Woods stand mit zwei Jahren auf dem Golfplatz und trat in Fernsehshows auf, um sein Können zu zeigen. Mit fünf Jahren war er so sehr auf den Sport fokussiert, dass er in seinem Umfeld als künftiger Profi galt. In diesem Alter gewann er bereits erste Turniere für Unter-Zehnjährige.
Pablo Picassos Mutter behauptete, sein erstes Wort sei „Piz” gewesen, was so viel wie „Bleistift” (Lápiz) bedeutet. Da sein Vater Kunstlehrer war, verbrachte Pablo seine gesamte frühe Kindheit im Atelier. Mit fünf Jahren beherrschte er bereits Zeichentechniken, zu denen viele Erwachsene nie fähig sind, und er interessierte sich ausschließlich für Kunst.
Jane Goodall war schon als kleines Mädchen von Tieren „besessen”. Berühmt ist die Anekdote, wie sie sich mit fünf Jahren stundenlang in einem Hühnerstall versteckte, um zu beobachten, wie ein Huhn ein Ei legt. Ihre Mutter rief bereits die Polizei, weil sie vermisst wurde – doch Jane wollte einfach nur wissen, wie die Natur funktioniert.
Shirley Temple war mit drei Jahren bereits eine „professionelle” Schauspielerin und Tänzerin. Mit fünf Jahren war sie ein Weltstar und wusste genau, wie man vor der Kamera agiert. Für sie war das Set ihr natürlicher Lebensraum, noch bevor sie überhaupt richtig lesen konnte.
Während ich mit fünf Jahren vermutlich noch Sandkuchen gebacken habe, kamen bei ihnen drei Faktoren zusammen:
1.) eine natürliche Begabung, 2.) Eltern, die das Talent früh erkennen und fördern und 3.) der Zugang zu Werkzeugen im entscheidenden Zeitfenster der Gehirnentwicklung.
Täglicher Schreibanreiz
Was wolltest im Alter von fünf Jahren einmal werden?
Am meisten dabei geholfen, mich weiterzuentwickeln, hat mir die Lebenserfahrung, dass Reden besser ist als Schweigen.
Sprich, damit ich dich sehe.
Sokrates
Ich entstamme einer redseligen Familie, die schwieg. Es wurde unablässig über die Dinge im Außen gesprochen, aber nie über das Wesentliche im Inneren. So wurde ich zum großen Schweiger. Die wenigen Momente, in denen ich mein Schneckenhaus verließ, waren wenig erfolgreich, sodass ich mich sofort wieder zurückzog. Die Folge war, dass ich nicht mit meinen Gefühlen verbunden war. Dieses Verbundensein kam dann irgendwann viel später eruptiv durch einen äußeren Anlass, der mich zwang, mein Schweigen zu durchbrechen. Natürlich überwältigten mich nun meine Gefühle. In den darauffolgenden Jahren führte ich viele intensive, tiefschürfende Gespräche mit zahlreichen Frauen, mit denen ich kollegial und/oder freundschaftlich verbunden war. Ich lernte, dass ich Gefühle habe, aber nicht meine Gefühle bin.
Heute bin ich mit meinen Gefühlen verbunden und behalte die Kontrolle über sie. Meistens bin ich entspannt und ausgeglichen.
Äußere Auslöser veranlassten mich, mein Schneckenhaus zu verlassen, meine Gefühle wahrzunehmen und über mein Innerstes zu sprechen. Es waren die intensiven Gespräche mit anderen Menschen, in denen ich mich spiegeln, erkennen und beruhigen konnte und in denen ich zu dem wachsen konnte, der ich aktuell bin. Ich bin mir sicher, dass diese Entwicklung nie abgeschlossen sein wird.
Täglicher Schreibanreiz
Welche Lebenserfahrungen haben dir am meisten geholfen?
In der Podcastfolge „Selbstbewusst im Joballtag: Karrieretipps für Schüchterne“ geben die Autorinnen Corinna und Christin Tipps, wie schüchterne Menschen im Berufsleben selbstbewusster auftreten können. Die Autorinnen Corinna und Christine diskutieren, dass viele Menschen in Meetings oder Gesprächen unsicher sind und oft nicht wissen, wie sie sich einbringen sollen.
Aus der Podcastfolge „Selbstbewusst im Joballtag: Karrieretipps für Schüchterne“ vom 22.01.2025 des BR-Podcasts „Freundschaft Plus – Liebe, Sex und Beziehungen aller Art„, verfügbar bis ??.??.????.
Es ist hilfreich, sich vor wichtigen Gesprächen Notizen zu machen, um die eigenen Gedanken zu ordnen und sicherer aufzutreten.
Man sollte Kollegen um Feedback bitten, um die eigene Leistung besser einschätzen zu können und um Unterstützung zu erhalten.
Schüchterne Menschen sollten versuchen, sich schrittweise in Gespräche einzubringen, beispielsweise indem sie sich bei Mittagspausen oder in Meetings aktiv beteiligen.
Es ist wichtig, die eigenen Erfolge zu erkennen und zu feiern, um das Selbstbewusstsein zu steigern.
Techniken wie Meditation oder das Mitnehmen eines kleinen Gegenstands, der Sicherheit gibt, können helfen, die Nervosität zu reduzieren.
Viele Menschen leiden unter dem Imposter-Syndrom, bei dem sie ihre Fähigkeiten anzweifeln. Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass man mit Herausforderungen wächst und dass es normal ist, sich manchmal unsicher zu fühlen.
Insgesamt ermutigt die Podcastfolge schüchterne Menschen, aktiv an ihrer Karriere zu arbeiten und sich selbst mehr zuzutrauen.
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Introvertierte lesen viel. Sie verbringen viel Zeit mit Büchern, denn Lesen ist für sie eine gute Möglichkeit, um Energie zu tanken und persönlich zu wachsen.
Seit ich denken kann, lese ich. Ich sehe noch die geflochtene Tasche mit den Bilderbüchern im Schrank unter dem Waschbecken meiner Oma. Sie hatte eine Wohnküche, die gleichzeitig ihr „Badezimmer” war. Es gab eine Spüle fürs Geschirr und ein Waschbecken für die Körperpflege. Zum Baden ging sie in die sogenannte Badeanstalt.
Ich freute mich auf die Fahrten mit dem Zug, denn dann durfte ich mir am Bahnhofskiosk ein Comic-Heft oder -Buch aussuchen. Meistens waren es Mickey Mouse oder Donald Duck.
Gegen Ende meiner Grundschulzeit bekam ich regelmäßig Bücher von Karl May geschenkt, die ich alle gelesen habe.
Zu Beginn der Pubertät kaufte ich mir jede Woche ein Heftchen aus der Science-Fiction-Reihe Perry Rhodan. Ich meine mich zu erinnern, dass es immer dienstags war. Nach der Schule ging ich am Kiosk vorbei und las dann den ganzen Nachmittag das neue Heft zuhause. Trivial-Literatur wurde das geringschätzig genannt. Inhaltlich fand ich es jedoch große Kunst. Als ich in die Serie einstieg, war diese bereits ein philosophisches Epos, das sich mit Evolution, Superintelligenzen und dem Platz des Lebens im Kosmos beschäftigte. Die Serie warf einen grundsätzlich optimistischen und humanistischen Blick auf die Zukunft der Menschheit.
Im Laufe der Jahre las ich unzählige Bücher, Zeitschriftenartikel, Tages- und Wochenzeitungen und sah oder hörte informative Radio- oder Fernsehsendungen. Später kam das Internet mit seinen schier unerschöpflichen Quellen hinzu. Und neuerdings kamen Podcasts hinzu.
Ja, tatsächlich, durch Lesen und Nachdenken über das Gelesene konnte und kann ich persönlich wachsen. Wenn ich zur Ruhe kommen und meine Batterien aufladen möchte, ist neben dem Spaziergang das Lesen die wertvollste Möglichkeit dazu.
» […] Ich denke, so lange die Menschheit sich weiter benimmt wie ein Haufen Assis, die ihren Müll absondern als ob es kein Morgen gäbe und mit anderen Lebewesen nicht achtungsvoll zusammenleben wollen, wird sich auch nichts ändern. […] «
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Der Soziologe Dennis Eversberg erläutert, dass die Akzeptanz von Klimaschutzmaßnahmen stark von sozialen Ungleichheiten und dem Widerstand gegen Veränderungen geprägt ist. Dabei formiert sich eine breite Bevölkerungsschicht gegen die notwendigen Transformationen.
Vor der UN-Klimakonferenz COP30 in Brasilien wird die unzureichende Erreichung der Pariser Klimaziele thematisiert, während der Soziologe Dennis Eversberg auf die sozialen Dimensionen der Klimapolitik hinweist. Er identifiziert drei Reaktionstypen in der Bevölkerung: ein ökosoziales Spektrum, das für Veränderungen eintritt, ein defensiv-reaktives Spektrum, das Veränderungen ablehnt, sowie ein konservativ-wachstumsorientiertes Spektrum, das an einem wachstumsorientierten Lebensmodell festhält. Eversberg warnt vor einem neuen Verteidigungskonsens gegen Klimapolitik. Dieser speist sich aus den Ängsten vor dem Verlust des gewohnten Lebensstils und erschwert die gesellschaftliche Diskussion über notwendige Veränderungen.
»Interview mit Soziologe Dennis Eversberg – Nicht über klimapolitische Fragen wollen wir nun sprechen, sondern über die Akzeptanz von Klimaschutzpolitik und ihren Maßnahmen. Einfacher gesagt, Lastenfahrräder und Gasheizung sind genauso politisch wie Kohlekraftwerke und Windräder. Mit dem Frankfurter Soziologen Dennis Eversberg habe ich darüber gesprochen, ihn gefragt, warum ist die Mobilitätswende, die Klimakrise nicht nur ein ökologisches Transformationsthema, sondern wesentlich auch ein soziales?«, 09.11.2025, https://www.deutschlandfunk.de/vor-der-cop30-der-klimapolitische-abwehr-konsens-soziologe-dennis-eversberg-100.html
hören:
Vor der COP30: Der klimapolitische Abwehr-Konsens – Soziologe Dennis Eversberg
Vor der COP30: Gesellschaftlicher Widerstand gegen Klimapolitik
Die Akzeptanz für Klimaschutzmaßnahmen ist in der Gesellschaft sehr unterschiedlich. Widerstände, die Angst vor Änderungen des Lebensmodells und die gesellschaftliche Verdrängung erschweren den Wandel.
Key Points
Klimapolitischer Widerstand ist stark sozial abhängig.
Veränderungskonzepte treffen auf Verteidigung des bisherigen Lebensmodells.
Gesellschaft zerfällt in Gruppen mit unterschiedlichen Klimahaltungen.
Veränderungsresistenz wächst mit sozialer Schichtung.
Public-Infra ist essenziell für Akzeptanz nachhaltiger Politik.
Gesellschaftliche Einstellungen zur Klimakrise
Dennis Eversberg betont, dass die Klimapolitik tief in den sozialen Normen und Ungleichheiten verwurzelt ist. Lebensmodelle rund um Haus, Heizung und Mobilität sind eng mit dem persönlichen Wohlstand verbunden. Anpassungswiderstand entsteht vor allem bei jenen, die von Veränderungen profitieren würden oder deren bisheriges Leben bedroht ist. Die Krise wird zudem als Teil einer „Polykrise“ verstanden, die ökologische, soziale und wirtschaftliche Herausforderungen verbindet.
Reaktionsmuster der Bevölkerung
Eversberg identifiziert drei Hauptreaktionstypen:
Das ökosoziale Spektrum, das transformationsoffen ist.
Das defensiv-reaktive Spektrum, das Veränderungen ablehnt.
Die wohlstandsbezogene Mitte, die bisher auf Wachstum und Wohlstand setzte, aber an Überzeugungskraft verliert. Die letzte Gruppe sieht Klimaschutz zunehmend als Belastung.
Herausforderungen und Kommunikationsstrategie
Der Widerstand ist emotional und sozial bedingt. Insbesondere die Ablehnung öko-emanzipatorischer Projekte nimmt zu. Um die Akzeptanz zu erhöhen, betont Eversberg die Bedeutung lokaler Infrastruktur, Nutzenkommunikation und positiver Geschichten, die die Vorteile nachhaltiger Politik sichtbar machen. Er weist auf die zunehmende gesellschaftliche Spaltung hin und betont, dass der Widerstand gegen Veränderungen häufig mit sozialer Ungleichheit verknüpft ist.
Gesellschaftlicher Wandel und Zukunftsausblick
Die Daten zeigen eine Zersplitterung der Gesellschaft in Gruppen, die den Klimawandel leugnen oder ablehnen. Es entsteht ein „Verteidigungskonsens“ in der Gesellschaft gegen Transformationsmaßnahmen, was eine Herausforderung für die Klimapolitik darstellt. Eversberg betont, dass eine breite Akzeptanz nur durch gesellschaftliche Dialoge und verständliche sowie faire Maßnahmen erreicht werden kann.
Schlussfolgerung
Der gesellschaftliche Widerstand gegen den Klimaschutz ist tief verankert, doch durch gezielte Kommunikation und den Aufbau entsprechender Infrastrukturen kann ein Konsens für nachhaltigen Wandel entwickelt werden. Es bleibt wichtig, politische Auseinandersetzungen zu führen und dabei auf soziale Gerechtigkeit zu achten.
Die deutsche Wirtschaft steht weiterhin unter Druck. Besonders betroffen sind die Kfz- und die Chemieindustrie. Die Rüstungsbranche gilt trotz staatlicher Investitionen als ineffizient, da sie im Vergleich zu Ausgaben in zivilen Bereichen weniger Wachstum und Arbeitsplätze schafft.
Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiterhin in der Krise. Besonders betroffen sind die Kfz- und Chemieindustrie, die unter den Folgen internationaler Handelskonflikte leiden. Während die Rüstungsbranche Wachstum verzeichnet, warnen Ökonomen davor, dass Rüstungsausgaben wirtschaftlich weniger effektiv sind als Investitionen in Infrastruktur, Bildung oder den sozialen Bereich. Langfristig könnte sich die Fokussierung auf Militärtechnologie als nachteilig für Deutschland erweisen, da sie nicht zu nachhaltigem Wachstum beiträgt und die wirtschaftliche Stabilität gefährdet.
»Folgen der Hochrüstung – Ökonomen kritisieren die Fokussierung Deutschlands und der EU auf die Rüstungsindustrie als wirtschaftlich nachteilig und weisen darauf hin, dass sie auf lange Sicht zum Abstieg eines Landes beitragen kann.«, 22.10.2025, https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10165
[…] eine der herausforderndsten Phasen unserer neueren Geschichte […] christlichen Menschenbild […] angespannte Weltlage und Wirtschaftsflaute […] Nur in einer auf Wachstum ausgerichteten Volkswirtschaft werden die Mittel gewonnen, die wir brauchen, um Infrastruktur zu finanzieren, Solidarität zu üben und soziale Sicherheit auf Dauer zu gewährleisten […] Liebe deinen Nächsten wie dich selbst […] Wir müssen die Wettbewerbsfähigkeit sichern […] notwendige Reform […] Erhalt des Sozialstaats […] Kahlschlags am Sozialstaat […] so wie wir ihn wirklich brauchen […] hin zu einer neuen Grundsicherung grundlegend ändern […] Zukunftsfähigkeit […] Volkswirtschaft […] Reform […] Modernisierung […] Erhalt des Sozialstaats […] Wir wollen, dass alle, die arbeiten können, auch tatsächlich arbeiten […] notwendigen Reformen […] nicht genug gearbeitet haben […] Fehlanreize ausnutzen […] arbeitende […] dass er den Missbrauch des Systems finanziert […] Missbraucher […] Gerade durch Strenge sichern wir langfristig das Wohl aller. […] Deshalb müssen wir handeln, wir müssen es schnell tun […] Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen […] C […] Liebe deinen Nächsten wie dich selbst […] Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen. […] Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon […] Wem spielt eine Politik in die Hände, die Härte predigt, aber Mitgefühl abkoppelt? […]
~ Detlef Koch am 29.09.2025 in „Christliche Rhetorik, neoliberale Härte – Friedrich Merz und die Entkernung des Sozialstaats“, NachDenkSeiten, https://www.nachdenkseiten.de/?p=139746
In einer Rede hat Kanzler Merz mit schamloser Wortakrobatik die Schleifung des Sozialstaats als Akt der Fürsorge etikettiert. Die Opfer dieser Politik – Arbeitslose, Geringverdiener, Alleinerziehende und Wohnungslose – bleiben dabei sprachlich unsichtbar. Merz tut so, als schütze er durch Kürzen und Strafen die wirklich Bedürftigen. Das Ergebnis ist eine zynische Verdrehung: Der Sozialstaat wird ausgehöhlt, in der Rede des Kanzlers klingt es jedoch wie ein Rettungseinsatz. Ein Kommentar von Detlef Koch.