In dem Interview von Michael Köhler mit dem Wirtschaftshistoriker Werner Plumpe geht es um den Rückgang der traditionellen Warenhäuser in Deutschland, die einst Symbole für Konsum und Wohlstand waren. Plumpe erläutert, dass die Warenhäuser ihren Ursprung in kleinen Städten hatten und sich später in großen Städten etablierten. Sie boten eine neue Einkaufserfahrung: Kunden konnten die Waren selbst auswählen und sofort bezahlen. Dies unterschied sich von den bisherigen Verkaufspraktiken.
Aus dem Interview „Mythos und Ramsch – Der Niedergang des Warenhauses. Werner Plumpe, Historiker“ der Deutschlandfunk-Sendung „Information und Musik“ vom 29.03.2026.
Ursprünglich waren die Warenhäuser für die Arbeiterklasse gedacht und nicht für die Oberschicht, wie Plumpe beschreibt. Mit der Zeit wurden sie jedoch von den Nationalsozialisten verfolgt, was zum großen Teil auf ihre jüdischen Eigentümer zurückzuführen war. Die Nationalsozialisten zwangen die Warenhäuser, ihre jüdischen Anteilseigner zu verdrängen und änderten deren Namen.
Ab den 1970er Jahren gerieten die Warenhäuser in Schwierigkeiten, da sie mit spezialisierten Geschäften und neuen Verkaufsformen nicht mithalten konnten. Die Kunden hatten mehr Auswahl und konnten bequemere Einkaufsmöglichkeiten nutzen, was zu einem stetigen Rückgang der Warenhäuser führte. Heute sind nur noch wenige Warenhäuser übrig und sie sind weit entfernt von ihrem einstigen Glanz. Der Artikel zeigt, dass die Warenhäuser eine wichtige Rolle im deutschen Konsumleben spielten, sich aber nicht an die veränderten Marktbedingungen anpassen konnten.
Interview in neuem Tab hören: https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2026/03/29/mythos_und_ramsch_der_niedergang_des_warenhauses_werner_dlf_20260329_0737_1e6cfa1f.mp3
Webseite des Interviews in neuem Tab lesen: https://www.deutschlandfunk.de/mythos-und-ramsch-der-niedergang-des-warenhauses-werner-plumpe-historiker-100.html
„CC BY-NC-SA“-Lizenz öffnet sich in einem neuen Tab: https://rueckzuginsprivate.de/cc-lizenzierung-cc-by-nc-sa/
rueckzuginsprivate.de weist darauf hin, dass die Inhalte der geteilten und zusammengefassten Artikel die Ansicht der verlinkten Websites wiedergeben. Diese Ansicht muss nicht mit der Meinung von rueckzuginsprivate.de übereinstimmen.

